Man

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Manacöor, Stadt auf der span. Insel Mallorca, (1900)
Maängden, s. Dionysos. 112408 E.
Manager (engl., spr. männedscher), Leiter eines Un—
ernehmens, Geschaftsführer.
Managren (Manjagren), s. Tungusen.
Manägua, Haupistadt von Nicaragua, am See M.
(64 xmmelg., durch den Tipitapafluß mit dem Nicaraguasee
herbunden), 25 000 E.
Manakins (spr. kängs, Schmuck⸗
Samtvögel, Pipra), Gattg. kleiner
südamerik. Sperlingsvögel, mit
hohem Lauf, kurzem Schnabel, mit
pürlichen Borsten, kurzen Flügeln.
Die Weibchen aller Arten sind gn
die Männchen mit prächtig gefärbtem,
samtartigem Gefieder spipra mana
ꝛus I., Möonch, Abb. 1181].
Mänglos, jetzt Hagios Jlias, bergige Scheidewand
wischen dem innern Arkadien und der Hochebene von
Tegea und Mantinea, 1981 m.
Mangos, Hauptstadt des brasil. Staates Amazonas,
IWberhalb der Muͤndung des Rio Negro in den Amazonen⸗
trom, (1802) 40000 E., Seehafen, Handel.
Manar, kleine Insel an der Küfse von Ceylon, das
stl. Ende der sog. Adamsbrücke; nach ihr der Meerbusen
von M. chie zwischen Ceylon und Karnatak
enaunt. Karte: Asien 1, 44
Mangrat, s. Minarett. [botsche (Gangri).
Manassaröwar, See in Tibet, südöstl. vom Garing-Manasse,
 Sohn Josephs, Ahnherr eines der zwölf
Stämme Israels, dessen Gebiet zu beiden Seiten des
Jordan lag (Ost⸗- und West-M. ,— M. König von
Juda, 697 642, Sohn des Hiskias, Götzendiener (Molochultn
 —BDD——
zu Babylon ist nicht geschichtlich; das sog. Gebet M. in
den Apokryphen des N. T. ist eine spütere jüdisch-griech.
Manati ee s. Seekühe. [Dichtung.
NManoando (ital. Mus.), abnehmend.
Mancha, La(spr.-tscha), span. Landschaft (Neukastilien),
300 xmelgꝗ., 185 mebr., 1691 - 1822 besondere Provinz,
etzt zu den Prov. Ciudad Real, Toledo, Cuenca und Alba—
ete gehörig; Heimat des Don Quixote.
Mancha Real (spr. tscha), span. Hochebene nördl.
von Jaen, mit der Stadt M. (1900) 6267 E.
Manche, La (spr. mangsch), der Meeresarm zwischen
Frankreich und England (s. Kanal). Danach benannt das
franz. Dep. La M. im nordwestl. Frankreich, 6412 qkm,
(1801) 4891872 E., Hauptstadt Saint⸗vd.
Manchester (spr. männtschest'r), Stadt in der engl.
Grafsch. Lancaster sKarte: Großbritannien ⁊xc. I,7
u. 8), drittgrößte Stadt Englands, am Irwell, Medlock,
Irk und Tib, am Bridgewaterkanal und Manchester-Schiffs—
tanal. (1904) 5357 938, mit Salford 786 921 E.; Vikto—
ria-Unlversität, Kathedrale (14. Jahrh.), Stadthaus (in
yt Stil 1868277 erbaut). M. ist Mittelpunkt der engl.
Baumwollindustrie; wichtig sind ferner die Eisen- und
Stahlwerke und der Maschineubau.
Manchester (spr. männtschest'r), Stadt im nordamerik.
Staate Neuhampshire, (1903) 60 845 E.; Fabrikation von
Textil⸗ und 8 Baumwolle.
Manchester (spr. männtschest'r), santartige Zeug aus
Mauchester (spr. männtfchestt), engl. Grafen⸗? und
Herzogstitel, in der Familie Montagu.
Manchesterpartei, ursprünglich polit. Partei in
England, die unter Führung, von, Cobden und Bright,
gestützt auf die Organisation der Anti-Corn-Law-League
. d.), die —* der Industrie gegen die Grund⸗—
aristokratie vertrat und dabei zugleich 3 Prinzip des
Freihandels verfocht; daher in Deuischland die Frei—
handelspartei und Bezeichnung der liberalen volkswirt⸗
estacen Richtung (Manchefterschule), die nach dem
rundfatze des Laisser fairo (s. d) auf wirtschaftlichem
Gehiete die Einmischung des Staates möalichst beschränken
will. (S, Freihandel.)
Manchester⸗Schiffskanal, 188704 erbaute Ver—
bindung zwischen der engl. Stadt Manchester und dem
Meere GFrische See, —2 57 xm Ilg., 7,o mm tief.
