Met
Thloroform gelöst zur Narkose (Compound Auid Richard.
zon) benutzt.
Vieethylen, Methen, eine isoliert nicht existierende, aus
einem Atom Kohlenstoff und zwei Atomen Wasserstoff
hestehende Atomgruppe, findet sich an Chlor gebunden im
Methylendichlorid (Methylenchlorid); aus Chlormethyl
und Chlor dargestellt, farblose Flüssigkeit, wirklt anästhe⸗
sierend; Methylenjodid, farblofe, eigentümlich riechende
Flüssigkeit, dient wegen des hohen spez. Gewichts 3,8 zur
Trennung von gepulperten Mineralien, da nur die schwerern
darin zu Boden sinken.
Methylenblau, s. Lauths Biolett.
Methylendimethyläther, s. Methylal.
Methylenjodid, s. Methylen.
Methylenviolett (Fuchsia), aus Dimethylparaphe⸗
aylendiamin und Anilin durch Orydation hergestellter künst⸗
licher rotvioletter Farbstoff.
Methylgrün, Pariser Grün, Grüͤnpulver, Lichtgrün,
vargestellt aus Methylviolett und Methylchlorid, verwendet
n der Seidenfärberei und Mikroskopie.
Methylkarbinol, s. v. w. Aldohol (. d.).
Pdethulorid, s. Methyläther.
Methilfulfonal, s. Trional.
Methijltheobromin, s. v. w. Kaffein (s. d.).
Methylviolett, Meihylanilinviolett, Gemenge der
alzsauren Salze von Penta- und Hexamethylpararosanilin,
aus Dimethylanilin durch Kupferchlorid dargestellt, me—
tallisch grün glänzende Stücke; benutzt zum Färben von
Wolle, Seide und gebeizter Baumwolle, in der Mikro—
stopie und als Antiseptikum bei eitrigen Entzündungen,
Liefert bei der Einwirkung von Benzylchlorid und Aldali
Benzylviolett (Pariser Violett).
Methymnag, im Altertum Stadt auf der Nordküste
der Insel Lesbos; jetzt Molivo.
Metidscha GWiitidja), fruchtbare Kulturlandschaft Al—
geriens, südl. von Algier, 100 km Ig., 15-20 Km br.
Metier — spr.eh), Gewerbe, Handwerk.
Métikal, Gewicht, s. Mitskal.
Metis, Personifikation der Klugheit, Tochter des Okea—
ios und der Tethys, erste Gemahlin des Jeus, der sie
verglan und darauf aus seinem Haupte die Athene gebar.
etkovit (spr.witsch), Markt und Bezirksort im oͤsterr.
Zronlande Dalmatien, an der Narenta, (1900) 4878 E.
Metöken (grch. metoikoi, „Mitbewohner“), im alten
Briechenland angesessene Freindlinge, Schutzverwandte.
Meton, aus Athen, um 4832 v. Chr., Begründer des
Metouschen Zyklus (s. Zyklus).
Metonomasie arch), Veränderung eines Namens,
bef. durch dessen Ubersetzung in eine fremde Sprache, z. B.
Melanchihon statt Schwarzerd (Schwarzert).
Metonymie (grch.), Vertauschung eines Begriffs mit
inem notwendig oder zufällig mit ihm verbundenen, z. B.
Bajonette für Soldaten.
Metopen (grch.), die haufi mit v⸗
üefs verzierten Zwischenfelder zwi⸗
schen den Triglyhen des dor. Frieses
Abb. 11731]; berühmt die M. vom
harthenon in Athen Tafel: Grie⸗
hisch-Römische Kunst J, 1).
Metra (grch.), Gebaärmutter; Me—
ralgie, Gebaͤrmutterschmerz; Metrato⸗
aie, Gebärmuttererschlaffung.
Motre (frz., spr. imähtr), s. Meter.
Metretes, altgriech. Hohlmaß, s.v.w. 1173. Metope.
Amphora (s. d.).
Metreurysma (ggrch.), Gebärmuttererweiterung.
Metrik (grch), die Wissenschaft der allgemeinen Ge—
jetze des Rhythmus (j. d.) als Grundlage der Versmessun
und die Lehre von den Versmaßen. — Vgl. über die antike
M.: Noßbach und Westphal (3. Aufl. 18885 -89), Chris
2. Aufl. 1879); über die deutsche M. Kauffmann (1888),
Minor (2. Aufl. 1802); über die engl. M.: Schipper (2 Bde.
1881 -88); über die franz. M.: Humbert (1888); vgl. auck
Westphal, „Allgemeine M. der indogerman. und semit
Bölker“ (1893). —,M. in der Musit die Lehre vom Takt
Metrisch, auf Metrik bezüglich, ihr gemäß, in Versen
uuf dem Meter als Maßeinheit beruhend.
Metrischer Zentner, Meterzentiner, Doppelzentner
ein Gewicht von 100 Kg.

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Metrisches System, das in Frankreich entstandent
ind 1799 definitiv eingeführte, von den meisten europ.
ind bielen außereurop. Staaten angenommene oder doch
ꝛxlaubte (England, Ver. Staaten von Ituita Maßz⸗
ind Gewichtssystem, dessen Deandeg der Meter (f. d.) ist.
