Nonumentalbrunnen für Stettin (1886), Gruppe des
urfürsten Friedrichs J. (GBerliner, Siegesallee), Reiterttandbild
 Kaiser Wilhelms J. in Bernburg (1801), des
derzogs Wilhelm in Brauuschweig (1904).
Manzoni, Alessandro, ital. Dichter, geb. 7. März
1785 zu Mailand, 1860 Mitglied des ital. Senats, streug
atholisch, gest. in der Nacht zum, 28. Mai 1878, Be—
zründer und Haupt der romantischen Schule Italiens.
Hauptwerk: der histor. Noman I promessi sposi“ (ʒuarst
 1825—26), in alle europ. Sprachen übersetzt; ferner
das Trauerspiel „Il conto di Carmagnola“ (1820;
deutsch 1824), die Ode auf Napoleons Tod „II cinque
Vaggio“ (1823; deutsch von Goethe) ꝛc. — Vgl. Stampa
2 Bde., 1888 89), Beltrami (1888).
Mav, Stadt in Kanuem (Sudan).
Maonide, Beiname des Homer, entweder nach sei⸗—
iem Geburtsland Mäonien (Landschaft in Lydien), oder
einem Vater Mäon.
Masri, die eingeborenen polynes. Bewohner von Neu—
seeland, bef. der Nordinsel, (1801) noch 43 148 Köpfe, jetzt
Thristen Tafel: Menschenrassen, 161.
AMaesõtis palus, Muaͤotischer See, alter Name des
Asowschen Meers.
Mapes oder Mavp, Walter, engl. Geistlicher, geb. um
140, Günstling Heinrichs I. von England, gest. gegen
1210; bearbeitete Legeiden von der Tafelrunde und
chrieb: „De Nugis curialuum“, „Queste del Saint
Iraal“ ü. a. — Vgl. Bardonx (lat, 1901).
PMaphrian, der zweithöchste Bischof der Jakobiten (s. d.)
Mapiainseln, Gruppe der Karolinen, 7080 E.
Mapimi, Hochfläche des mexik. Staates Coghuila.
Nappemondo (fri., spr. mapp'moͤngd), Erdkarte;
a. célesto (spr. ßeleßt), Himmelskarte.
Mappieren, eine Gegend, ein Land kartographisch
uufnehmen. Mappierung, s. Feldmeßkunst; Mappeur (spr.
pöhr), ein damit beauftragter Offizier.
Mappila, Nachkonimen der Araber und der islamit.
zindu im suüdl. Vorderindien, bes. an der Malabarküste.
Mara, Pampashase (Doichötis
 patagonsca Wagn.
Abb. 1132]), Nagetier aus
zer Familie der Hufpfötler,
ehähnlich, grau, schwarz und
gelblich gesprenkelt, unten weiß;
n den füdamerik. Steppeu.
Mara, Gertrud lue
eborene Schmeling, berühmte
Sängerin, geb. 28. Febr. 1749
n Cassel, 1771-80 bei der
önigl. Oper in Berlin, wo
ie den Eellisten Joh. Baptist M. (1744- 1808) heixatete,
»ann auf Konzertreisen, gest. 20. Jan. 18833 in Reval.
Mara, La, Pseudonym von Maria Lipsius (s. d.).
Marabu, Kropfstorch, Adjutant (Lepcoprtilus
 arguia Gruy [Abb. 1133)), Art
der Storchvögel, mit geradem, paee
Schnabel, rötlichem, nacktem Kop und
Oberhals, Kehlsack weiß und grünschwarz;
Afrika, Indien. Die feinen weißen oder
gauen untern Schwanzdeckfedern als
Damenputz verwendet.
Marabuseide, s. Seide.
Marabut, richtig: Marbut (arab.),
ein Gebundener, im nordafrik. Islam
. v. w. Derwisch; auch Heiligengrab.
Maracaibo, Hauptstadt des vene—
zuelan. Staates Zulia, an der Mündung 1133. Marabu.
es Sees von M. (16769 qkm) in den
VRolf von Wi (1889) 31284 G.. Universität, Hauptstapel⸗
olatz und Ausfuhrhafen für Kaffee ꝛc.
Maracauborinde, s. Chingrinde.
Daracay, Stadtni Venezuela, am Valenciasee, 61685 E.
Marägha, Stadt in der pers. Prop. Aserbeidschan,
õ 000 E. im Mittelalter die Sternwarte Persiens.
Marais, Le(frz, spr. räh, d. i. Sumpf), Name eines
Barifer Stabtipiertels und eines ehemal. Theaters das.,
n der Frang. Repolution Spottnaue der Girondisten.
Marajo (spr. scho), Insel im brasil. Staate Parä, zwi⸗—
cheu den Müudungen des Amazonenstroms, 19 270 qkm.

