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Metallthermometer, Thermometer, das auf der
berfchiedenen Ausdehnung zweier Metalle, z. B. zweier auf⸗
inander gelöteter Streifen von Messing und Eisen, beruht
Wietalltuch, s. Drahtgewebe.
Metallurgie —5 Hüttenkunde, die Lehre von den
Prozessen, durch welche die Metalle aus ihren Erzen dar—
gestellt und in die handelsühliche Form gebracht werden.
Metallzeit, zusammenfassender Name für die Kupfer—
eit (j. d.), Bronzezeit (s. d.) und Eisenzeit (s. d.
Metamier (grch.) heißen isomere organische Verbin⸗
dungen, worin die gleichen Atome auf verschiedene, durch
peertig Elemente gebundene organische Radikale ver—
teilt sind, so daß nur die Atomsummen im Molekül die—
felben bleiben.
Metameren (grch.), Folgestücke, die hintereinander
liegenden Teilstücke oder Segmente der Tiere, z. B. die
Körperringe der Würmer und Gliederfüßer, die Wirbel im
Rückgrat der Wirbeltiere ꝛc.
Metammeh (Matama), Hauptort der ehemal. ägypt.
Prov. Kalabat, am Atbara, vor dem Mahdiaufstand (1882)
wichtiger Handelsplatz.
Metamorphismus, die durch vulkanische Dämpfe,
zebirgsbildende Kräfte (tektonischer, Stauungs -Ma Dyams
 M.), zirkuliexende (bes. exhitzte) Wasser (hydratochermischer
 M.) oder Berührung mit Eruptivgesteinen
Kontakt-⸗M.) bewirkte Veränderung an Gesteinen, immer
zuf ein verhaltnismäßig enges Gebiel beschrünkt. Regional.
M. ist die aus noch nicht klar erkannten Ursachen erfolgte
Imwandlung von Gesteinen ganzer Erdstriche.
Wietamorphopsie (grch), s. Gesichtstäuschungen.
Hietamorphofe (grh), Verwandlung; in der Mytho—
ogie die Verwandlung von Meuschen in Tiere, Steine
Buume ?⁊c. (oft poetisch behandelt, bes. von Ovid). — Ir
der Botanik: die Veründerung, welche ein Organ (z. B.
das Blatt) durch die verschiedene Funktion erleidet, isl
ine fortschreitende (progressive) M., wenn das Organ
zuf eine hoͤhere Stufe der Ausbildung (z. B. das Laub⸗
blatt zum Kelchblatt) erhoben wird, eine rückschreitende
regrejsive) M. oder Anamorphose, wenn das Organ au
einer Liefern Ausbildungsstufe siehen geblieben ist ð B
das Vergrunen der Blumenblätter). — In der Zoologie
das Durhlaufen einer Reihe von Entwicklungsstusen, deren
sede sich von den übrigen durch abweichende Gestalt und
debenbweise des betreffenden Tierindividuums unterscheidet,
deim Echmeklerling z. B. die Entwicklung aus Ei, Raupe
und Puppe zum Imago, ist fortschreitend, wenn sie ein
abgekuͤrztes Spiegelbild des Entwicklungsganges der In
de behrefsenden Tieres gibt, rückschreitend, wenn (infolge
»on Parasitismus z. V die Larven höher organisiert sind
zs das defimlive, deschlechtsreife Tier. Eine bis zu einem
—F—— des
Hiciwurms, desfen wohlentwickelte Larven durch Para—
itismus in Bienenstöcken zu niedriger organisierten fuß⸗
vfen Raden werden, die sich erst nach mehrern Hüutungen
deiter entwickeln. — In der Geologie: die Umänderung
der Gesieine (s. Metamorphismus).
Metamorphosfieren (arch.), verwandeln, umgestalten.
Metapher, Metaphora (guch.), bildliche Ausdrucks⸗
weise, g.B. Hafen statt Zuflucht; kalt statt gefühllos
netaphsrifch, uneigentlich, bildlich.
Metaphrase 3 umschreibende Ubersetzung, bes.
ines Gedichts in Prosa.
Metaphysit (gtch.), Titel eines Buches des Aristoteles
hinter der ege sputer Bezeichnung der Wissenschaft
don den letzten Gründen aller Dinge dann (nach Hume)
don den lehzten Gründen unserer Erkenntnis der Dinge,
nach Kants Kritik der reinen Vernunft die systematische
Darlegung der a— rgrisen Elemente unserer Erkenntnis.
Metaphysisch, ad die M. bezuͤglich, übersinnlich. — Bsl.
Lotze (3. Aufi. 1001); Deussen (8. Aüfl. 1802); E. von Hart⸗
mann, „Geschichte der M.“ (EBde. 1898 1900).
Metapsnit Metapontion), im Altertum reiche achaische
Siadt in Unteritalien, seit dem 2. Punischen Kriege ver—
oͤdet; Tempelruinen beim Kastell Torremare.
Metastage (grch.), Versetzung, Umstellung, das Über—
gehen von Krantheitsprodukten mittels des Blutstroms
hon einem Organ auf ein anderes.
