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Menzel, Adolf von, Maler und Lithsgraph, 0
3. Dez. 18153 in Breslau, seit 1858 Mitglied der Ala—
demie und Prof. zu Berlin, gest. das. 8. Febr. 18085.
Jllustrationen zu Kuglers „Geschichte Friedrichs d. Gr.“,
sur Prachtausgabe der „Werke Friedrichs d. Gr.“ (1848 -
49), zu„Aus König övriedrichs Zeit“; seine Malereien
sind teils geschichtlichen Inhalts, teils, wie auch seine
Aquarell⸗ und Gouachearbeiten, Genreszenen in impressio—
nistischer Manier, so: Friedrichs d. Gr. Tafelrunde,
Abendkonzert Friedrichs d. GEr. (beide in der Berlinei
Nationalgalerie), Krönung König Wilhelms in Königs—
herg, Eisenwalzwerk (1878, ebd.), Ballsouper (ebd.), Pro⸗
zession in Hofgastein, Nertia in Verona (1884, Dres⸗
den), Faschingsmorgen. — Biogr. von Knackfuß (53. Aufl.
1887), Meißner (1906); „Das det M.s“, mit Text von
Jordan (1886 84 u. 13865; neue Ausg. 18908).
Menzel, Karl Adolf, ere geb. 7. Dez.
1784 zu Grünberg, seit 1824 Konsistorial- und Schulrat
u Breslau, gest. das. 190. Aug. 1865; Hauptwerke: „Ge—
** der Veutschen“ (8 Bde., 1818 — 23), „Neuert
eschichte der Deutschen“ (2. Aufl., 6 Bde. 1883453536)
Menzel, Wolfgang, Schriftsteller und Kritiker, geb.
21. Juni 1798 zu owehstun (Schlesien), seit 1825 in
Stuttgart, gest. das. 28. April 1878, polemisierte gegen
die Goethesche Schule in: „Die deutsche Literatur“
2. Aufl., 4 Bde., 1836) und im „Literaturblatt“ (seit
1825) sowie gegen das Junge Deutschland und den
ranz. Einfluß die Literatur; schrieb: „Geschichte der
Deulschen“ (8 Bde., 6. Aufl. 1872 -78), „Geschichte der
deutschen Dichtung“ (2. Aufl., 83 Bde., 1875), „Geschichte
der Neuzeit“ — fg.), „Denkwürdigkeiten“ (1877)
Märchen, den Noman „Furore“ (1851) u. a.
Menzer oder Mentzer, s. Fischart.
Menzies, Mittelpunkt des Goldfelddistr. North Cool⸗
jardie in Westaustralien, (1901) ca. 2800 E.
Menzikofff, s. v. w. Menschikow (s. d.).
Mephistopheles (Mephisto), in der alten Volkssage
and in e „Faust“ Benennung des Teufels.
Mephitis, Gottheit, s. Mefitis.
Me⸗ping, Fluß in Hinterindien, s. Me⸗nam.
Meppel, Stadt in der niederländ. Prov. Drenthe,
an dem Meppeler Diep, (1899) 10 154 E.
Mernen Kreisstadt im preuß. Reg.⸗-Bez. Osnabrück,
an der Mündung der Haase in die Ems, (1805) 4589 E.
Amtsgericht, Gymnasium, bischöfl. Knabenkonvikt; Haupt⸗
ort des mediatisierten — — Arenberg⸗M.
Mera, Zufluß der Adda, s. Maira.
Mergan, Bezirksstadt in Tirol, an der Mündung
der Passeier in die Etsch, (1800) 8284, mit Obermais
und Untermais 17951 E., Burg, alte Schlösser (Tirol,
Zenoburg, Schönna), eeuüun vielbesuchter klima⸗
sscher Herbste und Winterkurort bes. für Brustkranke;
Obstbau. M. (Castrum Majense) war 1317 bis An⸗—
fang des 15. Jahrh. Hauptstadt von Tirol und Sitz der
Brafen von Tiröl. — Vgl. Pircher (4. Aufl. 1884). —
GBräsin und Graf von M., Titel der Gemahlin und des
Sohnes des Erzherzogs Johann (s. d.) von Osterreich.
Mercadante, Saperio, ital. Opernkomponist, geb.
26. Juni 1787 zu Altamura, seit 1840 Direktor des
eaee Neapel, gest. das. 18. Dez. 1870.
Mercator, Gerhard, latinisiert aus Kremer, Geo—
graph, geb. 5. März 1512 zu Rupelmonde (Jlandern),
gest. als Kosmograph des Herzogs von Jülich 2. Dez,
1594 zu Duisburg, bes. bekannt dürch eine von ihm zuersi
(1569) angewendete Kartenprojektion (Mercators Pro—
—
— Bgl. Breusing (2. Ausg. 1878).
Mercedes, Villa M., Stadt in der argentin. Prop.
San Luis, (1895) 11265 E. mobil 1, 2.
Mercedes⸗Simpler, Automobiltyp, s. Tafel: Aut o⸗
Mercerifation, Behandlung der Baumwolle mit
darker Natronlauge, wodurch sie starken Seidenglanz erhält.
Mercers Liquor, s. Blutlaugensalz.
Merchweiler, Dorf im preuß. Reg.⸗Bez. Trier, (1905)
1876 E.; Glashütten, Steinkohlenbergbau—
Mercia, das Land der Mercier, angelsächs. Königreich
in Britannien, von der Nordsee an beiden Ufern des
Trent bis nach Wales reichend, 829 vom westsächs. Künig
Fabert unterworfen.

Mercié (spr. HFich), Antonin, franz. Bildhauer, geb.
