zügel gezogen werden JIAbb. 1141]; hält den Kopf in einer
Stellung, die die Wirkung der Zůügel sichert.
Martini, Martinsfest, s. Martin (von Tours).
Martini, Ferdinando, ital. Schriftsteller und Staats—
nann, geb. 80. Juli 1841 zu Monsummano, Journalist,
1892 -8983 Unterrichtsminister, 18988 Gouverneur von Ery—
hräa; schrieb Schauspiele, den Roman „La Marehess“
1876), bas Reisewert „Nellt Africa italiana“ (1890),
sssays, Kritiken u. a. swehr.
MVartini⸗Henry⸗Gewehr, s. Henry-Martini⸗Ge—
Martinique (spr. nick), eine der franz. Kleinen An—
illen, 888 qxᷣm, (1901) 307 011 E. (meist Neger und
Mulatten, 8000 Weiße), gebirgig und vulkanreich (Mont—
Kelt 1350 1); Handel s. Beilage: Nordamerika;
Hauptprodukte Zuckerrohr, Maniok, Kartoffeln, Bananen,
Hölzer; Eisenbahnen (1903) 224 m; Hauptort Fort de
France. — M., 1502 entdeckt, 1685 von Franzosen koloni—
ert, 1864 von der franz. — erworben.
Wrartinitiz, Jaroslaw Bokita, Reichsgraf von, österr.
Staatsmann, geb. 6. Jan. 1582, 1617 Burggraf von
Karlstein, ward mit seinem Gesinnungsgenossen Slawata
ür die enegunh des Majestätsbriefs verantwortlich ge—
nacht und 28. Mai 1618 aus den VFenstern des Prager
*Vc gestürzt, gest. 11. Nov. 1649.
artinofen, Eisenerzeugung.
Martinsburg, Stadt im nordamerik. Staate West—
vuen am Tuscarora, (1900) 7564 E.
Martinsfisch, s. Heringskönig [Abb. 788).
Martinstahl, s. Eisenerzeugung.
Martinsvogel, s. Eisvögel; auch Bezeichnung der
Hans mit Beziehung auf ihre Bedentung beim Martins—
iest (s. Martin von Tours).
Martinswand, Felswand (1113 m) bei Zirl in
Tirol mit der Maximiliansgrotte (7988 m); bekannt durch
Kaiser Maximilians J. Lebensgefahr (1488).
Martius, Karl Friedr. Philipp von, Naturforscher
und Reisender, geb. 17. April 1794 zu Erlangen, bereiste
1817-20 Brasulien, 1826—64 Prof. der Botanik zu
München, gest. das. 13. Dez. 1868; schrieb: „Reise nach
Brasilien“ (3 Bde. 1828 -81), „Nova genera et speoies
blantarum“ (8 Bde. 1827 -32), Historis naturalis palnarum“
 (3 Bde. 1624-653), „Fiora Brasiliensis“ (fort-⸗
zesetzt von Eichler und Urban, 1840 — 1906), „Beiträgt
zur Ethnographie und Sprachenkunde Amerikas“ (2 Tle.,
— ED
Martos, Stadt in der span. Prov. Jaën, (19060
7078 E. Pietro Martire de
Martyr Anglerlus, Geschichtschreiber, s. Anghiera,
Maͤrtyrer Ge „Zeuge“), im allgemeinen jeder, der
ür eine Idee Verfolgung erleidet; insbes. die im Tode
oder bei drohender Tödesgefahr standhaft am Glaubens—
bekenntnis festhaltenden Christen; ihre Verehrung führte
zum Heiligendienst. Das Fest aller M. feiert die griech.
dirche seit dem 4. Jahrh. in der Pfingstwoche, die röm.
eit dem 8. Jahrh. am ĩ. Nov. — Martyrologium, Ver⸗
zeichnis der M. mit Angabe ihrer Todesart und ihrer Fest⸗
cage (s. Acta). — Märtyrerära, s. Ura. — Martyrium,
Zeugnis, Zeugentod, Märtyrertum; Bericht darüber; auch
Hrab eines M. sowie die ihm geweihte Kirche.
Aarum verum, Pflanzenart, s. Toucrium.
Marun, Bujschneger, s. Maron.
Marunken, große runde blaurote Pflaumen.
Warut, ind, Goͤtter des Sturms, als deren Vater Rudra
Marutse, Bantustamm, s. v. w. Barotse. sgilt.
Warvel, It, Pfeudonhin von D. G, Mitqhell (s. d.)
Marwar, ind. Radschputenstaat, s. Dschodhpur—
Marwitz, Friedr. Aug Ludw. von der, preuß. Gene—
cal, geb. 28. Mai 1777 zu Berlin, 1806 Gegner der preuß.
Staalsreformen, im Befreiungskriege Befehlshaber der kur⸗
märk. Landwehrbrigade, 1818 ciner Kapvallericbrigade, nach
dem Frieden verabschiedet, gest. b. Dez. 18837 in Frieders⸗
dorf. — Vgl. Aus dem Nachlasse 6 A. L. von der M
2 Bde. 183152).
Marx, Adolf Bernh., Mufikschriftsteller und Kom⸗
ponist, geb. 18. Mai 1758 gz Halle, seit 1880 Prof, und
niversuutsmusikdirektor zu Berlin gest. das. 17. Mai 1866
chricb· Die Lehre von der musikoͤl. Komposition“,Geu
zearbeitel von Riemann, 1887 f9.), „Allgemeine Mulik⸗
ehre“ (10. Aufl. 1884) u. a.

