AMall (engl., spr. mehl), Brieffelleisen, Reitpost, Post;
UVall·stosmor (spr. stihmer), Postdampfer; Nail-train (spr.
rehn), Postzug; Nall-coacn (spr. dohtsch), Postkutsche.
Wail Etz. spr. majh), ein früher in Frankreich be—
iebtes 07 bei dem Holzkugeln in einer Bahn mittels
ines Schlägels nach einem —* eisernen Bogen als
Ziel getrieben werden; in franz. Städten jetzt noch Name
»on früher als Spielbahn benutzten Spaziergängen.
Mailand, ital. Milano, Hauptstadt der jtal. Prov. M.
3163 gqhm, 1905: 1528347 E.), in der Lombardei Karte:
Alpenlauder F, in einer weiten Ebene am Dlona,
durch Kanale mit der Adda, dem Comer —
See, Tessin, Po und —T Maggiore ver⸗
zunden, (1901) 491460 F., Domplatz mit
dem Reiterstaundbilde Viktor Emanuels II.;
hei Porta Vittoria Denkmal zur Erinnerung
an die Befreiung von den Osterreichern
(1848); auf Piazza d'Armi der von Napo- 7
eon J. begonnene Triumphbogen (Arco del Mallaud
Sempione). Kirchen: Dom (148 m ulg.,
38 m br., Turm 108 m hoch; 1386 begonnen, unter Napo—
eon J. vollendet (Tafel: Gotik J, 6)), San Ambrogio
(4. Jahrh.), San Lorenzo (älteste Kirche), Klosterkirche Sta.
Maria delle Grazie (15. Jahrh., mit Leonardo da Vincis
Abendmahl Tafel: Thristus 31). Die Brera, früher
Jefuitenkollegium, jetzt Palast für Wissenschaften und Künste
mit Sammlungen, Bibliothek und Sternwarte; Ambrosia—
Ide Bibliothet (1609 gegründet), Gemäldesammlung im
Palazzo Borromev, Passage mit der Galleria Vittorio
kmanuele, königl. und exzbischöfl. Palast ꝛc., Wissenschaft⸗
lͤch⸗ literar. Atademie (seit 1876 den philos. Fakultäten
gleichgestellt), Handelsunibersitäät, Teatro alla Seals (8000
Zläbe, zweligrößtes Theater in Italien). Industrie in
Maschinen⸗ und Eisenkonstruktionen, Papier, Leder, Seide,
Seife, chem. Produkten, Baumwollwaren.
Me, das alte Nedidlanum, war Hauptstadt der In⸗
ubrer, wurde 222 v. Chr. römisch, später die zweite
Stadt des Röm. Reichs, 452 n. Chr. von den Hunnen
hde 490 von den Ostgoten, 569 von den Lango—
arden befetzt, fiel 774 an die Franken. Im 12, Jahrh,
reble M. nach Selbständigkeit, wurde als das Haupi
her Gegenpartei des Kaisers 1162 von Friedrich L zer⸗
ctört. 1167 wieder aufgebaut, ward es 1176 nach der
Schlacht bei Legnauo frei, hatte aber unter den inuern
dämpfen der Guelfen und ein zu leiden. Seit
885 Hauptstadt des vom Kaiser Wenzel gegründeten
ozgt. M., in dem zuerst die Visconti, seit 1447 die
Sforza herrschten, kam M. mit diesem 1645 an Spanien,
1714 an Hfterreich, ward 1797 Hauptstadt der hon Na—
zoleon T. protlamierten Zisalpinischen Republik, 1805 des
Zönigr. Jtalien, 1815 des österr. Lombardisch-Venetian.
— — wurde 1859 im Frieden von Villafranca an
das Königr. Italien abgetreten. — Vgl. Schwarz (1890),
Forcella dital. 1898), Holtzmann — Schubriug
Kunst, 1300), Agnes Gosche („Kunststätte“, 1004).
Mailander Gold, platter, nur auf einer Seite ver⸗
roldeter Silberdraht, früher zu Stickereien benutzt.
Mailänder Kohl, s. Wirsing.
Viailandifche Riose, Hauttrankheit, s. Pellagra.
Mailäth, Joh., Graf, s. Majlath.
Naiicooaon sengl, spr. mehl kohtsch), s. Mall.
Maililie, s. Convallaria.
Mailing, . Asche [Abb. 126]
Viailiart (fpr. glahr), Louis Aimk, franz. Opern⸗
omponist, geb. 24. Marz 1817 zu Montpellier, lebte zu
baris, F 36. Mai 18714 in Moulins; bekannteste Oper:
Das Glockchen des Eremiten“ (1856).
Maillechort (frz, fpr, mudi schohr, s. Neufilher.
Diaillinger, Jofeph Marimilian Fridolin, Ritter von,
ayr, General, geb. A Ott. 1820 in Passau, 1868 Ge⸗
neraimajor, führne im Kriege pon 1870 die 8. bayr. In⸗
anteriebrigade dann die 3. Armeedivision, 1878 Kom—
mandeur des 2. Armeckorps, 1875 -85 Kriegsminister,
gest. 6. Okt. 1901 in Bad Albling.
Mailson ftz. jpr. majbug), ain Webstuhl kleine Ringe,
urch welche die Kettenfäden hindurchgezogen werden.
Nail-satoamer, s. Mail. flenders (etwa November).
Daimaktertion, der fünfte Monat des attischen Ka⸗
Maimaäna, Gebirgsland, s. Maimene.

