Meath (spr. mihth), East Meath, Grafschaft der iri⸗
chen Prov. deinster, 2347 qk, (1901) 67 468 E., Acker⸗
»au und Viehzucht; Hauptstadt Trim.
Meaur (sor. ohß. Stadi im franz. Depart. Seine⸗-et—
Marne, an der Marue, (19001) 18 600 E.
Mechanik (grch.), die — von dem Gleich—
gewichtef. d.) und der Bewegung (s. d.) der Körper mittels
er Krüfte, zersäilt in Statit Lehre vom Gleichgewicht) und
dhnamit oder Kinetit (Lehre von der Bewegung). Die
angewandte M. behandelt die Konstruktion von Bau—
werken und Maschinen. Die allgemeine M. wird, wenn
theoretisch behandelt, auch analytische M. genannt. In be—
zug auf de drei Aggregatzustände hat man Geo-M. (feste
störper), Hydro⸗M. — Körper), Aero-⸗M. (Gase), die
man wieder in Geostatik und Geodynamik, Hydrostatik und
dhdrodynamit, Aerostatik und Aerodynamik teilt.
Mechanfker, Mechanikus, Verfertiger mathem. und
ohysik. Apparate utechãnisch, zur Mechanik gehörig; ma—
hinenmäßig; gedankenlos.
Mechanische Vhilosophie, s. v. w. Atomistik.
Bechanifches Aquivalent der Wärme, die
Arbeitsmenge von 425 Kilogrammeter, die nötig ist, um
die Wärmeeinheit (1 Kalorie) zu erzeugen; von Rob. von
Mayer zuerst erkannt und bestimmt.
Mechanisches Aquivalent des Lichts, die Ar—
deitsmenge, die der von der Lichteinheit in der Zeiteinheit
droduzierten Energiemenge entspricht. Sie beträgt 15,45
Milligrammzentimeter für eine Fläche von 1 gem, die in
ser Futfernung von Ian von 1 Normalkerze bestrahlt wird.
Mechanische Wärmetheorie oder Thermodynamik,
die Lehte von den Beziehungen der Wärme zu mechan.
Arbeit“ bei solchen Vorgängen, wo entweder Arbeit in
Warme oder Warme in Arbeit verwandelt wird; wichtig
sur die Theorie der Wärmemotoren. Daß Wärme und
irbeit äquipalent sind (s. Mechanisches Aquivalent der
Waͤrme), entdeckte Rob. von Mayer (. d.).
Mechanismus (grch.), die innere Einrichtung einer
Maschine, das Jneinandergreifen der Teile, Triebwerk.
Mechanotherapie sg Behandlung der Krank⸗
eiten durch Heilgynmastit und Massage.
Mechanurgie (grch.), die Lebre von den unblutigen
Operationen.
Mechelin, Leo, finnländ. Jurist, geb. 24. Nop. 1880 in
Frederitshamn, 1867 —72 Direktort der döreningsbank,
874 Prof. des Staatsrechts in Helsingfors, seit 1872 Mit⸗
glied des Landtags (liberal), 1882-90 Chef des Finanz⸗
zepartements, 1903 zeitweilig ausgewiesen; schrieb: „Staats⸗
echt des Großfürstent. Fiunland (18809).
Mechein, srz. Malines, Stadt in der belg. Prov.
Ammwerpen, an der Dyle, (1804) 58 101 E.; Kathedrale
12. bis 18. Jahrh.), Stadthaus, Johanniskirche uud
Acbfrauenkirche Eifenbahnwerkstätten, Industrie in Spitzen,
Hüten, Wollwaren, Teppichen.
Miechernich, Vorf im preuß. Reg.-Bez. Aachen, (1908)
1353 E.; Blei⸗, Kupfer⸗ und Eisenerzgruben.
Mechitaristen, Kongregation ier Christen,
701 zu Konstantinopel von Petro Mechitar (geb. 1676 zu
Sebaste, gest. 1749) gegründet, 1712 von Clemens XI. be⸗
tätigt, seit 1717 Mi der Infel San Lazzaro zu Venedig
d feit 1810 auch in Wien, sehr verdient um die
ritische Herausgabe altarmenischer Werke. — Vgl. Scherer
tz. Auͤfl. 1892), Kalemkiar (1808).
Pechlinet (fpr. mecklinett), sJ. Kettengaze JAbb. 814)].
Hechthiid, alte Form des Namens Mathilde.
echulle (hebr), fertig, bankrott, ruiniert,
Meckel, Joh. Friedr., Anatom, —8— 17. Olt. 1781
u aler Pof dafeosi, gesn z1, Olt. 1883. um die
ergleichende Anatomieverdient; schrieb: „System der
hergleichenden Anatomie“ (6 Tle., I821 - 33),, Hand⸗
ugie Anatomie“ (a Bde., 181218) u. a.
ecklenburg, zwei Großherzogtümer und Bundes⸗
Jaaten des Deutschen Reichs Karte: stordwestdeutsch⸗
ande u d. dei Hannober]. ) M. Schwerin, 13162 Ixm,
19800) 607770 E. (8124 Katholiken, 1763 Israeliten)
(1905) 621881 S, an der Ofisee und Elbe, vorwiegend
Flachland, durchfchnitten von der Medlenb. Seenplatte
Pbis 140 in hoher, breiter Landrücken), mit über 300
dandfeen (Muͤritzfee 133 g9km, Schweriner See 614*m);
eee lbe Siepenisß u. a.: Ackerbau Iss. Bei—

