Medimnmus, der altgriech. Scheffel — 52,83 1.
Medina (arab.), — v. w. Stadt; dann bes. Medinat
ANabi, 400 ĩᷣmm nördl. von Mekka, 200 Km östl. vom
Seehafen Jaubo, 40000 E.; die Stadt des Propheten,
die zweite heilige Stadt der Mohammedaner, welche auch
in der Hauptmoschee El-Haram (15. —XR das —
des Prophelen birgi. — VBgl. Burton (engl., 8. Aufl. 1879).
Medina del —e Stadt in der span. Prov. Valla⸗
volid, am Zapardiel, (1900) 5971 E.; Weizenbau.
Medina de Rioseco, Stadt in der span. Prov. Valla⸗
volid, am Sequillo, (1900) 5007 E.
VBiedina⸗Sidonta, Stadt in der span. Prov. Cadiz,
1800) 11040 E.
Medinawurm, s. Fadenwürmer.
Diedinet ei⸗· Fajum, Hauptstadt der oberägypt. Prov.
Fajam, (1807) 338 0680 E.
Dedinet Häbu, Dorf in Oberägypten, l. am Nil,
nin Ruinen eies Vororts des alten Theben; Tempel
Thutmosis III. Palast und Grabtempel Ramses III.
Meding, Oskar, Schriftsteller, geb. 11. April 1829
u Königsbergij, Pr. erst in preuß. 1869 -66 in hannov
Staatsdienst, Vertrauter des Königs Georg, 186770
defsen Agent in Paris, gest. 11. Juli 1903 in Charlotten⸗
zurg; schrieb meist unter dem Pseudonym Gregor Samarow
rine Reihe von Zeitromanen „Um Zepter und Kronen“,
1872 76; „Hoöhen und Tiefen“, 1879; „Die Sarobo—
cussen“, 1888„Krieg oder Frieden“, 1887 u. a.); „Me—
noiren zur Zeilgeschichte“ (3 Bde., 1881 -84).
Medingen, Kloster M. Dorf im preuß. Reg.⸗Bez
Züneburg, an der Ilmenau, (1905) 254 6., Amtsgericht,
vang. Vamenstift im ehemal. Nonnenklloster.
Vedino, Munze, sv. w. Para (s. d.).
eoaio Nat.J) in der Mitte, bes. auf Wechseln; Mitte des
Mediotkritat (lat.), Mittelmüßigleit. [Monats.
Aeaioianum, lat. Name für Mailand.
Mediomatriker, kelt. Volk im belg. Gallien, an der
Mosel, mit der Hauptstadt Dipodurum Metz).
AMeadis tutiasaimus ibis (lat.), in der Mitte wirst
zu am sichersten gehen, d. h. Der Mittelweg ist der beste,
zitat aus Opids Metamörphosen“ (2, 187).
Mediotwist, Garn, s. Twist.
Wiedisfance frz., spr. angß), Schmähsucht, Verleum⸗
dung; mevdisant (spr.-ang), schmähsüchtig; medisieren,
Ubles nachreden, lästern.
Meditation (lat.), Nachdenken, sinnende Betrachtung
nedilieren, nachsinnen, nachdenken.
wiediterran (lat), mittelländisch.
wiedium (lat.), Mitte, Mittel, etwas Vermittelndes;
im fog. Tierischen Magnetismus . d.) die mit dem
Magnetiseur in Rapport stehende, im Spiritismus (s. d.)
die die Geistermanifestationen vermittelude Person; im
Sanskrit, Zend, Griechischen und Gotischen ein Genus
des Verbums mit reflexivischer oder passiver Bedeutung.
Medizin (lat), Heitunst oder Arzneikunde im weitern
Sinne vie Wsenchafn vom defunden, und kranken Zu⸗
sande des Menscheu, im engern die Kunst, Krankheiten
vorzubeugen und entstandene zu heilen. Den Bau des
örpers dehandelt die Anatomie, die Verrichtungen und
debensaußerungen des Koͤrpers die Physiologie. Die Mittel
zur Erhaltung'der Gesundheit lehrt die Hygiene, zu der
die Dialetit, die Eubiotik und die Prophylattik o
Wesen, Ursachen und Erscheinung der Krankheiten erforscht
die Pathologle. Dit der Erkennung und Unterscheidung
her Linzelnen Krantheiten befaßt sich die Diagnostik, zu
die vinanent ad Semlolit gehren; sie bilden die
ntetlage für die Prognose. Speziell mit der Heilung
der Krontkheiten beschäftigt sich die Therapie, die sich ent⸗
veder hein. (Arznesmittel) oder phyfikal Elektrizität,
Licht, Luͤft, Wasser, Massage 2c.) Heilmittel dedient, oder
auch nur durch die Ernährung zu wirken versucht Diüto⸗
herapie). Pathologie und Therapie zerfallen zunuͤchst in die
ußere Me. voet Chirurgie und in die innere M die sich
nit den Krankheiten der innern Organe beschäftigt, und
n die pepeeet der Geburtshelfe, Seeclenheilkunde
Psychiatries, Augenheilkunde Sphlhalmologie), Ohren⸗
heillunde (Sliatrie) u. a. Staatszwecken dienen die Staats⸗
zneitunde (gerichlliche M. und Medizinalpolizei). J Die
M, in den aͤltesten Zeiten von den Priestern ausgeübt, er⸗
elt burn Hibroltckes im b. Jahrh. v. Chr. eine wissen⸗

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Med

aftliche Grundlage; außer diesem galt im ganzen Mittel⸗
Ig — als Autoritat. Ieh dem Verfall des Röm.
