der unvollkomnten (blind), wenn der Kanal nur eĩne
Ausmündung, in den Mäaftdarm oder nach außen, hat.
WMastdarminkatarrh, s. Mastdarmentzündung.
Mastdarmkrebs, im höhern Lebensalter nicht selten,
dennzeichnet sich durch häufigere Mastdarmblutung, Mast—
i und Erschwerung des Kotdurchgangs: zu heilen
ur durch frühzeitige Operation.
Mastdarmvorfall, Hervortreten eines Stückes der
Nastdarmschleimhaut aus dem After, entsteht bei Er—
ichlaffung der Darmwand infolge lang dauernder Diarrhöen
»der Stuhlverstopfung. Behandlung: Zurückdrängen des
porgefallenen Stückes kalte Sitzbäder; in veralteten Fällen
nagt sich operativer Eingriff nötig.
astel, die weibliche Fupng des Hanfs (s. d.).
Masfter (engl., spr. mahstr), Meister; der Schiffsführer
»er Kauffahrteiflotte; in wnne mit dem Taufnamen
Unrede der Dienerschaft an junge titellose Leute. (S. Mister.)
Mastiff, engl. Dogge von schwerem, plumpem Bau.
Maftitis (grch.), Entzündung der Brustdrüse.
Mastix, das Harz des bes. auf Chios wachsenden
Mastirxbaunis (s. Pistacia), zur Herstellung von Pflastern,
Salben, Zahn⸗, Räucherpulvern, Firnissen und Lacken,
auch als Gewürz zu Gebäck und Konfitüren verwendet
M. heißen ey, auch manche Kitte.
Mastirbrote, s. Asphaltstraße.
Mastixrholz, das gelbe Holz von Pistacia lontisous
. Pistacia), zu eingelegten Arbeiten verwendet.
Mastkorb, s. Mars.
Mastkur, s. Mitchellsche Kur.
Mastodon, Zitzenzahn, ausgestorbene Rüsseltiergattg.
der Elefantenfamilie, vom Elefanten bes. durch die Be—
schaffenheit der Backzühne unterschie—
den, die nicht quere Schmelzfalten,
ondern zitzenförmige, in Querreihen
zestellte Höcker aufweisen IAbb. 1144];
Stoßzühne auch im Unterkiefer vorhan⸗
den. Das amerik. M. (amerik. Manm⸗
mut, Ohiotier, M. gigantsum Cuv.)
des nordamerik. Diluviums war über
3 mhoch, 48 mlg.; die Stegodonten
des nordind.Tertiaͤrs bilden hinsichtlich
der Bezahnung den Übergang zu den eigentlichen Elefanten.
Mastödonsaurier, gose zu den Labyrinthodonten ge⸗
yörige, fossile geschwänzte nrhien bes. aus dem Muschel⸗
alk Reste der teilweise riesenhaften Arten (NAastodonaurus,
 Trematosaurus rc.) namentlich in Württemberg.
Maftricht, niederländ. Stadt, s. Maastricht.
Masturbation oder Mastupration (lat.), s. Onanie.
Masu, Hohlmaß in Japan — 1,8 1J.
Mafuccio (spr. uttscho), Tommaso, ital. Novellen—
dichter des 15. Jahrh, aus Salerno; fein „Novellino“
1476 u. vz.) ist eine Sammlung von 50 Novellen.
Masulipatam, mit Matschlibandar zusammen auch
Bandar genannt, befestigte Hauptstadt des Distr. Kistnä
der brit.xostind. Präfidentsch. Madras, an einem Mündunasarm
 des Kistna, (1901) 39507 E.
Mafnren, Landesteil im SO. der preuß. Prov. Ost⸗
preußen, einen Teil des Reg.Bez. Allenstein und die Kreise
Angerburg und Goldap dildend, 10195 4km, (1000)
320 640 poln. redende, meist evang. E. Nicht zu verwechseln da⸗
nit ist das Volt der V., die Bewohner von Masowien (s. d.)
Wiafurka (Mazurka), poln. Rationaltanz im Dreie
obierteltakt, feit Mitte des 18. Jahrh. auch in Deutsch⸗
and, als Gesellschaftstanz beliebt.
Masut (rufs.), bei der Destillation des Rohpetroleums
zrhaltener Rückstand; wertvolles Brennmaterial, bes. für
32 und Lokomotipkessel. 24
Mat, die ägypt. Göttin der Wahrheit, mit einer
Straußenfeder auf dem Haupte dargestellt.
Matabeleland, Hauptbeftandteil des ehemal. Mata⸗
belereichs in Südostafrika, Teil des brit. Schutzgebietes
Südrhodesia (s. Rhodesia), (1001) 187600 E, darxunter
7000 Weiße; Sitz der Behörden Buluwajo. Die Mata—
bele stammen von den Zulukaffern. Das Matabelereich
1836 von Moselikatse (geft. 1868) gegründet; unter seinem
Nachfolger Lobengula 1889 als brit, Interessensphäre er—
lärt und der Brif.-Südafrik. Gesellschaft überlassen.
Matadi, Hafenplatz des Kongostaates, l. am untern
dongo, 1600 E. 160 Wenße); Ausgangspunkt derKongobahn
Brockhaus' Sleines Sonversations-Lerxikon. 5. Aufl. LI.

