Melorta, Sandinsel mit Leuchtturm, im Ligurischen
Mẽer, 6 rn von Livorno; Sieg König Enzios über die
Zenuesen (1241) und der Genuesen über die Pisaner (1284).
Melos, jehl Milos, westlichste der südl. Zykladen im
Agäischen Meer, 147,2 4km, (1896) 63810 E. fruchtbar,
ultanisch heiße Quellen); Ruinen der alten Hauptstadt
M.; hier 1820 die berühmte Venusstatue (Benus von M.,
etzt im Louvre zu Paris) gefunden; jetziger Hauptort
Kastro) Plaka, 088 ẽ. — Vgl. Ehrenburg (1880).
Pelote, Pflanzengattg., s. Melilotus.
Pelozzo, ital. Maler, s. Forli.
Meipomene (d i. Singende), eine der Musen, Ver⸗
reterin des Trauerspiels.
Mielrofe (sfpr. rohs), Ort in der schott. Grafsch.
Rorhuürgh, am Tweed, (1901) 2195 E.; Ruinen einer
zifserzichserabtei (1136 gegründet).
Birifungen, Kreisstadt im preuß, Reg.⸗Bez. Cassel, an
er Fulda, (1908) 3940 E., Amtsgericht, Lungenheilanstalt.
Meltau, weißlicher, mehlartiger überzug auf, Teilen
ebender Pfianzen, die darunter verkrüppeln, rührt her
enweder von den leeren Bälgen von Blatt- und Schild—
läusen, die von dem klebrigen Sekret der Tiere auf den
pflanzen festgehalten werden, oder von Schmarotzerpilzen
zus der Galtg. Eryssphe L. E. dcommünis Link. auf
Irbsen, Klee, Fichorien; E. gramtpis Leèo. auf Getreide⸗
arten. Auch das Oidium Tuckeri (der Traubenpilz),
welches an den Weiustöcken die Traubenkrankheit verursacht,
gehört hierher. Uber den falschen Meltaupilz s. Blatt⸗
ütrantheil — Vgl. Morgenthaler (2. Aufl 1900).
Melton Mowbray spr mellt'n mohbred, Stadt
n der engl. Grafsch. Leicester, am Wreak, (1801) 7454 E.
Melun (spr. lolig), Hauptstadt des franz. Dep. Seine⸗
t⸗Hiarne, an der Seine, (1901) 13059 E.
Melufine, nach der Sage eine schöne Meerfee, Stamm⸗
nutter des franz. Geschlechts Lusignan, deren Geschichte den
Inhalt eines beliebten Volksbuchs (zuerst 1474) bildet. —
ðvgl. Nowack (1886), Kohler (1885).
Hreivillebai (spr. meilville), weite Bucht an der West⸗
üffe von Grönland; zwischen Upernivit und Kap Nork.
Melviulehalbinfel (spr. mellwill-), Halbinsel des
zstl. Nordamcerika, zwischen Forkanal und Committeebai.
Melviuleinfei spremellwiltt). M JInsel an der Nord⸗
tüfie Australiens, durch die Apsleystraße von der Bathurst⸗
insel getreunt, 44550 4km. — 2) Insel im arktischen Ame—
rita, zum Parryarchipel gehörig, nördl. vom Mellvillesund
12500 qxm; hier überwinterte Parry 1818.
Melyphou (greh.), s. Ariston.
Melzi d'Eril, Francesco, Hexzog von Lodi (seit
807), ital. Staatsmann, geb. 6. Muͤrz 1753 in Mai⸗—
and/ schloß sich Bonaparte an, 1802 dppree der
Jtal Republik; im Königr. Italien Großkanzler und Siegel⸗
zewahrer, 1809 Präsident des Ministerrats, Privatmaun
eit 1814, gest. Jan. 1816 in Mailand.
Meme t Fariiament (engl., spr. pahrlkment,
abgekürzt M. P.), Mitglied des Unterhauses.
Piembran Hicmbranc, lat. Haut (. d.), bes. zarte
Haut, namentlich die die Tier— und Pflanzenzelle nach außen
Wschließende Wand (Zellwand, Zenmembran sLafeln:
cutwrklungsgeschihte I, 1m und Botanik 1II,
); auch s. v. w. Pergament.
Meniel, der Unterlauf des Flusses Niemen (s. d.
Viemel, Kreisstadt im preuß. Reg.-Bez. Königsberg,
nördlichste Stadt Deutschlands, am Eingange des Kurischen
daffs und der Mundung der Dange in dasselbe, (1000)
20166 (1905: 20 687) E., Garnison, Land⸗ und Amtsgericht,
Hauptzollamt, Reichsbankstelle, Handelskammer, Hafen mit
wei Leuchttürmen, Gymnasium; hem. Industrie, Handel.
eménto (lat.), gedenke! substantiv. s. v. w. Mahn⸗
zuf, Denkzettel. M. mordi, Gedenke des Todes.
Memleben, Dorf im preuß. Reg. Bez. Merseburg, an
der nstrut, (1900) 881 E. Ruinen (mit Krypta) der
Zenedutinctabtei, wo Heinrich J. und Otto J. starben.
Wiemling, Hans, niederländ. Maler, geb. um 1440,
lebte zu Brügge, gest. das, 1404; Hauptwerke: Schrein
der hal. ursuta (Bruͤgge, 1486), Sieben Freuden Maris
München), Madonnen (Florenz, Paris, London); auch
Fildniffe. BVgl. Kaemmerer (1800), Bokk (1800).
Memnmingen, Bezirksstadt im bayr. Reg.⸗Beg. Schwa⸗
dee 300 og !ε, 11632) G.. Land-163



