650 Kurfürst von Köln und Bischof von Lüttich und
Hildesheim, schloß 1668 mit Ludwig XI. ein Bündnis
ind fiel mik ihm in die Niederlande ein, gest. 3, Juni 1688.
Maxinmillan Franz, Taver Joseph, letzter Kur⸗—
ürst von Köln (1784 1801), geb. 8. Dez. 1756, jüng—
ster Sohn Franz' T. und Matia Theresias, 1768 Hoch—
und Deutschmeister, 1784 Kurfürst von Köln und Bischof
»on Muͤnfler, gest. 27. Juli 1801 zu Hetzendorf,
Marimilian, Ferd. Jos., Erzherzog von sterreich
ind Kaiser von Meriko (1864 - 67), geb. 6. Juli 1830
zu Wien, zweiter Sohn des Erzherzogs Franz Karl, för—
derte als Konteradmital (1884) die öͤsterr. Marine, 1857
—639 Generalgouverneur des Lombard.⸗Venet. König⸗
reichs, 27. Zuůli 1857 vermählt mit Charlotte . dy)
on Belgien, nahm 1863 die ihm auf Betreiben Frank—
eichs angetraͤgene Kaiserdrone von Mexiko an, hielt 12. Juni
1864 feinen Einzug in Mexiko, konnte die unter Juarcz
ämpfende republitänische Partei nicht zur Unterwerfung
ringen; nach Abzug der Franzosen von den Republikanern
n. Queretard eingeschlossen, gefangen und 18. Juni 1867
erschossen in der Kapuzinerkirche zu Wien 1868 beigesetzt;
chrieb: „Aus meinem Leben“ (1867), „Mein erster Aus⸗
lugꝰ (1868). - Biogr. von Hellwald (1869); val. ferner
Schmit von Tavera (1903).
Marimiliansbahn. N) Bayr. M., bayr. Staatsdahn
 Ulm-Augsburg⸗ München-Rosen⸗
jeim⸗Freilassinng- Grenze bei Salzburg⸗
jofen. — 2) Pfaͤlz. M. Linie Neustadt⸗
Peißenburg der Pfälz. Eisenbahnen.
Wadimistaudavate s. Martins⸗
nand.
Maximilianshũtte, s. Marhütte.
DHarimiliansorden, bayr. Orden
ur Wisfenschaft und Kunst, 28. Pov.
853 von König Marimiliau TI. gestiftet,
18. Dez. 1886 mit neuen Statuten ver⸗
sehen; Ordeuszeichen ein blau emaillier⸗
es, bekröntes, mit einem goldenen Kranz
sinterlegtes got. Kreuz mit je einem Strahl in den vier Win⸗
ein; Odensband blau mit weißer Einfassung [Abb. 1152]
Maximilianstürme, Liuzer Türme, nach dem Vor⸗
chlag des Erzherzogs Maximiliau von Este (kaiserl. Ge⸗
ieralfeldzeug⸗ und Großmeister des Deutschen Ordens in
Sfterreich, geb. 14. Juli 1782, gest. 1. Juni 1868) um
Ziug 1828-36 erbaute Türme, die ein großes verschanztes
dager einschließen, seit der Einführung schwerer gezogener
heschüe bedentungslos und aufgegeben.
Miariminus, Gaius Julius Verus, der Thrazier
7Thrax), 235 vom Heere zurn rönt. Kaiser ausgerufen,
238 bei der Belagerung von Aquileja von seinen Soldaten
mordet. — Gajus Galerius Valerins M., genannt Daja
»der Daza, ein Illyrier, von Galerius 806 zum Cüsar
ernannt, nahm 308 den Titel Augustus an, April 318
don Licinius bei Perinth geschlagen, gest. zu Tarsus.
Maxtmum (late), das Größte, der höchste Wert. im
Begensatß zu Minsmum, dem Kleinsten. —
Baronierrisches Mi., s. Luftwirbel [Abb.
n80). [mometer.
Vtarimumthermometer, s. Ther⸗
Max⸗Joseph⸗Orden bayr. Orden
für Mistärverdienst, mit persönlichem Adel
oerbunden, 1. Jan. 1806 von König Mari⸗
milian J. Joseph gestiftet; Ordenszeichen
rin weiß emailliertes goldenes Kreuz niit
dlauem Mittelfchild; Ordensband schwarz
nit blauweißem RKandstreifen Abb.
Maxweil, James Clerk, Vhysiker, geb,
— als 1183. Marx—
Prof. in Cambridge; schrieb: „Theory of gJoseph⸗ Orden.
ent (10. Aufl. 1802; deutsch 1878), „4
iee on eιιιιν ι ιεανεαιεαν“ (3. Aufl. 1802
heuisch 18863), Matter and motion (0876; deutsch
i881). — Biogr. von Campbell und Garnctt (2. Aufl.
18845, Boltzmann (2 Tle., 1891 -93)3.
VBlaxwell, Mary Eusabeth, Schriftstellerin, s. Braddon.
Mayg, Indianerstamm in Hucatan und den benach⸗
zatten Teilen Tabascos und Guatemalas, mit eigener
Sprache und merkwürdigen Resten früherer, Kultur, die
Jet mexikanischen durch die Fülle der virditekturdenkmäler

151

May
eind die Eutwicklung der —S d.) über⸗
egen war; jetzt chruͤstlich. (S. auch Mayavölker.)
Aayũ, in der wedischen Religiön, s. Maja.
