Mas

1427

Steuerdrucks gegen den span. Vizekönig Hexzog von Arcos
in Neapel ausgebrochenen Aufstandes, schloß 13. Juli mit
dem Vizekönig einen Vertrag, 16. Juli ermordet; Hauptheld
 in Aubers Oper „Die Stumme von Portici“.
Ma⸗sane⸗po (Ma⸗san⸗pho, Ma⸗sam⸗po), eisfreier Hafen
an der Südostküste von Korea (Prov. Süd-Kjöngssang),
1899 dem auswärtigen Handel geöffnet.
Mas a Tierra, eine der Juan-Fernandez-Inseln, im
W. von Chile, 95 qkm.
Masana, Stadt in Nicaragua, am See M. 20000 E.
Mascagni (spr.kannji), Pietro, ital. Opernkomponist,
b 7. Dez. 1863 zu Livorno, seit 1903 Direktor der röm
ufikgeseuschaft, Vertreter der realistischen Richtung (Ve—
rismo) in der ital. Musik; seine einaktige Oper „OCa valleria
 rusticana“ („Sizil. Bauernehre“, 1890) hatte außer—
ordentlichen Erfolg, weniger: „Freund Fritz“ (18901), „Die
Ranhau⸗ (1802), Ratchif (1808),Iris“ (1808), Die
Masken“ (1800), IAmica“ (1004) u a. sf20hse E.
Mascara, Handelsort im alger. Dep. Oran, (1901)
Mascareuhas (spr. rennjas), s. Maskarenen.
Mascaret (ftz., spr. reh), Fluütwellen in der Mündung
»er Garonne, s. Sprungwelle.
Maͤschallaͤh (arab., „was Gott will“), Ausruf der
Verwunderung bei den mohammed. Völkern.
——— s. Borsdorfer Apfel.
Mafchinen (frz. machine, vom lat. machina, grch. mõ
Mans), künstliche Verbindungen widerstandsfähiger Körper,
oermöge deren mechan. Kräfte genötigt werden, unter ge⸗
wissen Bedingungeü bestimmte Bewegungen zu bewirken;
eingeteilt in: Kraftmaschinen oder Motoren (s. d.), 8Swischenmaschinen
 (s. Transmission) und Arbeitsmaschinen.
Die von den Motoren entnommene Kraft wird mittels der
Zwischenmaschinen auf die Arbeitsmaschinen übertragen;
detztere verrichten die eigentliche beabsichtigte Arbeit, die
entweder in einer Ortsperünderung oder einer Formver—
änderung besteht. Zur Ortsveränderung dienen die für
Bau- und Verkehrswesen wichtigen Transportmaschinen
(s. d.), zur Formperänderung alle M. zur Durchführung
der Prozesse der mechanischen Technologie (s. d.), z. B. die
vielgestaltigen Werkzeugmaschinen (s. d.), sowie die M.
der speziellen Fabrikationszweige, wie Textilindustrie, Pa—
pierfabrikation, Müllerei ꝛc. Die Grundbestandteile der
W. sind die Maschinenelemente, die teils zur Befestigung
— —
kragung von Bewegungen dienen (Bewegungsschrauben,
Lager, Wellen, Kurbeln, Rollen, Schieber, Ventile 2c.).
Maschinenbagger, s. Bagger Abb. 151] und Gräbe—
Maschinenelemente, s. Maschinen. smaschine.
Maschinenfeile, s. Feile Abb. 562 p).
Maschinengeschütz, Maschinenkanone, selbsttätige
Feuerwaffe von mindestens 8,7 om-Kaliber (deutsche Ma—
rine), im Prinzip dem Maschinengewehr (s. d.) ähnlich.
Maschinengewehr, automatische Mitrailleuse, ein⸗
läufige, durch den Rückstoß, seltener durch die direkte Ein—
wirkung der Pulvergase (Hotchkiß-Schnellfeuerkanone) bis
600 Schuß in der Minute selbsttätig abgebende Feuerwaffe
von Gewehrkaliber, deren Patronen (je 2580 Stück) auf
Bändern gufgereiht sind, und deren Lauf durch ein mit
Wasser gefülltes Mantelröhr gekühlt wird, zuerst von Maxim
(J. di) konstruiert (Maximmitrailleuse). Tafel: Kriegs⸗
wesen I, 11.) — Vol. Braun (2. Aufl. 190833.
Maschinengewehrabteilungen, mit Maschinen—
zewehren (s. d.) ausgerüstete und der Infanterie oder den
Jägern, seltener der Artillerie zugeteilte Truppenteile; in
Deuütschland seit 10901 sTafel; Rriegswesen 1, 12).
Maschinenkanone, s. Maschinengeschuͤtz.
Maschinenlehre, Lehre von der Anwendung der
mathem., physik. und mechan. Lehrsätze auf den Maschinen—
bau, zerfällt in die allgemeine M. (rein beschreibend), die
spezielle oder theoretische M., welche die innern mechan.
Krafte der festen, flüssigen, dampf- und gasförmigen Kör—
per in Anwendung auf' die Maschinen behandelt, die Ma—
schinenbaukunde, welche die Lehren der Mechanik unter Be—
rücksichtigung der Festigkeit und der Betriebserfordernisse
auf den Bau der Maschinen verwendet, und Maschinen—
getriebelehre oder Kinematik (. d.).
Maschinen mieister, der mit der Wartung einer Ma⸗
schine (jn Buchdruckereien der Schnellpresse) betraute
Mann“ bei Eisenbahnen höherer maschinentechn. Beamter.

