Mas

Mafsekurator, Massepfleger, s. v. w. Konlursver⸗
valter (s. Konkurs)
Maßseln, Roheisenstücke, s. Eisenerzeugung.
Daßsena, abessin. Akazienart, Rinde Bandwurmmittel.
Draßsena, Andrt, Herzog von Rivoli, Fürst von Eß⸗
ing, franz. Marschall, geb, 6. Mai 1768 zu Nizza, ent—
schied als Dipisionsgencxal 14. Nov. 1787 die Schlacht
zön Ripoli, siegte als Oberbefehlshaber in der Schweiz
25. Sept. 1789 bei Inrin über die Russen, nahm 1806
Gaeta und vertrieb die Engländer aus Kalabrien; nach
dem Frieden von Tilsit Herzog, nach der Schlacht bei
Aspern und Eßling Fürft, 1810—18 Befehlshaber in
Portugal, unter Ludwig XVIII. Pair; gest. 4. April 1817
Memoires“ (1840). — Biogr. von Gachot (franz., 1801 fg.)
Mafsenanziehung, augemeine, s. Gravitation.
wiaßfenaussgleich, der bei Schiffsmaschinen an den
zin und her gehenden Teilen vorzunehmende Ausgleich der
Hiaffen zur Verminderung der Vibrationen des Schiffs—
körpers, wurde 1893 von Schlick für Maschinen mit vier
Kurbeln durchgeführt und seitdem bei allen größern und
schnellern Dampfschiffen angewendet.
Massenbach, Christian von, preuß. Oberst, geb. 16.
April Id zu Schmalkalden, als Oberquartiernieister des
Hoͤhenloheschen Korps 1806 von unheilvollem Einfluß auf
den Gang der riegereigise 1817 wegen angedrohter
Veröffentlichung amtlicher Schriften zu 14jähriger Festungs⸗
we derurteilt, 1826 begnadigt, gest. 27. Nop, 1827 zu
Vialokosz (Posen); schrieb: „Memoiren“ (8 Bde, 1809
oisor. Venkwürdigkeiten zur Geschichte des Ver⸗
alls des preuß. Staates“ 12 Bde. 1809) u. a—
Maßsenet (pr. mass'neh), Jules, franz. Komponist,
zeb. I2. Mai 1842 zu Montaud bei St.Etienne, seit
s78 Prof. am Konservatorium zu Paris; schrieb die
Opern „oid“, „Manon“, „Nerther“, „Le jonglear de
Jotre VPape ic. ferner biblische Dramen. Orchestersuiten,
selavierstücke u. a. [6520.
Mafssengebirge, Horstgebirge, s. Gebirge nebst Abb.
Daßfenja, ehemal. Hauptstadt von Bagirmi (s. d.).
Mafsseschulden, s. Massegläubiger.
Masseter (grch), der Kaumuskel.
affenur (stz. spr. höhr), Kneter, ein Mann, der die
Maffage (s. d.) beforgt. Maffense (spr. Höhs'), eine eben⸗
olche Frauensperson. skurs).
Viaffeverwalter, s. v. w. Konkursverwalter (s. Kon⸗
VMaßholder, Baum, s. Ahorn.
Ptafsicot (fiz. spr. koh), s. Blei.
Massteren dnp kneten, s. Massage.
wrahigteitsvereine, s. Temperanzgesellschaften.
NMasnsuia, lat. Name für Marseille.
Mafsillon (pr. masftlon), Stadt im nordameril. Staate
Ohio, amm Tuscarawas, (1800) 11844 6.
Wiaffillon (fpr. ijbng), Jean Baptiste, franz. Kanzeledner,
 geb. 24 Juni 1663 zu Hyeres Ebrovence), 1704
Hofprediger Ludwigs XIV., gest. 18. Sept. 1742 als Bi⸗
hof vou Clermont. Seine „Sormons“ gab neu heraus
Juillon (1428). — Bgl. Lyons (franz., 18096).
Massiminfeln, s. Louisiade⸗Archipel.
wraffina, Geblet des Mandingoreichs Bambara im
vefil. Sudan, am obern Niger südl. von Timbubktu; seit
goß franzbsisch. Bewohner Fulbe und Bambara. am ver—
oreitetsten die Haussasprache.
Massinger (spr. maginen Phil., engl. Schauspiel⸗
ichter, geb. 1884 zu Salisbury, gest. 47. März 1640 zu
London. Zu seinen besten Dramen gehören „Phe värgin
martyr“, fata] o äνRe ty ειν 4
ew vaxy to pay oid gebta“ 2c. Werke hg. von Symons
Massinifsa, s. Masinissa. 387-89) u. a.
Masfiv (Efrz.), aus Steinmauerwerk bestehend; von
Metallen: goseaen nicht hohl; auch grob, plump.
Massivs, s. v. w. Massengebirge (s. Gebirge).
Maßlieb, Pflanzenart, s. Beolus.
PMaßmaung Haus Ferd. Germanist, Mitbegründer
des Turnwesens, geb. 158. Aug. 1797 zu Berlin, 1826 Lehrer
der Turnkunst und 1829 KVrof. der deutschen Sprache
3 München, seit 1842 zu Berlin, gest. 8. Aug. 1874 zu
Htustau; veröffentlichte zahlreiche altdeutsche Sprachdenk—
mäler u. a. — Val. Euler und Hartstein (., Aufl. 1902).
