des Frankfurter Parlaments, des Norddeutschen, 1818587
des Deutschen Reichstags (nationalliberal), gest. 17. Nov.
898 in Bremen.
Meierei, . Holländerei und Milchwirtschaft.
Deier Heimbrecht, s. Wernher der Gartenäre.
Sieije, La (ispr. mähsch), Gebirge in den Dauphink—
lpen Wesapen im Pic Occidental 3987 m.
Wieille (von lat. miilis, tausend, zu ergünzen paszuum,
 Schritte), bis zur Einführung des metrischen Sy⸗
stems Einheit des Wege- und geogr, Längenmaßes. Die
ilte röm. M. (später milliarium) zu 1000 geometr.
Schritt Z LeAres kmm, die deutsche geogr. M. 7,20 Km
M. BI ůεε ßν, 14km Gõ, orsis Q.eæM.) die
preuß., norweg. dän. (miil) M. * 7, xs82 km, die österr.
Poft⸗Vi. — 7.44 xm, die noch geltende engl. geogr. M.
Statuto mile, Britisn mile) — 1, 600 xm, die gemeine
ngt. M. (Tondon mile, English mile) — Læaa xm, die
ruhere schwed. M. (mil) ⸗ 10, ess xm, die See⸗M. oder
aautische M. — 1,862 km.
Meilen, Bezirksstadt im schweiz. Kanton Zürich, r. am
züricher See, (1900) 3213 E.; Seidenindustrie. In dem
jahen Dorf Ober⸗-M. fand man die ersten Pfablbauten.
Meiler, s. Verkohlung.
Meilhac (pr. mejäcks, Henri, franz. Bühnendichter,
geb. 21. Febr. 1831 zu Paris, seit 1888 Mitglied der
Atademie gest. 6. Juli 1807 zu Paris; schrieb (meist mit
Ludovic Halevy) wirkungsvolle aeeen und Ope⸗
wettenterte (viele von Offenbach komponiert); am be⸗
—V—
Jélèêpe“ (1865), „Le grand-duchesse de Gsrolstein
I867), „Froufrou“ (1869) u. a
Meili, Friedt, Jurist, geb. 2. April 1848 zu Hinweil
Kenton Zürich), 1885 Prof. in Zürich; schrieb: „Tele⸗
zraphenrecht“ (2. Aufl. 1878), „Telephonrecht“ (1885),
Das Recht der modernen Verklehrs⸗ und Transportanstal⸗
en“ (1888), Geschichte und System des internationalen
sapeeen 6892). „Institutionen der vergleichenden
stechtswissenschaft“ (14868), „Das internationale Zivil⸗
Meinate, s. Stare. [prozeßrecht“ (1904) u. a.
Neinberg, Dorf im Fürstent. Lippe, (1900) 1200 E.;
ihn Gas⸗, Salz⸗ und Schlammbüder.
einecke, Gustav, Kolonialpolitiker, geb. 18. Febr.
1854 in Stendal, trat nach größern Reisen in Amerika
ind Oftafrika journalistisch für eine energische Kolonial⸗
W ein, 187708 Redakkeur der „Deut⸗
schen Kolonialzeitung“, Jeit 1902 der „Kolonialen Zei⸗
ung“, Herausgeber des ‚Kolonialen Jahrbuchs“, Direktor
)es deutschen Kolonialmuseums in Beruͤn / gest. das. 14. April
1903; Vire Aus dem Lande der Suaheli⸗ (1886), No⸗
ellen, Aus dem Kreolenlande“ (1888 u. 1806),, Die deut⸗
chen Kolonien“ (2. Aufl. 1900) u. a.
Meineid, eidliche Versicherung einer dem Schwörenden
ils unwahr bekannten, Tatsahe; nach dem Deutschen
Slrafgesebbuch (F 1808 fg.) mit Zuchthaus bis zu 103.
ind Verluͤst der bürgerlichen Ehrenrechte, fahrlässiger M.
nit Gefängnis bis zun 1J. bestraft.
Meinersen, Dorf im preuß. Reg. Bez. Lüneburg, an
der Oker, (1906) 887 E., Amisgericht.
Meinerzhagen, Slecken im preuß. Reg.xBez. Arns⸗
zerg, (1805) 8000 E., Amtsgericht; Eisengleßereien.
eine Tae, veine Tante, Hasardspiel, s. v. w.
Pharao oder Tempeln (. d.).
Meinhold, Johs. (Friedr. Hellmuth), evang, Theo⸗
'og, geb. 12. Aug. 1861 zu Cammin, 1888 Prof. in Greifs⸗
vald, 1889 in bae Zaupischrifien: „Jesaiag und seine
Zeit“ (1898), Anele ung des —853 Daniel“ (18809),
Studium jur israel. Religionsge chichte“ (1908 fa.),
Die biblische Urgeschichte“ (1904) —8
Vreinhond, WilßESchriftsteüer, geb,
27. Febr. 1797 zu Netelkow (Usedom), 13844
dod Pfarrer zu Rehwinkel, gest. 30. Nov.
1851 hu Charlottenburg; Hauptwerk der
in der Sprechweise des 17. Fahrh. geschrie⸗
sene Roman',Die Bernsteinhexe“ (1843).
Meiningen, Haupt⸗ und Residenzstadt m — en.
des zgi Eahsen⸗ M. an der Werra, (1900) eimuige
iI318(1905. 15 949) E., Garnison, Land⸗, Amtsgericht,
dandels⸗ und Gewerbekammer, Gymnasium, Feawne
dum Lebrerinnenseminar, Schloß mit prächtigem Garten.

