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Manyotta, östlichste der Comoren, franz. Kolonie, 366
Xm, 18000 E., mit Dependenzen (Protektorat der übrigen
Tomdren, Gloriosoinseln) 1978 4km, 88 000 E.; Handel
s. Beilage: Afrika; Hauptort Dsaudsi, Haupthandelsplatz
Mfapure; seit 1841 französisch.
Mayr, Georg von, Staatsmann, geb. 12. Febr. 1841
in Würzburg, 1868 Prof. der Staatswissenschaften in
München, 1872 Rat im Ministerium des Innern, 1878
Es7 Unierstaatssekretär für Elsaß⸗Lothringen, 1898 Prof.
in München; schrieb: „Gesetzmäßigkeit im Gesellschaftsleben“
 (1877), .„Theoretische Statistik“ (1898), „Be—
völkerungsstatistik“ (1807) u. a., seit 1890 Herausgeber
des „Allgemeinen statist. Archivs“.
Mayrhofen, Ort, s. Mairhofen.
Mazaghan, Seestadt in Marolkko, s. Masagan.
Mazagran frz., spr. sagraͤng), Getränk aus schwar—
em Kaffee, Selterswasser, Eis und Fegnn
Mazama, die Gabelantilope (s. Antilopen).
azama hirsage Gruppe zierlicher amerik. Hirsche.
Bekannteste Art der i e (pirginischer Hirsch, s.
dirsche und Tafel: Amerikanische Tierwelt, 8
Mazamiet (spr. sameh), Stadt im franz. Dep. Tarn,
in der Arnette, (1901) 18978 E.; Wollspinnerei.
Mazanderan, pers. Provinz, s. Masenderan.
Mazarin (spr. säräng), Jules, eigentlich Mazarini,
franz. Staatsmann, geb. 14. Juli 1602 zu Rom oder
Piscina, Geistlicher und päüpstl. Diplomat, seit 1639 in
franz. Bienst, 1641 Kardinal, während Ludwigs XIV.
Minderjährigkeit neben der Königin- Mutter, Aunga von
Osterreich, einflußreicher Regentschaftsrat, vollendete die
von Richelieun gelegte Grundlage zu der Monarchie Lud⸗
wigs XIV., gest. d. März 1661 zu Vincennes. Briefe,
h9. von Chtruel (8 Bde. 1872-95). — BVgl. Cheruei
an— 3 Bde., 186283), de Cosnac (franz. 2 Bde.,
i802), Hassall (engl. 1903).
Mazarroön (Almazarron), Stadt in der span. Prov.
Murcia, nahe der Meeresküste, (1900) 23 284 E., Hafen;
Eisen⸗, Kupfer⸗ und Bleibergwerke.
Mazas (spr. masaß), ehemal. Zellen⸗ und Unter—
paeutngei in Paris.
azatenango, Stadt in Guatemala, 10000 E.
Mazatlän, Hafenstadt im merik. Staate Sinaloa,
1900 17 882 E., wichtiger Handelsplatz am Stillen Ozean.
Mazedonianer, die Auhänger des Patriarchen Ma—
redonius von Konstantinopel (341360), auch Pneuma⸗
tomachen genannt, weil sie die Wesensgleichheit des Hei—
ligen Geistes mit Gott Vater und —* bestritten.
Mazedonlen, die nordöstl. von Thessalien sich fort⸗
setzende Landschaft der Balkanhalbinsel Karte: Balkan—
halbinsel 1II. Die Südgrenze, der Olhmp und die Kam—
—5— Berge, ist stets dieselbe geblieben, sonst hat sich
die Grenze namentlich nach N. und O. stark veraͤndert;
fruchtbar, reich an Bergwerken und Naturprodukten. Haupt⸗
ströme der Häliakmon (Vistrica), Axios (Wardar), Stry—
mon (Struma). Hauptstädte waren nacheinauder desa,
eit Archelaus Pella, unter den Römern Thessalonike. Die
Mazedonier waren den Fuge wahrscheinlich nicht stamm⸗
verwandt. Als erster König M.s wird Perdikkas T. genannt
(um 700 v. Chr.). Alexander J. (408 -454) ward 493 Wehr
den Persern unterworfen, aber 479 nach der Schlacht bei
Platäu wieder frei. Perdikkas II. (4182418) stand im
Peloponnes. Kriege auf Seite der Spartaner; Archelaus
522 bewies sich als trefflicher Regent; Philipp II.
359 336) v. Chr., bemächtigte sich durch die Schlacht von
Chäronea 338 Griechenlands; sein Sohn Alexander (336
—323) erhob M. zuni Mittelpunkt der Weltherrschaft. Nach
seinem Tode ward M. eins der Diadochenreiche, hatte aber
durch on Wechsel der Herrscher und zahlreiche Kriege zu
leiden, und erlag im Kampfe mit Rom (197 Schlacht hei Ky⸗
noslephalä, 168 bei Pydna), 146 v. qpr. machten es die Römer
zur Provinz. Feec Die Alte Welt L bei Altertum.]
beg 395 n. Ehr. kam es zum Oström. Reiche, fiel im
14. ahrh. unter die Herrschaft der Türken und bildet jetzt
die türk. Wilagjets Saloniti und 775 Teil Monastir und
Kosowo. Seit 1893 fast jährlich Aufstände gegen die türk.
