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nisia zu Halikarnassos riget prachtvolle Grabmal (Aus
zrabungen 1857); daher heute noch Name für prächtige,
meist fuͤrstl. Grabmäler (. B. im Schloßpark zu Chäar—
otteuburg). sfreundliches Wesen.
Maufsaderie (ftz., spr. moßad'rih), Widrigkeit, un—
Maut, s. v. w. Zoll, Zollamt.
Mauthner, Fritz, Schriftsteller, geb. 22. Nov. 1849
zu Hokitz (Böhmen), lebt seit 1876 in Berlin; schrieb die
parodistischen Studien „Nach berühmten Musiern“ (1879
u. 1880; Gesamtausg. 1898), den Novellenzyklus,„Die
Sonntage der Baronin“ (1880), Romane (, Der neue
Ahasver“, 1882; „Berlin W“, 3 Tle. 1886; „Kraft“,
1894; „Die bunte Reihe“, 1806, 2c.), „Beiträge zu einer
Kritik der Sprache“ (5 Bde., 1901 8) u. a.
Mautner, Eduard, Dichter, geb. i8. Nov. 1824 zu
Pest, Beamter an der Wiener Bibliothek, gest. 2. Juli
1i889 in Baden bei Wien; schrieb Dramen (Das Preis—
lustspiel“, 1851; „Eglantine“, 1868, 2c.), Erzählungen
und Gedichte. [Tauge nichts
Mauvais sudet (frz., spr. mowäh ßüscheh), s. v. w
Mauvein, Rosolan, Anilein, Auilinvioleit, Chrom—
ziolett, der aus toluidinhaltigem Auilin durch Chromsäure
gewonnene erste künstliche Farbstoff, der in den Handel
fam; färbt rotviolett, wird nur noch wenig verwendet.
Mauvillon (spr. mowijong), Jak. Schriftsteller, geb.
3. März 17483 zu Leipzig, Offizier, zuletzt Lehrer am Ca—
rolinum in Braunschweig, gest. 11. Jan. 1794; verfaßte
nit Mirabeau „Die preuß. Vhnehi unter Friedrich II.“
4 Bde., 1793095), die „Physiokrat. Briefe“ (1780) u. a.
Maviti, Kaffernstamm, s. Mafiti.
Mavlus, richtiger Mevius, röm. Dichter, s. Bavius
Mavors, s. Mars.
Mavrika, griech. Gebirge, s. Othrys.
Mavronmero, griech. Fluß, s. Kephisos.
Mavron Oros, Gebirge im Peloponnes, 1759 m.
Max, Gabriel von, Maler, geb. 28. Aug. 1840 zu
Prag, lebt, seit 1900 geadelt, in München; malte außer
weiblichen Studienköpfen und Illustrationen zu deutschen
Klassikern die Hauptbilder: Müärtyrerin am Kreuz (1865),
Licht (1871), Ein Gruß (1874), Löwenbraut (nach Cha—
misso, 1876), Aung Kath. Emmerich (1880, ren
Vivisektor (1883), Christus heilt ein Kind (1484, Ber—
lin), Verurteilte Christinnen (14890) und mehrere Ma—
donnen; eigenartig sind seine Affenbilder. — Val. Mann
2. Aufl. 1890).
Maxau, Weiler im bad. Kr. Karlsruhe, r. am Rhein,
900) 250 E., Eisenbahnschiffbrücke nach Maximiliansau.
Mardor, n bayr. Goldmünze S 12 M.
Maxen, Vorf in der sächs. Kreish. Dresden, (1900)
777 E.; hier 21. Nov. 1759 Gefangeunahme des preuß.
—D—
Maxentius, röm. Kaiser, Sohn Marimians, 306
»on den Prätorianern zum Kaiser erhoben, 27. Okt. 312
»on Konstantin d. Gr. bei Rom besiegt, ertrank im Tiber.
Marhütte (Maximilianshütte), bedeutende Eisen—
und Stahlwerke im bayr. Reg.⸗Bez. Oberpfalz. Aktien⸗
Jesellschaft, Direktion in Rosenberg bei Amberg.
Maxiiio (lat.), Kinnlade, Kiefer; maxillar, auf den
Obers oder Unterkiefer sich beziehend.
Marim, Hiram, Ingenieur, geb. b. Febr. 1840 in
Sangersville (Nordamerika), Gasingenieur, Erfinder auf
dem Gebiete der elektr. Beleuchtung, donstruierte 1883 in
London eine automatische Mitrailleuse (s. Maschinengewehr),
später ein Gasgeschütß, eine pneumatische Dynamitkanone,
rine Flugmaschine sTafel; Luftschiffahrt D, Mu. a.
Marimal (lat.), in Zusammensetzungen das Größte,
Höchste, Außerste B. Marimalbetragh, im Gegeusatz
iu Minimal, dem Kleinsten, Niedrigsten.
Marimalarbeitstag, s. Normalarbeitstag.
Marxime (frz.), Grundsatz für das eigene Handeln;
Denkspruch. J Igewehr.
Maximgeschutz (Marimntitrailleuse), s. Maschinen—
Marimianus, Gaius Aurelius Valerius, genannt
Herculius, röm. Kaiser, aus Sirmium, von Diokletian
288 zum Cäsar, 286 zum Augustus erhoben, erhielt bei
der des Reichs 292 Afrika und Italien mit der
Residenz Mailand, legte 305 die Augustuswürde nieder,
nahm sie 306 mit seinem Sohne Marentius wieder an.
Nach einem Zerwürfnisse mit seinem Sohne flüchtete et

u seinem — Konstantin d. Gr., zettelte gegen
iesen eine Verschwörung an, deshalb 310 getötet.
