Mer

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Merodach⸗Baladan, biblische Benennung eines
zabhlon. üfurpators und Königs, 722-709 (Jes. 38, 1;
2 Kon. 20, 12), als Segnen der assyr. Könige neuerdings
us den Keilinschriften bekannter geworden.
Meroẽe, Hauptstadt des AÄthiop. Reichs, zwischen dem
Mi und dem Astaboras (Atbarc). Ruinen und zahlreiche
Pyramiden im NO. von Schendi im Sudan. Hier bestaud
seit alter Zeit ein machtiger Priesterstaat, der in Spracht
und Schrift von Agypten abhängig war, dann aber eigen⸗
artige, noch nicht sicher gedeutete Formen dafür ausbildete
Meromsee, irrtümliche Bezeichnung des vom Jordan
—— — — —* Bahr el⸗Hule, bedeutet wahrscheinlich
die Gewässer bei dem heutigen Dorfe Meron in Ober⸗
Jaliläa (Jos. 11, 8, 7),
Merope, Toͤchter des Kypselos, Gemahlin des asepe
chen Königs Kresphontes, durch ihren Schwager Poly—
ohontes, der Mann und Kinder bis auf den nach Arkadien
geretteten Aipytos tötete, zur Ehe gezwungen. Als Aipytos
herangewachsen war, erniordete er Polyphontes und gewann
„as vuterliche Reich zurück.
Meroftomen (Merostomata), Ordnung der Gi⸗—
gantosttaken, ausgestorbene Krebstiere aus dem Silur und
Devon, von riesigen Formen (bis 2,w), mit kurzer Kopf⸗
hrust und fünf Paͤar beinförmigen Cliedmaßen, gestrecktemn,
wolfringeligem, gliedmaßenlosem Hinterleib. Hierher z. B
Rie Gattungen Fterygotas und Enrypterus.
Merowinger (Werovinger), das Geschlecht der älte—
sten frank. Könige, nach dem um die Mitte des 6, Jahrh
regierenden Merovãus (Merowech) benannt. Die be⸗
deutendfien sind: Chlodwig J. (481--511), dessen Enkel
Fhlothar J. (58-561) und dessen Enkel Chlothar II
G3628). AUntex feinen Nachkommen verloren die M.
durch blutige Familienkriege geschwächt, die Macht an ihrt
Haubmaier (Major dJomus) aus dem Geschlecht der Karo⸗
unger (s. d.); der letzte M., Childerich I1I1. ward 752
on Pippin dem Kleinen abgesetzt. — Vgl. Bornhak (1868)
Ddahn, Die Könige der Germanen“ (Bd. 7, 18904 - 05)
Meroren, s. Glimmer. [Finn. Meerbusens
vlerreküi, russ. Seebad an der Narwabucht des
Derrimac, Fluß in den nordamerik. Staaten Neu—
jampshire und Massachusetts, mündet unterhalb New⸗
uryport in den Atlant. Ozean, von Lowell an schiffbar.
Wierry del Val, Raffele, päpstl. Staatssekretür, geb.
0. Ott. Igos in London, 1892 papstl. Kammerherr, 1899
Aisvos Prasident der Accademis pontifies deos Nobi
ocleciantica, 1008 Kardinal und päpstl. Staatssekretär.
Merscheid, früher Name der Stadt Ohligs (s. d.).
wierseburg, Hauptstadt des Reg. Bez. M. (10211
xm, 1000: 1189 825, 1905: 1255244 E., 8 Stadte,
6 Landtreife) der preuß. Prov. Sachsen, l. an der
Saale, (18000) 19 1418 (1905: 20028) E., Garnison,
—B Domkirche (10. Jahrh,; eine der größten Or⸗
zeln, Grab Rudolfs von Schwaben), ehemal. Residenzschloß
getzt Regiexung), Domgymnasium, Präparandenanstalt,
Zufbeschlaglehrschmiede; Industrie in —““' Leder,
Spielwaren. — Seit dem 8, Jahrh. war M. Hauptort
der Grafsch. M. (letzter Graf Esilo, gest. 1007) und öfters
RKesidenz der fächs. Kaiser. Das Bistum M. 968 von
Dtto I gegründet, dem Erzbistum Magdeburg unter⸗
Jeordnet 16843 der Reformation beigetreten; seit 1561
hon Kurfachsen administriert, von 16561738 uuter einer
— Seilenlinie Sachfen-⸗M.; 18185 fiel der größere
Teil des Stifts an Preußen.
Merseghun, türk.zasiat. Stadt, s. Mersiwan.
Diers Li⸗Kebir, Hasen von Oran, (1801) 8017 6.
vierfen (crichtiger Meerssen), Ort in der niederländ.
Prov. Limburg, (1808) 6007 GE.; bekannt durch den Ver⸗
trag (870) zwischen Ludwig dem Deutschen und Karl dem
—9 der Lothringen an Deutschland brachte.
ersey Epr. moörst), Fluß in erd kommt von
der Penninischen Bergketlie, empfüngt den Irwell, bildet
unterhalb Wärrington ein 32 km langes Astuar, mündet
nach T00 Am in, die Zrische See; von Eastham Schiff⸗
fahrtskanal nach Manchester. [Karte: Großbritannien
ind Irland T, 8 u. 9.]
Mersina, D seledi im türk.-kleinasiat. Wilajet
Adanga, au der Küste, ca. 8000 E.; Baumwollausfuhr.
