Mal

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Akademie zu Stockholm, 1887 —503 Direktor derselben,
gest. das. 18. Okt, 1901; Darstellungen aus altnord.
Saäagen (auch Illustrationen zu derartigen Dichtwerken)
und aus der Kinderwelt.
Maloarchanugelsk, Kreisstadt im russ. Gonv. Orel,
am Kulikow-Rshawez, 7918 E.
Maloja (ital. Maloggia), Alpenpaß (1816 m) in Grau—⸗
hünden, verbindet Engadin und Bergell.
Malojarosläwez, Kreisstadt im russ. Gouv. Ka—
luga, an der Lusha, 2800 E.; hier 24. Olt. 1812 Schlacht,
die Napoleon zum Rückzuge zwang.
Malorossija (russ.), Kleinrußland (s. d.); Malorussy,
auch Malorossijane, Kleinrussen.
Malortie, Ernst von, hannov. Staatsmann und Schrift⸗
steller, geb. 15. Nop. 1804 zu Linden, 1862 -66 Minister
des königl. Hauses, gest. 11. Okt. 1887 in Hannover,
schrieb: „Der Hofmarschall“ (3. Aufl. 1867), „Die feine
Küche“ (83. Aufl. 1887), „Beiträge zur Geschichte des
braunschw.⸗ lüneb. Hauses“ (6 Heste, 1860 — 72; Neue
Folge, Bd. 1, 1879). [Kaviarsorte.
Walosöl (russ., „wenig Gesalzenes“), die beste
Malot (spr. soh), Hector, franz. Romauschriftsteller,
zeb. 20. Mas 1830 zu La Bouille, lebt in Paris; schrieb!
„ILes victimes d'amour“ (1839 - 66), „L'auberge du
Onde“ (I8715—-76), „Cara“ (1878), ,Sans famille“
(1878), „Justice“ (1889), „Amours de jeune, amours
de vIieux“ (1884), „Pages choisces“ z u. a.
Malpighi, Marcello, Anatom und Physiolog, geb—
10. März 1628 zu Crevalcore bei Bologna, Prof. in
Bologna, seit 1691 in Rom, gest. das. 29. Nov. 1604,
Begrunder der mikroskopischen Anatomie und der Pflanzen⸗
andtomie. — Vgal. Atti (ital., 1847), Hanstein (1886).
Malpighiazeen, Pflanzenfamilie der Askulinen,
Bäume oder kletternde Sträucher des trop. Südamerika
mit lebhaft gefürbten Blüten. Mehrere Arten zur Beklei—
dung der Wände in Gewächshäusern.
Malpighische Gefäße, die harnabsondernden Or—
zane der Tausendfüßer und Insekten: münden jederseits
in den Darm.
Malpighische Körperchen, s. Milz.
Malpighisches Shleimnetz die unmittelbar auf
der Lederhaut liegende mehrfache Sqhicht saftreicher, weicher,
undlichet Zellen, enthalten auch den Farbstoff der Haut.
Nal pintado (spau.), Hautkrankheit, s. Pinta.
Malplaquet (pr. keh), Dorf im franz. Dep. Nord,
nahe der belg. Grenze; hier 11. Sept. 1709 Sin der Oster⸗
reicher und Engländer unter Prinz Eugen und arlborough
über die Franzosen unter Villars.
Malpropre (frz. spr. propp'r), unsauber.
Mals, Marktflecken in Tirol, im Vintschgau, im S. von
der Malser Heide, (1800) 948 E.
Malsch. 1) Flecken im bad. Kr. Karlsruhe, (1900)
3916 E.; Fabrikation feuerfester Steine. Hier 9. Juli 1796
Sieg Moreaus über Erzherzog Karl. — 2) Roth-M.,
Flecken im bad. Kr. Heidelberg, 1625 E.
Malschloß, s. v. w. Buchstabeuschloß (s. d.).
Malstatt⸗Burbach, Sladt im preuß. Reg.Bez
Trier, an der Saar, (1800) 31105 (1905: 38 548) E.
Eisenhütte (Burbacher Hütte).
Malström, durch Ebbe und Flut verursachte, wirbel⸗
artige Meeresströmung, bes. an der norweg. Küste zwischen
Vüärs und Moskenäsö
Malta, brit. Jusel im Mittelläünd. Meere, zwischen
Sizilien und der afrik. Küste IKarte: It alien II, mit den
Zie Gozzo, Comino und den unbewohnten Cominotto
und Filfola 363 qkm, (1904) 198 990 E. ; der Boden
oerwitterter Kalkfelsen mit Grotten und Höhlen; Haupt⸗—
erzeugnisse: Baumwolle, Weizen, Zuckerrohr; auch Mar—
mor, Alabaster, Seesalz werden gewonnen; Handel, Schiff⸗
sagt —
dedeutend; Industrie in Baumwoll- und Seidenwären,
Filigranarbeiten, Zigarren. Hauptstation der engl. Dampf⸗
schiffahrt und strategisch wichtig für die Beherrfchung des
Mittelländ. Meers; stark befestigt. Verwaltung durch kinen
brit. Gonverneur; Hauptstadt Lavaletta. — M, im Alter—
tum phöniz. Kolonie (Melite), wurde 400 v. Ehr. von den
Karthagern, später von den Römern, Vandalen, Goten,
Byzantinern und (870) Arabern besetzt, gehörte 1000 —
1580 zu Sizilien, dann dem Johanniterorden, der sich daher

Malteserorden nannte, wurde 1798 von Bonaparte ge⸗
iommen, seit 1800 britisch. — Vgl. Winterberg (1878),
dodeuberg (1893), Ballou (engl., 1893), Wachs (1901).
