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Megẽöde, Johs.Rich.zur, —— 8. Sept. 1864
n Sagan, gest. 21. Mätz 1006 in Bartenstein Ostpreußen);
chrieb Romane und Novellen; Kismet“ (18806), Das
Vlinkfeuer von Brüsterort“ (1901), „Trianon“ (1802) u. a.
aleete gecte s. Mahlfeld Korl Megerte von.
Wegerle, Ulrich, s. Abraham a Santa Clara.
WMeghna (Megna), mittlerer, sich in die Mündung des
Brahmaputra ergießender Mündungsarm des Ganges.
Megiddo, Stadt im nördl. Palästina, bekannt durch
die Niederlage (608 v. Chr.) des Königs Josua von Judä
Jurch Necho 11I. (2 Kön. 28, 20).
Meh, japan. Gewicht, s. v. w. Monmeh (. d.).
Mehadia, Großgemeinde im ungar. Komität Krassö⸗
Szoörenh, an der Donau, (1900) 2107 E.; Kohlenberg⸗
werke; nahebei das Herkulesbad (Thormae Herèulis der
Römer) mit 22 heißen Schwefel⸗ und andern Quellen
(bis 680 0.; über 11000 Kurgäste).
Mehallet el⸗Kebir, Stadt in der unterägypt. Prov.
GBharbieh, 33 31100 E.; Handel.
Meharikamiele, s. v. w. Heiris.
Mehedinti (Mehedintsi), rumän. Kreis (Walachei),
949 qm, (1899) 249 688 E.; Hauptstadt Turn-Severin.
Mehented Ali, Vizekönig von Agypten, geb. 1769
zu Kawala in Mazedonien, kam 1798 mit einem türk.
Heer nach Agypten, schwang sich 1805 zum Pascha das.
eimpor, fuͤhrte europ. Reformen ein, vernichtete 1811 die
Maͤmelucken, unterstützte 1824 die Türken gegen Griechen—
land, eroberte 183182 Syrien, gab es 1841 der Pforte
gegen seine Anerkennung äls erblicher Statthalter von
Agypten zurück, legn 1848 die Regierung nieder, gest.
2. Aug. 1849. — Val. Mouriez (franz., 4 Bde., 1886
58), Prokesch⸗Osten (1877).
Viehemed Ali Pascha, türk. Marschall, eigentlich
Karl Detroit, geb. 18. Nov. 1827 zu Brandenburg, ent⸗
floh als Schiffsjunge 1848 im Hafen zu Konstantinopel,
irat zum Islam über, 18853 in türk. Kriegsdienst, 18. Juli
1877 Oberbefehlshaber der türk. Donauarmee, 1878 zwei—
ter Bevollmächtigier der Pforte beim Berliner Kongreß,
7. Sept. 1878 in Djakowa ermordet.
Mehkemeh, das altislamit. Tribunal, in dem der Kadi
eine inappellabeln Urteilssprüche fällt; ihre Wirksamkeit
jetzt auf Fülle des islamit. Ehe- und Erbrechts beschränkt.
Mehl, s. Mehlfabrikation.
Vtehlauken, Dorf im preuß. Reg.-Bez. Königsberg,
in der Elxne, (1905) 588 E., Amtsgericht.
Mehlbeerbaum, s. Sorbus.
Mehlbrust, s. Gartensänger.
Mehldorn, Mehlfäßchen, s. Crataegus.
Mehlfabrikation, WMüllerei, die —A von
Mehl aus Getreide unter Abscheidung der Schalen (Kleie),
serfüllt in Zerkleinern, Beuteln (Sichten) und Putzen des
Mahlgutes, d. h. der in der er begriffenen Ge⸗
treidemasse. Schrot ist das grobzerkleinerte, abgebeutelte,
zur weitern Zerkleinerung bestimmte Getreide, Grieß die von
den Schalen befreiten eene von 0,2 bis 13 mm
Durchmesser, Dunst die zwischen feinem Grieß und Mehl
tehenden, schalenfreien Teilchen, deren weitere Bermahlung
das Endprodutt des Mahlgutes, das Mehl, liefert. Das
Zerkleinern des Getreides besorgen die Mahlmaschinen; von
diesen dient der Walzenstuhl (s. d.) zum Schroten, Auf⸗
sösen und Mahlen, der Mahlgang (s. d.) und der Dismem⸗
hrator (Desiutegrator, s. nur noch zum Mahlen der
Dunste und Schaͤlen. Das Veuteln oder Sichten en
die Trennung des Mahlgutes in Ish Schalen, Grieß,
Dunst und Mehl und geschieht durch a eretewaenn
. d. ue das Putzen werden Grieße und Dunste
mittels eines Luftstroms unter Abscheidung von Schalen⸗
reilchen nach iheg Güte getrennt (Grießputzmaschinen).
Roggen wird fast allgemein nach dem Verfahren der Flach—
miillerei vermahlen, welche die Gewinnung der gesamten
Mehlausbeute in wenig Durchgängen mittels dicht zu—
ammengestellter Mühlsteine bezweckt; für Weizen dagegen
wird die Grieß- oder Hochmüllerei angewendet, nach welcher
die Körner mittels hochgestellter Skeine öfters geschroten
werden, um Grieße zu gewinnen, die, von den Sqhalen be—
freit, für sich vermahlen werden. — Über Mehlhandel s.
