gest. 20. Olt. 1882; stach die Madonna della Sedia (18685)
ind Sirtinische Madonna (1880) nach Raffael, auch Bild⸗
nisse nach Tizian, Stieler u. a.
Mandelany (sr. Aeh), Stadt in Birma, s. Mandale.
Mandelbaͤum (Amygdalus Tourn.), Pflauzengattg.
er Rosazeen, Bäume und Sträucher Südeuropas und des
Drients. Gemeiner M. (A. communis L. sAbb. 1123
a Frucht, äußere Schale zur Hälfte
entfernt, b Steinschale, geöffnet,
nit Samen]), aus dem Orient
tammend, dem sehr
ähnlich, im ganzen füdl. Europa
verwildert. Man kultiviert folgende
Sorten: A. amara L,, die bittere
Mandel; A. dulcis DC, die süße
Mandel; A. fragilis Pers., die
kKrach⸗ oder Knackmandel, und A.
macrocarpa Hort., die große Man⸗
del, bei uns gleich dem Zwergman⸗
delstraꝛich (K. nana) der schönen
roten Blüten wegen Zierpflanzen.
Die Früchte (Mandeln), entweder süß oder bitter, enthalten
diel fettes Ol, etwas Gummi, Traubenzucker, Zellulose,
die bittern außerdem noch aaeen (. d.) und sind
daher giftig, werden als Obst (Krachmandeln), zu Back—
werk und Konditorwaren (Marzipan), zur Gewinnung
don fettem Ol, Bittermandeloͤl, Bittermandelwasser,
Mandelmilch, Mandelsirup ꝛc. verwendet. Am geschätzte—
stten sind die Jordanmandeln von Malaga. Bittere und
üße Mandeln sind offizinell. Der Pfirsich-M. (4.
dersicoĩdes T.) ist ein Blendling vom Mandel- und
Pfirsichbaume. [Diphtheritis.
Mandelbräune, s. Mandeln; brandige M., s. v. w.
Mandelkrähe, Blauracke, Birk- oder Birkenhäher,
Mandelhäher (Coracias garrüla
 L. JAbb. 1124]), zur
Familie der Racken gehöriger
uckucksvogel, oben hellbraun,
opf, Hals, Unterseite blau—
grün; Europa, Westasien, Nord⸗
ifrika, in Deutschland nur stellen—
weise als Zugvogel.
Mandelmilch, s. Emulsion.
Mandeln, die Früchte des Mandelbaums (s. d.),
cropische M., s. Terwinalia; grüne M., s. Pistazien; in
der Aunatomie (Tonsillen, Amygdalae, Tonsiliae) zwei
ovale drüsige Organe im hintern Teile der Mundhöhle,
wischen den beiden Gaumenbögen, machen heim Schlingen
zurch ihr Sekret den Racheneingang schlüpfrig; häufig
Sitz von Krankheiten, bes. der Mandelentzündung (Man—-zelbräune,
 geschwollene M., Amygdalitis), einer ge—
vöhulichen Folge von Erkälkungen, die in Vereiterung
Mandelabszeß) oder Verhärtung enden kann. Durch
hronische Entzündung bildet sich eine Vergrößerung der
M. aus, die die Eutfernung derselben (Tonsillotomie)
erforderlich machen kann; auqh entstehen die sog. Mandel.
teinc, kleine kaltige Konkremente, die sich in den taschen⸗
drmigen Buchten der M., bilden. Die M; werden auch
dei vielen Infektionskrankheiten (Diphtherie, Scharlach,
Syphilis) in Mitleidenschaft gezogen.
Viandein, in der Mineralogie die Ausfüllungen der
Blasenräume gewisser Eruptipgesteine (Mandelsteine, d.)J.
Mandelöl, ätherisches, s.p. w. Bittermandelöl G. d.).
Das fette Vi. ist das durch Auspressen aus den bittern
oder sühen Mandeln gewonnene fette Ol, düunflüssig.
hdellgelb, von mildem Geschmack, dient zu Emulsionen und
nilden Salben; offizinell.
Mandelsteine, Amygdaloide, vulkanische Gesteine
bes. Diabas, Melaphyr, — deren blasenförmige
Hohlräume mit später abgefetzter dineralsubstang Warie⸗
üten des Quarzes, Kaltspat, Zeolithen) erfüllt sind. —
M. pathologisch, s. Mandeln. xe
Mandeltünniler, Almondtümmler, kurzschnäbelige
Tümmilertaube, Urtypus aller Tümmlertauben, in ursprüng⸗
icher Reinheit nur in England zu finden.
Manderscheid, Flecken im preuß. Reg.-Bez. Trier,
in der Lieser, (1900) 800 E. Höheukurort.
Mandeville (manndewill) oder Maundeville, Sir
John. Reisendern um 1300 zu Saint Albans geboren, durch⸗

vtandelkrähe.