Metastasio, Pietro Antonio Domenico Bonaventura,
aigentlich Travassi, ital. Dichter, geb. 13. Jan. 1688 zu

Rom, seit 1729 Hofdichter Karls VI. gest. 12. April 1782
zu Wien, 57 des neuern ital. Singspiels.
Merastatische Abszesse, durch Metasiase (s. d.) ent⸗
tehende Abszesse, bes. bei der Pyämie.
Metatarsus (grch.), e— s. Fuß (anatom.).
——3— (ech), uUmstellung, Bersehung der Buch⸗
staben.
Betauro (Metaurus), Fluß in den ital. Marken, fälli
rach 185 Rmbel Fano in das Adriat. Meer; hier 207 v. Chr.
Untergang Hasdrubals d die Römer sKarte: Die Alte
Welt ILs, bei Altertums.
Netau* rorges (frz. spr.toh forscheh), s. Mokume.
Metaweartschaft, Retayage (spr. täjahsch'), s. v. w.
Zalbscheidwirtschaft (s. d.).
Vrelazenirum (Wgrch-Iat.), Schnittpunkt [u in Abb.
172] der Auftricbsrichtung (PJ für
ie geneigte Lage des Schiffskörpers
mit der (senkrechten) Iusn de ang —
ür die aufrechle Lage (Vertikale v
Nauf den Kiel in aufrechter
age). ee das M. über dem — *
SHwerpunkt liegt, ist das Schiff sta⸗
ege et sih nag er at —7
ung wieder auf und kann nicht kentern. *
Wetazwoen, Darmtiere, die Tiere, 1172. Metazentrum.
)eren sörper aus Zellkomplexen, aus
ifferenzierten Geweben —2 — mithin alle Tiere mit Aus⸗
ahme der Protozoen oder Urtiere,
Metellus, roͤm. plebejisches Geschlecht der Cäcilier.
2ucius Cacitius M., im 1. Punischen Kriege (261
ind 247) Konsul, rettete 241 v. Chr. als Pontifer Mari—
nus vei einen Brande das Palladium aus dem Tempel
jer Vesta. — Quintus Cacilius M., wegen seines Sieges
— ———
onien aufgeworfen hätte, Macedonicus genannt, kampfte
13. 142 als Konsul und Prokonsul gegen die Keltiberer,
131 Zensor, gest. 115 v. Chr. — Quintus Cäcilius M.
nit dem Beinamen Numidicus, den er nach seinem sieg⸗
ichen Feldzuge gegen Jugurtha (100-107) erhielt, 102
Zensor, 100 wegen seiner Weigerung als Senator, das Acker⸗
jeset des Saturninus zu beschwören, verbannt. — Quin⸗
As Cücilins Me. Pius Scipio, Sohn des Scipio Nasica,
Schwiegervater des Pompeus, für den er als sein Mit⸗
vonsul As gegen Cäsar wirkte, focht 48 mit bei Pharfa⸗
us erhielt dann den Oberbefehl über die Pompejauer
a Afrika, tötete sich 46 nach der Schlacht bei Thapsus.
Metempfychofe (grch.) Seelenwanderung (s. d.)
wetenptose (grch), Ausfall eines Schalttags (im
Zregorianischen Kalender).
Metedre — Lufterscheinungen, alles in der Atmo⸗
phare vor fich Gehende: Niederschläge, Regenbogen, Morgen⸗
dle, Nebeusonnen ec.; im engeru Sinne die Sternschnuppen
ind Feuerkugeln. [Thessalien, jetzt noch sieben.
Meiesrenklöster, griech Klöster noͤrdl von Stagi in
Metesrisch, auf Meteore bezüglich.
Heteorisnus (gcch.), Blahsucht (. Blähung).
Mmeteoriten, s. Meteorsteine.
Meteorogrãvh eh Apparat, der mehrere selbst⸗
egistrierende meteorolog. Instrumente an einem Gestell
enthalt; auch Instrument zur Bestimmung der Bahn von
Meteoroiden, s. Sternschnuppen. (Meteoren⸗
Meteorolithen (grch.), s. Meteorsteine.
Meteorolog eohn Witterungskundiger; meteoro⸗
ogisch, die Witterung betreffend.
Wieteorologie (arch), Atmosphärologie oder Witte⸗
ungskunde, Lehre von den Veränderungen und Erschei⸗
mngen in der AÄlmosphüre, beschäftigt sich mit der Be—
aeg des Druckes, der Temperatur, der Feuchtigkeit,
der Staͤrke und Richtung der Strömungen Daen
nd der clektt, Beschafenbeit des Luftmeers. Die M.
zildete sich erst Ihn Erfindung des Thermometers und
Zaxometers zur Wissenschaft aus, gefördert durch Saussure,
Ddeluc, Kurfürst Karl Theodor von der Pfalz ridn
der ersten „Metorolog. Sozietüt“ in Mannheim), bes, dur
A. von Humboldt, wurde aber erst in neuerer —* frucht⸗
ringend. Durch v von Humboldt, Dope u. a. gewann sie in
den ersten sechzig Jahren des 19. Jahrh. eine uͤberwiegende
Ausbildung nach der Seite der Klimatologie (s. Klimato—
Fraphie). Gleichzeitig erfolgte eine zunehmende Besebung