Mangischläk, richtiger Mangyschlak, Halbinsel an
er Ostkuͤste des Kaspischen Meers.
Mangkafssar, Haupistadt von Celebes, s. Malassar.
Manglebaum, s. Rhizophora
Mangobaum, s. Maugifera [Abb. 1125.
Mangold, Pfianzenart, s. Bota.
Mangostäne, s. Garcinia.
Mangrovebaum, s. Rhizophora.
Mangstritt, Santt, Lechdurchbruch bei Füssen.
Mangn, der mittlere Teil des Anur (E. d.).
Dangu, Regierungsstation und Stadt in Togo, s.
Sansanne-Mangu.
Wanguste (Herpestes), Gattg. der Schleigkatzen,
Zehenganger mit nicht zurückziehbaren, stumpfen Krallen,
einem Kopfe, kurzem Schwanz, niedrigen Beinen, rauhem
anghaarigem Pelz; die Drü⸗
sentasche der übrigen Schleich—
katzen fehlt ihnen. Hierher:
Ichneumon (Phargonsratte,
I. ichneumon Vagn. sAbb.
1126)), größte Art, grünlich⸗
zrau in Nord-, Ost- und
Südafrika, bei den alten
Agyptern heilig und für einen Feind des Krokodils gehalten;
Mungos (ind. M., R. griseus Ogilbi), lichtgrau; in
Indien, zähmbar, durch Vertilgung von Giftschlangen
rützlich; Melon (Meloncillo, R. wiädringtonti Groy),
chwarz und weiß gesprenkelt, in Spanien; Zebra-M.
I. fasciatus Desm), tleinste Art, mit hellen und dunklen
Querbinden, Ostafrika; Krabben-M. (Urva, L canoridrus
 Hodyson), rötlichgelb, Rücken mit dunkler Zeich—
tung, in Nepal heimisch.
WMangyschlak, Halbinsel, s. Mangischlak.
Dianhartsberg, von der Thaya zur Donau streichen⸗
der Bergzug in Niederösterreich, die füdöstl. Vorstufe des
Böhmerwaldes, bis 36 m aufsteigend.
Manhattan Island (spr. männhätten eiländ), nord⸗
amerik. Infel, Staat Neuyork, vom Hudson, Harlem und
rast River gebildet; auf ihr der Hauptteil von Neuyork.
Mani, griech. Landschaft, s. Mainotten.
Mani sꝛ Manes (lat. Manichaeus), Stifter eines
grient. Religionssystems, Sohn eines pers. Magiers
Fatak, geb. um 216n. Chr. zu Mardinu in Babylonien,
stiftete 342 die Sekte der Manichäer (s. d.), indem er
ich für den Joh. 14, 10 verheißenen Paraklet ausah
inter König Bahtam (2761. Chr.) gekreuzigt. — gl.
n (1882), Keßler (1889).
daniakalifch, tobsüchtig, s. Manie.
Maniaten, s. Mainotten.
Dwranichaͤer, Änhünger des von Mani (s. d.) zur
Weltreligion bestimmten — des Manichätsmus,
mes Geinifches von altpers, Hualismus und christl. Gnosti⸗
ismus, wongqh sich von Änfang an ein Reich des Lichts
und der Finsternis gegenüber stand; aus letzterer entstand
der Satan und raudie Teile des Lichts, die in die Ma—
terie gebannt blieben; um sie aus diefer wieder gu be⸗
reien erfolgte die Weltschoͤpfung, wie die Sendung Christi;
ber die Apofiel falschten Christi wahre Lehre, und erst Mani
als der Poratlet) siellte sie wieder her. Die M. zerfielen
n Vollkommene und Hörer; die exstern enthielten fich
treng jeder Sinnenlust, der Handarbeit und des Besitzes
rdischetr Güter und wurden von den letztern ernührt. Der
Man hamus derbreucte sich seit Ende des 8. Jahrh,
von Persien bis Nordafrika und Italien und wurde erst
m 6. Jahrh. durch blutige Verfolgungen unterdrückt, zog
iich nach dem östl, Asien zurück, von wo er im Mittel⸗
aller unker verschiedenen Namen wieder auftauchte. —
Bgl. Baur 0 Geyler (1875), Keßler (1889)
Manichaͤer, in der Studentensprache s. v. w. mahnen⸗
der Gluͤubiger, im 18. Jahrh. wahrscheinlich infolge Ver⸗
wechflung der M. und Juden under Anlehnung an das
deutsche „mahnen“ entstanden.
Manie (gIrch.), meist heilbare Form der Geisteslkrank⸗
heit, tritt auf als maniakalische Exaltation, mit ge⸗
jobenem Selbstgefühl und abnorm geigem Zuströmen von
Bedanken, Handlungen, ferner als maniaka⸗
lische Tobsucht, mit Verworrenheit, Sinnestäuschungen
und Raserci. M. auch s. v. w. leidenschaftliche Zuneigung
für etwas, z. B. für Bücher (Bibliomaͤnie).

