Meßwechsel, Marktwechsel, Wechsel, bei denen die
Zahlungszeit auf eine Messe (einen Markh) festgesetzt ist,
gach der, deutschen Wechselordnung fällig am Tage vor
Schluß, bei eintägiger Bauer am Tage der Messe.
WMefta, Karatu, im Altertum Neitos. Fluß im türk.⸗
mazedon. Wilajet Saloniki, müundet, 492 km Ig., gegen⸗
uber der Insel Thasos ins ÄAgäische Meer.
Mestizen (span.), Abkömmlinge von Weißen und
Indianerianen, Westizorlaros, von Indianern und Mestizen.
Mestre, Stadt in der ital Prov. Venedig, an der La⸗
— am Kanal M., mit Malghera (18901) 11680 E.
Karte: Italien 1, 1].
Miefurado, Montserrado, Vorgebirge in der Republik
diberia unweit der Mündung des Flusses Saint Paul.
Mesure Erz., spr. sühr), älteres Flüssigkeitsmaß in
Brüssel — 0, so2 J.
Mesusa (hebr. „Pfosten“), bei den Juden das mit den
Abfchnitlen 5 Mos. 6, 8 und 11, 18-20 beschriebene Per—
zamentblatt, an der Haus⸗ und Stubentür in einer Kapsel
hefestigt. — [maß * O2es 1.
Befzely (spr. meßzeli), früheres ungar. Flüssigteits⸗
Vieszesgebirge (sprmeßeschy), Teil der Siebenbüra.
tarpathen (Magura Priei 990 m).
VHtet (Meth), Honigwein, weinartiges Getränk, in alten
Zeiten in ganz Curopa, jetzt nur noch in Rußland, West⸗
und Ostpreußen bereitetes Getränk. Honig wird mit Wasser
gesotten, der Schaum (Eiweißstoffe) entfernt und die Flůs⸗
sigleit mit Hefe zur Gaͤrung gebracht. M. wird häufig mit
Apfelmost, Wein oder Bier versetzt.
Meta, J. Nebenfluß des Orinoco, entspringt in Ko⸗
umbien, mündet nach 1100 xm in Venezucla.
Metabasis (grch.), s. Apostrophe.
Motaböola, s. Insekten. ss. Hand.
Aetacarpus, Netacarpiaum (grch.), die Mittelhand,
VMeltachromatypie (gech.), Dekalkomanie, die Kunst,
og Abziehbisder (bunte Bilder, die auf ein mit einer
leicht löslichen Schicht überzogenes Papier, Dekalkierpapier,
edruckt sind), auf Holz, Glas, Metall, Porzellan, Leder,
g c. mnittels Anseuchten der Rückseite zu übertragen.
Metachronismus (grch.), Setzung eines Ereignisses
Ane zu spate Zeit, in der es nicht geschehen konnte.
Metageitnidn, zweiter Monat des attischen Kalenders
Vetagenefis (grch.). s. Ammenzeugung.
Metageschafte, Geschaftsoperationen zweier Handels⸗
zufer, ba denen Kosten sowie Gewinn und Verlust gleich⸗
Metaglobulin, s. Klobuline. smäßig geteilt werden
Dietagnostit (arch“), s. v. w. Metaphysit (. d.),
Actaα e, sur. larih), Meierei; auch s. v. w. Halb⸗
cheidwirtschaft (s. d.).
Veitarritik (grchi), Kritik einer andern Kritik.
Delaiepfie (grch,Vertauschung“), s. v. w. Substitu⸗
ion (chemisch). stauschung.
Melallage, Metallaxis (grch.), Verwechslung, Ver⸗
Dietaubad, s Bad (hemisch)
HMetaubarometer, s.v. w. Aneroid (. d.)
Dielaubãume, durch andere Metalle bewirkte baum⸗
arug verzweigte metallische Niederschläge aus Lösungen von
etallfalzeu, z. B. von Silber (Dianen⸗ oder Silberbaum)
us Silberloͤsung durch Zink.
Metaubutter, Bezeichnung für einzelne Metallchloxide
wegen ihrer hutterühnlichen Leihtschmelzbarkeit, z. B. An—
insonbutter s. v. w. Antimonchlorür—
Metalldruck, diejenige Art des Buch⸗ oder Stein⸗
drucks, der man auf den frischen Druck Metall in Pulver⸗
form vermittelst eines Ballens von Baumwolle aufträgt
oder in der Bronziermaschine mechanisch aufstäuben läßt.
Metalle (grh), chem einfache Körper (Elemente) von
rigentümsichem Glanz (Metalglanz Undurchsichtigkeit,
Leitungsfähigkeit für Wärme nd Eliektrizität, gewisser
Dehnbarteit und Schmelzbarkeit; die spröden wurden früher
als Halb M. bezeichnet. Leichte M. (oder Leicht⸗M.), vom
spez. Gewicht unter 6 sind die M. der Alkalien (Kalium,
Natrium, Lithiump der alkalischen Erden (Baryum, Stron⸗
tium, Kalzium, Magnesium) und der eigentlichen Erden
Berhliunmt, Aluminium, Zirkonium, Httrium, Thoriumi,
Erbium, Cer, Didym, fie orydieren sich leicht,
Fum Teil mit Heftigkeit an feuchter Luft, daher unedle M.
Jenannt; zu lehstern gehören auch die Schwer⸗ M. (Erz-⸗M.
