ig c.ʒ jetzt Bezeichnung kleinerer, einer Gemeinde gehöriger
Bezirke, daher Markgenossen, Markordnungen c.
Mark (Meduua), in der Anatomie die im Innern
⸗on Höhlen und Kanälen befindliche weiche Substanz
Nerven⸗M., Knochen⸗-M.. a das im Wirbelkanal be—
indliche Nücken-M.); in der Botanik das aus parenchy—
netischen Zellen bestehende Gewebe im Innern des Stammes
Mark, Gemüse, s. Apium. [und der Wurzeln.
Markr, eigentlich die Hälfte des in 82 Lot geteilten
cölnischen Pfundes, war bdis 1857 die Gewichtseinheit,
die dem deutschen Münzwesen zugrunde lag sowie als
Gold- und Silbergewicht diente. (S. Karat und Lot.)
Die kölnische M., von der die in den verschiedenen deutschen
Staaten üblichen Markgewichte nur wenig abweichen, war
— 238,81g, die in Osterreich vorzugsweise gebrauchte M.
— 280688 8. Die franz. (alte Pariser) M. war — 244,18,
die hoiländ. Troy⸗M. — 246,08 8. Eine Feine M. is
6 VLot reines, eine Rauhe M. 16 Lot versetztes Silber.
Mark (abgekürzt C), Einheit des deutschen Münz⸗
ystems seit 1871, zu 100 H, geprägt in Goldmünzen zu
C(nur bis 1. Okt. 1800 gültigh, 10 (Kronen) und 20
Doppelkronen), in Silber (Scheidemünze) zu 5, 2, 1, 2
ss (letztere nut bis 1885) , in Nickel zu ß (1887-302),
 40 und . Nach M. von 16 Schilling zu
12 9 wurde in Lübeck, Hamburg und ————
gerechnet. (S. Münzfuß, Banko und ee In
Ddänemark war bis 1875 die M. der sechste Teil des Rigs⸗
Jalers, in Schweden bis 1876 der vierte Teil des Daler,
n Notwegen bis 1873 der fünfte Teil des Speziestalers
Die finnland. M. (Martta) zu 100 5 (Penniä, Einzahl:
Benni) ist — 1 Franken; es gibt in Gold Stücke zu 10
ind 20 M, in Silber zu 2, 1, , I ÆC.
Mark, vormalige Grafschaft (2200 qkm) im NW. des
dreuß. Reg.-Bez. Arnsberg, von der Ruhr durchflossen,
gehörte seit Ende des 12. Jahrh. den Grafen von der M.
ain im 14. Jahrh. an die Grafen von Cleve, fiel infolge
es Jülich⸗Cleveschen Erbfolgestreites 1066 an Brandenburg.
Mark, Mart Brandenburg. s. Brandenburg (Provinz).
Mark, Grafen und Gräfinnen von der, Name der
dinder Friedrich Wilhelms II. von Preußen von seiner
Heliebten, der Gräfin von Lichtenau. sstechend.
Markänt (frz. marquant), sich auszeichnend, —
Markasit, Graueisenkies, Strahlkies, schwefelkies—
artiges Mineral, rhombisches Schwefeleisen, in seinen
Varietäten auch Speer⸗, Kamm⸗ Leber⸗, Blätterkies ge⸗—
jannt, oft in Braunkohlen; dient zur Darstellung von
risenvitriol und Schwefelsäure.
Mark Aurel, s. Antoninus, Marcus Annius Verus.
Mart Banuko, s. Banko.
Markbrief, s. v. w. Kaperbrief (s. Kaper).
Markdorf, Stadt im bad. Kr. Konstanz, am Boden⸗
ee, (1905) 2045 E. ls. Bohne.
Marke, Fabrikzeichen, s. Marken. — M., beim Pferde,
wiarken, Fabrik? und Handelszeichen zur Auszeich⸗
ung der Waren einer Firma vor denen auderer, durch
das Reichsgefetz vom 12. Mai 1894 (gn Stelle des Ge⸗
setzes vonn 30. Nov. 1874) gegen Mißhrauch geschützt
Miarkenschutz), wenn sie ins gere eingetragen
ind. Das Wiarkenrecht erlischt, wenn nicht dn Neu⸗
eintragung erneuert, in 10 J. Kommentare des Gesetzes
—— Rücker (1802).
Marken, Briefmarken, s. Postwertzeichen.
Marken (ital. Marche), Landschaft (Compartimento)
n Flalien, am Adriat. Meer, die Prop. Ancona, Ascoli
Piceno), Macerata, Pesaro e Urbino umfassend, 712 46,
Markenschutz, s. Marken. [(1905) 088870 E.
Markensystem, die bei der Invalidenversigerung vor⸗
geschriebene Art der Beitraaszablung Is. Beilage: Ar⸗
iterversicherung]
Brarker, Märkerfschaften, s. Markgenossenschaften.
Markesasinseln, s. Marquesasinseln.
Drearket Bosworth, engl. Stadt, s. Bosworth.
Htarket Drayton (spr. dreht'n), Draytan⸗in ⸗Hales,
Stadt in der engl. Grafsch. Shropshire, (1901) 9087 E.
Wearkeiender (vom altital. mercatanto, „Kauf—
mann“), Personen, die den Truppen bei Mandvern und
m Kriege Lebensmittel ꝛc. zuführen; im deutschen Heer
nur Leute des Beurlaubtenstandes, die unter den Militär—
Jesetzen sehen und Löhnungd und Vervflegung erhalten.