Linheit des Lüngenmaßes ist der Meter, des Gewichtsnaßes
 das Kilogramm, tleinere Gewichtseinheit das Gramm.
In Europa haben nur Großbritannien, Dänemark, Rußland
and Montenegro noch ihr altes Maß- und Gewichtssystem
eibehalten. Für die Einbürgerung und weitere Verbrei
ung des M. S. wurde 20. Mai 1875 in Paris durch
18 Staaten die JInternationale Meterkonvention abge⸗
chlossen, der später noch füunf Staaten beitraten.
Metritis (grch.), Gebärmutterentzündung.
Metrocele (grch), Gebärmutterbruch. swichten.
VNetrologie (grh.), Lehre von den Maßen und Ge⸗—
Metrondin, Wetromẽter (grch.), Taktmesser, Appa⸗
rat zur Angabe des musikal. Zeitmaßes.
Betronnumka (grch.), nach dem Namen der Mutter
gebildete Eigennamen.
Meiropoͤlis, Metropole (grch.), Mutterftadt, im Ge⸗—
genfat zu den Kolonialstädten; dann Hauptstadt eines Lan—
des oder einer Provinz; überhaupt größere Stadt; Metro—
polit (Metropolitan), — Neetropolitankirche, die
exzbischöfl. Hauptkirche Kathedrale).
Metroptofe (grch.), Gebürmuttervorfall; Metrorrha⸗
gie, Metrorrhöe, kraukhafte Gebärmutterblutung.
Metrosidsros Banrs Pflanzengattg. der Myrtazeen,
täume Australiens und der Inseln des Stillen Ozeans,
nit sehr hartem Holz. Bes. M. vora AMiq. (Nanibauni),
M. Scandéns Banus ét Sol. (Ati) u. a. liefern sehr festes
dolz (echtes Eisenholz, Molukkeneisenholz).
Vetroskop (grch.), Mutterspiegel (s. d.?.
DMetrotomie (grch.), der Kaiserschnitt (. d.).
NMetroxyion Rcitb., Palmengattg. Die wichtigste M.
agus Zoxrbe, die Sagopalme, auf den Molukken große
Waͤlder bildend (s. Sago).
Metrum (grch.), Maß, bes. Silben- oder Versmaß;
n der Musik s. v. w. Takt oder Taktart.
Metfchnikow, Ilija (Elias) Iljitsch, russ. Zoolog,
jeb. 15. Mai 1846 im Gouv. Charkow, 1879 -82 Prof.
n Odessa, seit 1886 in Paris Leiter einer Abteilung des
Pasteurschen Instituts, Autorität in der vergleichenden
ẽmbryologie und in der Erforschung der niedern Tier⸗
velt; ferner tätig auf dem Gebiet der allgemeinen Patho—
ogie (Bakterien, Phagocytentheorie 2c.).
Metsu, Gabriel, niederländ. Genremaler, geb. 1629
u Leiden, seit 1660 in Amsterdam, gest. das. 22. Olkt.
667; außer weiblichen Einzelfiguren Epitzenklöpplerin,
üpfelschälerin): Musikunterricht, Geflügelverkauf u. a.
Meisys, Quentin, niederländ. Maler, s. Massys.
Mett (niederd.), das rohe, fettlose Schweinefleisch,
aus dem die Mettwurst bereitet wird.
Mettan, J. Nebenfluß der Elbe, entspringt im Glatzer
Gebirge, muͤndet nach 67 xm bei Josefstadt.
Mette (vom lat. Matuttna), Frühgottesdienst (3 Uhr),
bef. der einem hohen Feste in der kath. Kirche vorangehende
Nachtgottesdienst, z. B. Christ-M.
Metten, Dorf im bayr. Reg.-Bez. Niederbayern, an
der Donau, (1000) 2281 E., Gymnasium, Studienanstalt
in dem 782 gestifteten Benediktinerkloster.
Metternich, Dorf im preuß. Reg.-Bez. Koblenz, nahe
»er Mosel, (1900) 2524 E., Stammschloß der fürsil. Fa⸗
nilie M.; Steinbrüche, Weinbau.
Metternich, Klemens, Fürst von M.⸗Winneburgsterr.
 Staatskanzler, geb. 16. Mai 1778 zu Koblenz, 1787
gs Vertreter des westfäl. Grafenkollegiums auf dem Kon⸗
— Rastatt, 1801 öͤsterr. Gesandtet in Dresden, 1808
in Berlin, 1806 in Paris, 1809 Minister der auswürtigen
Angelegenheiten, 1821 Haus-⸗, Hof⸗ und Fregeranger
1826 Präsident der Ministerialkonferenzen für innere An—
zelegenheiten, fast 40 J. lang die Seele der auswärtigen
und innern Politik Ssterreichs, Vertreter der altherge—
brachten habsburg.-lothring. Hauspolitik, entschiedener
Vegner jeder natiönalen und liberalen Bewegung, in die—
em Sinne tätig auf den Kongressen zu Wien, Aachen,
Zarlsbad, Troppau, Laibach und Verona. Durch dem
Wiener Aufstand vom 18. März 1848 zum Rücktritt ge—
wungen, entfloh er nach England, kehrte 1881 nach Wien