Mancini (spr. tschi), Olympia,“ Nichte des Kar—
dinals Mazarin, geb. 16406 zu Rom, heirateté den VPrimen

sugen Moritz von Savoyen-Carignan, spüter der Gift⸗
nischerei beschuldigt, gest. 1708 zu Bruͤssel; Mutter des
Prinzen Eugen von Savoyen. — Ihre Schwestern Maria
M., geb. 1638 zu Rom, Geliebte Ludwigs XIV.,
eit 1661 Gemahlin des Fürsten Colonna, gest. 1715
Hortensia M., geb. 1616, berühmte Schönheit, heiratete
16614 Armand de la Porte, Herzog von Mazarin, den sie
1688 verließ, spielte darauf am Hofe zu London eine
Rolle, — das. 2. Juli 1699. — Val. Renee (franz.,2 Bde.,
1866; aIt 1858), Perey (franz., 1894 u. 1896).
Mancini (spr. tschi), Pasquale Stanislao, ital.
Staatsmann, geb. 17. März 1817 zu Castel Bäronia
(Prov. Avellino), 1862 Minister des Unterrichts, 1876
—78 der Justiz, 1881 —86 des Auswärtigen, gest.
26. Dez. 1888 zu Capodimonte. — Seine Gemahlin
Laura Beatrice M., geborene Olivia, geb. 1828 zu Neapel,
gest. 17. Juli 1869 zu Florenz, dramat. und lyrische
dichterin. Sammilung ihrer lyrischen Gedichte: „Patris
d amore“ (1875).
Maneoipatio (lat.), Einhändigung, Uberlieferung einer
Sache zum Eigentum; Nanciplum, der gerichtliche förmliche
dauf; das durch M. erworbene Eigentumsrecht; im frühen
eutschen Mittelalter s. v. w. Leibeigener.
Manda, zu Brit.⸗Ostafrika gobrige Insel, nordöstl.
»on Witu; die Bewohner sind Stlaven.
Mandäcer, auch Sabier (d. h. Täufer), irrtümlich Jo—
jannischristen, FJohannisjünger, die Reste (ca. 1500) einer
jeidn.⸗gnostischen Sekte südl. von Zaghed die seit An⸗
ang des 2. Jahrh. zum Christentum in Beziehung trat und
diesem durch Taufe, Abendmahl, Hierarchie ähnelt. Ihre
jeiligen Schriften hg. von Petermann und Euting (1867). —
Bgl. Brandt, „Die mandüische Religion“ (1889); ders.,
Manddische Schriften“ (1898).
Mandal, Hafenstadt im norweg. Amte Lister und M.,
in der Mündung des Flusses M., (1900) 3983 E.
Mandaäle (Mandalay, Mandelay), Pattaniapura,
Stadt in Birma (Hinterindien), 3 km vom Jrawadi,
1901) 183816 E.; Überlandhandel mit China.
Maͤndara (Waͤndala), kleines Negerreich im mittlern
Sudan, dem Reiche Bornu tributär, seit 1893 teils zur
rit., teils zur deutschen Interessensphäre guori ge⸗
irgig (bis 1800 m); dichte Urwälder; 260 006 E.; Haupt⸗
tadt Doloo (30 000 E.).
Mandarin (die kurop. Entstellung des sanskrit.
antrin, d. i. Ratgeber, gebildet), Titel der Würden—
Mandarine, Gewebe, g Eskimo. lträger Chinas.
Mandarinenorange, s. Citrus.
Mandarinente, s. Enten [Abb. vo7].
Mandat (laat.), Vollmacht, Auftrag, bes. der für
einen Aheonnehe zur Vertretung seiner Wähler durch
die Wahl; dann Vollmachtsvertrag, wodurch ein Kon—
rahent (Maudant) dem andern (Mandatär) die Aus—
ührung eines Geschäfts (Spezial⸗M.) oder seine Ge—
chäftsführung im allgemeinen (General-M.) überträgt.
Jin roͤm. Recht kaiserl. Gesetze in Form von Instruk—
ionen für höhere Beamte; daher s. v. w. allgemeine
iandesherrliche Verordnung. Im Mandatsprozefß konnte
der Richter dem Beklagten durch M. ohne vorherige
Anhörung eine Leistung oder Strafe auferlegen. Der
bedingte Mandatsprozeß, bei welchem dem Beklagten
ein Einspruchsrecht zusteht (s. Strafbefehl, e e
besteht im deutschen Strasprozeß noch bei leichtern Straͤf⸗
ällen (bis 150 “ oder Freiheitsstrafe bis 6 Wochen);
m Zivilprozeß ist an seine Stelle das Mahnverfahren
d.) getreten. — M. im Postwesen, s. Postauftrag.
Mandate, franz. Papiergeld, s. Assignaten.
Mandau, große, säbelarlige Messer Schwerter) der
Dajak auf Borneo,
nit langer Klinge
Abb. 1122)].
Mandel, älte⸗
es norddeutsches
Stückmaß zu 185,
iuch 16 (Großmandel) Stück: 4 M. — 1 Schock; in der
zandwirtschaft ein Haufen von 15 Garben.
Mandel, Frucht des Mandelbaums (s. d.); auch s. v. w.
Mange; in der Anatomie s. Mandeln.
Mandel, Eduard, Kupferstecher, geb. 15. Febr. 1810
Berlin, seit 1886 Vorsteher der Kupferstecherschule das.,