Maschinenöl, s. Schmiermittel.
Maschinenpersonal, das Personal zur Bedienung
er Schiffsmaschinen und Kessel, besteht in der deutschen
Marine aus Maschinistenanwärtern, Heizern, Obermaschi—
ristenanwärtern, Oberheizern, Maschinisten- und Ober—
naschinistenmaaten, Maschinisten und Obermaschinisten.
xinstellung als Maschinistenanwärter setzt Befähigungseugnis
 zum Seemaschinisten oder Einjührigenzeugnis und
weijährige praktische Beschäftigung beim Maschtnenbau
oraus und erfolgt bei der Werftdivision oder Torpedo—
bteilung. Aufruͤcken zum Marineingenieur ist ausge—
Maschinenfägen, s. Sägemaschinen. sschlossen.
Maschinerie (frz.), mehrere zu einem Zwecke ver—
undene Maschinen; bes. alle Vorrichtungen, durch welche
VZeränderungen auf der Bühne hervorgebracht werden.
Maschinist, s. p. w. Maschinenmeister und bes. Loko—
notivführer. (S. auch Maschinenpersonal.)
Maschlasch (ungar. mäsias), ein Nachwein aus To—
rier Weintrauben.
Maschonaland, Teil des brit. Schutzgebietes Süd⸗
hodesia (s. Rhodesia), zwischen Matabele- und Manika—
land, 60 000 qkm, von 1140 bis 1550 w, frucht⸗
zar und goldreich; engl. Forts Victoria, Charter und Sa—
isbury, (1901) 343 050 E., darunter ca. 4000 Weiße; die
kingeborenen sind Zulus. — M. seit der Mitte des
19. Fahrh. Teil des Matabelereichs (s. Matabeleland), 1890
83 von der Brit.«Südafrik. Gesellschaft unterworfen.
Maschrik (arab.), Osten, s. Maghreb.
Mascov, Joh. Jak., Publizist und Historiker, geb. 26. Nov.
689 zu Danzig, gest. 21. Mai 1761 als Prof. zu Leipzig;
chrieb: „Geschichte der Deutschen“ (2Bde., 1726—-37) u. a.
Masematten (ʒüd.), Handel, Geschäfte, Schacher.
Masenderan (Mafanderan), Prov. Persiens, an der
Züdküste des Kaspischen Meers, Küstenebene mit dem Elburs⸗
ebirge; Seidenzucht, Waldreichtum, Viehzucht; Hauptstadt
Zari (20 000 E.); Handelsplatz Barferusch.
Masepa, s. Mazeppa.
Maser, knorriger Holzauswuchs; auch die Flammen—
»der Geäderzeichnüng an den durchschnittenen Knorren
ind überhaupt äuf Schnittflächen von Holz.
Masern (Morbilli), sieberhafte ansteckende Ausschlagsrankheit,
 bes. des Kindesalters, zeigt sich in Gestalt kleiner
laßroter Flecke zuerst an Gesicht und Hals, verbreitet
ich dann über den ganzen Körper und verschwindet all—
nuͤhlich wieder, worauf sich die Haut kleienartig abschilfert.
ẽrreger unbekannt. Die Krankheit bricht 12514 Tage
nach der Ansteckung aus und beginnt als fieberhafter
datarrh der Luftwege und der Angenbindehant ist meist
zutartig, kann aber durch Hinzutritt von Lungenentzün—
ung gefährlich werden. Als Nachkrankheiten bleiben
nanchmal chronische Lungen-⸗ Augen⸗- und Ohrenentzün—
zungen. Behandlung: Bettliegen, strenge Diät, dunkles
Zzimmer, reine, mäßig warme Luft (1815 R), fieber⸗
vidrige Mittel, auf ⸗—3 Wochen Vorsicht nach Genesung.
Woasnde Militärstation in Deutsch-Ostafrika, am
vestl. Abhange des Berglandes von Usambara; 1890
jegründet, 18808 nach Wilhelmstal verlegt.
Masinissa (Massinissa), König der Massylier in Nu—
nidien, Bundesgenosse Karthagos im 2. Punischen Kriege
eit 213 v. Chr., schloß sich 204 den Römern an, ward
»on diesen nach der Schlacht bei Zama als König von
janz Numidien anerkannt, gest. 148.
Masius, Hermann, Pädagog, geb. 7. Jan. 1818 zu
krebnitz, seit 1862 Prof. in irng gest. das. 22. Mai
8983; schrieb: „Naturstudien“ (. Aufl. 1880), „Die Tier⸗
velt“ (3. Aufl. 1880) u. a.; mit Fleckeisen seit 1863 Heraus⸗
geber der „Jahrbücher für Philologie
ind Pädagogik“.
Maskarenen, Mascareuhas, die
stl. von Madagaskar im Ind. Ozean
jelegenen Inseln Reunion, Mauritius
ind Rodriguez. /
Maskarill (span. „Halbmaske“,
Figur der mitern sne der 9
ich einen höhern Stand beilegt.
e Irz. mascaron, spr. —A
ong), ein plastisches, meist aus Stein gehauenes Orna—
menl einer Maske oder eines Fratzengesichts Abb. , bes.
ur Verzierung des Schlußsteins bei Tür- und Fensterbogen.