145

Mot

Matadör (span., vom lat. maotator, Schlächter),
n Spanien bei Stergeevnten der Hauptkämpfer, der dem
erwundeten Tiere den Todesstoß gibt; in mauchen Karteu—
pielen die höchsten Trümpfe; in übertragener Bedeutuug
v. w. spererne Mann.
Mataijn, Emilie, Schriftstellerin unter dem Pseu⸗
onym Emil Marriot, geb. 20. Nov. 1855 in Wien,
hrieb Romane, wie „Famtlie Hartenberg“ (1882),,„Junge
ẽhe“ (1897), serteung (1888), „Menschlichkeit“
395 u. a. Novellen und das Schauspiel Gretes Glück“
1897). — Ihr Bruder Viltor M., Natioualökonom, geb.
20. Juli 1857 in Wien, 1880 Prof. in Junsbruck, 1892
Rat im Handelsministerium, 18807 Prof. in Wien, schrieb:
Der Unternehmergewinn“ (1884),, Das Recht des Shaden⸗
rsatzes (1888),, Osterr. Gewerberecht und Arbeiterversiche⸗
uzg (1899) u. a.
atamaãta, s. Land⸗ und Sumpfschildkröten.
Matamoros (span., „Mohrenloter“), Figur der
pan, Komödie, s. v w. Bramarbas, Großsprecher.
Matamoros, Hafenstadt im merit. Slaate Ta—
naulipas, am Rio del Norte, (1900) 8347 E.; Außenhafen
Bagdad oder El Fefugio, großen Schiffen unzugünglich
Matanmidros Jzucar oder Izucar, Stadt un meru.
Staate Puebla, (1900) 6271 E.
Matanzas, Hafenstadt auf der Nordküste der Insel
duda, (1902) 45 262 6.
Metepe Kap, im Altertum Tänarou, nächst Kap
nifa füdlichste Spitze Europas, auf Morea.
Mataranmi, Hauptort der Insel Lombot.
Matarö, Hafenstadt in der span Hrov. Barcelona,
im Mittelländ. Meer, n 18 704 E.; Industrie, Fischerei.
Match (engl. spt. mättsch), Partie, Wette; Wetttampf
nn Schachspiel; Wettrennen von nur 2Pferden.
Paätehaza (pr. sa), Pußta bei der ungar. Stadt Baja.
Matéjks, Joh. poln. Ich. 30. Juli
838 zu Krakau, 1873 —85 Direktor der Adademie das,
gest. Vov. 18883; Hauptbilder: Reichsmarfchall Poninsti
efiehlt die Verhaftung des Reichsbolen Reytan (Wien),
Schlacht bei Tannenberg, Entsatz von Wien durch Sobiesti
Vatikan), Kosciuszko in der Schlacht bei Maciejowice,
erklärung der poln. Konstitution; auch Bildnisse.
Matelassé, Floconnk, aus wollenem Garn'nach Art
es Pikee gewebte Doppelstoffe.
Mator (lat.) Mutter: Schraubenmutter. auch 3
7 17237 E.
Hlatera, Ort in der ital. Prov. Potenza, (1901)
Mator dolorõsa (lat. „schmerzensreiche Mutter'), die
Mutter Jesu im Schmerzgefuͤhl über die Leiden ihres Sobnes;
zerühmte Meisterwerke in der bildenden Kuust JTafel:
Nadonna, Bb).
Material (lat.), fofug auf den Stoff (im Gegen—
atz zur Form) bezuͤglich. auch Materiell.) Das M.
Mehrheit Materialten), die zu einer Arbeit nötigen
Acr und Hilfsmittel. [Sichtbarwerden der Geister.
Materialisation, nach der Lehre des Spiritismus das
Materialismus (lat.), diesenige Weltanschauung,
welche die Materie für das allein Eristierende hält; geistige
Vorgänge sind ihm nur Modifikationen der Materie. Diesen
M. verkraten im Altertum Leucippus, Demokritus, Epi—
ur, Lucretius, neuerdings John Toland, La Mettrie,
Zolbach, Vogt, Moleschott, Büchner u. a. Der praktische
N. ist die Sinnesart, die materielle Güter höher als ideelle
ndee — Bgl. Lange (2 Bde., 7. Aufl. 1902).
aterialist, Anhänger des Materialismus: auch
händler mit Materialwaren.
Materialität (neulat,) Körperlichkeit, Stofflichkeit;
s Bestehen aus bloßer Materie. Ine nach.
Xatorialiter (lat.), stofflich; sachlich, dem Wesen vder
Materialprüfungsmaschinen, maschinelle Vor—
ichtungen zur Antzugun der, Güte eines Materials,
.B. der dehrese von Baumaterialien, von Garn (Garn⸗
ynamonieter, s. d,) VPapier, Leder, von Geweben (Hifto—
weter) u a. der Schmierfähigkeit von Schmiermitlelmac.
gielfach sind staatliche Austalten für Materialprüfungen,
yft n Verbindung mit den technischen Hochfchulen, errichtet.
Materiglstener, eine indirette Steuer, bei der das
sohmaterial, aus dem die steuerpflichtige Ware hergesiellt
vird, das Steuerobjekt bildet, bei der Bier⸗ Blauntvein⸗
 und Zuckersteuer vorkommend.