Miersiwan (Mersifun, Merseghun), Stadt im tuͤrk.
tleinafial. Wilajet Siwas, 20000 E., Silberbergwerk.

Merswin, Rulman, s. Rulman Merswin.
Nertensis Villd., Pflanzengattg. der rerie
nit wa 30 krautarligen, namentluch tropifchen Arken
petannteste M. dichotsma illde). Rhizom hurkemehl⸗
eich, geröstet als dienend.
Berthyr Tydsil (spr. mörr.), Stadt in Wales, am
Taff, ie 60 228 E. Hauptort des Eisen⸗ und Stein⸗
wehlenbezirks von Südwales.
Meriwyn Kultut (spr. mjört.), seit 1884 Zaremitsch⸗
zusen genannt, fache Bufen im NO. des Kaspischen Meers;
——— daran der Busen Kaidak.
Meru, in der ind. esergue goldener Berg im
Mittelpunkt der Welt, Wohnflg der Gotter.
Mern, Berg im Massalland in Deutsch⸗Ostafrika, im
W. vom Kilimändscharo, 4630 m.
Merulius iaorιανι Schum., s
Zausschwamm.
Merveilleuses (frz., spr. wejöhs,
d. T Wunderbore), in Frankreich zur Zeit
des Didektortums auffallend gekleidete
Frauenzimmer, in hochgegürteter altgriech.
kracht, mit übertrieben geformten Hüten
ind Frisuren u. dgl. [Abb. 1169]. (S.
noroyable.)
Merville (spr. wil), Stadt im franz.
Dep. Nord, an der Lys, (1901) 7676
Hrerw Hauptort der Dase M. im m use
uff. Jentralanat. eeee Gebiet, Merveilleuse.
3926 E. M. eine uralte Ansiedelung, lag bis 1795 um
7 Rm östlicher; es kam 1886 an die Teke-Turkmenen, 1884
an Rußland.
Merwara, Gebiet in der brit.costind. Prov. Adschmir⸗
Merwara, 1660 4kw, (1891) 110 989 E.; Einwohner die
Mer (Bergbewohner). Vereinigung mit dem Waal-Merwe
 (Merwede), der — der Maas nach
Derwedekangl, Line neue Verbindung Amsterdams
nit dem Rhein, 1808 eroffnet; geht von Amsterdam über
itrecht und Vianen nach Gorinchem an der Merwede.
Merxe, Adalbert, prot. Theolog, geb. 2. Nov 1838
u Bleicherode, 1868 Prof. in Jena, dann in Tübingen,
873 in Gießen, 1875 in Heidelberg. Hauptschriften
Bardesanes von Edessa“ (1868), „Grammatioa cyviaes
I867 70),, Die Prophetie des Foel“ (1879), AHistoxris
Tlis grabatiege Spud. Syros“ (I889), „Die vier
anonischen Evangelien nach ihrem ältesten bekannten Terte“
—
Merrem, Vororlvon Antwerpen, (19041) 13777 6.
wrerrieben, Dorf im preuß. Reg.-Bez. Erfurt, Kr,
rangenfaͤlza, an der Unstrut, (1900) 475 6. Mittelpunlt
der Schlacht von ——— 27. Juni 1866.
Meryzismus (grch.. „Wiederkauen“), nervöse Magenifseinbon,
 da der dit geuösfenen Speisen nach kurger Zeit
vieder in den Mund kommen.
Merzig, Kreisstadt im w Reg.⸗ Bez. Trier, x. an
der Saar, (18085) 7605 E., Amtsgericht, Irrenanstalt.
Merzvbieh, Brackvieh, wegen Älter, mangelhafter Leis
tung oder sonstiger Fehler zur Zug oͤder Rutzung (Ar⸗
de iun Much u. a.) unbrauchbares Vieh.
Mes, Gewicht und Geldgröße, s. Mas.
wrefa, Moabiterkönig des 9. Jahrh. v. Chr. Seine 1868
dei Dibon sbeute Diban, oͤstt. vom Toten Meer) aufgefundene
Siegessdule (Mesainschrift) ist eins der ältesten Denkmãler
emit. Schrift (Ausgabe von Smend und Socin 1886).
Mesalliance d spr. Aangß), 8
Mresar, Wesari-Scherif, Stadt in A ghanistan, Land⸗
chaft Balch, 26000 E.; Wallfahrtsort.
Wescheve, Kreisftadt im preuß. Reg.-Bez. Arnsberg,
in der Ruhr, (1806) 3305 E., Amtsgericht.
Meschhed, Hauptstadt der pers. Prov. Chorafsan,
3z0000 E; Industrie in Teppichen, Scals, Seidenstoffen,
Stahlklingen, Gold- und Eilberarbeiten.
wWleschheb⸗Vili, Redschef, Stadt im Wilajet Bagdad
m vahri Kedschef, z000 E Grabmoschee des Kalifen Ali.
Meschhed⸗Hufsen, afiat.turk. Stadt, s. Kerbela.
vieschid⸗ i⸗Ser, Hafen in der pers. Prov. Masenderan,
in der Mündung des Bawul; Handel mit Rußland.
Meschinleder, s. Saffian.
vieschischerjaren GVieschtschera), ursprünglich finn.
gate enee eihen uͤral und Wolac 38 800 Koͤpfe, meis