Mec

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bei. Die gegenwärtigen Großherzöge des Landes sind
in Mi⸗Schwerin Großherzog Friedrich Franz 1V. (seit
1887), in M.⸗Strelitz Großherzog Adolf Friedrich (seit
18049. — By Naabe, „Mecklenb. Vaterlandskunde“
(. AÄufl., 8 Bde., 1893—56), „Mecklenb. Gefchichte in
Finzeldarstellungen“ (1898 fg.). [das Opium.
Meconium (lat.; grch. mekonion), Kindspech; auch
Medaille (ftz., spra-allje), Denk⸗ oder Schaumünze;
7. im alten Rom üblich, im Mittelalter gegossen und
ziseliert, seit dem 16. durg Stahlstempel geprägt.
Medailieur (spr. aljöhr), Stempelschneider. — Vgl. Bos⸗
selt (1905); CE. von Fäabriczy (ital. Renaissance, 1903)
Marx (moderne Franzosen, 1898 u. 1901).
Medaillenbronze, s. Bronze. stermünzen.
Medanies hybrides (frz., spr. medäj ibrihd), s. Zwit⸗
Medaillon (frz. spr. atjong), große Medaille; Schmuck⸗
zegenstand in Form einer flachen, ovalen, herzförmigen oder
zunden Kapsel für ein Bildchen ꝛc. Medaillonbild, ein von
einer runden Einfassung umgebenes Relief (meist Vorträt),
auch ein auf runder oder ovaler Platte (. B. aus Vor⸗
zellan) gemaltes Bild.
Medan, Hauptort der niederländ.sostind. Residentsch
Dfstüste von Sumatra, (1805) 12984 E.
Medanos, Sanddunen in Argentinien.
Medardus, Heiliger, geb. um 465, gest. 546 als
tzischof von Rohon und Tournay; Tag 8. Juni.
Vieddel, Grasart, s. Agrostis Abb. 86)].
Viedẽa, Stadt im franz. Depart. Algier, (1901) 15 154 E.
Diedea, in der griech. Sage, s. Medeia.
Diedebach, Stadt im preuß. Reg.⸗Bez. Arusberg, (1905)
32211 E. Amisgericht; früher Hansestadt.
Medeia (lat. Bedea), Tochter des kolchischen Königs
Alietes, verhalf durch ihre Zauberkünste Jason (s. d.) zum
Goldenen Blies und eutfloh mit ihm nach Jolkos. Hier
nahm sie an Pelias Nache wegen der Ermordung von Ja—
sons Eltern und floh dann mit Jason nach — Als
dieser M. hier verstieß, um sich mit Kreusa oder Glanuke zu
vermählen, tötete sie durch ein vergiftetes Gewand die Neben—
buhlerin, dann ihre und Jasons Kinder und entfloh auf
einem Drachenwagen “3 Athen; zuletzt unsterblich, ward
sie in den Elysischen Gefilden Gemahlin des Achilles. —
Dramatisch bearbeitet ist der Stoff dieser Sage von Euri—
vides, Corneille, Cherubini (Oper Medea“), Grillparzer.
Medellin (spr. elljin), Hauptstadt des kolumb. Dep.
Antioquig, (1902) 133 600 Er; Bergbaubezirk.
Wiedelpad, Landschaft im schwed. Län Westernorrland,
7353 ꝗkm, (1000) 94008 E.; Hauptstadt Sundsvall.
Medels, Val, Tal in Graubünden, 15 kmuIlg.vom
dukmanier bis Curaglia, vom Mittels oder Medelser Rhein,
Zufluß des Vorderrheins, durchflossen, bildet eine Gemeinde
1800: 337 kath. roman. E.).
Medem, Nebenfluß der Elbe im preuß. Reg.⸗Bez. Stade,
von Otterndorf an schiffbar.
Medenmt, Reichsgräsin von, s. Biron.
Meder, Volk, s. Medien.
Medford, Gemeinde im nordamerik. Staate Massachu—⸗
etis am Mystic River, (1900) 18244 E.
Viedgyes (spr. meiddiesch), ungar. Stadt, s. rede
NMediae (lati), die sog. weichen stimmhaften Mitlaute
J. d, g. smittel.
Nedia gratiae, Nedia salũtis (Iat.), s. v. w. Gnaden⸗
Medial (lat.), die Mitte bildend, zum Mediums. d.)
achörend. sund 46 69 om Größe.
Wedian (lat.), mittelgroß, Papierformat von 44 bo
Mediante (ital., igy der Mittelton eines Drei⸗
langs, d. h. Terz des Grundtons; man unterscheidet zwischen
Dber· M. (von g aus: e) und linter-⸗M. (von c aus: a).
Mediasch sahna Wedgyes), königl. Freistadt im Ko—
mitat Großkokel in Siebenbürgen, an der Großen Kokel,
800) 79558 E., Mittelpunkt des Weinbaues.
Mediastinum (lat.), das Mittels, Zwischenfell, das
die Brusthöhle in zwei gleiche Teile teilt.
Mediat (neulat.) mittelbar, im alten Deutschen Reiche
jolche Herrschaften, welche nicht unmittelbar unter dem
Kaiser standen, sondern unter einem Reichsstand als Zwi⸗—
schenherrn. Mediatisierte, die Standesherren (s. d.), welche
dvnd den 1803, ed die
Stiftung des Andez 1806 und des Deutschen Bun⸗
des 1815 ihre Reichsunmittelbarkeit verloren und einem

wößern Staate unterworfen wurden. Mediatisterung,
zerwandlung einer reichsunmittelbaren Herrschaft in eine
eichsmittelbare.