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Mei

Meininger, die durch ihre Gastspiele 1874280)
Algemein bekannt gewordene Hoftheatergesellschaft des
derzogs Georg . von S.-Meiningen, die unter Leitung
dudw. Chronegks namentlich in Hinsicht auf bienn 5
reue Ausstattung und genaues Zůfammenspiel großen Ruf
rlangte. — Bgl. Prölß (2. Aufi. 1882), Herrig (2. Aufl.
Weino, s. Stare. [1875), Allers (1890).
Meinrad, Heiliger, geb. um 80d im Sülichgau (Neckar⸗
al), angeblich aus dem Hause Zollern, lebte 3 835 als
rinsiedler im Finstern Walde; 21. Jan. 801 von Räubern
richlagen. Aus seiner Kapelle erstand das Stift Einsiedeln
Meiran, Gemüsepflanze, s. Origanum. [. d.).
Meiringen, Bezirksort im schweiz. Kanton Bern, an
er Aare e (1800) 3077 E.; Holzschnitzerei; leb⸗
after Fremdenverkehr.
Meis, Insel an der Südküste von Kleinasien, türk. Wi⸗
ajet Konia, 4000 E.; Schwammfischerei.
Meisen (Paridse), Familie der Sperlingsvögel, Sing⸗
zögel mit kurzem, geradem, starkem, kegelförmigem Schna⸗
bel, ziemlich laugem Schwanz, lockerm, seidenartigem
Befieder, über den größten Teil der Erde
erbreitet; die einheimischen Arten kleine,
ebhafte, zanksüchtige Vögel, vermehren
rasch, klettern geschickt, fressen In—
kten, im Winter Sämereien. Kohl ⸗M.
darus major L. sTafel: Singvögel,
P oben gelbgrün, Scheitel und Kehle
hwarz, unten gelb; Biau⸗M. (P. còöealsus
 L. [Tafel: Singoögel, 77)),
ben grün, Kopfplatte, Fluͤgel und
Schwanz blau, unten gelb: Lasur-M. (P.
———— an ie — e
veiß, Flügel und Schwanz blau, Rordostzuropa;
 (P. ater . [Tafel: —
Singrögel, 12), oben aschblau, unten weißlich, Kopf und
dals schwarz, in Nadelwäldern; Sumpf-M. (P. palustris
(.), oben braungrau, unten weiß, Scheitel schwarz, gemein,
n der Nähe von Gewässern; Schwanz⸗M. (Teufeisbolzen,
2. caudãtus L.), ran Unterseite weißlich, Kopf weiß,
Schwanz länger als der Körper, in Laubwäldern; Hauben⸗
M. (P. cristatus L.), mit schwarzweißem, spitzem Feder⸗
chopf auf dem Kopfe, liebt Nadelholz; Bart-MPi. (Nohr⸗M.,
»anürus biarmicus Xoch), Rücken rostgelb, Bauch weiß⸗
ich, Kopf und Nacken grau, Männchen mit sDzabhangendem.
hwarzem Schnurrbart, in erd selten; BeutelM.
Aegithalus pendulinus Viq.), Rücken rostfarben, Flügel
ind Schwanz sparn baut ein freihängendes, beutelförmi⸗
es 8 IAbb. 1163]); Südeuroha. — über die Kletter⸗
nmeisen s. d.
Meisenheim, Kreisort im preuß. Reg.⸗Bez. Koblenz,
um Glan, (18905) 1826 E., Amtsgericht, altes Schloß.
Meißel, keilförmig zugecurses Stahlwerkzeug, das
vurch Hämmerschläge gegen das zu bearbeitende Werkstück
zetrieben wird, um Stücke abzutrennen. Zum Durch⸗
eilen arnde Eisenstücke gebraucht man den an einem
Stiele befestigten Schrot- oder Setz-M., für kalte Eisen—
tücke den ähnlich geformten Kalt-M. mit stumpferer
Schneide. Die frei in der Hand geführten M. (Bank⸗
M.) zerfallen in solche mit breiter FlachM.) und solche
it schmaler Schneide GKreuz⸗M.).
Pteißelbohrer, s. Gezähe [Abb. 685 8].
Meißelpflug, Pflug mit verschiebbarem Stahlmeißel
der Scharspitze.
Meißen, Amtsstadt in der sächs. Kreish. Drebden, J. an
er Elbe (1900) mit Chlln 31434 (1905: 30 289) E., Ümts—
gericht, Dom, St. Afrakirche . Kloster St. Afra (1024
1030 gegründet, seit 1648 Fürslenschule), Albrechtburg
1473 sLafel; Gotit U, 10); älteste eütop. Porzellan
ahrik (17 10), Jutespinnerei, Eisengießereien und Maschinen—
abrilen. — M, um 830 von Heinrich J. gegründet ward
dald Sitz des Markgrafen. Die Mark asan 966 nach
Beros Tode als Teil der großen Sorbenmark, kam 1123 an
)as Haus Wettin und dadurch später zum Kurfürftent, Sach⸗
jen. Das Bistum M., 968 —5 nahm 1569 die Refor⸗
nation an, seit 1663 zu Kurfachsen gehörig; das Burggraf⸗
um M., wohl gleichzeitig mit der Stadte entftanden, ges
nauer nachweisbar seit 1068; fiel 1439 an Kurfachsen. —
ugl. 3 „Die Markgrafen von M.“ (1889; Macha—
schek, „Geschichte der Bischöfe des Hochstifts M (1884).