Man

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tark. Manipularstellung, auch Quinkunzialstellung (
Quinkunx), bei der röm Legion die Stellung der 30 M
n 3 Treffeu (AHastati, Priucipes, Triearii) hintereinander
Manipulation (lat.), ee Handhabung,
Anwendung der nötigen Handgriffe, insbes. bei heilkünft⸗
lerischen einnen Verfahren, Geschäftskniff. Ma—
nipuiieren, handhaben, M. vornehmeu.
Manipur, brit.⸗ostind. Vasallenstaat in Hinterindien
—A
»der Imphal, 67093 E.
Manisfocks, feinere, leichtere, glatte Baumwollzeuge
Manissa, das alte Magnesia, Stadt im türk.etlein⸗
siat. Wilajet Aidin, am Gedistschat, 35 000 E.
nie (pr. männistih), Stadt im nordamerik.
Staate Michigan, an der Muͤndung des Flusses M. in
en — (1800) 14260 E.; Holzhandel.
Mamito, in den Algonkinsprachen Nordamerikas alles
Wernatürliche, insbes. die Geister.
Manitoba, kanad. Provinz, 191900 4km, (1901)
254947 E.; Flüsse: Red River und Assiniboine; Seen:
Winnipeg, M. (400 xmuIlg.), Winnipegosis, Wäldersee;
fruchtbarer Boden; ausgedehnte Indianerreservationen;
Hauptstadt Winnipeg; 1870 organisiert. lronsee.
Manitonlin Manitulin), kanad. Inselgruppe ĩm Hu—⸗
Manitowöc, Stadt im nordamerik. Staate Wis—
onsin, am Michigansee, (1900) 11786 E.; Mühlen.
Manizaäles, Hauptstadt des Dep. Caldas der Nepublik
Zolumbien, 20 000 6G. Livingstonefälle.
Manjanga, Station im Kongostaat, im Tale der
Manjarasee, See im N. von Deutsch-Ostafrika.
Manjema (Manyema), Bantuvolk Zentralafrikas
Kongostgat), nordwestl. vom Tanganjikasee bis zum Kongo.
Manjüiwurzel, s. Munjitwurzel.
Mankato, Stadt im nordamerik. Staate Minnesota,
im Minnesota, (1900) 10599 E.
Manko (ital.), das Fehlende, der Abgang (bei Waren);
uankieren, fehlen, mangeln; Bankrott machen.
Manks, Bewohner der Insel Man (s. b. und Manr).
Btanlius, Marcus, nach der Sage der Begründer
des röm. patrizischen Geschlechts der Manlier, Konsul
392 v. Chr. vereitelte ne 387 den nächtlichen An—
schlag der Gallier gegen das Kapitol (davon sein Bei—
name Capitolinus). Später soll er wegen hochverräterischer
Pläne mit den Plebejern hingerichtet worden sein. Titus
M., genannt Torquatus, weil er 861 v. Chr. angeblich
einen riesenhaften Gallier im Zweikampf erlegte und ihm
die Halskette (torgues) abnahm. Die ihm zugeschriebene
hinriwhtung seines Sohnes wegen militär. Ungehorsam
rotz des Sieges ist anekdotenhaft.
Manmalv, Stadt in Birma, s. v. w. Bhamo.
Manua, süßschmeckende erhärtete Pflanzensäfte. Die
»on der Mannagesche (s. Esche) stammende offizinelle Escheu⸗
M. (kalabrische M), eine gelbliche, kristallinische, 6080
Proz. Mannit (s. d.) enthaltende Masse, durch Einschnitte
in die Rinde gewonnen oder durch Stiche einer Zikade
erzeugt, dient medizinisch als mildes Abführmittel. Ta—
maristken-⸗M. (Sinai⸗M.), von den Mönchen auf Sinai
gzesammelt und als biblisches M. verkauft, entsteht durch
den Stich einer Schildlaus auf Tamarix mannifers
VPhrbꝗ. M. der Bibel, s. Sphaerothallua.
Mannaflfechte, s. Sphaerothallia.
Mannagras, Mannagrütze, Mannahirse, sJ.
Mannaklee, s. Alhagi. [Giyceria IAbb.7os).
Mannazikade, s. Singzirpen.
Mannazucker, s. Mannit.
Mannbarkeit, s. Pubertät.
Mannen, im Mittelalter Lehnsleute und Vasallen.
Maͤnnerkindbett, s. Couvade.
Mannes mannsches Röhrenwalzverfahren,
vohlwalztechnik, Hohlwalzverfahren, ein von den Gebr.
Mannesmann angegebenes Verfahren, zac dem zwischen
windschief zueinauder stehenden, in gleichem Sinne rotieren—
den Walzen Röhren aus vollen Stäben gewalzt werden.
Mannesschwäche, s. v. w. Impotenz (s. Impotent).
Mannfeld, Bernh. Radierer, geb. 6. März 1848 in
Dresden, seit 1873 in Berlin; große Originalradierungen
von Domen, Burgen ꝛc.
Mannhardt, Wilh. Mytholog, geb. 26. Mürz 1881
zu Friedrichstadt (Schleswig), gest. 26. Dez. 1880 in

danzig; ie „German. Mythen“ (1858), „Die Götter⸗
velt der — und nord. Völker“ (1560), „Wald—
ind Feldkulte“ (2 Bde. 1875— 77; 2. Aufl., von Heuschkel,
1904 6), „Mytholog Forschungen“ (1884) u. a.