118

Mai

Mai⸗mas⸗ tschin (Mai-mai-⸗tschen),. Stadt in der
hines, Mongolei, an der russ. Grenze, Kiachta gegenühber,
um Gebiete des Chutuktus Chans in Urga gehoͤrig; seit
1727 für den Grenzverkehr bestimmt.
Maimene (Maimang), Gebirgsland im nördl. e
nistan, bis 1875 selbstuͤndig, 12 800 qxm, 100 000 E. Ciüs⸗
veken); die verfallene Hanptstadt M., 2800 E.
Maimon, s. Pavian.
Maimonides GMaimuni), jüd. Philosoph und Ge—
lehrter, geb. 30. März 1135 zu Cordoba, gest. 183 Dez. 1204
als Vorsteher der jüd. Gemeinde zu Fostat bei Kaird, übte
als Theolog und Gesetzlehrer (durch die systematifche Dar—
telluug des jüd. Geseges in der Misonne thora“, den
Kommentar zur Mischna“ 2c.) großen Einfluß auf die
gIntwicklung des Judeuͤtums aus. — Vgl. Hellin und
Abrahams Jengl., 1803).
Asin (frz, spr. mäng), Hand; A. rorto (spr. fort),
tarle Hand, obrigkeitliche Gewalt; auch bewaffnete Mann⸗
chaft; A. morto (spr. mort), Tote Hand (g. d.).
Main, lat. Moenus, bedeutendster r. Nebenfluß des
Rheius, eutsteht unterhalb Kulmbach aus dem Weißen und
)em Roten M., von denen ersterer auf dem Fichtelgebirge
im Ostabhange des Ochsenkopfes, letzterer zwischen Fichtel⸗
Ebirge und Fränk. Jura entspriugt, mundet nach 495 Km
Mainz gegenũber; von der Mündung der Regnitz auf 340 x4m
hiffbar; die Schiffahrt durch Schleppschiffahrt und Kanali—
jerung des Flusses von Mainz bis Fraukfurt sehr gehoben;
Flußgebiet 27378 qkm; Nebenflüffe 1. Regnitz, Tauber;
r.: Itz, Fränk. Saale, Kinzig, Nidda. Verbindung mit
der Donau durch den Ludwigs- Donau-Main-Kanel. “
Bgl. Zoepfl (1881), Schanz (1894), Faber (1895).
Maina, griech. Landschaft, s. Mainotten.
Maingaden (GMänaden), die Rasenden, Begleiterinnen
des Dionysos (s. d.).
Mainan, bad. Insel im Bodensee, mit großherzogl.
Schloß, Brücke nach dem Festlande; früher Sih einer
deutschordens⸗Komturei. — Val. Gräbener (1889.
Mainbernheim, Stadt im bayr. Reg.Bez. Unter—
anken, am Sickerbach, (1905) 1404 E.
Mainburg, Bezirksort im bayr. Aege Nieder⸗
ayern, an der Abens, (1905) 2818 E., Amtsgericht.
Main⸗Donau-Kanal, s. v. w. Ludwigs-Donau—
Nain⸗Kanal.
Maine (spr. mähn), r. Nebenfluß der Loire in West⸗
rankreich, aus der Mayenne und Sarthe entstehend, 12 km
g., mündet unterhalb Angers.
Maine (spr. mähn), Wnch Prov. Frankreichs, die
etzigen Dep. Sarthe und Mayenne umfassend, seit 955
inter erblichen Graäfen, 1481 mit Frankreich vereinigt.
Maine (spr. mebn nordöstlichster der Ver. Skaaten
on Amerika —* ereinigte Staaten von Ameita
 II, 85 568 ꝗkm, (1900) 694 466 E., VB an Seen
Moosehead, Sebago) und Flüssen Gennebeec, Ste. Croir,
Zenobscot), buchteureiche Küste. Granit- und Eisgewin⸗
iung, Industrie in Baumwoll- und Wollwaren, Hoͤlzern,
Stiefeln ꝛc.; Hauptstadt Augusta. — M. 1622 von den
engländern kdolonisiert, 1661 dem Gebiet von Massachu⸗
etts einverleibt, seit 1820 Staat der Union.
Maine (spr. mähn), Louis Auguste de Bourbon,
Zerzog von, natürlicher Sohn Ludwigs XIV. von Frank
eich und der Marquise von Montespan (s. d.), geb. 31 Mürz
670 zu Versailles, 1673 legitimiert, an einer Verschwö⸗
ung gegen den Regenten, Herzog Philipp von Orleans,
Heteiligt, nach deren Entdeckung (1718) ein Jahr lang ge⸗
angen gehalten, gest. 14. Mai 1736 zu Sceaur.
Maine⸗et⸗Loire pr. mähn e ldahr), Departement
m nordwestl. Frankreich, 7218 4km, (18901) 1314668 E.;
vetreide- und Obstbau; Hauptstadt Angers.
Mainfeldzug, der Krleg Preußens gegen die deutschen
Mittelstaaten im Deutschen Kriege von 1866 (1. d.).
Maingau, alte deutsche Landschaft am Untermain, westl.
om Spessart, zum bayr. Reg.«Bez. Unterfrauten, guͤr heff..
brop. Starkenburg und zum preuß. eanger Cassel gehörig.
Mainhardter Wald, Keupergebirge im nordwesil.
WPürttemberg, in der Schanze 6388 m.
Mainland (spr. mehuläud). 1) Größte der Shetland—
aseln, O88 qk- 20800. E.; Hauplstadt derwick. 29 m.
der Pomonag, Hauptinsel der Orkney-Inseln, 327 4km,
7200 E.; Hauptort Kirkwall.