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Medschidije⸗Orden, türl. Verdienstorden, vom Eul⸗
an Abdul⸗Medjid 18851 gestiftet; fünf Klassen; Ordens⸗
zeichen: silberne Sonne mit sieben Strahlengruppen, zwi—
schen ihnen je ein kleiner Stern auf einem
Halbmond Abb. 11551.
Medschlis (arab), Sitzungssaal,
Ratsverfainmlung; in der Tüͤrkei jedeẽ
amtliche Kollegium.
Meduddu oder Ras Hafun, östlich⸗
tes Kap Afrikas (s. d. nebst Karte).
Meduilis (lat.), Mark; MA. oblongata
das verlängerte Mark; . spinalis,
das Rückenmark; medullär, zum Rücken—
mark ig Medullttis, die Rücken⸗
e Wye
edulladen, aus dem roten spon⸗ idiie⸗
ziösen Knochenmark der Rinder gewon— Lios edschidije
enes, in der Organotherapie bei Gicht,
Hharngrieß und Blutkrankheiten angewendetes Heilmittel.
Meduuarrohr, beim Embryd früheste Anlage des
Zentralnervensystems.
Medusa, s. Gorgo JAbb. 710).
Medñsen, s. Polypomedusen.
——
PMedufenkopf, s. Schlangensterne.
diedway spr. meddwey), Ichiffbarer x. Nebenfluß der
emse in der engl. Grafsch. Keut, mündet nach 112 xm.
Vredwifch, fachs. Namt von Mediasch (s. d.).
wiedwjediza, l. Nebenfluß des Don im russ. Goup.
saratow und im Donischen Gebiet, 684 8mIg.
Meer, die ganze zuscmmenhangende Wassermasse, die
as Festiand der Erde umgibt. Sie nimmt 71,2 Proz.
lca. 868,8 Mill. qkm) der Erdoberfluche ein und zerfällt in
fuͤnf Hauptabteilungen (s. auch Erde sowie Erdkarten 1
und . 7—8): Nördl. und Südl. Eis- oder Polar-M.,
Atlant. Ozean, Stiller oder Großer Ozean (auch Südsee,
Pacific) und Iud. Ozean. Größere Teile eines Haupt-M.
die in die Lündermasfen hineinreichen, heißen Raud⸗M. oder,
sofern sie mit dem Hauüpt-M. nur durch eine Weerenge
vperbunden sind, Binnen-⸗M. Meerbusen Golfe, Buchten,
Baien) werden kleinere Einbiegungen des M. in das Laud,
Meerrengen (Meeresstraßen, —2 Sunde) Meerarme,
die zwei M. oder Meeresteile verbinden [Tafel: Karto⸗—
graphie U, 11], genannt. Die mittlere Meerestiefe be⸗
rugl da, 3800 . auch Erde); die größten gemessenen
— sind im Atlant. 8380 w, im Stillen 9636 m, im
Ind. Ozean 6459 , im Nördl. Eis-M. 8800 m, im Südl.
Fis Me 3733 . Ver Meeresgrund zeigt, gleich der Ober—
fläche der Erde, Erhöhungen und Verticfungen, jedoch sind
die Böschungen meist sehr gering, nirgends so steil wie in
Gebirgen; der Meeresspiegel (Obersläche des M.) dient
als Grundlage für Höhenmessungen des Festlandes. Das
Meerwasser hat einen salzig⸗bitteru Geschmack (335— 36 Pro⸗
mille Salzgehalt; in 100 g.Seesalz sind enthalten: Chlor⸗
natrium 783, Chlormagnesium 9,, Bittersalz 6,4, Gips
30, Chlorkaliium i,r, Verschiedenes 0,2 g). Die Meeresfarbe
ist auf tiefem Waffer blau, jedoch in den Eis-M. flaschen—
grün, auf flachem grünlich; über das Leuchten des M. s.
MNeelesleuchten. Die Bewegungen des M. sind teils wellen⸗
sörmige: der Seegang, Ebbe und Flut, sowie Erdbeben⸗
wellen, teils fortschreslende: die Meeresströmungen. Die
Temperatur der obern Wasserschichten ae von der Sonnen⸗
destrahlung ab; nach der Tiefe zu findet Abnahme statt.
Am Recreshoden hat man im Bereiche der Eis-M. bis
zu — 1380 O. in den mittlern und niedern Breiten bei 38000
und 6000 m Tiefe 0 3200. gefunden; diese niedrigen Tem⸗
peraturen erklären sich durch das Zuströmen des eiskalten
Wassers der Woleendg am Boden. Die Wissenschaft,
welche sich mit dem Wi. beschäftigt, heißt Meereskunde oder
Ozeanographie (ein Zweig der Geographie). [S. auch
die Karten; Weltvertehr, Polarländer Jund die der
Erdteile, sowie Beilage: Dampfschiffahrt.), Bal,
8 (3. Aufl. 1887), Bogusflawski ind Krümmel
(2Bde., 1884 -87), Walther (1803), Keller (1805), Ratzel
4900), Chun (1800), Schott (1902), Krummel (2. Aufl
1002). Thoulet (franz, 1804); Perthes“ „Secatlas“ (6. Aufl.