Maltäͤse, s. Diastase.
Maltatal (Malteintal), Hochgebirgstal in der Be—
irksh. Spittal in Kärnten, 36 Kwilg., vom Ankogel und
der Hochalmspitze bis Gmünd. Hauptort M. (Maltein).
Maltebrun s(spr. malt'bröng), Konr., eigentlich Malte
thruun, Geograph und polit. Schriftsteller, geb. 12. Aug.
775 zu Thisted (Jütland), 1800 wegen einer heftigen
Zatire verbannt, gab in Paris die „Annales des voyages
»te.“ (1808 - 15), „Nouvelles annales des voyages“
1819 26) u. a. heraus, gest. 14. Dez. 1826; Haupt⸗
verk: „Préois de ia géogruphie universee“ (1810-39).
 — Sein Sohn Bictor Adolphe M., geb. 25. Nov.
816 zu Paris, Geograph das., gest. 16. April 1889;
chrieb: „Un Prance AIlsustrée“ (18636-567), „Géographio
niverselle“ (1874) u. a.
Maltechnik, der Inbegriff aller Negeln, die zur Aus—
ibung der künstlerischen Malkunst sowohl wie des An—
treichens erforderlich sind; wichtig die Kenntnis der Eigen—
chaften (bes. Dauerhaftigkeit) und Verwendbarkeit der
Htateriglien (bes. der Farbstoffe), sowie die Fertigkeit in
)eren Anwendung (Malverfahren, Malmethoden) Ver—
nient um die M. die Deutsche Gesellschaft zur Beförde—
ung rationeller Malverfahren in München. — Vgl. Keini,
Uber M.“ (18903); Ostwald, „Malerbriefe“ (1904);
Sammlung maltechnischer Schristen“ (1906 fa.).
Malteintal, s. Maltatal.
Malten, Therese, eigentlich Müller. Sängerin, geb.
21. Juni 1885 zu Insterburg, seit 1873 Mitglied des
Dresdener Hoftheaters, ausgezeichnete Wagner-Sängerin.
Malter, Sae, Sacco, älteres Getreidemaß in der
Schweiz — 1,5 Rl, ebenso in Baden (geteilt in 10 Sester
zuu 10 wens in Preußen zu 12 Scheffel — 6,vos nl,
n Sachsen zu 12 Scheffel — 12,478 hI, in Gannover zu
3 Himten 1,86 BI.
Malterdingen, Marktflecken im bad. Kr. Freiburg,
800) 1475 E, Mineralquelle und Bad.
Malteser, Bewohner von Malta; * seidenhaariger
einweißer Luxushund mit schwarzer Nase und Augen.
Maiteserkreuz, ein Ordenskreuz, dessen vier Arme
nit je zwei Spitzen sich gegen die Mitte des Kreuzes
edeutend verjüngen; Ordenszeichen der Johanniterritter
Malteserritter) und einiger auderer Orden JTafel:
Wappenkunde IJ.
Malteserritter, s. Johanniterorden.
Malteser Shwamm, s. Cynomorium.
Malteser Taube, Art der Huhntauben, ähnelt einem
und und voll gebauten Zwerghuhn.
Malthus, Thom. Rob., engl. Nationalökonom, geb.
7. Febr. 1766 zu Rookery (Surrey), 1805 Prof. in
Zaileybury, gest. 29. Dez. 1834 zu Bath; stellte in seinem
Essas on fhe principle of population“ (1798 u. ö.;
eutsch 1900) das sog. Malthussche Bevölkerungsgesetz
Vermehrungstendenz der Bevölkerung in geometr., der
Pahrungsmittel in nur arithmet. Progression) auf. —
Bgl. Oppenheimer (1900). — Unter dem Eindruck der
tarken Vermehrung des großstädtischen Proletariats ist
ienerdings eine Neo⸗Malthusianismus genannte Bewegung
entstanden, die ihren Mittelpunkt seit 1877 in der Nalthusian
leatzue hat und durch die Fant „The Malthusian“
eine Beschrünkung der allzu schnellen Bevölkerungszunahme
durch vorbeugende Mittel herbeizuführen sucht.
Maltitz, Friedr. Franz, Freiherr von, dramat. und
yrischer Dichter, geb. 6. Juni 1794 in Nürnberg, Diplo—
nat, gest. 25. April 1857 zu Boppard; dichtete eine Fort⸗
etzung des Schillerschen „Demetrius“ (1817) u. a. —
Zein Bruder Apollonins, Freiherr von M., geb. 11. Juni
795, ebenfalls Diplomat, gest. 2. März 1870 in Wei⸗
n»ar; schrieb „Gedichte“ (i888) und Dramen.
Maltitz, Herm. von, Pseudonym, s. Klencke, Herm.
Maltoleguminose, Leguminose mit Zusatz von Malz⸗
äparaten, für blutarme Kranke und Kinder.
Malton (spr. mahlt'n), Stadt in der engl. Grafsch.
·ork, North Riding, am Derwent, (1901) 4788 E.
Maltonweine, durch Vergärung konzentrierter Malzvürze
 mittels Reinzucht-Weinhefe dargestellte weinartige
vetränke, für Kranke und Rekonvaleszenten empfohlen.