Manoniẽter (greh.), Instrument zur Messung des
Druckes von Flüssigkeiten, Gasen und Dämpfen. Im
Quecksilber-M. [Aöb. 1129] wird der Druck durch die Länge
einer in einer Röhre emporsteigenden Queck—
silbersäule spJ gemessen; beim Feder-M. [Abb.

42. Mut“-silbermanometer.


a Plattfeder-, b Röhren—
federmanometer.

130 à u. p] dient die Deformation einer den Druckraum
abschließenden Plattfeder in oder einer das Druckmittel
rufnehmeuden Röhrenfeder sx] zur Druckmessung.
Manon sz. spr.bng), Diminutiv von Marie.
Mandno, Insel bei der Insel Apolima (s. d.).
nanor (engl., spr. münn'r), im engl. Recht ein Frei—
ehn, dessen Jühaber (Lord of the M) eine Art Lehns⸗
gerrlichkeit über seine Pächter besitzt,
Mamnuora, Fort am Hafenplatz Kiamari der Seestadt
daratschi in der indobrit. Präfidentsch. Bombay.
Manora⸗Sternwarte, Sternwarte auf der Insel
dussin im Golf von Quarnero.
Manöver Irrd Handhabung, Hand-, Kunstgriff; beim
Militär größere Truppenübungen im Frieden zur Vorbe—
eitung auf die Kriegsͤverhältnisse.
Maͤnquement (jfrz., spr. mankmaͤng), Mangel, Ausfall.
Manresa, Stadt in der span. Prov. Barcelona, am
Tardoner, (1800) 28 262 E.; Tertilindustrie.
Mans, Le (spr. mang), Stadt im frauz. Dep. Sarthe,
an der Sarthe, (1901) 63272 E., naturwiss. Museum;
Industrie; hier 11. und 12. Jan. 1871 Sieg des Prinzen
Friedrich Karl über die franz. Loirearmee (Chanzy). —
vgl. Chanzy (deutsch 1878274); von der Goltz (1874).
Brtanfa, Wurzel von Anemiopsis californies Hoon.
ner amerit. Piperazee, Mittel bei Ruhr und Malaria.
Manfarde, Dachgeschoß, Dachstube (s. Mansart).
Mansart (spr. mangfahr), Franc., franz. Baumeister,
jeb. 1598 zu Paris, gest. daf. 1666, baute kleinere Schlösser
n tlafsischem Stil; mit Unrecht gilt er als Urheber der von
hm wieder aufgebrachten und nach ihm benannten Man,
ardendächer (s. Dach sAbb. 386 1)). — Sein Neffe Jules
dardonin⸗· M. Baumeister, geb. 1646 zu Paris, gest. 11. Mai
708 zu Rarly-le-⸗Roi, Hofbaumeister Ludwigs XIV.
eitete den Schloßbau zu Verfallles. baute den Juvaliden—
om in Paris.
Manschette (frz.), Handkrause; auch verschiedene Ge⸗
geuflande von ähnlicher Form (Buket⸗, Licht- ꝛc. M.):
Manschetten haben, s. v. w. Furcht haben.
WManschinellenbaum, s. Rppomanso.
Danbfeld, Kreissiadt im preuß. Reg.⸗ Bez. Merse⸗
zurg, am Talbach, (19005) 2664 GE., Anmitsgericht, Haus
»onꝰ Luthers Bater; Berghau. Die Grafsch. M. 100
Ixm) wurde T Aussterben der Grafen 1780 zwischen
dursachsen und Preußen geteilt.
Mansfeld, Ernst, Graf von, Feldherr, geb. 1580,
eiflete dem Köhig von Spanien in den Kiederlanden und
den Kaiser in Ungarn wichtige Dienste, uis sich, als ihm
die Güter seines — vorentholten wurden, 1610, zu den
prot Fuͤrsten und krat zur reform. Kirche über, führte 1618
den Böhnen Truppen zu und focht in Böhmen, am Rhein
ind In Ostfriesland, wurde bei Dessau 26. April 1626
bon Wallenstein geschlagen, zog nach Ungarn und vereinigte
ich mit Bethlen- Vabor gest 20, Row. 1026 im bosn. Dorfe
Nacovitza. — Vgl. Graf Üetterodt zu Sqerfenbern ige
Wansfield lspr. mannsfihldy. 1) Stadt in der engl.
Brafsch. Nottingham, (1901) 21441, mit W. Woodhoufe
26318 E.; Sttumpfwirkereien. — 2) Stadt im nord⸗
amerik. Staate Ohio, (1900) 17640 E.
Mansi, Johann Dominikus, kath. Theolog, geb. 1692
in Lucia, 17686 Erzbischof das., geft, 1760; kömmentierte
ind edierte die Kirdengeschichte des Baronius und seiner
Fortsetzer (36 Bde., 178869) und die voll ständigstt
Sammlung von Konzilienakten (31 Bde. 1769 -81).