V———

127

Mar

Maͤramaros (spr. rosch), Komitat, s. Marmaros.
Maräne, Fischs. Renke.
Maranen (Marranen, span.), Schimpfwort für ge—
aufte Mauren und Juden.
Marangu, früher Kilimandscharostation, Regierungs⸗
tation in Deutsch-Ostafrika (Mofchi), südöstl. vom Kili⸗
ng 1891 gegründet; dabei wissenschaftliche Station
seit 1693).
Maranhäo (spr. anjgung), Maranham, Küstenstaat
m nördl. Brasilien, 459 884 4xm, (1890) 430 854 E.
Die Hauptstadt Säs Luiz de M., auf der
leichnamigen Insel, (1902) 32 000 E.; Hafen
ꝛersaͤndend.
Marano di Napoli, Ork in der ital.
Prop. Neapel, (1901) 10317 E. Istrom.
Marañuon (spr. anjön), s. Amazonen-Maraus
 (spr. ang), Hafeustadt im
ranz. Dep. Charente⸗-Inferieure, (1901)
1387 E.
NMaranta L., Pfeilwurz, Pflanzengattg.
ver Marantazeen. M. arundinacöa T. IAbb.
134], krautartige südamerik., auch ander⸗
värts kultivierte Pflanze mit fingerdickem
Wurzelstock, welcher Staͤrkemehl (Maranta.
wosien 8 oder westind. ⸗
Zalep) enthült; andere Arten (M. zebrine 7
vims. ꝛc.) Warmhauspflanzen. ip —
Marautazeen, eine monotothledonische
bflanzenfamilie der Szitamineen, krautige, meist tropischamerik.
 Gewüchsse mit ftärkereichein Wurzelstock und lebhaft
efärbten Blülen.
Marasch, Stadt im asiat.⸗-türk. Wilajet Haleb, l. am
ODschihan, 388000 E.; Weberei und Faͤrberei.
Maraschino (Marasquino, spr. ihno), feiner,
ristallheller Likör, aus den Kernen der Maräscaschlehe
Weichselkirsche, Prunus mahaleb) bereitet.
AMarasmius Fr., Pilzgattg. der Hymenomyzeten, eßbar,
düchengewürz. M. oreades r. (Herbstmusseron, Krös
iug), mit kleinem, lederfarbigem Hut; M. scorodontus
r. (echter Musseron, Lauchschwamm), mit pfenniggroßem
Hut, schmeckt und riecht nach Knoblauch.
Maräasmus (lat)), körperliche Entkräftung infolge
on Krankheiten ꝛc.; N. senilis, Altersschwäche.
Marasquino, s. Maraschino.
Marassi, ital. Villenort bei San Fraucesco d' Albaro,
ostl. von Genua, ca. 6600 E.
Marat (spr. -ra), Jean Paul, frauz. Revolutionür,
Jgeb. 24. Maĩ 1744 zu Boudry B Stallarzt beim
Vrafen von Artois, bei Ausbruch der Revolution 1789
wilder Demagog, Herausgeber des „Ami du peuple“
seit 21. Sept. 17982: „Journal de la Républiqueé“),
1792 Konventsmitglied, wirkte zu den Septembergreueln
and zur Hinrichtung der Girondisten mit, 13. Juli 1793
von Charlotte Corday ermordet. — Val. Bar (Lond. 1900).
Maräathen, ostind. Volk, s. Mahratten.
Marathi Mahrati), eine der neuern ind. Sprachen,
gesprochen (1901 von 18237 899 Fenen im Lande der
——— (j. d.), zerfällt in mehrere Dialekte, darunter
— —
dem Meere, und das Dakhaut im S. und O. — Gram—
matik von Navalkar (engl, 2. Aufl. 1880), Maffei lengl.,
1882); Wörterbuch von Padmanji heng 3. Aufl. 1889).
Marathon, Flecken der Osttüste Attikas, nahe dem
etzigen Vranä; 490 p. Chr. Sieg der Athener unter Mil—
iiades über die Perser.
Maratta oder Maratti, Carlo, ital. Maler, geb.
625 zu Camerino, gest. 158. Dez. 1713 zu Rom, ver—
dient durch die Wiederherstellung der ine Fresken
m Batikan; Tafelbilder: Marla empfiehlt Chrifio den
eil. Karl Borromäus (Rom), Madonna (Dresdenß, Heil.
cacilie (Petersburg), Bildnisse.
Waratten, ostind. Volk, s. Mahratten.
Marattiazeen, Farufamilie, sehr große, meist trop.
Farne mit mehrfach gefiederten Wedeln.
Maravedi, span, von den Mauren eingeführte Gold-,
»ann Silber-, eudlich Kupfermünze (M. as vellon) ge—
ingen Wertes; 1848 abgefchafft.
Marbach, Oberamtsstadt im württemb. Neckarkreis,
. am Neckar, (1905) 2620 E., Schillermufcum; Ge—