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Markolsheim, Kantonsstadt im Bg Unterelsaß, am
eene (1805) 2182 E. Amtsgericht.
Markomannen, alte suevische Völkerschaft, wischen
dem mittlern und obern Main, dem Oberrhein und der
obern Donau seßhaft; von Marbod etwa 8 p. Chr. in
das Jutig Bbohmen geführt, brachen sie zur Zeit Marc
Aurels ins Roͤm. Reich ein (Markomannischer Krieg
166— 180 n. Chr.), streiften 270 wieder bis Ancona und
Rom, wurden von Aurelian zurückgeworfen. Mit dem
4. Jahrh. verliert sich allmählich ihr Name.
Markör (frz. marqueur), beim Billardspiel der die
Points zählende Kellner; dann Kellner überhaupt. — Auch
ein Gerüt (GReihenzieher) zum Ziehen von Sirichen oder
Furchen auf dem Acker, um die Kulturgewüchse gerad—
linig pflanzen zu können. Furchenzieher st ein stark ge—
bauker M. mit Häufelscharen statt der Zähne.
Markpapier, chinesisches, s. eee Papier.
Markraustädt, Stadt in der sächs. Kreish. Leipzig,
1905) 6867 E., Amtsgericht; Jauchwaren murichtercicn
Markscheide, Grenze zwischen zwei aneinanderliegen—
den Gruben. Markscheidekunst, Vermessung und kartogr.
Darstellung unterirdischer Grubenräume für Ausführung
von bergmännischen Grubenbauen, geschieht vom Ptark⸗
scheider. — Vgl. Brathuhn (18. Aufl. 1902), Uhlich (1801).
Markscheiderkompaß, s. Hängekompaß.
Marffcheiderwage, s. Hangwage.
Marfkschwamm, Krankheit, s. Krebs.
Markstrahlen, in dem Holze strahlenförmig vom
Mark nach dem Bast verlaufende Streifen von ver—
edeger Höhe, zeigen sich auf radial gespaltenem Holz
als glänzende sanet auf tangential gespaltenem als
feine Striche, bestehen aus pareunchymatischen Zellen.
Marksuhl, Flecken in S.-Weimar, südwestlich von
Eisenach, an der Suhl, (1905) 1078 E.
Markt, jede Gelegenheit zum Austausch von Gütern;
bes. öffentliche Einrichtung, wodurch zu bestimmten Zeiten
und an bestimmten Orten Kauf und Verkauf konzentriert
werden, zerfallen in Messen (s. d.) für den Großhandel,
Jahr⸗ oder Kram⸗M. für den Kleinhandel und Wochen-M.,
auf denen landw. Erzeugnisse feilgeboten werden. Letztere
in großen Städten Ig durch Markthallen, große ge—
ichlossene Hallen mit einzelnen Verkaufsständen, ersetzt.
Marktbreit, Stadt im bayr. Reg.-Bez. Unterfranken,
am Main, (1905) 2829 E., Amtsgericht, Schloß.
Maͤrkterlbach, Flecken im bayr. Reg.⸗Bez. Mittel—
auken, (1905) 1187 E., Amtsgericht.
Markthallie, s. Markt.
Marktheidenfeld, Bezirksstadt im bayr. Reg.-Bez.
Unterfranken, am Main, (1900) 1842 E., Amtsgericht.
Marktleuthen, Marktflecken im bayr. Reg.-Bez.
Oberfranken, an der Eger, (1905) 1882 6.
Marktredwitz, Maͤrktflecken im bayr. Reg.⸗Bez. Ober⸗
ranken, an der Kösseine, (1905) 6686 E.
Marktsachen, J. Meß- und Marktsachen.
Marktschorgast, Flecken im bayr. Reg.Bez. Ober⸗
ranken, am Schorgastbach, (1900) 1134 E.
Marktsteft, Stadt im bayr. Reg.-Bez. Unterfranken,
im Main, (1905) 975 E.
Mark Twain (spr. twehn), Schriftstellername des
amerik. Humoristen Samuel Langhorne Clemens, geb.
30. Nov. 1835 in Floxida — 18851 Lotse auf dem
Mississippi, seit 1862 Journalist, lebt in Neuyork; schrieb:
„The celebrated jumping frog“ (1867), „Innodents
Abrosd“ (1869), „Ad ventures ot Tom Sawyoer“ (1876),
„Life on the Mississippi“ (1883), „Pom Sawyoer abroad“
 (1884), „Christian science“ (1908) u. a.; ein⸗
zelnes auch dramatisiert, das meiste ins Deutsche übersetzt.
Marktwechsel, s. Meßwechsel.
Markung, s. Mark (Grenze).
Markus, auch Johannes M. (Apostelgesch. 12, 12),
der Evangelist, aus Jerusalem, Begleiter des Paulus,
dann des Barnabas; nach Kol. 4, 10, 2 Tim. 4, 21 wiedet
bei Paulus in Rom, dagegen nach 1Petri b, 18 Dol⸗
metscher des Petrus in Babylon (d. h. Rom), erlitt nach
der kirchlichen Sage als Bischof von Alexandria den Mär—
tyrertod; Gedenktag 25. April Is. Beilage: Heilige c. J.
Bas Evangelium des M. soll nach der kirchlichen überliefe—
rung aus Lehrvorträgen des Petrus in Rom entstanden
sein Kap. 16. 5—0 ist späterer Zusatz.

