Mau

T

straße mit dem Löwentin— und Spirdingsee verbunden;
Absluß nach Rorden die Angerapp.
Wiauerfegler, s. Mauerschwalben [Abb. 1147].
Danuerspecht, der Mauerläufer (. Klettermeisen).
Maunerwespe, s. Faltenwespen.
Vtani (Mowi), eine der Sandwichinseln, 1885 qkm,
10900) 25416 E.; Hauptort Lahaina.
Mauke, verschiedene bei Pferden und Rindern vor⸗
ommende Hautkrankheiten (Etzem, Erysipel 2c.). Etze⸗
natöse M. (Pferdepocke, Flechten⸗ Schrunden⸗ Schmutz⸗
My, ficberhafter, ansteckender Bläschenausschlag an den
Feffeln des Pferdes; Brand· M. stärkster Grad der M.
vobei ein Hautstück abstirbt und ausfällt; Schlempe ⸗M
(Treberausschlag, Fuß⸗M., Fußräude, Fußgrind), nässen⸗
der Ausschlag mit Borkenbildung an den Füßen des Rin⸗
des, nach senpehicrune neee
Manl, Aifred, Turnlehrer, geb. 18. April 1828 zu
Micheisiadt, seit 1860 Direktor der Turnlehrerbildungs⸗
anstalt in Karlsruhe; Vieh: „Anleitung für den Turn⸗
inlerricht in Knabenschulen“ (8 Tle. neueste Aufl. 1888
37). Turnübungen der Maͤdchen“ (4 Tle., 1886 92).
Baulbeerbaum, s. Morus Abb. 1198).
Maulbeerfeigenbaum, s. Sykomore.
Haulbeercfeiden)spinner, s. Seidenspinner.
witaulbronn, Oberamtsstadt im württemb. Neckar—
treis, 7 1324 E., Amtsgericht, Zisterzienserabtei mit
got. Kirche, früher Sitz einer 1656 gestifteten ——
ehl evang.⸗ theol. Seminar. — Bgl. Paulus (83. Aufl.
1890), P. Schmidt (1808).
Maͤule, Provinz der Republik Chile, 6410 4km, (1808)
143 146E. im N. begrenzt von dem Fluß M. (225 kRIa. ):
Zauptstadt Cauquetnes.
Maulesel, s. Maultier.
Manifüßer (gSgtomstopöda), kleine
Ordnung der höhern Krebse, von langer Ge—
Jalt, mt kurzem, nicht alle Brustringe be—
deckendem Kopfbrustschild, stark entwickeltem
Hinterleib, seht großemm, zu einer Art Klapp⸗
messer entwickelten zweiten Kieferfußpgar.
Hierher die in den warmen Mecren heimische
Fauilie der Heuschreckenkrebse (SguiUrdae); 1148.
dekannteste Ärt der gemeine Heuschrecken⸗ Verschrraen
irebs (Squisis mantis Latr. Abb. 1148),
i8 en ig. haufig im Mittelländ. Meer, schwimmt ge⸗
Manigruͤnd, s.Glahflechte. swandt, wird gegessen
Vtauimain, Stadt in Birma, s. Malmen.
Dianiseuche, s. Maul⸗ und, Klauenseuche.
vlanisperre, Mundsperre, s. Starrkrampf.
Hrauitasch, s. Margarete Naultasch.
Hiauitier, Vasiard von Eselhengst und Pferdestute,
an Gesialt dem Pferde, an Kopfs und Schwanzbildung
dem Esel ähnlich, wegen seines sichern Ganges bes. in
Gebirgsgegenden verwendet; Manlesei. Bastard von Pferde⸗
hengst und Eselstute, dem Esel ähnlicher, klein, lang⸗
zhrlig, zum Lasttragen gebraucht.
Maunltromimel, s. Mundharmonika.
vwiani⸗ und Klauenseuche, Aphthen⸗, Blasen⸗
Sadverseuche, Blasentrantheit, durch fieberhaften Blasen⸗
ausschlag (Aphthen) und Geschwüre im Maule (Maulseuche)
und an den Klauen und im Klauenspalt lauenseuche),
starke Speichelabsonderung, pen zc. charalterisierte, seu⸗
henartig auftretende akute In ettionskrankheit des Klauen⸗
viehs (der Wiederkäuer und Schweine, auch des Wildes),
vbercinzgelt auch bei andern Tieren, durch Berůhrung oder
durch den Gennß ungekochter Milch von kranken Tieren
uch auf den Renschen übertragbar. Vleisch der er⸗
rautten Körperteile unschädlich, Erreger noch unbekannt.
Weder die Loefflersche Schutimpfung mit Seraphthin
Blaseninhalt und Blutserum durchgeseuchter Rinder),
noch das Baccellische Verfahren (Sublimateinspritzungen
in die Blutbahn) haben sich zur Bekämpfung der Seucht
bewlihrt. —. Bgl. Lydtin und Beißwänger (1893).
Maulwürfe, Mulle (Talpina), Familie der Insekten⸗
fresser, mit walzenförmigem, gestrecktem Körper, kleinem
Kopf, sehr kleinen Augen, rüsselartig verlängerter Schnauze,
zu breiten, schaufelförmigen Grabfüßen umgebildeten Vor⸗
derfüßen, kurzem, dichtem Pelz; unterirdisch in selbst—
egrabenen Höhlen lebende Bewohner der nördl. gemntigren
Pet Gemeiner M. (Talpa europaea L. IAbb. 1140)),

