Mohammedaner und tatarisch sprechend (von den Tataren
Mischär genannt), 35 000 russifiziert.
Weschtscherftij, Wladimir Petrowitsch, Fürst, russ.
Schriststeller, geb. 1889. Herausgeber der Zeitung „Grasdanin“
 (1872 90, schrieb Romane aus der russ. vornehmen
Welt; vieles drulsch übersetzt: „Einer von unsern Bis—
marcks“ (2. Aufl. 1886), „Die Realisten der Großen
Welt, „Geheimnisse von Petersburg“, „Fürst Noni“ u. a.
Mesdag, Hendrik Willem, holländ. Marinemaler,
geb, 23. Fcbr. 1831 zu Groningen, lebt im Haag, bes.
ubige Seestücke (bei Scheveningen) mit Fischerbooten, bei
Sonnenaufgang, Sonnenuntergang u. dgl.
Wiesenibria (Vifivria), alte Stadt im bulgar.⸗ostrumel.
sr. Burgas, am Schwarzen Meer, (1893) 1808 griech. E—
Hesembryantuemum L., flan⸗
engattg. der Aizoazeen, Kräuter oder
St ducher, größteuteils vom Kap: viel⸗
Arten Zierpflanzen, wie M. trioolor
 Milld. (dreifarbige Mit⸗
tagsblume), M. pomeridisnum
 (Nachmittagsblume) u. a.
M. edũle L. (Feigeneisblume)
und M. acinaciforme I. liefern
 die eßbaren Hottentotten⸗
feigen, M. crystallinum I.
(Eiskraut, Eisblume, Eis—
pflanze) ist dicht mit blasigen,
glashellen Wasserzellen wie mit
Fisstropfen bedectt, dient auch zu Gemüse; AM. cordifoum
 variegatum Hort. s[Abb. V Ampelpflanze.
Mesen (spr. seni), Fluß im nördl. Rußland, 876 km Ig.
chiffbar, mündet in die Mefenbucht des Weißen Meers
Nn lehteim die Kreisstadt M., im Gouv. Archangelst, 1801 E.
Mesenterlum (grch.), das Gekröͤfe; Mejenterial⸗
zrüfen, Gekrösdrüsen; Mesenteritis, Gekrösentzündung
Meseritsch, Städte in Mähren. s. Großmesexitsch und
Walachisch⸗Pteseritsch.
Breseritz, Kreisstadt im preuß. Reg.-Bez. Posen, an
der Mündung der Packlitz in die Obra (1805) 5800 E.
ande und Amtsgericht, Gymnasium; Maschinenindustrie.
Mesha, l. Nebenfluß der Düna in den rufis. Gouv
Sinolensk uud Witebsk, 214 Bm.
Meshirjetschje (poln. Micdzyrzecz), Stadt im russ.⸗
oln. Goub. Sjedlez, an der Krzua (zuin Bug) 43681 E.
Bies mer, Frauz (nach andern Friedr. Ant,, Be⸗
zründer der Lehre vom Tierxischen Magnetismus (. d.),
Zes sog. Mesmerismus, geb. 23. Mal 1733 zu Iznang
Im Bodenfee, begann in Wien seine magnetischen Kuren,
zing 1788 nach Paris, gest. 8. Maärz 1815 zu Meersburg.
vBgl. Justinus Kerner (1856) Kiesewetter 3233
Woefobilafi (grch.), J. v. w. Mesoderm (s. Gastrula).
Ptesocco, Valle M. oder Mesolcina, deutsch Misor,
Tal der Moesa, Rebenfluß des Ticino, in Graubünden,
om St. Bernhardin bis zum Kanton Tessin, 36 Kmulg.“
vichtigste Orte M. (1686 E.) Roveredo (1068 E.).
Mefoderm (grch.), s. Gastrula.
Mesogastrium rg mittlerer Teil des Bauches
mesogastrische Gegend, dabelgegend.
Besokephalie (grch. —— Schädel,
bei dein der größte Breitendurchmesser 3, bis . des
zrößten Längendurchmessers mißt. Mesokevtalen. Menschen
nit solcher Schädelbildung.
Mesolcinga, ead Tal, s. Mesocco.
Mefolithisch (grch), der mittlern Steinzeit angehörig.
Viefolorigion, ital. Missolunghi, Hauptstadt des
Nonos Aloin und Akarnania in Mittelgriechenland, am
Rordrande des Golfs von Patras, (1896) 11016 E.; im
griech. Unabhängigkeitskampfe 1828526 lapfer gegen die
Tuͤrken verteidigt; 1829 von den Griechen wiedererobert
Tod Byrons 1824. [Körpermitte.
Mefomphaltum (grch.), Nabelmitte, der Nabel als
Desopenietoste (grch.), der mittelste Tag zwischer
Offern ud Pfingften, der vierte Tag nach Jubilate.
Mesophyll (gech.), Blattparenchym, das Füllgewebe der
Blatter hoͤherer Vflanzen, also das afsimilierende Gewebe
Mesopotantlen (grch. gZwischenfiromland“; arab,
El Dschesire, d. i. Insel“), das Land zwischen Euphrat
und Tigris vom Armenischen Bergland bis zum Perf. Golf
ae AIte“Welt J. bei Altertum)

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Mes
zut bewässertes Kulturland, jetzt mit Ausnahme der Fluß⸗
ifergegenden Wüstenei, nacheinander unter assyr., pers., maze⸗
don. syr., parth., röm. und pers. Herrschaft, seit 1648
ürkisch; Jueae Flüsse Dschulab und Chabur; Produtte
Qlive und Dattelpalme; Städte im N. Diarbekr, Urfa,
Mardin, Nisibin, Harran und Mosul, im S. einst Babylon.
