Iebiete zwischen diefen die ostwärts gerichtete Aquatorial⸗
Gegenströmung (im Atlant. Ozean Guineastrom genannt);
n den Breiten um 40 500 (vorwaltend Westwinde) ost⸗
wärts gerichtete Triften (s. d). Zwischen Passattrift und
Westwindtrift schließen an den Westseiten der Ozeaue pol⸗
wärts, an deren Ostseiten ãquatorwärts fließende M. den
Ring. Erstere sind warm: Golfstrom, Kuro-Siwo oder
Japanstront, Brasilstrom Ostaustral. und Agulhasstrom;
sehtere sind kalt; Kanarischer, Kaliforn., Benguella⸗, Peru⸗
ind Westaustral. Strom— een Temperaturunter⸗
schied beeinfluffen diese M. das Wetter über ihnen und aus
den nach Lee (s. d.) gelegenen Festländern; über warmen M.
ind Gewitter und Stuͤrme, uüͤber kalten Rebel häufig. Die
mertwurdigsie N. ist der Gotfstrom im Atlant, Ozean, der
Is Strom' warmen Wassers mit 123 mm in der Sekunde
us dem Golf von Meriko durch die Floridastraße nordöstl.,
darallel der Küste Rordamerikas läuft und weiter in die
Wefiwindtrift übergeht. Zwischen ihn und die amerik. Küste
chiebt sich ein Streifen kalten Wassers, als „eold wall“ (talte
Vauer) dezeichnet. Bei der Neufundlandbank stößt der kalte,
mit Eisbergen beladene Labradorstrom auf den Golfstrom,
jbulich wie im RO, von Japan der Kamtschatkastrom auf
Meéerfenchel, s. Crithmum. sden Kuro⸗Siwo.
Meergras, die Gattg. Zostors (. d.); auch die Gras⸗
ielte (j. Armeria [Abb. 117)]).
Meergrundeln (Gobũãae), Familie der Stachelflosser,
iemlich keine, an den Küsten der gemäßigten und trop.
Meere, zum Teil auch im süßen Wasser wohnende Fische mit
gestrecktem Körper und berwachsenen, kehlständigen Bauch—
dossen. Hierher z. B. die Grundel (s. d.) und der Schlamm⸗
Meerhafe, s. Hinterkiemer. shüpfer (. d.).
Meerheimb, Richard von, ene geb. 14. Jan.
g2h in Großenhain 181472 sächs. Offizier, gest. 17. Jan.
808 in Loschwiß; Begründer des Psychodramas (s. d):
chrieb: „Psychodramenwelt“ (4. e 1887), „Psycho⸗
amen“ (1888); ferner: „triegs- und. eidensfahrten eines
eeeee Gedichte, 1866) und andere Dichtungen.
eerjunker, s. Lippfische IAbb. 1062).
Meerkalb, s. Seehunde.
Meerkatze ———— Schmal⸗
iafen gehörige Affengattg. mit großen Backentaschen,
großen Gesäßschwielen, vorspringender Schnauze, Jangem
Schwanz. Die gesellig lebenden, 5
lehrigen, Jeicht zühmbaren Arten be—
pohnen Afrika. Mohrenaffe (Man-⸗
gabe, C. fuligindsus Geosfr.), schwarz,
Inten hellfardig, Westafrika, Gruüngffe
grüne M.,C. sapaeus Fi Cuv. sAbb.
430), grünlichgrau, dunkel gespren⸗
et, Hstafrika; Nonnenaffe (Mona,
). mona Eræl. Aere Affen 1,6;
Skelett Tafel: Affen D. 8), braun,
Kopf gelbgrün, am Senegal; Dianaafie
α) aschfatben, RFücken mit rotbraunem Längd⸗
sreisen, Unterseite weiß, Männchen mit langem, weißem
ßaach⸗ und Kinnbart, Guinea; Husarenaffe (rote M.,
dalitriche, O. ruber L.), oben fahlrot, unten grauweißz,
esicht shhwarz, Backenbart weiß, größer als vorige, West⸗
fria bis zum Sudan. sLemna.
Meerkohl, Pflanzengattg. s. Crambe; Meerlinse,
Deerkokos, s. Lodoides Abb. 1069 0).
veerkuh, das Borkentier (s. Seckühe).
Heerlattich, Alge, s. Uva.
dieerieuchten, Meeresleuchten.
deeriinfe, s Lemna IAbb. 1041].
Deermaräne, s. Renle. —
Reernadein, s. h. w. Seenadeln (s. Büschelkiemer).
Meernagel, die Deckel verschiedener mariner Vorder⸗
mer; früher offizinell. J 8
Meernesseln, Seenesseln, Bezeichnung für Altinien
Deerohr, s. Secohr. lund Medusen.
Meerotter, s. Seeotter.
Meerrettich, s. Cochlearia.
Ddieerfalinen, s. v. w. Salzgärten . d.).
Hreerfau, Fisch, s. Drachenkoöͤpfe.
Deersburg, Stadt im bad. Kr. Konstanz, am Boden—
ee, (1005) 1803 E., kath, Lehrerseminar, Taubstummen⸗
rustalt, altes und neues —58 — Hafen.
Meerschaf, s. Albatros [Abb. 461].