25

Man
Mansion Hounse (spr. männsch'n haus), die Amts-—
vohnung des Lord Mayor in London.
Manso, Joh. Kasp, Friedr., Geschichtschreiber und
Schulmann, geb. 26. Mai 1760 zu Blasienzell (Hzgt.
Botha), gesi. . Juni 1826 als Rektor des Magdalenum zu
Breslau; schrieb; „Geschichte des preuß. Stagtes seit dem
wenenine Frieden“ (2 Bde., 3. Aufl. 1839), „Ge⸗
chichte des Ostgot. Reichs in Italien“ (1824) u. a.
Manßür, Al⸗ iee Schreibung für Almansor.
Manstein, Albrecht Ehrenreich Gustav von, preuß.
Veneral, geb. 24. Aug. 1805, 1868 Generalleutnant,
ührte 1864 die 6. Division beim Sturm auf die Düp⸗
eler Schanzen, 1866 die Reserve der J. Armee bei König—
grütz, 1868 General der Infanterie, 1870/71 Kommandeur
»es 9. Korps, gest. 11. Mai 1877 in Flensburg.
Manfurah, Hauptstadt der unterägypt. Prop. Dacha—
lieh, r. am, Damiettearm des Nils, (1887) 86131 E.;
hier 1250 Gefangennahme vudwigs IX.
Mantegazza, Paolo, ital. Physiolog und Anthro—
dolog, geb. 81. Ott. 1831 zu Monza, seit 1870 Profe zu
Ilorenz; seine are, meist ins Deutsche übersetzt:
Physiologie des Genusses“ (1881), „Physiologie der
diebe“ (10. Aufl. 1808), „Hygiene der Liebe“ (8. Auff.
898), „Die Geschlechtsverhältuisse des Meuschen“ (4. Aufl.
908), „Physiologie des Weibes“ (6. Aufl, woen u. a.
Mantegna (spr. -tennja), Andrea, ital. Maler und
dupferstecher, geb. 1481 zu Vicenza, gest. 13. Sept. 1806 zu
Mantua; Hauptwerke: Freslen in der Kirche der Eremi—
ani zu Padua; Triumphzug Cäüsars (s Kartons im Palast
dampton Court); Madonna della Vittoria (Paris), Altar⸗
afel mit Anbetung, V nednuh und Himmelfahrt (Uffi⸗
ien zu Florenz). — Vgl. Thode
1897), Kristeller (1802).
Mantel, bei den ersten ge⸗
ogenen Geschützen die (bis etwa
880 gebräuchliche) Umhüllung
er Lauggeschosse mit einer Blei—
chicht, die ihnen die Führung
m Rohre geben sollte sauß
13144]; die neuern Ge— wohe
jer Handfeuerwaffen sind infolge
—
um Teil mit Blech (Mantelzeschosse
 peꝑ Halbnigutelgeschosse, s. d.) überzogen. Lauf⸗
nantel (s. d.). — M. (zoolog.), s. Mantelliere. — Bei
Wertpapieren heißt M. das Dokument ohne Talon (Zins⸗
eiste) und Coupons. sdung einer Schießscharte.
Mantelet frz., spr. mangt'leh), Mäntelchen; Blen—
Mantelflache, s. Zylinder.
Mantelgürteltier, s. Gürtelmaus [Abb. 738).
Manteltinder, Guͤrtellinder, die vor der Trauung
»on Verlobten erzeugten Kinder, die durch die nachfolgende
khe gleiche Rechte mit den ehelich geborenen erlangen, so
genannt, weil in älterer Zeit die Mutter bei der Trauung
hren Mantel über sie breitete.
WMantelriugrohr, JNMantelrohr.
Mantelrohr, Geschützrohr in Metallkonstruktion, be—
teht aus einem eemes und dem Mantel, der den Ver—
chluß trägt; größere Kaliber haben zur Verstärkung noch
stinge (Mantelringrohr).
Manteltiere (Tunicata), streis wenineler den
Wirbeltieren nahestehender Tiere mit bilateral-symmetri—
chem, ungegliedertem, sack⸗ oder tonnenförmigem, glied—
maßenlosem Körper, gallertiger bis knorpliger, den Körper
amhüllender Außenschicht der Haut (Mantei), Inneeen
on Munds (Kiemen-) und Kloakenöffnung, rückeustandi—
—
dloakenöffnung, bauchständigem Herzen. Festsißende oder
reischwimmeude zwitterige Meertiere oder Tierstoͤcke. Fori—
—— oder durch Knospung, oft mit kom⸗
zlizierter Metamorphöse. Zwei Klassen: Scescheiden (f. d.)
ind Salpen (s. d.).
Mantes (spr. mangt), Stadt im franz. Dep. Seineset⸗
Dise, an der Seine, (1801) 8034 E.
Manteuffel, Edwin, Freiherr von, preuß. General⸗
eldmarschall, geb. 24. Febr. 1808 zu Dresden, 1848 Flugel⸗
idjutant Friedrich Wilhelms 1V., 1807 Ches des Militar⸗
abinetts, wirkte bei der Reorganisation des preuß. Heers,
es. des Offizierklorps, wesentlich mit. 1868 Gouverneur von