Mannhartsberg, s. Manhartsberg.
Mannheim, Kreis- und Amtsstadt in Baden, am
zinfluß des Neckars in den Rhein, (18900) 141 131 (1805:
62607) E., Garnison, Land-, Amtsgericht,
Reichsbankhauptstelle, Handels-⸗, Handwerker⸗
amnier, großes Schloß e —
Intiken ꝛc.) Steruwarte, dn sium, Neal⸗
ymnasium, Oberrealschule, Konservatorium;
edeutender Handel (erster deutscher Binnen⸗
andelsplatz) mit Getreide, Kohlen, Petro⸗ 1128.
eum, Maschinen, Salz, Tee, Holz ꝛc. lebhafte Mannheim.
zndustrie (Maschinen, Zigarren, Tapeten,
jeder 2c.), großartige Hafenanlagen. — Hervorzuheben ist,
daß M. die einzige Stadt Deutschlands ist, in der die von
en rechtwinklig sich schneidenden 21 Straßen der Innen⸗
tadt eingeschlossenen Häuserblocks, außer mit Straßen—
ramen, mit den Buchstaben 4A —V und Ziffern bezeichnet
vperden. M., 1606 durch Kurfürst Friedrich IY. von der
gfalz gegründet, 1720 — 78 pfälz. Residenz, als Festung
799 geschleift, fiel 1003 an Baden. —Vol. Oeser (1902fg.).
Mannheimer Gold, goldähnliche Legierung aus
dupfer, Messing und Zinn. J .
wranning spr. mäann·), Henry Edward, Kärdinal und
Primas der kath. Kirche in England, geb. 16. Juli 1808
u Totteridge von prot. Eltern, 1841 Archidiakonus von
khichester, schloß sich dem Puseyismus an, trat 1861 zum
datholizismus uͤber, 1865 Erzbischof von Westminster, 1875
dardinal, eifriger Vertreter der kath. Hierarchie; gest. 14. Jan.
1892 in London; schrieb: „Oaescrism and Uitramontaꝛism
 aenn 1874), „True story of the Vatican
ouneilꝰ (deutsch 1877) u. a. — Biogr. von Purcell (2 Bde.,
3985), de Pressenst (1896).
Manntit, Mannazucker, der süßschmeckende Hauptbe⸗
tandteil der Manna (j. d.), außerdem in den Blättern des
zlieders, der Esche, Sellerie ꝛc., dient als schwaches Ab⸗
ührmittel; liefert mit Salpetersäure den hefltig explodie—
euden Nitro⸗M. (Knall-M.); durch vorsichtige Oxydation
entsteht Fruchtzucker und Mannose, eine neuerdings aus
Zellulose und den Sulfitlaugen der Zellulosefabriken ge⸗
vonnene Zuckerart; amorphe, in Wasser leicht lösliche —2
Mannjungfrauschaft, Abweichung in der geschlecht⸗
ichen Entwicklüng, wonach Weiber (Mannweiber, Mann⸗
ungfern, Halbjungfern, Viragines) einen männlichen Ha—
zitus besitzen (Barthaare, tiefere Stimme u. a.).
Mannlicher, Ferdinand, Ritter von, Ingenieur, geb.
30. Jan. 1848 in Mainz, gest. 20. Jan. 1904 in Wien,
onstruierte verschiedene Fnerreeene ferner
nehrere Selbstlader (Pistole, Karabiner, Karabinerpistole
1 1901). — Bgl. von Kromar (1900).
Maunnloch, Offnung der Dampfkessel, gerade so groß,
aß ein Mann in das Innere steigen kann, um sie zu
einigen; ovale Offnung in der Innenhaut des Schiffs,
Zugang zum Doppelboden, durch Manulochdeckel wasser⸗
ege
Manno, Pseudonym von K. Lemcke (s. d.).
Manndse, s. Mannit.
Mannsblut, Pflanzenart, s. Ryporicum.
Mannsmahd, Feldmaß in Wuürttemberg, s. v. w.
ichart 47, 276 8.
Mannsschild, Pflanzenart, s. Androsaco.
Maunstaedt, Wilh., Possendichter, geb. 20. Mai 1837
in Bielefeld, früher Fabrikant, dann Theaterkapellmeister
n Berlin, gest. 18. Sept. 1904 in Steglitz; schrieb zahl⸗
eiche Possen, wie „Das Milchmädchen von Schöneberg“
1868), „Eine resolnte Frau“ (1876).„Die schöne Ungarin“
883), „Berliner Pflaster“ (1891), „Eine tolle Nacht“
895), „Silberne Pantoffel“ (1900) u. a.
Mannstreu, Pflanzengattg., s. Aryngium.
Mannus, bei den Germanen Sohn des Gottes Tuisto;
on seinen drei Söhnen leiteten sie ihre drei Hauptstämme
ib: die Jugävonen, Istävonen und Herminonen.
Mannuzzi, s. Manutius.
Mano destra sital. Mus.), abgekürzt m. a., mit der
rechten Hand (zu spielen); Mano sinistra (m. s.), mit
der linken Hand.