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Menclus, latinisiert für Meng-tze (s. d.).
Mencke, deutsche Gelehrtenfamilie. — Otto M., geb.
22. März 1644 zu deer gest. 29. Jan. 1707 'als
Prof. der Moral zu Leipzig, begründete 1682 die „Acte
Pruditorum“. — Sein Sohn Joh. Burkhard M. geb.
27. März 16785 zu Leipzig, gest. das. 1. April 1732 als
Prof. der e gab die „Soriptoxes rerum Ger
manidarum“ (3 Bde. 1728-80) heraus; als Philander
von der Linde beliebter Dichter (Gedichte 1710 —518)
—. Biogr. von Treitschke (1848). — Ein Verwandter des—
selben, Anastasius Ludwig M. geb. 2. Aug. 1782, gest
als Kabinettsrat 5. Aug. 1801 in Potsdam, wurde durch
seine Tochter Luise Wilhelmine Großvater des Fürsten
Bismarck. — VBgl. über ihn Hüffer (1890).
Mendañainseln (spr. aunja-), s. Marquesasinseln.
Mende (spr. mangd), Hauptsiadt des franz. Dep
dozere, am Lot, (18901) 7318 E.
Mendel, Militärstraße in Tirol, von Bozen nach Fondo
m Nonsbergtal, 1880 85 erbaut (Paßhöhe 1360 m, Sprach⸗
grenze); Mendelbahn, elektr. Drahtseilbahn von St. Anton
868 mm Höhenunterschied).
Mendel, Gregor, Botaniker, s. Bastardpflanzen.
Mendeleéjew (spr. Jeff), Dmitrij Iwanowitsch, Che—
niker, geb. 8. Febr. 1884 in Tobolsk, Prof. in Peters⸗
burg, Begründer des sog Periodischen Systems der chem.
Elemente, kraft dessen das Gallium und Germanium
vor ihrer Entdeckung vorausgesagt wurden, persuchte die
Erklärung des Lichtäthers als eines chem. Stoffs (s. Äther):
chrieb: Grundlagen der Chemie“ (deutsch 1881).
Mendeli, Gebirge in Griechenland, s. Pentelikon.
Mendelssohn, Moses, philos. Schriftsteller, geb
3. Sept. 1729 zu Dessau, von jüd. Eltern, 1750 Haus—
lehrer, 1754 Buchhalker, zuletzt Geschäftsteilnehmer des
jüd. Seidenfabrikanten Bernhard in Berlin, Freund Les⸗
sings, gest. 4. Jan. 1786 in Berlin; schrieb: „Phädon,
oder uüͤber die Unsterblichkeit der Seele“ (neue Ausg. 1869)
Jerusalem oder über religiöse Macht und Judentum“ (neue
Ausg. 1860), „Morgenstunden“ (1785) u. a. — Biogr
»on Kayserling (1888). — Sein Sohn Joseph M. geb
11. Aug. 1770 gest. 24. Nov. 1848, gründete mit seinem
Bruder Abraham M. (geb. 10. Dez. 1776, gest. 19. Nov
18835), dem Vater von Felix Mendelssohn-Bartholdy (s. d.)
zas Bankierhaus Mendelssohn &amp; Komp. zu Berlin. — Val
Hensel (12. Aufl., 2 Bde. 1904).
Mendelssohn-Bartholdy, Felir, Komponist, geb
3. Febr. 1809 in Hamburg, Enkel von Moses Mendelsohn,
 seit 1835 (mit kurzer Unterbrechung in Berlin) Di—
cektor der Gewandhauskoͤnzerte in Leipzig, gründete das
1843 das Konservatorium der Musik, gest. 4. Nov. 1847
kiner der Hauptvertreter der romantischen Richtung in der
Musik, Meister im volkstümlichen Chorlied, schon in seinen
frühesten Kompositionen (182128 mehrere Klavierquar⸗
tette, ein Oktett, Ouverture zum „Sommernachtstraum“,
„Meeresstille und glückliche Fahrt“) große Reife bekun—
dend, Wiederbeleber älterer Formen, wie er auch die
Meisterwerke des 18. Jahrh., rn J. S. Bachs,
wieder in das Musikleben einführte; bes. charakteristisch
sind seine Ouvertüren, das Chorwerk „Die Walpurgis⸗
nacht“, die Sinfonien in A-⸗Dur und A⸗Moll, die Ora—
torien „Paulus“ und „Elias“, das Opernfragment Lo⸗
celei“, die „Lieder ohne Worte“ ꝛc. — Biogr. von Reiß—
mann (8. Aufl. 1883), Wolff (1906). — UÜber seine
Schwester Fanny s. Hensel, Wilh.
Menden, Stadt im preuß. Reg.-Bez. Arnsberg, an
der Hönne, (1905) 10 037 E., Amtsgericht; Mesfing- und
Neusilberwarenfabrikation. lund Stamander (s. d.).
Menderes, jetziger Rame der Flüsse Mäander (. dy)
„Mendes, altägypt. Stadt im Delta am Nil, Kultus—
tätte ee Widders, Ruinen bei Tmai el-Amdid.
Mendes (pr. mangdäß), Catulle, franz. Schriftsteller,
geb. 22. Mai 1843 gu Bordeaur, verfaßte Gedichte („Philoraélaꝰ.
 I864 2.), Romane und 9gtovellen („La vie et ia mort
d'un clovn“, 1879; „Le roi vierge“, 1888; „Monstres
parisiens“, 1882 858; „Grande-Maguet“, 1888;, Aro-en
olel et souresI rougeé“, 1897; „Farcdes“, 1899, 2c.) und
Dramen („La part du roi“, „Justice“).