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Man

vanderte 1327 — 61 eig Palüstina, Agypten und
angeblich auch China, gest. 17. Nov. 1372 zu Lüttich; schrieb
n franz. Sprache nach alten Quellen eine anziehende Reise—
heschreibung, die in viele Sprachen übersetzt wurde. — Val.
Bopenschen (1888), Warner (engl., 1889), Vogels (1881).
Mandi, brit-ostind. Vasallenstaat an den füdl. Ab—
züngen des Himalaja, Pandschab, 2917 qkm, (1901)
74045 E.; die Haupistadt M. 53000 E.
Mandingo, Malinke, Wakore, Soninke, Sarakole,
Bambara, Susur, Vei, weitverhreiteter Negerstamm in
Nordwestafrika, vom 18. bis 15. Jahrh. im nordl. Kiger—
bogen das Reich Melle bildend, darcuf nach W. und S.
»ordringend und fich mit den unterworfenen Sarakole oder
Soninke und Joloff vermischend; meist Mohammedaner.
—WVgl. Meyer (1807).
Mandiodka, Mehl aus der Wurzel des Manihot (s. d.).
Mandoline (ital. Mandolino, von mandois, Mandel),
 tleines lautenartiges Instrument mit 6 Saiten⸗
vaaren, die mit dem dinger oder mit einem Plettrum
gerissen werden s[Tafel: Musit L 16)].
Maundorla lital., d. h. Mandel), in der Malerei der
nandelförmige Heiligenschein.
Wandra, griech. Name für Kloster.
Mandragõöra Muss. Alraun, Pflanzengattg. der Sola—
iazeen, stengellose Krüuter am Mittelland. Meer, mit
leischigent mehrköpfigem Wurzelsiock. Der von M.otl.
ivdãalis Aill. ist der Alraun d.).
Wandrake, Pflanzengattg,, f. PodophyIlum.
Mandriill, Pavian und Tafel: Aisq JL, 6.
Mandrin (frz., spr. mangdraͤng). fester Stiab in
inem biegsamen Katheter, der nach Einführung desselben
ergusgezogen wird; auch s. v. w. Katheter (f. d).
Mandrit (vom griech. mandra, „Kloster“), Klaus⸗
ner, Mönch. (S. Faetu
Mandry, Gustav, Jurist, geb. 31. Jan. 1832 zu Wald⸗
ee (Württember: 1861 1800 Prof. in Tübingen, Mit—
zlied der aeeh ion zur Ausarbeitung eines Bürgerl. Ge—
etzbuchs für das Deutsche Reich, gest. 30. Mai 1902 in Tü—
hingen; schrieh: „Das gemeine Familiengüterrecht mit Aus⸗
Yluß des ehelichen Güterrechts“ Bde 1871 76), „Der
zivilrechtliche Inhalt der Reichsgesetze“ (4. Aufl. 1888) u. a.
Mandschnu oder Mandschuren, ein Hauptzweig des tun—
zusischen Voltsstammes, eroberten 1644 China und begrün—
Heten das. die noch herrschende Dynastie. Sie bewohnen haupt⸗
ächlich die Mandfchurei H. d.) und die daran grenzenden
ee jenseit des Amur. Ihre Sprache ist vom Chi—
jesischen fast verdrängt. Grammätik von von der Gabe—
entz (1833), Kaulen — Sacharow (russ. 1878; Wörerbuch,
 1875). — Bgl. Roß (engl. 1881).
Mandfchurei, Kwan⸗- tung, Ruan- iung, der nord⸗
astl. Teil (Nebenland) des Chines. Reichs sKarte: Ost-RNien
 II, meist gebirgig, gut bewässert (Flußgebiet des
Imur, Liausho, Jaslu-tiang), Klinma kontinentat 939 280
ikm, (I1894) 85330 000 E. Slandschulren], Thinesen, Tun—
jusen, Koreaner, Japaner); Ackerhau, Vichzucht, Bergbau;
idministrativ in 3 Provinzen geteilt; Hauptstadt Muͤlden!
der S. der Halbinsel Liau- tüng Kwan⸗tung engern
Sinne) japan. (ehemal. russ.) Pachtgebiet; die —
phären Japans und Rußlands in der übrigen M. 1005
)urch Vertrag abgegrenzt. Der Bau der Aancuuchn
kisenbahn (s. d.) brachte Rußland in Beziehungen zur He.
Der Boreraufstand 1800 nötigte es, das ganze Land in
eine Gewalt zu bringen. Da eine —— nicht er⸗
'olgte und die von der Bahn durchzogenen Teile 1908
iuker die russ. Statthalterschaft des fernen Ostens gestellt
wurden, so kam es 1900 zum Russisch-FJapanischen Kriege
J. d. dessen Schauplatz die M. war. — Bgl. Krahmer
53 8 (1899), Hosie (engl., 1901 u. 1905), Ba⸗
ʒel (1902).
Mandschurische Gisenbahn, auch Chinesische Ost⸗
ahn, I 2074 zwischen Rußland und China von 1886
yon der Gesellschaft der Chinef. Ostbahn unter russ. Leitung
ind Besatzung erbaute und 1903 eröffnete dien in
er Mandschurei, bestehend aus den Linien; ) Mand—
eee n (1389 Werst; zugleich
Zerbindungsglied der Sibir. Eisenbahn —X
N Charbin⸗Dalnij (882 Werst); kehtere init den Zweig⸗
ahnen Ta⸗schiekiau⸗Jingetse(⸗koun) (21) und Ranekwaning⸗Port
 Arthur (45 Wersty) Waͤhrend des RuffJapan.