185

Mar
Marketerie (frz. marqueétérie), eingelegte Arbeit
yn perschiedenfarbigem Holz. (S. äauch Intarsia.)
Market Harborough (sppr. harborö), Stadt in der
I. Grafsch. Leiscester, am Welland, (19001) 7735 E.
Warrflüfsigkeit, s. Knochenerweichung.
Markgenoffenschaften, Maͤrkerschaften, alte german.
Zerbände, die, urspruͤnglich meist durch Geschlechtsverwandt⸗
chaft zusammengehalten, ein geeignetes Etuc Land, die
Nark, besiedelten; unbesiedelte Teile des Landes blieben
Vesamteigentum der Markgenossen oder Mürker, die als
olche frese Grundeigentümer sein mußten. An der Spihe
sand ein Obermärker (auch Walbbott, Holzgraf). Die
M. waren zugleich auch polit. Verbünde. Val. Vlaurer
I8656), Thudichuin (1860).
Markgraf; e Markherzog (Marolito), seit Karl
d. Gr. der Besehlshaber in einem Grenzbezirk (Mark, s. d.);
die Würde wurde bald erblich, fpäter reichsfürstlich.
Markgrafenland, Landflrich in den dad. Kr. Lörrach
ind Freiburg; Weinbau Markgräfler).
Warkgrafschaft, s. Nark (Grenze).
Markgröningen, Stadt im würtlemb. Neckarkreis,
an der Glems, (1505) 83106 E., chemaliges Schloß, jetzt
Waisenhaus und Lehrerinnensemincke.
Marrkham (spr mahrkem), Albert Hastinas, Polar—⸗
orscher, geb. 11. Rov. 1811 zu Bagneres, trat 1856 in die
Marine, denn 1873 die Baffiubai, nahm 1875 76 an
)er Nareserpedition teil, erreichte 1880 die Galapagos—
nseln und wurde 1892 Rearadmiral; schrieb: „Dhe geat
rozen sea“ (1878 u. h.), „The voyages dt John Davis⸗
1884), Life of Six John Franiun“ 881).
Markham sspr. mahrkem), Elements Rob., engl. Geo—
raph und Forschungsreisendet, geb. 20. Fuiu 830 zu
Stillingfleet bei Nork 1880 51 ben der Franklinerpedition,
—D
m Ministerium für Indien, Prusident der Hakluyt Society
ind der Geogr. Gesellschaft zu London; schrieb: „Dravels
m Teru and Indis“ (deutfch, 2. Aufl. 18749),“ Iafs otf
John Pavis“ SsO), Richârd Hakluyt“ (1896) u. a
Markhamfluß (spr. mahrkem.) bedeutender Fluß in
ꝰaifer⸗Wilhelms-Land, mündet in den Huongolf.
Markherzog, s. Markgraf. swelt, 1.
RNarkhor, s. Ziege und Tafel: Asiatische Tier—
Markianos, byzänt. Kaiser, s. Marcianus.
Markieren frzi), mit einer Marke, Stempel, Zeichen
ersehen, nachdrücklich hervorheben; auch andeuten.
Wartkirqh, Stadt im Oberelsaß, an der Leber, (1900)
2372 (1905: 12336) E., Amtsgericht, Realschule. — Bgl.
Sauser (2. Aufl. 1900).
Märkifsche Konfession (Confessio Marehtea), das
auf Befehl des Kurfürsten Johann Sigismund von Brau—
nenburg bei seinem Ubertritt zur reform. Kirche 1611 her⸗
iusgegebene Glaubensbekenntnis.
Braͤrkische Schweiz, die Gegend um Buckow (s. d.)
nit dem 102 m hohen Dachsberg.
Märkisch⸗Friedland, Städt im preuß. Reg.⸗Bez.
Narienwerder (1900) 2283 E., Amtsgericht.
Markisch⸗Echlesisher Laudrüden, Höhenzug in
Rorddeutschland, begiunt in Polen am Ursprung der
Warthe, zieht am r. An der Oder entlang bis Gloͤgan,
ndet am Elbknie bei Magdeburg.
Wartise, sJ. Marquise, auch Getränk, s. Schorlemorle.
Warktka, finn. Münze, s. Mark (Münze).
Martklifsa, Stadt im reuß. Reg.-Beg. Liegnitz, am
ueis, 4905) 2466 E., Amtsgericht.
Marklosung, s. Retrakt.
arkneutirgen, Stadt in der sächs. Kreish. Zwickau,
1805) 8481 E. Amtsgericht, Fachschule fuͤr Musttiusteu
nentenbauer; Musikinstrumeuten- und S aitenfabrikation.
Markobrunn, Brunnen im preuß. Reg.-Bez. Wies
aden, Rheingaukreis, auf dem Strahlenberg; nach ihm
vird ein edler Rheinwein Markobruner genannt.
Marko Kralievie (spr. witsch d. i. der Königssohn
Markus), Hauptheld des serb. und bulgar. Volksepos aus
er Zeit der Kämpfe beider Volker egen die Türken;
istorisch ein Sohn des serb. Königs Vukgsin und Freumd
ber Türlen, der um 1895 bei Kratjevo fiel.
Markoldendorf, Marktflecken im preuß. Neg.⸗Bez.
*ildesheim, an der Ilme, (1800) 947 E.
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