Mal

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20 (selten 21) Segmenten gebildeten Körper, je 1Paar
Zlicomaßen an allen Segmenten mit Ausuahme des letz
—
—E
1) Thoratostraken (Thoracostracs, Schaleutrebse, s. d.),
Kopfbrust mit wohlentwickeltem Rückenschild, 2 Paar Kiefer—
tüße vorhanden; hierher die Ordnungen der stieläugigen
Schalenttebse (Podophuthalmata), der Maulfüßer (Sto
matopöda) und Kumazeen (Cumacda). 2) Arthrostraken
(Arthrostrada, Ringelkrebse), Ktopfbrust ohne ausge⸗—
prügtes Rückenschild, nur ein Paar Kieferfüße, Augen
nicht gestielt; hierher die Ordnungen der Asseln (Isopoda)
und Flohkrebse Amphipsda). 83) Leptostraken (Depto
Itraco), kleine Gruppe, Körper aus 21 Segmenten ent⸗
standen, bis auf die 4 letzten Segmente von einer zwei—
tlappigen Schale umschlossen; hierher die Ordnung der—
Rebalien, mit wenigen, 6—10 inm großen Arten.
Malakow, sehe von Sewastopol, 1865 von den
Franzosen unter Pelissier (Herzog von M. erstürmt.
Malakozden (grh., Malacozda), s. Weichtiere.
Malamoͤcco, Daerhe Lidoinsel vor den Lagunen
ou Venedig; darauf der befestigte Hafen Porto di M.
Malaus, Hauptort des Bez. Unterlandquart in Grau⸗
»ünden, r. an der Landquart, (1900) 873 E.
Wialansche, Militärstation und Handelsplatz im O
ver portug. Kolonie Jezee (Westafrika).
Malapane, r. Nebeufluß der Oder, mündet nach
20 Rm unterhalb Oppeln bei Czarnowanz.
Mal-à propos (frz. spr. poh), zur Unzeit, ungelegen
Malaria (ital. Arta cattiva, d. h. schlechte Luft,
Sumpflust, die früher als Ursache des Wechsel- odei
Malariafiebers galt), eine Infektionskrantheit, bei der sog.
Malariaplasmodien [Tafel: Bakterien, 12], aus dem
Boden sumpfiger Gegenden durch stechende Jusekten in das
Blut gelangen, in die roten Blutkörperchen eindringen und
diese zerstören [Tafel: Blut, 18]. Eine Art macht ihre
Entwicklung in 48, die audere in 72 Stunden durch und
ruft dadurch das dreitägige und viertägige Wechselfieber
. d.) hervor. — Vgl. Ziemann (1898). Schwalbe (1900),
Markini (1904).
Malarin, Azetophenonphenetidid, gelbes Pulver (auch
Tabletten), Antipyretikum und Antineuralgikum.
Mälarsee, See im südl. d e mit zahlreichen
Armen und Buͤchten und 1260 Inseln, 80 km br., 180 km
(g. 1652, ohne die Inseln 1163 Ikin, fließt bei Stock—
—
Malatesta, ital. Familie, die 18. bis 15. Jahrh.
Nimini und einen Teil der Romagna beherrschte.
Malatie (Malatia), Stadt im türk.-kleinasiat. Wilajet
Mamuret ül⸗Asis, unwweit des Euphrat, 30000 G.
Malayaälam, s. v. w. Malajalam (s. Malabar).
Malayen, s. Malaien.
Ptalberg, bad. Stadt, s. Mahlberg.
Balbergische Glossen, s. Salisches Gesetz.
Malbruck, Affe, s. Makal.
Malchen, Berggipfel, s. Melibolus.
Dialchin, Stadt in Mecklenb.⸗Schwerin, l. an der
Peene, zwischen Kummerower und Malchiner See, (1905)
1158 E. Amtsgericht, Realgymnasium. In der Umgegend
Jräfl. Schlösser und das herzogl. Schloß Remplin.
Malchow, Stadt in Medlenb.⸗Schwerin, am Walcho
wer See, (1005) 4208 E., Amtsgericht: Tuchfabriken,
Dampfsägewerke, ee c.
Malcolm (spr. mälltom), mehrere schott. Könige. M. J.
regierte 43 —854, M. II. 1005 1034. — M. LII., 1057
—53, floh nach der Ermordung seines Vaters Duncan durch
Macheth nach Englaud, eroberte 1057 sein Reich mit Hilfe
der — 13. Nov. 1093 gegen die Normannen.
— M. V., 11583—-65, Enkel Davids J., verlor das von
diesem Erworbene wieder an i von England.
Malcolm (spr. mällkösm), Sir John, engl. Staats
mann und Geschichtschreiber, geb. 2. Mai 1768 zu Buru⸗
foot (Schottland), ging 1782 nach Indien, leitete 1800—10
die Verhandlungen mit Persien, 1818 Gouberneur in Mittelindien,
 1827 Gouverneur von Bombay, gest. 80. Mai
1833 in London; schrieb „Aistory of Persia“ (2 Bde.,
1815; deutsch 1830) u. a. — Biogr. von Kaye (1866).
Malcolmi, Amalie, s. Wolff, Pius Aler.
Maloontenta (spr. kongtang), s. Malkontent.

