Kopfes, durch Wasseransammlung oder abnornie Ver—
— des Gehirus entstanden, bewirkt unheilbaren
Zlödfinng auch eine bei manchen Völkern übliche künst—
iche Herstelung difformer Schädel (Makrokephalen) durch
Anlegung einer Stirnbinde im jugendlichen Alter. Böllig
rormale aber außergewöhnlich große Schädel heißen Ke—
phalon, ihre Träger Kephalonen.
Makrokosmos (gich), die große Welt, Außenwelt,
das Weltgebude, im Gegensatz zu Mikrokosmos, Welt
m Kleinen, d. i. der mn
Makroiepidopteren, die Großschmetterlinge E.
Schmetterlinge).
Makromer (Igrch.), s. v. w. Phaneromer . d.).
Makropoden,s. n ipp [Abb. 1001 2).
Haktropfie, Megatopfie (greh.), Größersehen, beruht
ruf Alkommodalionskrampf oder daann der äußern ge⸗
saden Augenmuskeln, infolgedessen die bjiekte ferner er—
heinen; Gegensatz Mikropsie, Kleinersehen, wobei die
Sbjelte naher erscheinen infolge Alkommodationslähmung
det Schwächezustauds der innern geraden Augenmüskeln.
Makrosomie (greh.), Riesenwuchs des ganzen Körpers.
Viakrosporen, bei den Kryptogamen mit zweierlei
Sporen die größern, die in Makrosporangien gebildet
verden, und dus denen bei der Keimung die weiblichen
Prothallien hervorgehen.
Makrozyten 8 außergewöhnlich große Blut—
örperchen, finden sich bei perniziöser Auämie, Malaria,
Bergiftungen und andern Krankheiten. [Tafel: Blut, 17.1]
Makruüren, s. Schaleukrebse.
Dakuba, Schnupftabak, s. Macuba.
watulatur (lato, die beim Druck eines Werks schad⸗
haft gewordenen Bogen; durch Unverkäuflichkeit ꝛc. ent⸗
bertele Drucksachen; makunliereu, entwertete Bücher zu M
machen. s⸗2289
Wirakuta, Rechnungsmünze im portug. Afrika zu 60 Reis
Mala, Salomoninsel, s. Malaita.
Hialabar, Piefferküste, bei den Eingeborenen Mala
alam, d. h. Bergland, südlichster Teil der Westküste Vorder—
ndiens (Prasidentsch. Madras), 83 000 km, meist gebirgig,
 sehr fruchtbar (Pfeffer); Bewohner meist Hindu und
Maͤppila; zerfällt in den brit. Distr. M. zugehörig die
datladiven) mit der Hauptstadt Kannanur und die Va⸗
allenftaateu Kotschi und Trawankur. Die Malajali (1901
3o28 304 Kopfe; ihre Sprache das Malajalam) gehörer
Malabargummi, .Boͤmbax. zu den Drawida
Draiabar“ Hin, Vorstadt von Bombay (s. d.).
Maläbartaig, s. Vateria.
Malachtt, monoklines Mineral, meist in faserigen,
eidenglangenden, nierenförmigen Aggregaten (Atlaserz)
orkonimend, smäragd- bis spangrün, basisch kohlenfaures
dupferoryd mit 7 Proz. Kupfer; wird auf Kuͤpfer ver⸗
hüttet, auch als Schmudckstein verarbeitet.
Malachitgrün, küustlicher Farbstoff aus Benzaldehyd
Bitlermandelol) und Dimethylanilin durch Erhitzen mit
Thlorzint und darauf folgende Orydation mit Bleisuper—
oxyd gewonnen, ist im Handel als Chlorzinkdoppelsalz,
messinggelb gläuͤzende Prismen, oder als oralsaures Salz,
Rüne Blättasen, oder als im Wasser unlssliches pikrin⸗
aures Salz (für Spirituslacke).
Malaczka, Großgemeinde in Ungarn, in der March⸗
beuc (1300) boss E. Echloß des Fürsten Palffy.
Malade ifrz. spr. —— krank; Maladie, Krankheit.
Mialadetta, hoͤchster Gebirgsstock der Pyrenäen, in
datalonien, im Pico de Nethou 3404 m hoch.
Nalas ndes (lat), der böse Glauhbe, das Gegenteil von
Bona fides (s. d.) mala ide, wider bessetes Wissen, arglistig.
Maͤlaga, Hauptstadt der span, Prov. M. (7349 I
i900. din gg Fe Granada), an der Mündung des Gua⸗
dalmeding in die Vucht von Mi. des Mittelländ. Meers,
80 109 E., Hafen⸗ und Handelsstadt; Eisengießereien,
Zuckerfabriken Baumwollspinnerei, Ausfuhr, besa, von
Wein (s. Maͤlagaweine), Rosinen, Maudeln, Oliven,
Apfelsinen, Blei; Winterkurort. J
Mialagarasi, Fluß in DeutscheOstafrika, mündet in
en Tanganjika. sgaskar G. d.).
Malagasch (Malagafsi), die Einwohner von ada⸗
Malagaweine, körperreiche, feurige, aomasisge Likör⸗
peine aus dem span Distr. Malaga, nieist mit ost ge⸗
ärbt, häufig gefälscht.

115

Mal
Malaguettaküste Epr. getta-), s. Guinca.