Deil aus Erzen abgeschieden) Mangan, Eisen. Nickel. Kobalt,

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Met

Throm, Uran, Kupfer, Zinn, Blei, Zink, Tadmium, Wismut,
uind von den Platin⸗M. Ruthenium und Osmium; die
zegen Atmosphärilien bestündigen, Quecksilber, Silber, Gold,
Platin (Jridium, Palladium), werden edle M. (Edel-M.)
genannt. Uber die Gewinnuug der Edel-M. s. Beilage:
Währung. Die meisten M. und ihre Mischungen (Legie⸗
ungen Is. d. ) sind weiß, gelb die M. der alkalischen Erden,
Bold und einige Kupferlegierungen, rötlich das Wismut,
rot das Kupfer. Die meisten M. geben mit Säuren Salze;
zum Teil lösen sie sich in Säuren unter Wasserstoffentwick⸗
ung auf. — Bgl. Neumann (1804).
Metalleule (Plusia), Gattg. der Eulen. hurtige,
meist auch am Tage fliegende Schmetterlinge mit metallischen
 Zeichnungen auf den Vorderflügeln. Raupen auf
niedern Pflanzen, mit verkümmertem, vorderm Bauch—
iußpaar. Bekannteste Art die Gammaeule (s. d. und
dafel: Schmetterlinge II, 7).
Wetallfarben, s. v. w. Bronzefarben (s. d.).
Metallfärbung, s. Jrisieren.
Metallfeile, Kompositivnsfeile, Werkzeug aus Bronze,
yne Hieb, von den Uhrmachern zum Polieren benutzt.
Metallgewebe, s. v. w Drahtgewebe.
Metallgießerei, die Herstellung von metallenen Ge⸗
drauchsgegenstanden durch Gießen. ahi finden für
die Gießerei Verwendung; Gußeisen und Stahl, Bronze,
Messing, Zink, Zinn und Blei, sowie Legietungen der
deiden letzten. sPiaster.
Meétallik, ältere türk. Billonmünzen zu 1, 1 und 1
Metallin, Legierung zu Juwelierarbeiten, aus Kobalt,
Aluminium, Kupfer, Eisen; auch ein Schmiermittel für
Lager, aus Graphit und Talk (oder Paraffin).
Metalliques (frz., spr. lick), die 1797 in Frankreich
»om Direktorium herausgegebenen Staatsobligationen;
»ann auch österr. und russ. Staatspapiere, die nur in
Silbergeld verzinst und zurückgezahlt wurden.
Melallisation, Vererzuug s. Versteinerungen).
Metallisieren, Holz durch Imprägnierung mit Eisen—⸗
triol und Chlorkalzium dauerhafter machen.
Metallkäfer, s. Rosenkäfer.
Metallkarburete, Metallkarbide, s. Karbide.
Metallkartusche, s. Kartusche [Abb. 905 bl.
Metalltönig, s. Regulus.
Metallkonstruktion, künstliche, die Herstellung eines
Beschützrohres aus mehrern aufeinander geschobenen konzen⸗
rischen Röhren, um es gegen den Druck der Pulvergase wider⸗
dandsfühiger zu machen. (S. auch Mantelrohr.)
Metali itohr (frz. Moiré métallique), perlmutterartige
Zeichnungen auf verzinutem, mit Königswasser übergossenem
ind mit Salpetersäure abgespültem Eisenblech. — uͤber M.
in der Pharmazie s. Aethiops.
Metallochromte We galvanische Färbung der Me⸗
talle, s. v. w. Jrisieren (s. d.).
Metallographie (grch.), Beschreibung der Metalle
ind Legierungen, bes. ihres Gefüges, das man durch Ine
en, Polieren und Atzen erkennbar macht und durch das Mi—
roskop oder durch Mikrophotographie näher studiert.
Metalloide, die nichtmetallischen Elemente: Sauerstoff,
Wasserstoff, Kohlenstoff, Stickstoff, Chlor, Brom, Jod, Fluor,
Schwefel, Selen, Tellur, Arsen, Phosphor, Bor, Silizium;
die Unterscheidung ist jedoch nicht streng durchzuführen, da
. B. Arsen auch zu den Metallen gerechnet werden kann.
Metallorganische Verbindungen, Organome
alle, Verbindungen von Alkoholradikalen mit Metallen,
bes. Zink, Quecksilber, Zinn, meist farblose Flüssigkeiten,
ie sich mit Wasser heftig zersetzen.
Metalloskopie g bei der Metallotherapie (s. d.)
as Ausprobieren des Metalls, für das die erkrankte Per—
on empfünglich ist. Auch die angebliche Fähigkeit, Metall—
nassen in der Erde zu empfinden und zu entdecken.
Metallotherapie (grch.), Behandlung gelͤhmter Kör⸗
zerteile durch Auflegen von Metaͤllplatten. Istoff.
Metalloxyyde, Verbindungen der Metalle mit Sauer—
Metallsafran, Antimonfafran, lat. Crocus metalorum,
 Gemenge vpon Antimonorxyd mit Antimonsulfid.
A Verbindun en der Metalle mit Saͤuren.
Metallschnitt, die bildliche Darstellungen er⸗
jaben in Metall zu schueiden und dabon zu drucken.
Metallseife, Silberseife, Seise zum Reinigen von
Metallgegenstünden. enthält Schlämmkreide und Englischrot.