Herrschaft; durch Einschreiten Rußlands und Osterreichs
wurde 1903 der Sultan zu Verbesserungen der Verwal—
tung genötigt. Durch eine Flottendemonstration erzwan—
gen die Großmächte 1905 eine internationale Finanzkoütrolle

1 M. — Vgl. Flathe (2Bde. 1832 —34), Naumann (1894),
Dbherhummer (1898).
Mazedo⸗Walachen, s. Zinzaren.
Mazenderan, pers. Provinz, s. Masenderan.
Mazeppa, Joh. russ. Iwan Stepanowitsch Masedva,
dosakenhetman, geb. um 1646, Jage König Johann Ka⸗—
imirs von Polen, wegen eiues Liebesabenkeuers mit der
Frau eines poln. Edelmannes von diesem nackt auf sein
igenes Pferd gebunden und dem Schicksal preisgegeben,
am 1663 in die Ukraine, ward Hetman, Vertrauter Peters
)». Gr., konspirierte dann gegen diesen mit Karl XI. von
-Schweden, floh mit letzterm nach der Niederlage bei Pol⸗
awa nach Bender, gest. das. 22. Sept. 1709. Epos von
Byron und Puschkin, Drama von Gottschall und Skowacki.
— BVgl. Umanez (xuss., 1807).
Mazeration, Mazerieren (lat.), die länger dauernde
kinwirkung einer Flüfsigkeit (Wasser, Alkohol, AÄther,
Zäure u. a.) auf eine Ie Substanz bei ———
Temperatur. Die durch M. erhaltene Flüssigkeit heißt in
»er Pharmazie kalter Aufguß. Mazerieren mit Erwär—
nung heißt Digerieren (s. d.).
Mazöcha, Erdfall bei Blansko in Mähren.
Majuranitc (spr. schüranitsch), Jvan, kroat. Dichter
ind Staatsmann, geb. 11. Aug. 1814 zu Novi, 1873
—-80 Banus von Kroatien, gest. 3. Aug. 1890; schrieb
das Epos „Der Tod des Smail Aga Tengit“ (1857;
eutsch 1874), Ergän ung zu Gundulies „Osman“ u. a.
Mazurka, s. du a.
Mazza, s. Matze.
Mazzära del Vallo, Hafenstadt auf Sizilien, am
zlußß M., (18901) 20 130 E. eege
Mazzarino, Stadt auf Sizilien, (10019 16366 E.;
Mazzini, Giuseppe, ital. Agitator, geb. 22. Juni
805 zu Genua, Rechtsanwalt, als Mitglied der Carbo—
iaria 1831 verbannt, gründete 1831 zu Marseille den
sveheimbund des Jungen Jtalien“ zur Herstellung einer
zeeinigten Republik Italien, lebte dann in der Schweiz
ind London, 1849 einer der Triumvirn Roms, flüchtete
vieder nach London, wo er ein europ. Revolutionskomitee
zründete und neue revolutionäre Bewegungen in Italien
hetrieb; 1866 amnestiert, kehrte er 1870 nach Italien
urück, gest. 10. März 1872 zu Pisa. „Seritti“ (1861-91),
Auswahl 53 1868). — Bgl. Graf Schack (1891),
Fruber (ital. 2. Aufl. 1802), Donaver (ital., 1908), Luzio
ital., 1906), Manigliano ital., 1905).
Mazzocchio (ital., spr. ocklo), Haarwulst; Wulst⸗
aube mit einer aun einer Seite lang herabhängenden sog.
?endelbinde, gebräuchlich im 15. und 16. Jahrh.
Mazzola, ital. Maler, s. Parmeggianino.
Mazzolini, Lodovico, Maler der Schule von Fer—
ara, geb. 1479, gest. 1528; kleine Bilder mit Szenen
us dem Leben Christi, so bes. Darstellung im Tempel.
Mazzoth chebr.), s. Matze.
Mazzuvla (Mazzola), ital. Maler, s. Parmeggianino.
VI. B., Abkürzung, für lat. Medicinae Baccaisuréus,
ag Bachelor of Meédicine, der unterste Grad der mediz.
*Ktultät in England. [s. v. w. Mpapua.
Mbambwa, Militärstation in Veutsch-Ostafrika,
VRbomu, r. Nebenfluß des Uklle.
Mbuinu, der gemeine Affenbrotbaum.
Me, Abkürzung für Mac —* die mit Me .... be⸗
annenden Namen sind unter Mac zu suchen. Konto).
m. o., Abkürzung für mio odopto (ital., d. h. mein
. O. in Amerika Abkürzung für Member of Congress
ugl., d. h. Acagrese ien I(cital.), rechte Hand.
m. d. in der Musit Abkürzung für mano destra
d. urzug des nordamerik. Staates Maryland.
M. d. R. ⸗ Mitglied des (Deutschen) Reichstägs.
m. d. s. auf, Rezepten Abkürzung für mißco, da,
zus (lat.), mische, gib, bezeichne.
Me, japan. Gewicht, s. v. w. Monineh (s. d.).
Ao., Abkürzung des nordamerik. Staates Maine.
Mearim, Fluß in Nordost-Brasilien, entspringt auf
)»er Serra do Negro, mündet, 900 xm schiffbar, in die
Bai von San Luiz.
Mearns (spr. mihrns), schott. Grafschaft, s. Kincardiue.
Meat (engl., spr miht) Vleisch als Speise. M.Bisnit,
 Tafelbouillon; preserrod m.. kon⸗
eryiertes Fleisch zum Export.