Markusinsel (Marcusinsel), Weeksinsel, den Ver.
otaaten von Amerika gehörige Insel im Stillen Ozean,
ine der Nordpazifischen Sporaden, östl. von den Bonin—
useln, 4 4km, unbewohnt, Guanolager.
Markwaldungen, im nordwestl. Deutschland Wal—⸗
ingen, die Eigentum einer Markgenossenschaft (s. d.) find.
VMarlborough (spr. mahrlbors oder mahlbrd), Stadt
ader engl. Grafsch. Wiltshire, am Kennet, (1901) 3046 E.
dach Meerhielt John Churchill den Herzogstitel.
Marlborough (spr. mahrlboörs oder mahlbrö), Stadt
n nordamerik. Staate Massachusetts, (1900) 13 609 E.
Marlborough (spr. mahrlbörd oder mahlbrö), John
urchill, Herzog bon, engl. Feldherr und Staatsmann, geb.
Mai oder Juni 1650 zu Ash (DVevonshire), stieg durch die
Hunst Jakobs II., dessen Maitresse die Schwester M.s
var (s. Churchill, Arabella), zum General empor, it
PWilhelm UIJ. von Oranien bei dessen Landung fsein
Truppenkorps zu, zeichnete sich als Oberbefehlshabet 1689
ind 1690 und dann im Span. Erbfolgekriege seit 1702
n den Niederlanden gegen die —— aus, erlangte
inter Königin Anng, die von seiner Gemahlin Sarahz
Jennings (geb. 28. Mai 1660, gest. 18. Okt. 1744) völlig
zeherrscht wurde, schrankenlosen Einfluß. 1703 zum Her⸗
svog von M. erhoben, ging er zur Unterstüßung des
daisers nach Deutschland, verband sich mit Prinz due
yon Savoyen, siegte 13. Aug. bei Blenheim, 23. Mai
706 bei Ramillies, 11. Sept. 1709 bei Malplaquet,
»erlor aber 1712 nebst seiner Gemahlin die Gunst der
dönigin und seine Ämter; von Georg J. wieder zum
Sencralissimus erhoben, gest. 16. Juni 1722. — Bgl.
sore, „Memoirs eêto.“ (6. Aufl. 1848; deutsch, 6 Bde.,
820); Wolseley (engl., 2 Bde., 1894); über M.s Gattin
Nolloy (engl., 19019, Colpville (engl, 1904).
Marlinstkij, A. s. Bestushew, Alex.
Marlitt, E. Pseudonym von Eugenie John (s. d.).
Marlow, Stadt in Mecklenburg-Schwerin, (1806)
97 E.; Molkerei, Sägewerke, Faßfabrik.
Marlow oder Marlowe (spr. loh), Christopher, engl.
Dramatiker, geb. Febr. 1664 zu Canterbury, 1. Juni
6598 zu Vondon erstochen, kraftvoll und leidenschaftlich,
»on großem Einfluß auf Shakespeare; wichtigste Stücke:
„Dr. Fsustus“ (1588; deutsch von Böttger, 1866; van
zer Velde, 1870) und „Edward II.“ (1583). Werke
g. von Breymann und A. Wagner (1885 fg.) — Vgl.
»wis (1891), Ingram (engl., 1804). Ibenugt.
Marlspieker, seemännisches Gerät, bei Takelarbeiten
Marly, gazeartiges Gewebe aus Zwirn oder Seide
u Fenstervorsätzen üund Unterfutter für Hauben; auch
Flor aus Seide oder Seide und Baumwolle.
Marly⸗le-Roi (spr. rdä), Flecken im franz. Dep.
Seine-et⸗Oise, an der Seine, (1901) 1568 E., früher
nit berühmtem königl. Schloß; Aquädukt nach Versailles.
Bgl. Piton Eranz., 1904).
Marmande (spr. mängd), Stadt im franz. Dep.
nteet⸗Garonne, an der Garonne, (1801) 9878 6E,
Marmärameer, bei den Alten Propontis, Binnen—
neer zwischen der europ. und asiat. Türkei Karte: Balkanalbinse
 lI)], durch die Dardanellenstraße mit dem Agäischen
Meer, durch den Bosporus mit dem Schwarzen Meer
n Verbindung, 200 xmeIg., 75 xm br., 289 m mittlere
Tiefe, hat zahlreiche Buchten und Inseln, darunter Insel
Narmara, berühmt durch Weinbau und Marmorbrüche.
Marmäros sspr. rosch), ungar. Maramaros, Komi⸗
at im nordöstl. Ungarn, 10 355 4km, 268 281 E., reich
Waldungen und Salz; Hauptstadt Märmarossziget.
Marmaroscher Diamauten, s. ——
Maͤrnmarossziget (spr. roschßic), Stadt mit geord⸗
etem Magistrat und Hauptstadt des Komitats Maͤrma—
os, an der Einmündung der Zza in die Theiß, (1800)
7 445 E., Piaristenkollegsum mit Untergymnasium, reform.
zeum; Salzbergwerk, Holzindustrie ünd -handel.
Marmelade (pom portug. marmelo, Quitte), gallert⸗
tiger Brei aus Fruchtsäften.
Marnieln, s. Klicker.
Marmier (spr. Aeh), Xavier, franz. Schriftsteller, geb.
4. Juni 1809 zu Pontarlier, Mitglied der Franz. Aka⸗
emie, bis 1886 Bibliothekar in Paris, gest. das. 14. Olt.
802; schrieb: „Voyage pittoresqus en Allemagnèé“
2 Bde.. 1838 539) u. a.Reiseschilderungen. Etudes