Men

ind Amtsgericht, Bezirksgremium, Handelskammer, höhere
Nädchenschule, Lehrerinnenseminar; Eisen- und Glockeu⸗
ießerei, Maschinenfabriken; 1286 —1802 Freie Reichsstadt;
ier 10. Mai 1800 Sieg der Franzosen unter Moreau über
die Osterreicher. — Vgl. Bauer (1892).
Memnoi, Sohn der Eos und des Tithonos, Äthio—
zierfürst, von Achilleus vor Troja getötet, angeblich Ur⸗
jeber der Memnonsäulen bei Thehen, zweier noch vor⸗
dandener sitzender Kolosse (Kieselkoüglomerat) König
Amenophis‘ UI. aus dem 2. Jahrtausend v. Chr., aus
denen infolge des Springens des Steins durch den Tem⸗
—A— bei Sonnenaufgang zitternde Töne erklangen.
Memoire (ftz., spr. möoahr), Denkschrift, bes. uüber
ine staats⸗ oder pölkerrechtliche Frage.
Memnoiren (frz., spr. möahren), Denkwürdigkeiten,
»ie histor. Darsteüung von selbsterlebten Ereignissen.
Memorabel (lat.), merk⸗, denkwürdig: Memorabilien.
Denkwürdigleiten.
Memoréândum (Ilat.), etwas zu Erinnerndes, zu No⸗
tierendes; dafür bestimmtes Buch (Memorandenbuch).
Mentorial (Memoriäle), Promemoria (lat.), was
ur, Exinnerung dient; Denkschrift; Eingabe, Biitschrift,
Besuch; Notizenbuch; kaufmännisches Tagebuch (Journal).
Meinorieren éclat.), dem Gedüchtnis einpraͤgen, aus⸗
vendig lernen; memorifieren, zur Erinnerung aufzeichnen.
Memphis, älteste Hauptstadt von Unterägypten, an⸗
jeblich voin König Menes gegründet; Ptahtempel. Rüinen
ʒei Mit Rahine, südl. von Kairo.
Memphis, Stadt im nordamerik. Staate Tennessee,
m Mississippi, (1903) 113669 E.: Stapelplatz für Baum—
volle und Tabat. Heilgott.
Men, der phrygische Mondgott, Natur-, Orakel- und
Menabreaga, Luigi Federigo, Graf, ital. General und
Staatsmann, geb. 4. Sept. 1800 zu Chambeéry, 1861
Marineminister, 1882—69 Bautenminister, 1867 -68
Ministerpräsident, 1876 Botschafter in London, 1882 892
n Paris, gest. 28. Mai 1896 in Chambery.
Menadir, Hauptort von Asir (s. d.) in Arabien.
Mengado, Hauptstadt der niederländ. Residentsch.
M.(auf Celebes s. d.) und Nachbarinseln), (189851 8996 E.,
zafen, Ausfuhr von Kaffee.
Menäen, Mehrzahl von Menäon (s. d.).
Menage (frz., spr.-ahsch'), Haushalt; beim Militär
Betöstigungsgemeinschaft; dann Wirtlichkeit; auch Einsatz⸗
chüsseln zum Speisentranbport; menggieren, haushälterisch
ungehen; sich menagieren, sich mäßigen.
Vednageee frz, spr.-aschrih), s. Zoologische Gärten.
Menahenm (hebr. „Tröster“), König von Israel, usur—
»ierte um 740 den Thron und hielt sich mit Hilfe des
Teglattphalasar von Assyrien, dem er Tribut zahlte.
Menagaikanal (spr. mennei- oder menneh), Menai
Strait, Meerenge zwischen der Insel Anglesey und Wales,
25 xmulg., 400 wubr., von der Menaibrücke und Bri—
tanniabruͤcke dherann
Me⸗nam, Fluß in Hinterindien, vereinigt sich mit
dem Me⸗ping, mündet unkerhalb Bangkok in einem Delta
Karte: Assen J, 9] in den Golf von Siam: Stromae—
iet 160 d00 qu.
Mengma, Hauptstadt der Bahraiuinseln (s. d.).
Menaͤnder, grieg Dichter der sog. neuen Komödie,
zeb. 342 v. Chr. zu Athen, gest. 2890 v. Chr.; verfaßtt
uͤber 100 Lustspiele, Bruchstücke in Kocks Comicoruue
Atticorum fragmentas“ (Bd. 8, 1888). Auch sind Teile
einiger Komödlen auf ägypt. Papyrusfetzen neuerdings
ntdeckt worden, hg. von Nicole (1888) und in den
V8 des Brit. Muscums.
enant (spr. ang), Joachim, franz. Assyriolog, geb.
16. April 1820 zu Cherbourg, Appellationsrat in diouen,
gest. 30. An 1889 in Paris; schrieb: „Le eyllabairo
s8syrion“ (I1868 —- 73), „Manuol de Ia languoé assyienne“
 (1880), „Pléments du syllahaire hétéen“
1892) u. a.
Menantes, sJ. Hunold, Christian Fricdr.
Menaon (grch, „Monatsbüch'“), liturgisches V der
norgenländ. Kirche, für das Pur Jahr die Wechselteile
m Ofbeium divinum (nicht Messe) der Feste des Herrn,
der Maria und der Heiligen enthaltend.
Menapier, im Altertum ein bela. Volk im nord⸗
vestl. Gallien.

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