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Man
Manser (frz.), Art und Weise; Benehmen; feine
zebensart; die eigentümliche Bchandlungs- und, Dar—
tellungsweise sowohl in den verschiedenen Kunstgattungen
ils der verschiedenen Künstler, öft mit dem tadelnden
Nebenbegriff des nur äußerlich Angepaßten; daher manie⸗
riert, gekünstelt; Manieristen, diejenigen, die den Stil
eines Künstlers ohne Geist nachahnien. — Manieren, in
der Musik s. v. w. Verzierungen (s. d.).
Manifést (mittellat.), öffentliche Erklärung einer
Staatsregierung über eine wichtige Angelegenheit zur
Rechtfertigung ihrer Handlungsweise; inm Seerecht Er—
zänzung zum Konnoffement, eñthält die Ladung nach Art
und, Inhalt der einzelnen Güter für die Zollabfertigung.
Manifestation (lat.), Offenbarung, Erklaärung; in
der Naturphilosophie die Erscheinung des Unendlichen im
Endlichen. Manifestationseib, Offenbarungseid, der Eid,
den der ie gies gepfändete Schuldner auf Antrag des
Gläubigers über den Bestand seines Vermögens zu leisten
hat (Deutsche Zivilprozeßordn. 88 807, 808 fg). Mani⸗
estieren, kundgeben, offenbaren.
Wgniguettarsener (spr.getta-), s. Amomum.
Manihikiinfein, Zentraipolyitesische Sporaden,
Koggeveen-, Penrhyninseln, brit. (mit dem Cookarchipel zu
Neuseeland) Gruppe im Stillen Ozean, 137 qkm, 1414 6.
Manhot oder Maniok, Kassavestrauch, bittere Kafsave
Manihot utilissima Fonl oder Jatropha Manihot .
Abb. 1127; 8 männliche, b weibliche Blüte, beide durch⸗
hhnitten, &amp; Frucht]), Pflan—
engattg. der —B——
Strauch aus dem trop. Ame⸗
ika und Westindien, dort so—
vie in Afrika und Asien kulti—
ziert; seine in Büscheln stehen—
den, stärkemehl⸗, aber auch
lausäurehaltigen, daher gif—
tigen Wurzeln liefern, nachdem
das Gift durch Auswaschen,
dochen oder Rösten entfernt ist,
ein wichtiges Nahrungsmittel,
)as Maniok⸗, Mandioka⸗, Kas⸗
savemehl, das zu Maniokkuchen oder Kassavebrot verbacken
vird; dient außerdem zur Gewinnung von Tapioka (Kasavestärke,
 brasil. Arrowroot). Die süße M. oder Aipi
M. Aipi Pobl.), ebenfalls kultiviert.
Manikaland, Landschaft in Rhodesia (Südrhodesia),
istl. von Meeeheen 36 000 qxm, vom Sabi durg
trönrt; wenig kultiviert, sehr frugtbar; Hauptort Umtali.
Manikure (frz. mapioure, spr.kühr), die Pflege der
Zünde; auch eine Person, die dies berufsmäßig besoörgt.
Manila, befestigte Hauptstadt der Philippinen, auf
der Insel Luzon [Karte: Asien J, 10]), an der Bai von
M. an der Mündung des Pasig, (1808) 219 928 E. Sitz
des amerik. Obergenerals, Universität; Fabrikation von
Manilgzigarren und Manilahanf; Zuckerraffinerien; wich—
iger Handelsplaz. — M. wurde 1569 von den Spaͤ—
niern besiedelt, häufig durch Erdbeben verwüstet; 13. Aug.
1898 Kapitulation vor den Amerikanern; 10. Dez. 1898
m Frieden von Paris an die Ver. Staaten abgetreten.
Mantlahanf, Bauanenfaser, Abaka, die zühen Bastasern
 der ede von Musa textilis M v. Es.; zu
dlingelzügen, als Einschlag in Möbeldamaste ꝛc. verwendet.
Manmapapier, ein aus dem Baste von Musaarten
efertigtes Papier.
Manilinus, Marcus, röm. Dichter zur Zeit des
Jugustus, Verfasser des Lehrgedichts „Astronomica“
bg. von Jakob, 18418s03. lhöchste Trumpfkarte.
Manille (pan. spr.illje), im Lhoinbrespiel die zweit⸗
Manin, Daniele, ital. Staatsmnann, geb. 13. Mai
S04 zu Venedig, Advokat das., Führert der antiöfierr.
bartei, 1848 Vorsitzeunder der Propisoörischen Regierung,
3. Aug, bis zum Falle Venedigs (24. Aug. 1810) Dit⸗
ator, lebte, da nicht amnestiert, als Sprachlchrer in Paris,
zest, das 22 Sept. 1857. — Val. Perlbach (178).
Maunlolk, Pflanzeugattg., f. Manihot Abb. 1127).
Manipel at. mavnipuium), breites ornamentiertes
ßand, über den linken Vorderarm des messelefenden
ßriesters getragen.
Manipel (at. manipulus, „Handvoll“, „Hanfen“),
Interabteilung der altröm. Legion, 100, spater 120 Mann

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