Beilage: Getreide.
Wehlflechte, mit Abschuppung der Oberhaut verbun—
dene Hautkrankheit der Haustiere.

Mehlfrüchte, s. v. w. Getreide.
Dehlis, Sladt im Hzgt. S.-Gotha, (1905) 13651 E.;
maffen⸗, Stahls und Eisenfabrikation.
Pehlkäfer, s. Mehlwurm [Abb. 1160)].
Mehlkreide, s. v. w. Bergmilch.
Mehlmilbe, s. Käsemilben.
Mehlmotte, s. Mehlzünsler [Abb. 1161].
Hehlsack, Stadt im preuß. Reg.-Bez. Königsberg,
der Dy (18900) 41532 E., Amtsgericht; ee
Mehlschlichte, s. Weberei. ffabriken.
Mehlfichtmafchinen, s. Mühlenbeutelmaschinen.
Mehltau, s. Meltau.
Mehlvogel, die Kornweihe (s.
—
Mehlwurm, die 2,8 em lange,
zelbe, harte, fast drahtförmige Larve ed Ne?Lafer
ses Mehlkäfers (Tenebrlo molltor L. xc. Larve
Abb. 1160)), eines 13-15 mm langen,
zunkelfarbigen, des Nachts fliegenden Kaͤfers aus der Familie
der Schwarzkäfer, lebt in Mehl und Kleie, wird als Vogel⸗
utter deeh
Mehlzünsler, Mehlmotte (Asoda
 farinãlis L. sabb. 1161)]), ein
jübsch gezeichneter, violett und gelh⸗
8 Zünsler; die Raupe lebt in 1161. vrehlzunsler.
ehl, Moder ꝛc.
Mehren, in der alten —— teilen, abfinden;
bgemehrte Kinder, abgefundene Kinder, die statt ihres
instigen Erbes eine Summe vorausbekommen haben.
Mehrfache Telegraphie, Telegraphenbetriebsweise,
jei welcher auf derselben Leitung mehrere Telegramme
ugleich befördert werden. Man nennt sie absatzweise
N. T., Vielfachtelegraphie, Multiplextelegraphie, wenn
n jedem Zeitteilchen von jedem Telegramm ein Teil be⸗
ürdert werden kann. (S. Doppeltelegraphie.)
Mehrlader, s. Repetiergewehr.
Mehrphasenstronmt, ein Wechselstrom, der aus meh⸗
ern Stroͤmen — ist, deren Phasen gegen⸗
inander verschoben sind. Praktisch verwendet werden der
Zzweiphasenstrom und der Dreiphasenstrom oder Dreh—
trom. Mehrphasenstrommaschine heißt eine M. erzeu⸗
re Dynamomaschine, Mehrphasenstrommotor ein mit
betriebener Elektromotor.
Mehrzahl, Plural, s. Numerus.
Mehs, Gewicht und Geldgröße, s. Mas.
Meẽhul Ipr. me⸗ül), Etienne Henri, franz. Opern⸗
omponist, geb. 22. Juni 1763 in Givpet, gest. 18. Okt.
817 als Prof. am Konservatorium in Paris; Hauptwerk:
V. (1807); auch zahlreiche patriotische Gesänge.
Mehun, Insel, s. v. w. Perim (s. d.).
Mehun⸗sur⸗Yevre (spr. möng ßür jähwr), Stadt im
ranz. Dep. Cher, am Mepre, (1901) 6345 E.
Meibom, Heinr. Mediziner, geb. 29. Juni 1688
n Lübeck, gest. 26. März 1700 als Prof. in Helmstedt,
ekannt durch seine Schrift über die Augenbutterdrüsen
Meibomsche Drüsen) und durch die Entdeckung des blin—
en Lochs in der Zunge (Meibomsches Loch); auch Histo⸗
iter („„Rerum Germanicarum tomi tres“, 1688).
Meidan (Maidan, arab.), großer Platz, Marktplatz. (S.
uch Atmeidan.)
Meidan⸗Pek, Ort in Serbien, s. v. w. Maidanpek.
Meiderich, ehemalige Stadt, seit 1. Oklt. 1905 zu
duisburg gehörig.
Meidinger, s. v. w. längstbekannte Aneldote, nach
m Lesestoff der franz. Grammatik von M. (17883).
Meidinger Koks, s. v. w. Gasloks (s. d).
Meidling, Ober- und Unter⸗M., früher Dörfer in
tiederösterreich, seit 1881 zu Wien (XII. Bezirk) gehörig.
Meien reuß Mayenreuß), Jl. Zufluß der Reuß im
weiz. Kanton Uri, entspringt am Sustenhorn, muͤndet
Meier, Meierhof, s. Maier. s[bei Wasen.
Meier, Ernst von, Jurist, geb. 12. Okt. 1883 zu Braun⸗
Iag 1868 Prof. in Halle, 1886 Kurator der Üniversität
Marburg, 1888 94 der Universität Göttingen; schrieb: „Die
Rechtsbildung in Staat und Kirche“ (1861), „Hannovp. Ver⸗
assungs⸗ . Derwalungegesgnn (2 Bde. 18808 99) u. a.
Meier, Herm. Henrich, Großkaufmann und Parlamen⸗
arier, geb. 16. Okt. 1808 in Bremen, gründete 1856 die
gremer Bank, 1857 den Norddeutschen Lloyd, Mitglied