Maximilian J. deutscher Kaiser (4493 — 1618),
jeb. 22. Maͤrz 1458, Sohn Kaiser Friedrichs III., erwarb
zurch seine Vermählung (1477) mit Marig von Burgund
die burgund. Besitzungen, 1486 röm. König, folgte 1408
einem Vater als Kaiser, in zweiter mit Blanca Sforza
»on Mailand vermählt, führte lange Kriege mit Karl VIII.
ind Ludwig XII. von Frankreich um Maland und Neapel.
inter ihm wurde 1494 der Ewige Landfrieden exxichtet,
Deutschland in sechs, später zehn Kreise geteilt, das Reichs⸗
ammergericht eingesetßzt u. a., auch errichtete er stehende
Truppen (Landsknechte) und war ein Freund der Künste
ind Wissenschaften, auch selbst Schriftsteller (s. Weiß⸗
unig); unter ihm rissen sich 1499 die Schweizer vom
steiche los, dagegen erwarb er Tirol, Görz, Gradisca, 1607
Teile von Bayern und bereitete die Erwerbung von Spa⸗
nien, Böhmen und Ungarn für sein Haus vor, gest. 12. Jan.
15319 zu Wels. — Vgl. Bachmanu (2 Bde. 1884 91),
Umann (1884-91), Heyck (1898), Jansen (1905).
Maxinmtilian ti., deutscher Kaiser (166476),
jeb. 31. Juli 1527 zu Wien, Sohn und Nachfolger Fer⸗
inands J., 1648-51 Regent in Spanien, 16568 König
»on Böhmen und röm. König, 1668 König von Ungarn,
564 Kaiser, duldete den Prolestantismus, gest. 12. Okt.
5716. — Bgl. Hopfen (1895), Holtzmann (1903).
Marimilian I., Kurfürst von Bayern (15974
651), geb. 17. April 1573 zu Landshut, Sohn Herzog
Wilhelms V., übernahm 1597 nach Abdankung Pnd Ba⸗
ers die Regierung, stellte sich 1600 an die Spitze der
rath. Liga; im Vreißigjähr. Kriege mit Kaiser Ferdi⸗
iaud, II, gegen Friedrich V. von der Pfalz verbuͤndet,
rhielt 1628 dessen Kurwürde, bewirkte 1630 Wallensteins
Absetzung, kämpfte 1637238 am Oberrhein gegen Schwe⸗
den uund Franzosen, erhielt im Westfäl. Frieden die
Oberpfalz und Cham, gest. 27. Sept. 1651 zu Ingol⸗
tadt. — Biogr. von Schreiber (1868), Stieve (1882).
Maximillian (II. Emanuel, Kurfürst von Bayern
1679 1726), geb. 1662, Sohn und Nachfolger des Kur⸗
ürsten Ferdinand Maria, kämpfte 168388 gegen die
dürken, 1690 Befehlshaber des Reichsheers am Rhein
jegen die Franzosen, 16091 —99 span. Statthalter in den
NRiederlanden, kämpfte daun als Verbündeter Frankreichs
n Süddeutschland und Tirol gegen den Kaiser, wurde
704 bei Höchstädt geschlagen, 1706 geächtet, kam erst
1714 wieder in Besitz seiner Lünder, e 26. Febr. 1726.
Vgl. Ruith (1889), Landmann (1898 u. 1901).
Marimilian (III.) Joseph, Kurfürst von Bayern
1745— 77), geb. 28. März 1727, Sohn Kaiser Karls VII.
utsagte 28. April 1745 im Vertrage zu Füssen allen An⸗
pruchen auf Osterreich, begünstigte die Wissenschaften (1769
Stiftung der Akademie zu Muͤnchen), gest. zö. Dez. 1777
ils der letzte der jüngern Hauptlinie ——
Maximilian J. FJoseph, König von Bayern, geb.
7. Maĩ 1756, Sohn des Pfalzgrafen Friedrich von Pfalz⸗
zweibrücken-Birkenfeld, folgte J. April 1795 seinem Bru⸗—
„er, dem Herzog Karl 1II. von Zweibrücken, nach Karl
Theodors Tode 1799 Kurfürst von Bayern, trat 1808
dem ehind bei, nahm 1. Jan. 1806 den Königstitel
an, schloß sich 8. Okt. 1813 den Alliierten an, führte in
Bayern 3 Reformen durch, gründete die Akademie
der Künste, gab 26. Mai 1818 eine Verfassung, gest. 13. Olt.
825. — F Söltl (1837), Lerchenfeld (1834).
Maximiltan 11. Joseph, König von Bayern
1848 -64), geb. 28. Nov. 1811, Sohn König Ludwigs J.,
842 vermählt mit Prinzessin Maria von Preußen, übernahm
0. März 1848 nach Abdankung seines Vaters die Regierung,
iberaler Regent, verfolgte den Plan, in Deutschland einen
Bund der Mittel- und Kleinstaaten unter Bayerns Führung
u exrichten, Freund der Wissenschaften, ggst 10. Maͤrz 1864
u München. — Vgl. Hauff (1864), Söltl (2. Aufl. 1867).
Marxintilian Joseph, Herzog in Bayern, geb,
. Dez. 1808 zu Bamberg, Eohn des Herzogs Pius August
gest. 3. Aug. 1837), seit 1828 vermählt mit Ludovica,
kochter des Königs Maximilian Joseph, bereiste den Orient
Beschreibung 1839), gest. 16. Nov. 1888; schrieb Drama⸗
isches und Rovellistisches unter dem Namen Phantasus.
Maximiltan Heinrich, Kurfürst von Köhn (1650
38), geb. 1621, Sohn Herzog Albrechts VIJ. in Bayern,