Mas
Marrx/ Friedrich, klassischer Philolog, geb. 22. April
859 zu esuirin 1889 Prof. in Greifswald, 1893 in
Breslau, 1306 in Wien, 1809 in Leipzig; schriebe „Studis
ucoiliana“ (1882), „Auctor ad Herennium“ (1884),
ine,Ausgabe des Lutilius (2 Bde., 1904-6) u. a.
Marx, Karl, Publizist und Sozialpolitiker, geb. b. Mai
818 zu Trier, 1842 Redakteur der „Rheinischen Zeitung“
n Köln, ging nach deren Unterdrückuig (1848) nach Paris,
vo er mit A. Ruge die „Deutsch-franz. Jahrbücher“ heraus⸗
zab, verfaßte mit Engels 1848 das een Mani⸗
est“ (6. Aufl. 18904) und gab 1848.49 in Köln die
Neue Rheinische Zeitung“ heraus. Faft überall ausge—
viesen, blieb er seit 1849 in London, wo er die Inter—
ationale gründete und nebst Engels der eigentliche Schöpfer
des maodernen Sozialismus (Marrismus) war; gest.
14. März 1883. Hauptwerk: „Das Kapital (Bdo,
. Aufl. 1882; Bd. 2, 2. Aufl. 1883; Bo. 3, 1839. —
Ial. Kautsky (6. Aufl. 1894), von Wenckstern (156).
WMaryampol, s. Mariampol.
Marnyvorough (pr. mährtkboörs). 1) Hauptort der
rischen Grafsch. Queen's County, (1901) 2687 E. &amp;
Stadt in der brit.⸗austral. Kolonse Queensland, am
MNary, (1901) 10169 E. — 3) Stadt in Victoria,
3633 E.; Zentrum der Goldfelder von Victoria.
Maryland (spr. mährlländ), einer der Ver. Staaten
on Amerika [Karte: Bereinigte Staaten T, im N.
on Pennsylvanien, 81848 qkm, (1800) 1188 044 E.; pom
npelagengedirge durchzogen, vom Potomac und andern
Flüssen bewussert; Anbau von Getreide und Tabak; Kohlen—
ind Eisengewinnung; außerdem Obstzucht und Ausiern-—
ang. Hauptstadt Annapolis. — 1632 bon Lord Balti—
uore M. benaunt, 1691 Kronkolonie. — Bgl. Scharf (Ge—
—
Maryport her mährkpohrt), Hafenstadt in der engl.
Srafsch. Cumberland, an der Mündung des Ellen in den
Solway Firth, (1901) 11806 E.
Maärz (lat. Martiuis, „dem Mars heilig“), dritter Mo—
jat des Jahres (31 Tage), auch Lenze dder Frühlingsnonat
 genannt, der erste Monat des alten röm. FJahres.
Maͤrzbewegung, Märzrevolution, revolutionure Be—
vegung, die im März 1848 in vielen deutschen Staaten
iusbrach und überall Veränderungen in Verfassung und
Zerwaltung (Märzerrungenschaften) zur Folge hatte.
Maärzblümchen, das Leberblümchen (f. Hepatica);
Märzblume, das Schneeglöckchen (s. Leucojum).
Miärzfeld (Campus Marttus), unter den merowing.
dönigen der Franken die im Murz gehaltene Volksver
ammlung, von Pippin dem Kleinen 755 auf den Mai
erlegt, deshalb Maifeld (C. Majus oder Magicampus)
enannt, ihr Zweck war Abhaltung der Heerschau, Be—
itung üͤber Krieg und Frieden. — Val. Ahrens (i873).
Märzglöckhen, s. Reucojum.
Marzipan (entstanden aus dem lat. NMarci panis,
h. Maͤrkusbrot), Gebäck aus Mandeln und Zucker.
Maärzkraut, s. Geum [Abb. 680).
Marzolano (Marzolo, ital.), das Stroh des Som⸗
erweizens, zu Strohhuüͤten verwertet.
Märzrevolution, s. Märzbewegung.
Mas (Maes, Mes, Mace, Mehs), in Ostindien eine
zumme von 100 Crore — 1000 Mill. Rupien; in China
ZTsien) — 0 Liang oder Tael, als Gold- und Silber—
ewicht in Kanton S z,70 g, als Handelsgewicht — 83,16 8,
Us Geldgröße s. Tael
NMaeuus Vorsh., Pflanzengattg. der Myrsinazeen; die
Früchte von M. picta Hochst. und M. lanceoläte bre
n Abessinien Bandwurmmittel (Savria oder Savora).
Maßfaccto (spr. attscho), eigentlich Tmmaso Guidi,
lorentin. Maler, geb. 21. Dez. 1401 zu San Giovanni
m Arnotal, gest, 1428 in Rom; Hauptwerk: biblische
Fresken in Sta. Maria del Carmine ju Florenz. — Vgl.
chmarsom (1885-98). [W. von Chile, 88 qkmn.
38 a Fuera, eine der Juan⸗-Fernandez⸗ Inseln, im
Masggan Mazaghau), befestigte Seesadt an der
lant. Kuͤste Marokkos, 6ödo E.; Handel.
Mafai, afrik. Volksstamm, s. Masfai.
Paesam⸗po, korean. Hafen, s. Nosan-po.
Masanderan, pers. Hropinz, soMafenderan.
Masantlello, eigentlich Tomimaso Anicuo, Fischer,
eb. 1622 zu Amalfi, Führer des 1. guli T647 wegen