Malaguettapfeffer (spri-getta-). s. Amomum.
Palaien (Malahen), im engern Sinne die Bewohner
des Malaiischen Archipels und' der Halbiusel Malaka,
nit schlichtem, schwarzem Haar, nanee Hautfarbe
und spuͤrlichem Bart (Malausche Rasse), haben keine Staats⸗
ꝛinheit, aber große übereinstimmung der Sitten, Gewohn—
heiten und Lebensweise nebst gleicher Sprache, Bekenner
)es Islams. Urheimat ist das Reich Manang Kabau auf
Sumatra. Tafeln: Menschenrassen, 18-20; Ethno⸗
zraphie La, 7; I, 2, 5,7; Karten: Bevölkerung II,
—4.] Im weitern Sinne werden auch die Polyuesier zu
»en M. gerechnet (nach H. Wagner um 1900 zusammen
twa 45 Mill. Köpfe). Tüchtige Seefahrer, Handelsleute,
dandwerker, weniger Ackerbauer. Die Malausche Spracht
s. Dn rprie Sprachen) seit dem 15. Jahrh. im
Istind. Archipel allgemeine Handels- und Verkehrssprache.
Die Literatur ist ziemlich reich, bes. bei den Javanern s.
auch Kawi), steht aber stark unter ind. und arab.-pers. Ein—
luß· Authderegie von Hagen (1890); weiteres unter
Nalaiischer Archipel; Grammatiken von Seidel (1891),
Zindorf (3. Aufl. 1804); Wörterbücher von Favre (2 Bde.,
Par. 1878 u. 1680), H. van de Wall (Batavia 1877-84).
WMalaienapfei, aapee 7 29.
Palaien bär, s. Bär und Tafel: Asiatische Tier—
Malagienhuhn, aus Asien siammende größte Hausb—
zuhnrasse, nur Sport-, nicht Nutzhuhn,
Walaiische Halbinsel, s. Ralaka.
Malaiischer Archipel, Ind., Oftind., Südostasiat.
Archipel, Indonesien, Jusulinde, Anftralasien sKarien:
Asien Lu. U und Australien und Ozeanien Lu.
IJ, die Inselwelt zwischen dem südöstl. Asien und Austra—
ien, etwa 2 Mill. qkm umfassend, im W. durch Sumatra,
m S. durch Java, Flores, Timot u. a., im O. durch die
Molukken, im RO. durch die Philippinen begrenzt. Nord—
horneo, Labuan und Singapur sind britisch, die Philippinen
wande Deli auf Timor portugiesisch, alles übrige
riederläudisch Is. Beilage: Asien]. — Vgl. von Roseu—
derg (3 Bden, 1878 — 79), Bastian (1884 94), stüten⸗
(1896), Pflüger (1901), Pleyte („Indonesian art“,
01 f9.), Hacckel (1801).
Malaiische Rasse, s. Malaien.
Malalische Schutzstaaten, s. Straits Settlements
ind Beilage: Asien.
Malaib⸗Polynesische Sprachen, die Sprachen der
Hölker malaiischer Rasse (s. Malaien) und der malaiisierten
Zapuastämme (Melauesier und Mikronesier), zerfallen in
ie Malaiischen Sprachen, die die höchste Entwickluug dar—
tellen (hierzu die Tagalasprache auf den die
Sprachen der Sundainseln uud das Madagassische), die
Melanesisch⸗Mikronesischen Sprachen (Fidschünseln, Neue
Zebriden, Salomouninseln, Karolinen, Marfhall- Gilbert⸗
aseln) und die Polynesischen Sprachen (Samoaginselu,
deuferland, Sandwich⸗, Tonga⸗, Marquesasinseln, öst⸗
ichfter Punkt die Osterinsel). — Val. Bleet, Handbook
r afrioan, australian and polynesian philology“ (3 Tle.
858 fg.); von der Gabelentz, „Die melanesischen Sprachen“
1860..73; Nachtrag 1882); Codrington, „The molanean
 janguages (18868); Schmidt (1800); Sendeloo,, a
oische rammatica“ (18901 9..
Malagaita, Mala, eine der größern brit. Salomon—
nseln, 6200 qkm, gebirgig (bis 1300 w).
Malajalam, Malajali, s. Malabar.
Malaka (Malatta), Malgiische Halbinset, vom südl.
keile Hinterindiens gegen S. sich erstreckende Halbinfel
Karte: Ostassi en I etwa 154 000 qkm, 1-2 Mill. E.,
»on Gebirgsketten (im S, bis 2450 m) durchzogen; Pro⸗
utte Zinn, Pfeffer und Gold. Küstenbewohner Malalen;
m Innern wilde Wanderstämme. M. zerfüllt in die brit.
Besitzungen (darunter eine Prov. M.) und die brit. Ma—
aiischen Schutzstaaten (s. Straits Settlements und Bei—
age: Asijen), sowie einen Teil des Reichs Siam.
Malakastraßze, Meeresstraße, welche“ die Halbinsel
Malaka von der Insel Sumatratrennt Karte: Afien1
Malakka, s. Malaka. slu. J, 7)].
Walakolith, s. Augit. sWeichtieren.
Malakologie, Maiatozoologie (grch.), Lehre von den
Malakostraken (Malacosträca), höhere Krebse,
aterklasse der Krebstiere, mit einent fast durchweg aus