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Mec

age: Deutschland] und bes. Viehzucht bedeutend. An
»er Spitze der Verwaltung vier Ministerien; ein all⸗
gjemeines Staatsbudget besteht nicht: die Finanzverwaltung
hat drei Systeme: landesherr⸗
liche (Etat 1905/6: 16,686 Mill.
M), gemeinsame (4,706 Mill.
, darunter 334700 A für
Schuldentilgung) und rein
tündische Berwaltung (geringe
Nittel). 48 Amtsgerichte, 8
tandgerichte, 1Oberlandesge⸗
icht zu Rostock. Oberkirchen—
at zu Schwerin, Konsistorium
ind Oberes Kirchengericht zu
Rostock. 6 Reichstagswahlreise.
 Universität Rostock, 7
Bymnasien, 6 Realgymnasien 2c., 2
ꝛin Technikum. Haupt- und Residenzstaͤdt Schwerin.
2) M.Strelitz, aus rei durch M.⸗Schwerin von⸗
inander getrennten Teilen, der Herrschaft Stargard
Hzgt. Strelitz 2548 4kxn) und dem Furfient. Ratzeburg
882 ꝗ*km) bestehend, insgesamt 2930 4km (1760 qkm
Domanium), (1800) 102 602 E. (1522 Katholiken, 331
Issraeliten), (1805) 108 281 E. Haupterwerbszweig Land
virtschaft. Landetgegienung (ein Staatsminister und zwei
Räte) zu Neustrelitz; ein Etat wird nur für die landes—
errlichsständische Kasse (Zentralsteuerkasse) vorgelegt; die
Matrikularbeiträge zahlt für Ratzeburg der Landesherr
llein, für Stargard der Landesherr und die Zentral—
teuerkasse (ordentl. Einnahmen pog 4218 Mill. außer⸗
irdentl. 34000 M; Ausgaben 8,66 Mill. A). 10 Amtsjerichte,
 1 Landgericht und das mit M.⸗Schwerin gemein—
ame erdene Rostock; 1 Reichstagswahlkreis;
aneeeses Konsistorium zu Reustreligz; 8 Gyninasien,
Realschulen, 1 eiu (Mirow). Haupt⸗
ind Residenzstadt Neustrelitz.
Die landstaͤndische Verfassung (feudal-mittelalterlich) gilt
ür beide eeea an: die Landstände — caus
sitterschaft und Landschaft (47 Landstädte), der Bauern⸗
tand nicht vertreten. Das Wappen [Abb. 1164),
ie Landesfarben (Blau, Gelb, Rot), der Hausorden der
Wend. Kroñe und der Grasenorden (s. d. nebst Abb.
21) sind beiden Ländern gemeinsam. Militär beider M.
zum 8. deutschen Armeekorps gehörig): 2 Infanterieregi—
nenter (89. und 90.), 1Jagerbataillon (14.), 2 Dragoneregimenter
 (17. und 18.), 1 ieeeee (60.) und
M.Streliß) die 8. fahrende Batterie des Holstein. Felp—
artillerieregiments Nr. 24.
Geschichte. M., pringun von deutschen Völkerschaf⸗
en bewohnt, ward im 6. Jahrh. von den slaw. (wend)
Obotriten und Wilzen befetzt, die 1160 von Heinrich
»em Löwen unterjocht und christianisiert wurden; der Obo⸗
ritenfürst Pribislaw, Stammpater des noch regierens
den Fürstenhauses, ward 1167 deutscher Vasall. Änfaug
es 18. Jahrh. ward M. von Waldemar II. von den
robert, der es 1225 wieder freigeben mußte. Von den
1229 entstandenen vier Linien (Parchim, Rostock, Güstrow
ind M) besteht nur letztere aae 1471 alle mecklenb.
Lande vereinigte, nachdem ihre Fürsten 1848 zu Herzögen
rhoben worden waren. Gegen Mitte des 16. Am wurde
die Reformation eingeführt. Durch die Landesteilung von
1611 und 1621 entständen die Linien Güstrow und Schwe
in. 1628 -85 war Wallenstein mit den mecklenb. I
)en belehnt. Nach dem Aussterben der Linie Güstrow (1606)
ind lüngern Fehden kam der Hamburger Teilungsvergleich
3. März 1701 zustande, wodurch Adolf Friedrich IN. Lin
er der Linie M.⸗Strelitz wurde. Beiden —8 Häusern
vard 1815 die Ieheregl. Würde zugestanden. 1820 er⸗
olgte die Aufhebung ddpeigenschatt, doch blieb die
—— Berfaffung, wie sie durch den Erbvergleich von
1756 mit den Standen vereinbart war, ein unuberwind
iches Hemmnis jeder innern staatlichen Fortbildung. Am
0. Olt. 1840 wurde dieselbe in Schwerin aufgehoben,
iber infolge Einspruchs des Großherzogs von MStreliß
ind der Stände von einem Schiedsgericht 14. Sept. 1850
vieder eingesetzt und 1866 durch neue Teaktionare Maß⸗
egeln erganzt. Bei der Auflösung des Deutschen Bun—
»es und im Deutschen Kriege von 1866 standen beide M.
uf Seite Preußkens und traten 1871 dem Deutschen Reiche

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