Wesostylon (grch.), der Raum zwischen zwei Säulen.
Mesozoisch (grchi), hinsichtlich des Tiervorkommens in
der Mitte stehend zwifchen paläozoischen und känozoischen
Formen; Mesozoifche Formationsgruppe, die Trias-,
Jura- und Kreideformation. [G. Erdtarten II, F und
Beilage: Geologische Formationen, nebst Tafel.]
Mespelbronn, Zulius Echter von, s. Zulius, Erz⸗
ischof von Würzburg.
Mesquinerie (frz. spr.-lin'rih), Ärmlichkeit, Knauserei.
Mess (engl.), Tifchgesellschaft, bes. det gemeinschaft—
iche Mittagstisch von Offizieren, Offiziersmesse (s. Messe).
Messa di voee (Gital, spr. wohtsche), urspruͤnglich im
Besang das allmähliche Anschwellen und Abnehmen der
Töne; neuerdings j. v w. mezza voce.
NMessageries Maritimes (spr. -asch'rih -tihm), größte
anz. 3 s. Beilage; Dampf⸗
Wessalianer, J. Massaliauer. [ichiffahrt.
—— Valeria, Tochter des Konsuls Matcus
Balerius Messalla Barbatus, erste Gemahlin des röm.
daisers Claudius, berüchtigt wegen ihres ausschweifenden
debens, ihrer Hab⸗ und Herrschsucht, 18 n. Chr. auf Ver—
inspen von Claudius' Geheimselretär Narcissus getotet.
essapia, im Altertum Landschaft im äußersten SO.
Italiens, bewohnt von den Messapiern, einem den Illyriern
erwandten Stamm, der 266 v. Chr. unter Roms Ober—
errschaft kam. snos (s. d.).
Meffaria, Kythnos, Hauptort der gricch. Zyklade Kyth⸗
Meßbildverfahren, s. Photogrammetrie.
Mehbrief, die amtliche Urkunde über die Vermessung
Meßzbuch, s. Missale. seines Schiffs
Messe (lat. missa), in der kath. Kirche Bezeichnung des
ucharistischen Opfers (Abendmahls) und seiner liturgischen
Feier, sowie des Formulars hierzu, das mitsamt seinen wech—
elnden Teilen im Missale (Meßbuch) enthalten ist. Mit
Missa (waissio) ost („die Entlassung findet statt“) schloß
und schließt noch jetzt die erste und zweite Hälfte der M.
Die erste Hälfte (die Vor-M.), der allein in der altchristl.
Lirche die Katechumenen beiwohnen durften, ist didaktischer
Art und enthält Staffelgebet (Beichte mit Absolution),
Introitus, Kyrie eleison (s. d.), großes Gloriag, Kollekte
(J. d.). Epistel, Graduale (s. d.) Evangelium, Credo. Die
igentliche oder Gläubigen-M., die unblutige Wieder—
solung des Kreuzesopfers Christi durch den Priester, zex—
ällt in drei Hauptteile: die Zurüstung der Opfergabe
Brot und Wein), das Offertorium; den Opferakt, in
dem Brot und Wein durch das Gebet des Priesters in den
deib und das Blut Christi verwandelt werden (Konsekra⸗
ion) und in das Opfermahl, in dem Priester und event.
die Gläubigen die Opfergaben genießen (Kommunion),
woran sich noch die abschließenden Gebete reihen. — Pri—
ant⸗M. ist eine von dem Priester ohne Teilnahme der Ge—
meinde gelesene M. Die stille M. wird zwar vor der Ge—
meinde gelesen, aber nur von einem Geistlichen, während
zei der hohen M. (Hochamt) dem zelebrierenden Priester
»on Geistlichen als Diakonen assistiert wird. Pontifikal—
M. ist die von einem Bischof, Papal-M. die vom Papst
zelesene M. Seelen- und Toten-WMe. (Nequiem) sind Mi,
jei denen speziell für einen Verstorbenen (oder mehrere)
gebetet (die M. appliziert) wird, um ihnen durch diese Für—
hitte die Qualen im Fegfeuer abzukürzen. Mit der Lehre
dom Meßopfer verwarf die Reformation auch die röm. Foem
des Abendmahlsgottesdienstes oder die M. doch blieben
in der luth, Abendmahlsliturgie Bestandteile der M. üb
lich. — — Gihr (9. Aufl. 1904).
Die Musik beim Hochamt wird auch M. oder Missa ge⸗
gannt; sie besteht aus Kyrie oleison, Gloris im eroens
D00, Oredo, Sanctus mit Hosianna und Benedictus,
Ienus Dei. Die bedeutendsten Kompofitiovnen sind von
Palestrina, Depres, Bach, Mozart (E⸗moll), Beethoven
——— —
Messe, die gemäinschaftlichen Wohn- und Speiserdume
er Offiziere, der Deckoffiziere, der Seekadetten und Deck—
adetten an Bord der Krieasichiffe.