Manygaguez (spr. gehs), Hafenstadt auf der Insel
Portoriko, (1809) 15 187 E.; Ausfuhrhandel.
Maygahieroglyphen, die der Maya
s. d.). An ihrer Entzifferung arbeiteten de Rosny, Förste—
nanu, Seler u. g. — VBal. auch Brinton (engl., 1805).
Mayapan, früher Nißßeg der Herrscher des jetzigen
merik. Staates Yucatan, Ruinenstätte.
Mayavölker, sprachverwandte Stümme auf der Halb⸗
nsel Yucatan, in Guatemala, Chiapas, Tabasco, Teilen
»on Salvador und Honduras, zerfallen in die Mam—
guppe, die Quichegruppe, Pokonchigruppe. Tzentalaruppe,
Maya (s. d.), Hüarteca.
Manbach, Albert von, Staatsmann, geb. 29. Nov.
822 zu Werne in Westfalen, 1874 Präsident des Reichs—
isenbahnamtes, 1878 preuß. Handelsminister, 1879 —91
Minister der öffentlichen Arbeiten, führte die Verstaat—
ichung der Privatbahnen — 1882 93 Mitglied des
»xcuß. Abgeordnetenhauses, gest. 21. Jan. 1904 in Berlin.
Manbole (spr. mehbohl. Stadt in der schott. Grafsch.
Ayr, unweit des Firth of Elyde, (1901) 3802 E.
Mayen, Kreisstadt im preuß. Reg.⸗Bez. Koblenz, an
er Rette, im Mayjfelde, (1800) 11961 (1905: 13 464) E.
Vmtsgericht; Basaltlava-, Daqhschieferbrüche.
Mayenfeld, Stadt in Graubünden, s. Maienfeld.
Mayenne (spr. malenn), Fluß im nordwestl. Frank—
ceich, entspringt im Dep. Orne, wird bei der Stadt M.
schifbar, verelnigt sich oberhalb Angers mit der Sarihe,
mündet als Maine (s d. in die Loire. — Danach benannt
das Dep. M., westl. Teil der Prov. Maine und der
nördl. von Anjou, 5212 qkm, (1901) 3183 103 E.; Haupt⸗
fadt Laval. — Die Stadt M., an der M., 10125 E.
Mayenreuß, Fluß, s. Meienreuß.
Mayenwaud, s. Maienwand.
Mayer, Adolf Eduard, Agrikulturchemiker, geb.
). Aug. 1843 in Oldenburg, seit 1876 Prof. an der
söhern landw. Schule in Wageniugen (Holland); schrieb:
Lehrbuch der Agrikulturchemie“ (A. Aufl. 1894), „Lehre
on den chem. Fermenten“ (1882), „Lehrbuch der Gärungshemie“
 Aufl. 1879) ꝛc.
Mayer, Karl, Dichter, geb.22. März 1786 zu Neckar—
zischofsheim, Oberjustizrat in Tübingen, gest. das 25. Febr.
876; schrieb: „Lieder“ (8. Aufl. 1864), „L. Uhland,
rine Freunde und Zeitgenossen“ (2 Bde., 1867) u a.
Mayer, Otto, Jurist, geb.29. März 1846 in dr
882 Prof. in Straßburg, Ih 1903 in Leipzig; D
Theorie des franz. Verwaltungsrechts“ (1886), Deut—
cheß Verwaltungsrecht“ (2 Bde., 18935-896; auch franz.,
Bde., 1903 —4), „Justiz und Verwaltung“ (1902),
„Die Entschädigungspflicht des Staates nach Billigkeits—
cecht“ (1904) u. a., Mitherausgeber des „Archips für offent⸗
iches Recht“ (1886 fg.).
Mayer, Rob. von, Arzt und Naturforscher, geb. 25. Nov.
1814 zu Heilbronn, gest. das. 20. März 1878, der Ur—
jeber s mechan. Kaquivalents der Wärme und des Satzes
hon der Erhaliung der Energie; schrieb; „Die Mechanik der
Wärme“ (8. Aufl. 1893). — Val. Dühring (2 Tle. 1880 —
95), Weyrauch (1880), Groß (1898), Friedländer (1905).
Mayerliug, Dorf in Niederösterreich, Bezirksh. Baden,
im Wiener Wald, an der Schwechat, (1800). 114 E.
Karmeliterinnenkloster (früher Jagdhaus, in dem Krouprinj
Rudolf von sterreich 30. Jan. 1889 starb).
Mayfair (spr. mehfähr), vornehmer Stadtteil Londons
zstl. vom Hydeparl.
Maufeld, Landstrich in der Eifel, s. Maifeld.
Maynooth (spr. mehnuhth), Stadt in der Wihen
Brafsch. Kildare, am Königskanal, (1001) 948 6E.;
rößtes kath. Priesterseminar Frlands (St. Patriee oei
ego), 17965 gegründet.
Mayo (sprameẽoh), Grafschaft in der irischen Prov.
Fonnaught, 5507 4km, (1801) 202627 E., Hauptori
Mayon, Vulkan, s. Abbay. Eastlebar.
Mayonmnaise Irz., spr. majonnähs'), Sauce aus Ei—
yottern, Ol, Essig, Senf u. a. zu kaltein Gefluͤgel, Fifch etc.
Mayor (sprijmeer), in Großbritannien Lin London,
Dublin und Vork Lord M.) uud Nordamerika die oberfte
Magistratsverson einer Stadt. Bürgermeister.