Zeichs blühte die M. bei den Arabern, Eine selbständige
Wissenschaft wurde die M. durch Vesalius im 16. Jahrh.,
der die Anatomie des menschlichen Körpers lehrte, und auch
baracelsus wirkte reformierend; erstet patholog. Anatom
var Morgagni zu Aufang des 18. Jahrh. Mit der Be⸗—
zründung der allgemeinen Anatomie durch Bichat begann
die neuere wisseuschaftliche Richtung der M., die aber erst
m 18. Jahrh. nach Erfindung der Auskulkation (Auen⸗
rugger, und Perkussion (Laknnec) von Noki—
anskh, Virchow, Skoda u. a. ausgebildet wurde. In neuerer
Zeit kommen dazu: verbesserte Instrumente und Unter—
suchungsmethoden, neue Heilmethoden und Heilmittel, und
es. die Erkenntnis der Bedeutuͤng der Maͤroorganibmen
Babkterien, Protozoen) für den menschlichen Organismus,
vorauf sich die autiseptische (Lister) und aseptische Wund⸗
ehandlung, die Anwendung der Schutzimpfung und der
Zerumtherapie gründet. Neben der eeerun M.
ehen einher die Homöopathie, die Naturheilkunde, die
Zolktz- M u. a. — Geschichte der M. von Hirsch (1893),
bagel (2 Tle. 18097), Neuburger und Pagel (8 Bde.,
801-6), E. Schwalbe (1905); Enzyklopadien gaben Eulen⸗
»urg (8. Aufl., 26 Bde., 1803—1501) enzyllopäd. Jahr⸗
»ücher dazu 1903 fg.) und Schnirer und Vierordt (Bol,
906), ein Handwörterbuch (2. Aufl., 2 Bde, 1800 1900)
Billaret, ein dahhug der praktischen M. Ebstein (2. Aufl.,
Bde., 1905 fg.) heraͤus.
WMedizin, gerichtliche, s. Gerichtliche Medizin.
Medizinalbeamte, im Staglsdienste stehende rzte
anee Medizinalräte, Kreisphysikusse u. a.).
Medizinalgewicht, s. Apotheketgewicht.
Medizinalkollegiuni, Sanitätskollegium, aus Arz—
en und andern Sachverstaͤndigen bestehendes Kollegium
zur Begufsichtigung des Sanitüts- und Medizinalwesens
ijner Proviuz oder des ganzen Landes (GLaudes-M.).
OfQbermedizinalkollegium, s. Medizinalwesen.
Medizinalordnung, s. Medizinalwesen.
Medizinalpersonen, die zur Ausübung der Prarxis
efugten Ürzte, Wundärzte, Tierärzte, Hebammen und
zeilgehilfen. (Offizine ll).
Wedizinalpflanzen, die offizinellen Pflanzen (s.
Medizinalpfund, s. Apothekergewicht.
Medizinaltare (lat.), die vom Stagte festgesetzte Taxe,
iach der bei gerichtlich angerufener Entscheidung das ärzt⸗
iche Honoxar zu berechnen ist; auch s. v. w. Apoöthekertare.
Medizingalweine, zur Stärkung von Kranken bes.
zeeignete Weine (Ungarweine u. a.) oder mit Beimischung
iniger Heilmittel verweudete Weine (Pepsinwein u. a.).
Miedizinalwesen, Medizinalordnung, Sanitätswefen,
)er Teil der Stagtsarzneikunde, der das öffentliche Ge—
undheitswesen und die Ausbildung der Medizinalpersonen
iberwacht. Als oberste Zentralstelle waltet in den meisten
»eutschen Staaten ein Obermedizinalkollegium (in Preußen
zie aüus namhaften Fachmännern zusammengesetzte wissen—
chaftliche Deputation für das M.), das dem Ministerium
ugeteilt ist, wäührend für jede Provinz Medizinalkolle—
ien, bei den einzelnen Regierungen Medizinalräte, in den
dreisen Kreismedizinalbeamte als technische Berater tätig
ind. Außerdem ist 1876 ein oberstes Reichsgesundheitsamt
als berateundes und begutachtendes Organ dem Reichskanzler
intergeorduet worden. Endlich bestehen staatlich anerkaunte
Standesvertretungen (Arztekanrmern, Kreisvereine rc.), die
delegierte zu den Medizinalbehörden entsenden. — Vgl.
stapmund (1800).
Medizinieren (lat.), Arznei gebrauchen; medizinisch,
ur Arznei gehörig, heilend.
Medizinische Seife, weiße, in Wasser und Alkohol
ösliche, vor dem i zu pulvernde offizinelle Natron⸗
eife; auch alle Arzneistoffe enthaltenden Seifen.
Mediidie, Münze, s. Med die
Medoc, Laudschaft im franz. Dep. Gironde, sehr frucht⸗
ar, bes. an Wein (Medoc, s. Bordeaurweine).
Medrese (arab.), Rame der höhern Lehranstalten in
rohammed. Laͤndern.
Medsaua, s. Massaua.
Medschidije (Medjidie), türk. Goldmünze zu 100 Piaster
18, 166 (in Agypten — 20,2810): duch türt. Silbernünze
 zu 20 Piasier.