30. Okt. 1845 in Toulouse, seit 1891 —* lied der Aka⸗
demie und Prof. in Paris; Hauptwerke: —* Gloxia
viotis; Porträtstatuen (Arago, Thiers u. a.).
Mercier (spr. leh), Louis Stbastien, franz. Schrift⸗
teller, geb, 6. Juni 1740 zu Paris, gest. das. 25. April
1814; verfaßte Skizzen aus dem Voltsleben („Tableau
de Paris“, 12 Bde., 1782 -90; „Mon Bonnet de nuit“,
1Bde., 1784 2c.), Dramen u. a.
Merck, Joh. Heinr., Schriftsteller, geb. 11. April
1741 in Darmstadt, 1768 Kriegskassierer, 1774 Kriegsrat
das., von anregendem Einfluß auf Herders und bes.
Boethes Entwicklung, erschoß sich 27, Juni 1791; schrieb
ehrhafte Novellen, satir. Lieder und Episteln, Kritiken
ind Essays. — Biogr. von Zimmermann (1871).
NMoerourialia (lat.), die Quecksilbermittel.
Merourialis T., Bingelkraut, Pflanzengattg. der Eu⸗
horbiazeen, Kräuter Europas und der Mittelmeerländer.
Bei uns häufig M. perennis L. und annus T., mit
zgegenständigen Blättern und kleinen grünlichen Blüten.
Mercurtus, Merkur, lat. Name des griech. Hermes
J. d.), erhielt in Rom bereits 495 v. Ehr. einen eigenen
Tempel und wurde namentlich von der Kaufmannsgilde
NMoerourius (lat.), Quecksilber. sverehrt.
Merey (spr. h, Franz, Freiherr von, kaiserl. seit
1638 bayr. General, im Dreißigjiähr. Kriege, geb. um
1690 zu Longwy, schlug 8. Mai 1645 Turenne d Mer—⸗
gentheim, fiel 8. Aug. 1645 bei Alerheim.
Mer de Glace spr. mähr de glähß, d. h. Eismeer),
Bletscher an der Nordseite des Montblanc, aus drei Armen
destehend, 42 4km, 14*, kmelg., im Jardin 2787 m vpQ
Meredith, George, engl. Dichter und Novellist, geb.
12. Febr. 1828 in Hampshire; schrieb burlesk-satir. Er—
— („ The shaving of Sbagpat“, 1855), zahl—
zeiche KRomane („The ordeal of Richard Feveral“,
„Phe egoists“, The tragie comedians“, „Phe amazing
narriage“, „Beauchamp's career“ 20.), „Poems“ (1851
t. 1897), „Ballads and poems of tragie Life“ (1887) u. a.
Merkedith, Owen, Pseudonym von Edward Robert
Zulwer (s. d.).
Mergel, graue oder gelbliche Gemenge von Kalkstein
nit Ton, von denen bald der erstere vorwiegt (Kalk-⸗M.),
hald der letztere (Ton-M.), führt bisweilen viele Quarz—
örner (Sand⸗M.); erdig oder schieferig (Schiefer-⸗M. oder
Mergelschiefer), teils marine, teils Süßwasserbildungen
»om Devon an; gibt fruchtbaren Boden, daher auch zu
Dünger verwendet. smergeltem Boden.
Mergelkrankheit, Bodenmüdigkeit auf frisch ge—
Mergentheim, Oberamtsstadt im württemb. Jagst—
kreis, an der Tauber, (1905) 4532 E., Amtsgericht, Be—
zirksgremium, 1527 -1809 Sitz der Hochmeister des Deut—
gen Ordens. Hier 5. Mai 1645 Sieg der Bayern unter
Mercy über die Franzosen unter Turenne.
Mergui (spr. Fp Stadt in Birma, Div. Tenas⸗
erim, auf einer Insel in der Mündung des Tenasserim,
gegenüber den brit. M.Inseln, (18231) 10731 E.
Merheim, Landgemeinde im preuß. Reg.-Bez. Köln,
1900) 16288 (18905; 20727) E.
Merian, schweiz. Künstlerfamilie. Matthäus M.,
zer Altere, geb. 1583 zu Basel, seit 1624 Kupferstecher
u Frankfurt a. M., gest. 19. Juni 1650, bekaunt durch
eine Städteansichten L, Topographien“, 50 Tle., 1642 -
38). — Biogr. von Eckart (1887). — Sein Sohn Mat—
häus M., der Jüngere, geb. 1621 zu Basel, gest. 15. Febr.
1687 zu Frankfurt, Porträtmaler. — Dessen Schwester
Maria Sibylla M., verehelichte Graff, geb. 1647 zu
Frankfurt a. M., Ac 1717 zu Amsterdam, Stilleben⸗
nalerxin, bes. im Aquarell.
Mexrian, Peter, Geolog, geb. 20. Dez. 1783, seit
820 Prof. in Basel, gest. ð. Febr. 1883; schrieb über
die Geologie des Jura. — Vgl. Rütimeyer (1888).
Mérida. 1) Stadt in der span. Prov. Badajoz, am
Buadiana, (1900) 11168 E.; die alte röm. Kolonie Ameérita
 Au0gusta, 780 m lange Römerbrücke. — 2) Haupt⸗
tadt des mexik. Staates Yucatan, (1900) 43630 E.,
Iniversität; Industrie. — 3) Hauptstadt des Staates M.
1804: 118 557 E.) in Venezuela, ca. 53000 E.; Universität.
Meriden, Stadt im nordamerik. Staate Connecti⸗
ut, (1900) 24 296 E.; Metallwarenfabrikation.