Masson (spr. ong), Anloine, franz. Kupferstecher, geb.
1636 zu Loury bei Orlkans, gest. 30. Mai 1700 au Paris;

zauptstiche; Christus mit den Jüngern in Emmaus nach
zian, Bildnisse nach Mignard.
Massonei, s. v. w. Freimaurerei (s. d.).
Maßssora, s. Masora.
Viafsowe, Stadt im preuß. Reg.-Bez. Stettin, an
r Stepenit, (1905) 2668 E., Amtsgericht.
Maßröhre, s. v. w. Bürette (s. d.).
Daßftab, Werkzeug, auf dem die Längeneinheit mit
wren ee eingerissen ist.
Maßudi, Abul-Hassan Ali, arab. Schriftsteller, geb.
u Bagdad, machte schon als Jungling große Neisen in
Asien ⸗ nach Tibet hinein und in Afrika; gest. 987 zu
ilttairo. Sein auch ins Französische (8 Bde. 1861 - 78)
—E— h. „Gold⸗
wichtig für Geschichte und Kultur des Orients.
aß und Gewicht, absolutes, ist ein von Gauß
ingeführtes Maßsystem, welches überall auf der Welt
enselben Wert besitzt; als Einheiten gelten die Maße
ines Gramms und die Beschleunigung eines Zentimeters
n einer Setunde, man bezeichnet es deshalb als Zenti⸗
neter Gramm⸗Setkunden⸗Shstem (0O. G. 8.-System).
Maß⸗ und Gewichtsbureau, Juternationales,
vissenschaftliches Iustitut in Paris zur Vergleichung der
ürmaße des Meters und des Kilogramms mit den den
inzelnen Staaten gelieferten Normalmetern und Normal⸗
ilogrammen, und mit, den nichtmetrischen Maßen ꝛt., ge⸗
— —
20. Mai 1876. stor.
aßvergleicher, s. Kompara⸗
Maßwerk, das geometrisch aus
ekehlten Kreisbogen, Kreifen und
Ztäben gebildete, bes. zur Verzie⸗
ung Inir von Jere
nienende Ornament des got. Bau— ß—
ueeeet pe gign, . Maswert.
oyant nebst Abb. 690); Einzelteile: Dreipaß, Fischblase,
Feusterrose (s. diese Artikel nebst Tertfiguren) ꝛc.
Maffys (spr. Heis), Matsys oder Metsys, Quentin
oder Quinten, niederländ. Maler, geb. um 1460 zu Ant⸗
verpen, gest. das. 1330; Hauptwerke: Grablegung Christi
Antwerpen), Geschichte der heil. Anna (Brüssel). Die
hm dus sarienanen Genrestücke (Geldzähler, Goldwäger
dgl.) sind fast alle von seinen Nachabmern. — Val. W.
Fohen (1904).
Biaft, Mastbanm, auf Schiffen zum Anbringen der
Rahen ꝛc, aus drei Teilen bestehend: Unter-W., Mars⸗
senge und Bramstenge, aus Holz oder, Eisen bez. Stahl
ebaut. Bei Sciffen mit drei M. heißt der vordere
FockM., der miltlere Großz-M., der hintere Kreuz - M.
mit Rahen) oder Besan⸗M. (nur mit Gaffelsegel, Besan);
jei Schiffen mit fünf M. heißt der dritte M. Mittel-W.
her vierte Kreuz⸗M., der fünfte Besan-⸗M.; Gefechts-M..
urze, dicke Stahlmasten auf Panzerschiffen und Panzer⸗
reuzern mit Schnellfeuergeschüten armiert, mit Signal⸗
rahen und Gaffeln versehen, führen keine Segel, haben im
Junern Leitern. Pfahl-M., M. aus einem Stück auf
dampfern. Schnau⸗M., an der Hinterseite des Unter⸗M.
hefestigte Bäume, an denen die Gaffeln fahren. — Vgl.
Middendorf (1903).
Ptastaba (arab.), Grabbauten im alten Agypten.
Htaftdarm Entestinum rectum), das unterste Stück
des Darmkanals (s. Darm), steigt längs der hintern Wand
es tleinen Beckens an dem Kreuzbein herab und wird
zurch einen Schließmuskel verschlossen. (Tafel: Einge⸗
peide II, 1]. Häufigste Krankheiten; Hämorrhoiden⸗
Zerengerung, Vocfall Entzuündung, Geschwüre (eicht
Fisteln bildend), Krebs. ——— die Krantheiten des M.
gl. Gant (deutsch 1904).
Mastdarmentzündung (Eroctitis), Entzündung
er Mastdarmschleimhaut (im geringern Grade Mastdarmaiarrh
 genannt), mit Absonderung blutigen und eitrigen
Schleimns verutfaht breunende oder drückende, oft gnach
em Husten rc. ausstrahlende Schmerzen im After, häufigen
qhmerzhaften Stuhldrang (Tenesmus), bei höhern Graden
erige Infiltration des venachbarteti Beckenzellgewebes
Poriproetitis), mit Bildung von Mastdarmfisteln.
Mastdarnififtel, Fistel in der ümgebung des Mastarms,
 entweder voilkommen, wenn der Kanal von der
Sleimbhauf des Masidarms bis zur äußern Hant reicht,