137

Meg

Meerschaum, Kil, weiches, mattes und undurch—
chliges erdiges Mineral aus der Familie des Specsteins,
elblchweiß, aus Kiefelerde, Magnesia und Wasser be—
tehend, in Kleinasien, Griechenland, der Krim, Spanien,
Muͤhren, bricht in dichten, zähen, an der Luft erhärtenden,
iber noch schneidbaren Massen, bes. zu Tabakspfeifen—
öpfen (Meerschaumköpfen) verarbeitet (Wien, Ruhla).
— Bgl. Raufer, (1876), giegler (2. Aufl. 1888).
Meéerschildkröten, s. v w. Seeschildkröten.
Meerfchlangen, Seeschlangen (Aydrophidae), Fa⸗
nilie der Giftschlangen, mit seitlich stark zusammen—
edrücktem Körper und Ruderschwanz, lebhaft gefärbte, sehr
iftige, ausschließlich zas Meer bewohnende Tiere (trop.
Leile des Ind. und Stillen Ozeans); lebendiggebärend.
dierher die Gattg. Aydrophis (Wafferschlange), deren
Arten von Indien bis Formosa und Australien verbreitet
ind, und die verbreitetste Art aller M., die Plättchen⸗
chlange (zweifarbige Seeschlange, Pelämis bicdlor Daud.),
stücken schwarzbraun, scharf von dem hellgelben Bauch ab—
zesetzt, von Madagaskar bis zum Golf von Panama. Die
Vattg. Platörus (Plattschwanz) ist vom Golf von Ben⸗
alen bis Neuseeland verbreitet.
Meerschnepfe, Fisch, s. Röhrenmäuler.
Veerschwein, s. Delphine.
Meerschweinchen Gavia), Gattg. der Huspfötler,
Nagetiere mit vorn 4, hinten 3 Zehen, schmalen und dicken
Schneidezüͤhnen, kurzen gewundeneun Ohren, ohne Schwanz.
vemeines M. (O. cobsgys Sohreb.), schwarz, rotgelb und
veiß gefleckt, ursprünglich in Brasilien heimisch, jetzt nur
n gezühmtem Zustande bekannt, wegen seiner Harmlosigkeit
nd ieene gehalten; Aperea (C. apersa Magn.),
qwarzbraun, Bauch gelblichgrau, Brasilien. — VBgl. 82.
83538— s. Cakile. stout 906).
Meerspinne, s. Krabben.
Meerffen, niederländ. Ort, s. Mersen.
Meertrauben, die traubenartig angeordneten Eier
rschiedener Kopffüßer.
WMeerut, brit.⸗«ostind. Stadt, s. Mirat.
MNeerwanze, s. Wasserläufer.
Neerwolf, die Rüsselrobbe (s. Seehunde)-eerwurz,
 s. Pryngium.
Meerzahn, s. Grabfuͤßer.
Meerzwiebel, s. Urginea. ssammlung.
Meeting (engl., spr, miht), öffentliche Volksver—
Mefitis (unrichtig Mephitis), altital. Gottheit der
enelen daher mesitisch, übelriechend.
ega⸗ (grch.), in Zusammensetzungen „groß“; bei
eleltr. Cinheslen das millionenfache. z. B. Megavolt —
oodooo Volt.
Megaira (Megära), eine der Erinnyen (s. d.).
Megalithische Denkmäler, aus Steinblöcken anf⸗
jerichtele Denkmäler der Stein- oder ersten Metallzeit in
kuropa, Nordafrika und Asien; man unterscheidet Dolmen,
zünengräber, Pe Kromlechs, Ganggräber. Bautaleine
 c. (s. diese Artikel).
Megälokastron, Stadt auf Kreta, s. Candia.
Megalopolis („große Stadt“), im Altertum Stadt
m südl. Arkadien, am Helisson, wurde 370 v. Chr. durch
xpaminondas als Vorort des neugeeinten Arkadiens ge—
ründet. Reste (Theater) beim heutigen Sinanu.
Megalopsie (grh), s. Makropfie.
Megaphon (grch.), von Edison erfundenes langes
Zprachrohr mit glockenförmiger Offnung und zwei Hoͤr⸗
rohren, ermöglicht ein Sprechen auf, weite Biseehen
Megära, einst Hauptstadt der altgriech. Landsch. Me—
zaris, auf dem Isthmus von Korinth, jetzt Ort im ariech.
Homos Attita, (1806) 6442 E,
Megära, s. Megaira; danach Megäre, ein böses Weib.
Megaris, kleine Landschaft des alten Griechenlands,
im N. und NO. durch den Kithtzron gegen Bdotien und
Attika abgegrenzt, im EW. durch den Isthmus von Ko—
inth mit dem Peloponnes verbunden; durchzogen von dem
dis 1370 m hohen Gebirge Gerancia Gietzt Makriplagi und
Paläovuno); Hauptstadt Megara.
Megarische Schule, die von Euklides (s. d.) zu
Megara um 400 v. Chr. gegründete Philosopheuschule.
Vtegaskop(grch.)/ Vpistop.
Megasse, s. v. w. Bagasse (s. d.).
ecgatherium, s. Faultiere