Mediateur (frz., spr.töhr), Vermittler, bes. im Völ⸗
errecht zwischen streitenden Müchten. Mediation, Vermitt⸗
ung; Mediationsakte, die Verfassung vom 18. Febr. 1808,
welche Bonaparte der Schweiz aufdrängte. Mediativ, ver⸗
nittelnd.
Mediäväl (vom lat. medio aevo), mittelalterlich;
zine mittelalterliche Antigua- und Kursivschrift. — Me⸗
iävist, Persönlichkeit, bes. Schriftsteller des Mittelalters.
Medicago L. Schneckenklec, Pflanzengattg. der Legumi⸗
iosen, niederliegende Kräuter mit sichel- oder schneckenförmi⸗
— S——
Medioaméntaæ (lat.), Arzneimittel.
Mediceisches Zeilalter, die Blütezeit der Künste
ind Wissenschaften in Florenz unter dem Einfluß der Fa⸗
nilie Medici (etwa 1469 1621).
Mediceische Venus, s. Aphrodite.
Medici (spr. Aschi), Mebicker, berühmtes florent. Ge⸗
chlecht, das 141341737 in Florenz herrschte. — Cosimo J.
eb. 153898, leitete seit 1484 die Republik Florenz mit
— freigebig gegen Künstler und Gelehrte, gest.
. Aug. 1464. — Lorenzo J., der Prächtige (Magnitico),
jeb. 1. Jan. 1448, Enkel des vorigen, seit 1469 au der
Spitze der Republik, wirkte durch Bündnisse mit Mai⸗—
and und Veuedig für eine Gleich eoitt in Ita⸗
ien, Freund der Künste und — aften, auch selbst
Dichter („Opere“, 18285), gest. 8. April 1492. — Biogr.
on Reunmont (2. Aufl. 1883). — Sein Sohn Piero,
eb. 15. Febr. 1471, veranlaßte durch seine Begünstigung
darls VIII. von Frankreich 1494 die Vertreibung der M.,
»ie erst 1512 sich wieder in Florenz an die Spitze zu
tellen vermochten; ertrunken 28. Dez. 13603. — Giovanni
»e M., zweiter Sohn Lorenzos J., Kardinal, 11. März
1513 Papst als Leo X. — Sein Brudersohn Giulio, Kar⸗
»inal, 1523 Papst als Clemens VII. — Lorenzo MI..
jeb. 18. Sept. 1482, Sohn Piexros, nachmals Herzog von
irbino, Vater Katharinas (s. d.) von M., gest. 4. Mai
519. — Sein unehelicher Sohn Alessandro, 1527 ver⸗
rieben, 1630 durch Kaͤrl V., dessen natürliche Tochter
Nargarete von Parma er heiratete, als erblicher Herzog von
Florenz wieder eingesetzt, b. Jan. 1637 ermordet; mit ihm
rlosch der Mannsstamm Cosimos J. — Sein Nachfolger
Losinio J., aus einer Seitenlinie, geb. 11. Juni 15189,
efestigte das monarchische Regiment, schuf das moderne
Toskana, 1569 von Papst Pius V. zum Großherzog er⸗
soben, förderte Künste und Literatur, gest. 21. Äpril 174.
— Sein Sohn Franz J., geb. 25. März 1541, gest. 19. Okt.
16387, war Vater Marias (s. d.) von M., der Gemahlin
zʒeinrichs IV. von Frankreich. — Ihm folgte sein Bruüder
Ferdinand J. (s. d.). — Mit Cosimo II. geb. 12. Mai
[138390, gest. 28. Febr. 1621, und seinem Sohn Ferdinand L.
Jeb. 10160, gest. 24. Mai 1670, begann der Verfall Toska⸗
das, der sich unter Cosimo Li., geb. 14. Aug. 1642, gest.
31. Okt. 1783, vollzog. — In Johann Gasto (1721 37),
Jeb. 24. Mai 1671, gest. 89. Juni 1737, erlosch die regie—
nde Familie. — Val. Heyck (1887).
Modious (lat.), Arzt.
Medien (at.), Mehrzahl von Medium (s. d.).
HMedlten, alte Landschaft im NW. des heutigen Jran,
nit den Hauptstädten Ekbatana und Rhägä. Karte:
Die Alte Weltl, bei Altertum.] Die Bevölkerung war
irsprünglich nicht arisch, wurde aber von den Meder genann—
en benachbarlen Ariern unterworsen. Die Meder rissen sich
m 8. Jahrh. v. Chr. von Assyrien los und gelangten unter
hren Königen (Detokes, Phraortes, Kyaraͤres, Astyages)
u großer Macht, bis das n 550 v. Chr. dem Perser⸗
önig Cyrus erlag. Nach Alexanbers d. Gr. Tode (828) kam
M. an Syrien, 162 v. Chr. durch Mithridates J. an Par⸗
hien. Später verschwindet der Staaisbegriff M.
Medikament did Arzneimittel; Meditaͤster Quack⸗
alber; Medikasterei, Quacksalberei, Kurpfuscherei; Medi⸗
ation, ärztliche Behandlung, Kur.
Wediko⸗mechanische Upparate, s. Heilgymnastil
und Tafel: Moderne Heilverfahren Ii, 4und 5;
nedito· mechanische Insitute (Ganderinstituͤte), den
anstalten, in denen die schwed. Heilgymnastik (nach Zan⸗
der) angewendet wird.