zelz samtartig, schwarz, selten andersfarbig (gelb, gefleckt 1c.),
vurch Vertilgen von Regenwürmern, Engerliugen, Schnecken,
dafcru ec. nutzlich, wirft beim Graben Erdhaufen auf, da⸗
zurch dem Garlenbau schädlich,
jält keinen Winterschlaf; Curopa,
stordafrika, Nordwestasien. Gold-—A

nauxrata Licktenst.), dunkelbraun,
ni grůnem oder kupfrigem Schil⸗ Na. Gemeiner Maul⸗
er; Kapkolonie. Stern⸗M. (Stern⸗ wurf.
null, Conayiurs gristata Desm.), dunkelbraun, Nasenöff⸗
iungen an der Rüsselspitze sternförmig von deweglichen
dnotpelfortsuͤßen umgeben; Nordamexika. Wasser⸗M.
Waffermull, Scalops), ebenfalls nordamerikanisch.
Ptauiwurfsgeschwulst, s. Genickeule.
dianiwurisgrilie, s. Griilen sAbb. 726 pJ.
Maumee (spr. Fain Fluß in den nordamerik.
Slaaten Indiana und Ohis, muündet in die Maumeebai
»es Eriesees; 98 KRm schiffbar. sBatman (. d.).
Maun (engl., sprawahn), pers. Gewicht, s. v. w.
vianna Kea und Maunna Loa, zwei Vülkane auf
ʒawan, 4208 und 4168 70 hoch, ersterer erloschen.
Biaumd (spr. mahnd), Man oder Mun (Mön), ost⸗
nd. Handelsgewicht, das Standard⸗M. (neucs Basar⸗
ewicht) ⸗ 87, a2a Ieg, das alte Basargewicht — 37 268 688,
as Fattorei⸗M.(f. Faktoreigewicht) S838, 8s kg. Ju Per⸗
zen und der Türkei s. v. w. Batmän (s. d.).
Maundeville, Reisender, s. Mandeville.
Maupassant (spr. mopassang), Guy de, franz;
Schriftsteller, geb. 8. Aug. 1880 auf Schloß Miromiesnil
Seine Inftricurc), seit 1802 geisteskrank, gest. 6. Juli
I803 in Passy bei Paris; Anhänger der naturalistischen
Schule schrieb lyrische Gedichte, Romane und Novellen
(Bel ami“, 1886; „Piorro et Jean“, 1888; „Fort
ανα ονι i8öο eα), auch Dramen („Müusotte“,
1891). Seine „Gesammelten Werke“ deutsch von G. Frei⸗
herrn von Ompteda (20 Bde., 1898 -1903).
Wiaupeoun (pr. mohpuh), Nicolas Charles Augustin
de, geb. en Haris, 1768 Kanzler von Frankreich, be⸗
chrankte die cge des Parlaments, nach Ludwigs XV.
Tod verbannt, geft. 29. Juli 1792 zu Thuit. — Val. Flam⸗
nermont (franz. 1884).
Maupertuis (spr. mopärtüih), Flecken in Frankreich,
ei Poitiers; 18. Sept. 13886 Sieg des Schwarzen Prinzen
ẽduard von England über den sg König Johann.
Maupertuis (pr. mopärtüih), Pierre dt Morcau
e Mathematiter, geb. 28. Sept, 1698 zu St.Malo,
eiteie 1736 die Gradmessung in Lappland, 1730 Prä—
ident der Akademie zu Berlin, gest. 27. Zuli 1749 zu
gasel. — Vgl. Beaumelle (1886), Le Sueur (1897).
Mauren, die in den Städten des e (J. d.)
ebende mohammed. Mischbevölkerung [Tafel: Men⸗
chenrassen, 86) aus Berbern und den erobernden
Nabern; in Spanien s. v. w. Araber. Die nach der
Froberung Granadas in Spanien zurückgebliebenen und
um Christentum übergetretenen Araber hießen Moriscos;
hurch Philipp II. 1600 aus Spanien vertrieben.
Manrenbrecher, Wilh., Geschichtschreiber, geb.
21 Dez. 1838 in Bonn, 1867 Prof. in Dorbat, 1869 in
dönigsberg, 1877 in Bonn, seit 1884 in Leipzig, gest. das.
z. Rop. 1892; schrieb; „Karl V. und die deutschen Pro—
estanten“ (1865), —— der kath. Reformatlon“
Bd, T, 1880), „Vie preuß. Kirchenpolitik und der Kölner
dirchenstreit“ (1881), „Gründung des Deutschen Reichs“
a. Aufl. 1002) u. a. — Bgl. Wolf (1893).
Maurenkappe, s. Morion [Abb. 1197].
Maurepas (spti. mor'pä), Ican Frederic Phelippeaur,
Vraf von, franz. Staatsmann, geb. 9. Juli 1701. unter
udwig XV. Minister des Secwesens, 1749 vom Hofe ver⸗
viefen] unter Ludwig XVI.1774 erster Minister, stellte die
Zarlamente wieder her, gest. 21. Nov. 1781.
Manrer, zu den Bauͤgewerken gehöriger Handwerker,
em die Herstellung, das Ausbessern, Verputen ꝛc. des
Mauerwerts obliegt, früher zünftig und an Befähigungs⸗
sachweis gebunden; in Osterreich noch jetzt konzefsions
„flichtig. Im Deutschen Reich gab es (1895) 71836
Manrecbetriebe (darunter 89784 Hauptbetriebe) mit
83 228 beschäftigten Personen (davon 20785 weibliche).
n Wenzel (12. Auft. 18902). Opderbecke (3. Aufl. 1806)