1903) und die Lehrbücher der Geographie.
Vieer, Jan van der, niederländ, Landschaftsmaler, geb.
1638 zu Haarlem, gest, das. 1694. — Sein Sohn Jan

»an der M., geb. 1666 in Haarlem, —F 28. Mai 1708,
malte Landschaͤften mit Tierstaffage und Seestücke. — Ein
anderer Jan van der M., genannt Vermeer, Genremaler,
geb. 1632 zu Delft, gest. 1676; bes. Einzelfiguren ¶Damen)
n Inneunraͤumen mit reizvoller Beleuchtung.
Bieeradler, der Secadler (s. Adlet); auch der Adler—
ochen (s. Meerdrachen).
Meeralpen, Seealpen, Gebirge, s. Alpen ¶ West⸗
wehi B g frauz. Departement, s. v. w. Alpes⸗Maritimes
s. Alpes).
Weerane, Stadt in der sächs. Kreish. Chemnitz, (1900)
28 861 11508: 21894) E., Amtsgericht, Real⸗ und Handels⸗
ichule; bedeutende Woll- und Baumwollwarenfabridation,
dammgarnspinnerei. snien.
Meeranuemonen, s. Alti⸗
Meeräschen (Mugilidae)
Familie der Stachelflosser, mit
eitlich zusammengedrücktem, ge⸗
trecktem Körper, Meeresbewohner,
deren Jleis gefchätzt ist; hierher der Harder (MNugil cephaus
 (uv. Abb. 1456), graubraun mit dunkeln Lüngsstrei⸗
sen, Mittelländ. Meer; gemeine M. (AM. oapito Cup.), an
— 0—
Meerbälle, s. Zosters.
Meerbarbe, s. Seebarbe.
Meerbarsch, der Seebarsch (s. Barsch).
Meerbohne, s. Entada.
Meerbrassen (8paridae), Familie der Stachelflosser,
nit mittelgroßem, seitlich start zusammengedrücktem Kör⸗
er, einer Rückenflosse, gabliger Schwanzflosse, großen,
jarten Zähnen; meist schoͤn ge⸗
irbte, Wean glänzende Arten,
in den Küsten der trop. und ge⸗
näßigten Meere, viele eßbar. Hier⸗
jer erate (BSargus y—
Miteh.), silberfarbig, mit dunkeln
blnen nd dloffen, Uant. i87. Echte Dorabo.
düste Rordamerikas, Fleisch sehr geschätzt; Seebrassen
Pagel, Fagellus) mit mehrern Arten im Mittelländ. Meer
ind osti. Allant. Ozean; Goldbraffen (Chrysophrys), mit
her echten Dorade (O aurata C. P. [Abb. 11487)) bläulich⸗
chwarz, am Bauche silbern, jederseits bis 20 schmale, gold⸗
gelbe Längsstreifen, im Mittelländ. Meer. an den west⸗
urop. Küsten; Fleisch geschätzt.
Meerbricke, s. NReunaugen.
Meerbusen, s. Meer.
Meerdattel, s. Miesmu—
eln.
Meerdrachen (Myliobati-Jlae),
 Familie der Rochen, mit sehr
zreit scheibenförmigem Rumpf
ind W eie en
örmigem Schwanz. Hierher der
nle het ui p nne, 653. Riesenteufelrochen.
I.), Wittelland. Meer, Atlant. Ozean zc.; Riesenteusfel.
ochen (Dicorobâtis Giornse Gunth. IAbb. 1158)), bis
00 xg schwer, mit beiderseitig hornartig nach vorn ver⸗
ngee Kopfflosse, im Mittelländ. Meer, selten.
eereber, Fifch, s. Drachenköpfe.
eerechse (Ayrynchus cristätus Bell.), zur
Familie der hen gehdrige Eidechse, bewohnt die Gala—
„agodinseln, lebt mehr im Meere als am Lande.
Meereicheln, Seepocken, Balanen oder Walsischpocken
Balantdae), Familie der Rankenfüßer (s. d.), mit festem,
vcherartigenn Gehäufe und vierteiligem Deckel, im Meer
in Felsen, Schiffskielen 1c.
Pteerenge, s. Meer.
Meerengel, s. Haifische.
Pteeresleuchten, die bes. in trop. Meeren häufige
bhosphoreszenz des Vieerwassers, dommt hauptsachlich durch
Zeißellierchen zustande (s. Leuchttierchen) Doch beteiligen
ich abgesehen von gewissen Batterien, Meertiere aus allen
zlassen der wirbellosen Tiere, ja sogar Fische daran.
Beeresströmungen Karte: Erdtarten I, 21.
Neben zeitweiligen Man der Oberfläche als Folge von
Stürmen und, neben Strömungen örtlicher Natur bestehen
mehr oder weniger andauernde, kiefer greifende M. als Folge
der beständigen Winde: in den Passaten der, westwürts
Neßende (Noͤrd- oder Süd-⸗) Aauatorialstrom, im Stillen—

Harder.