Malda, Euglish Bazar, Distrikt der Div. Bhagalpur
n der indobrit. Praͤsidentsch. Bengalen (jetzt Ostbengalen
ind Assam). Die Hauptstadt Euglish Bazar (Englijchvasar)
 hat (1801) 13818 E.
Maͤl de Caderas (span.), durch ein Prypanosoma
erursachte, mit Läühmung der Pinterpand verlaufende töd⸗
iche Pferdekrankheit in Südafrika und Mittelamerika.
Maldegem (spr. chem), Ort in der belg. Proy. Ost⸗
landern, (1904) 10 418 E. G Pinta.
ai deé los pintos (span.), trop. Hauffranhheit,
Malden, Stadt im nordamerik. Staate Massachusetts,
im Flufse M., (1900) 33664 E.
Maldive Islands (spr. mälldihw eiländs), Insel⸗
ruppe, s. v. w, Malediven.
Maldon (spr. mahld'n), Stadt in der engl. Grafsch.
yfer, am Ehelmer und Blackwater, (1901) 5664 E., Hafen.
Malkta, im Altertum die wegen ihrer Stürme ge⸗
rchtete Südostspitze des Peloponnes, jetzt Kap Malia.
Wtaleächi, der letzte hebr. Prophek der nacherilischen
ßemeinde unter Esra, um 440 p. Chr.; nach ihm sollte
ẽlias als Vorläufer des Messias —
Malebrauche (spr. malbrangsch), Nicole, franz. Philo—⸗
'oph, geb. 6. Aug. I638 zu Paris, gest, das. 13. Okt. 1715;
eruͤhmtestes Werk (von Descartes beeinflußt); „De lu
echerche de la vérité“ (2 Bde., 1674; deutsch, 4¶ Bde.,
776 60). — Bgl. Rovaro (1883).
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Dependenz von Ceylon, aus 17 Korallenatolls bestehend,
300 (mit den eingeschlossenen Wasserflächen 6700) qkm,
30000 E., unter einem Sultan auf der Insel Mali. —
Bgl. Gardiner (engl. 1901 —
Malefßkant (lati), peinlich Angellagter, Übeltäter;
Malefiz. Missetat, Verbrechen; in der ältern Rechtssprache
n Zusammeusetzungen s. v. w. Kriminal.
wlalegassen, die Einwohner von Madagaskar (s. d.).
Malente, Kurort im oldenb. Fürstent, Lübeck, am
delerfee, (1900)121216. M. ist das Grünau in Voß „Luise!.
Malepartus (vom frz. mal pertuis, „übelloch“), in
er deutschen Tierfabel die Raubhöhle des Reinele Fuchs.
Malexrei, die Kunst, welche sichibare Gegenstände mit⸗
els Linien und Farben auf Fläüchen darstellt; ihr Pro—
yutt sind Gemälde auf Leinwand, Holz-, Küpferplatte,
ßapier (Tafel- oder Staffeleimalerei) oder auf Kalkwand
Wand⸗ oder Freskomalerei). Man aleneie nach den
zargestellten Gegenständen: Historiens (Keligiöses, Ge⸗
chichtsszenen, mythol. Darstellungen), Bildnis— (Porträt-),
Benre⸗, d (mit Seestück), Architektur-, Tier-s,
Blumen- und Früchtemalerei (Stilleben); nach den Her⸗
tellungsweisen: Pastell⸗, Aquarelle, Gouache-Teniperas,
Ol⸗ Freslo⸗ ee Glas-, Emailmalerei. Dem Maler
nüssen die Gesetze der Perspektive und der 538
jekannt sein, ferner die Anatomie des men und
ierischen Körpers, die Trachtenz-, Waffen- und Geratkunde.
Die M. der alten Völker, auch noch die ältere der Grie—
hen, war nur Flächendekoration ohne Anwendung der
Perspektive. Im 8. Jahrh, schufen zuerst Polygnot und
eine Schüler, wenn auch noch mit unvollkommener Tech—
uik, Kompositionen von tiefeni Gehalt, Agatharchus bildete
die Kunst der perspektivischen Zeichug aus, Apollodor
ührte die Schattengebung ein; mit dem Beginn des
. Jahrh. eröffneten Zeuris, Parrhasios und Timanthes
die Reihe der, großen Maler, die am Schluß desselben
nit Pausias, Protogenes, Aëtion, vor allen Apelles, das
Zöchste der damaligen Kuuͤst erreichten. UÜber die Geschichte
Her mittelalterlichen und neuern M. s. Deutsche Kunst,
Englische Kunst ꝛc. Tafeln: Genrekunst J. Historien⸗—
nalerei Lu. II, Porträtmalerei Lu. V, Christus,
NadonnadJ. Bgl. die „Geschichte der M.“ von Kugler
8. Aufl., z Bde. 18675, Woltmann und Woermann
3 Bde., 1873 88), Mither (G Bde., 18909 —-1900);
aupp⸗ „Katechismus der M.“ (A. Aufl. 1904); Ehrhardt,
„Die Kunst der Malerei“ (2. Aufl. 18906); „Klassischer
Zilderschatz“ (12 Bde., 1888 fg.).
Malergold und Malersilber (Muschelgold, silber),
nit Gummischleim angeriebenes Blattgold und Blattsilber,
ist in Muschelschalen eingetrocknet. sgiftung).
Malerkolitk, Malerkrantheit, Bleikolik (j. ———
Maler Müller, s. Müller, Friedrich.
Malerntuschel, s. Flußmuscheln.