Mendesantilope, s. Antilopen.
Mendes Leal, Jost da Silva, portug. Dichter und
Diplomat, geb. 18. Okt. 1818 in Lissabon. Minister des

Iuswärtigen, Gesandter in Paris, seit 1882 Botschaften
n Madrid, gest. 22. Aug. 1886 in Cintra; schrieb
domane, mehr als 60 Theaterstücke; bedeutend als Lyriker.
Wendikänten (lat.), s. Bettelmönche.
Mendöza, Hauptstadt der argentin. Prov. M.
46 378 quma, [19083] 158 083 E.), am Fuße der Kor⸗
lleren, (1904) 35 314 E.
Wendoza, Anna de, Fürstin von Eboli (s. d.).
Mendsoza, Don Diego Hurtado de, span. Schrift⸗
teller und Staatsmann, geb. um 1503 zu Granada,
537 54 Gesandter Karls V. an verschiedenen Höfen, gest.
575; Begründer des Schelmenromans durch Lazarillo
ie Tormes“ (1555 u. ö.; eq bei Reclam).
Mendoza, Inigo Lopez de, s. Santillang.
Mendristo (Mendris), Bezirksort im schweiz. Kan⸗
on Tessin, (1900) 3338 E.; Seidenzucht.
Mencdemus, griech. Philosoph um 300 v. Chr., aus
Eretria auf Euböa, Stifter der sog. Gretrischen Schule,
einer Fortsetzung der Elischen Schule (s. d.).
Menegoz (spr. gohs), Eugene, franz. luth. z
jeb. 25. Sept, 1838 zu Algolsheim (Elsaß), seit 1877 Prof.
der evang.⸗theol. Fakultüt zu Paris; Hauptschriften: „La
ↄeehs et la rédemption d'après St. Paul“ (1882), Lo
héologie de Vépitre aux Hébreéux“ (1894).
Menelaos, sagenhafter König von Sparta, Bruder
Agamemnons, Gemahl der Helena, vor Troja einer der
apfersten Streiter, irrte nach dessen Fall, durch einen
Sturm verschlagen, acht Jahre umher, ehe er mit Helena
n der Heimat anlangte.
Menelik, Kaiser von Abessinien, s. Menilek.
Menenius Agrippa, der Gesandte, den die röm.
datrizier bei der ersten Sezession der Plebejer auf den
deiligen Berg (496 v. Chr.) an diese abschickten. M. A. über⸗
edete die Plebejer durch die Erzuͤhlung von den Gliedern,
ie dem Magen den Dienst verweigern, zum Nachgeben.
Meénes (spr. mehnesch), Kleingemeinde im ungar. Komi—
at Arad, (18900) 1331 El, Weinbau (Meneser Äusbruch).
Menes (Menag), nach der Sage der älteste König
ügyptens und Gründer von Memphis.
Bienestrels (frz.; engl. Minstrels, vom neulat. mini-—

im Dienst eines großen Herrn.
Meénestriers (frz., spr. eh), s. v. w. Menestrels.
Menetekel (vollständig möneh, meneh tekel üphar-An),
 die von Engelshand an die Wand geschriebenen ge—
heimnisvollen aramäischen Worte, welche (Daniel 5) dem
Belsazar (s. d.) den Sturz seines Reichs verkündigten;
pörtlich: „Eine Mine, eine Mine, ein Sekel (*e
MNine) und, Halbminen“ (mit pharsin zugleich auf die
berser anspielend) — immer leichter erfunden; daher s. v. w.
Menge, s. Quantität. [drohender Warnungsruf.
Mengede, Flecken im preuß. Reg.-Bez. Arnsberg,
in der Emscher, (1900) 4335 E.; Steinkohlenbergbau.
Mengen, Stadt im württemb. Donaukreis, an der
Ablach, 41906) 2610 E. Latein- und Realschule.
Menger, Anton, Jurist, geb. 12. Sept. 1841 zu
Maniow in Galizien, 1874 —599 Prof. in Wien, gest. das.
J. Febr. 1906; schrieb: „Das Recht auf den vollen Arbeitsextrag
 in geschichtlicher Darstellung“ (3. Aufl. 1904), „Das
bürgerliche Recht und die besitzlosen Klassen“ (1881) u. a.
— Sein Bruder Karl M., Nationalökonom, geb. 23. Febr.
840 zu Neusandez (Galizien), 1873 Prof. in Wien, 1800
Mitglied des Herrenhauses; schrieb: „Grundsätze der Volks—
nsel (1872), „Untersuchungen über die Me—
hode der Sozialwissenschaften“ (1883) u. a.
Mengeringhausen, Stadt im Fürstent. Waldeck,
908) 1399
Meng-⸗ekho, chines. Moralist, s. Mengetze.
Mengo, Hauptstadt des Uganda-WProtektorats (Ost⸗
ifrika); frühere Hauptstadt Rubaga.
Mengs, Raphael, Maler, geb. 12. März 1728 zu
Aussig, von seinem Vater Ismael M. (geb., 1690 in
dopenhagen, gest. 17604 als Hofmaler in Dresden) aus—
gebildet, seit 1741 in Rom, 1744 in Dresden Hofmaler,
7354 Direktor der Malerakademie auf dem Kapitol in Rom,
1761-76 in Madrid, gest. 29. Juni 1779 in Rom. Haupt⸗
werk: Himmelfahrt Christi in der kath. Hofkirche zu Dresden;
erner biblische Gemälde und bes. Bildnisse. Seine ästhet.
Schriften hg. von Cavaliere d'Azara (1780; dentsch 1786).