1883—87), „Essays und Studien zur Sprachgeschichte
und Volkskunde“ (2 Bde. 1888 93), e
Wörterbuch der albanes. Sprache“ (1801) u. a.
Megyer, Hans, Forschungsreisender, geb. 22. Mürz 1858
in Hildburghaͤusen, bereiste 1882 Ostasien und Nordamerika,
1886 Südafrika, 1887, 1889 und 1838 den Kilimandfcharo,
1803 die Kordilleren von Ecuador, seit 1901 Mitglied des
Deutschen Kolonialrats. Er schrieb u. a. Werke über den
Filimandscharo (1888; 1880, 2. Aufl. 1893; 1800), „Die
Fisenbahnen im trop Afrita“ (1902). (S. auch Biblio—
graphisches Institut Meyer.)
Meyer, Heinr., Aliertumsforscher und Kunstkenner,
Jeb. 16. Mürz 1760 in Zürich, Goethes vertrauter Freund
seit dessen Aufenthalt in Italien, seit 1807 Direktor der
Zeichenakademie zu Weimar, gest. das. 14. Okt. 18832;
berfaßte unter anderm; „Geschichte der bildenden Künste
hei den Griechen und Römern'“ (1824 36).
Meyer, Hermann Julius, Buchhändler, geb. 4. April
1826 in Gotha, Sohn von Joseph M., 1856—85 Be—
sitzer des „Bibliographischhen Instituts Meyer“, begründete
1888 den Verein zur Erbauung billiger Wohnungen in
deipzig (2 Mill. A Grundkapital).
Meyer, Herrmann, Anthropolog und Forschungsceisender,
 Bruder von Hans M., geb. 11. Jan. 1874 in
Hildburghausen, betrieb 1886 und 1899 ethnol. Studien
im Flußgebiet des Schingu (Zentralbrasilien), besuchte
189899 die deutschen Koloͤnien in Rio Grande do Sül.
Meyer, Hugo von, Kriminalist, geb. 11. Febr. 1837
in Stettin, 1863 Prof. in Halle, 1870 in Erlangen, 1874
in Tübingen, gest. 29, Mai 1802; schrieb; „Lehrbuch des
deutschen Strafrechts“ (58. Aufl. 1888), „Die Parteien im
Strafprozeß“ (1889), „Die Willensfreiheit und das Straf⸗
cecht⸗ (1890) u. a.
Meyer, Joh. Dichter, geb. 5. Jan. 1828 in Wilster
in Holstein, feit 1862 Direktor der von ihm gegründeten
Idiotenanstalt in Kiel, gest. 16. Okt. 1804; veröffent⸗
chte hochdeutsche Gedichte (2. Aufl. 1887), Gedichte in
dithmarscher Mundart (8. Aufl. 1887) sowie Festspiele u. a
Dramen. — Vgl. Heinemann (3 Bde., 1898 - 1800).
Meyer, Joh. Georg, genannt Meyer von Bremen,
Genremaler, geb. 28. Olt. 1813 in Bremen, gest. 3. Dez
I1886 in Berlin; bes. Kinderszenen familiären Charakters
Weyer, Jofeph, Industrieller, geb. 8. Mai 1786 in
Golha, gest. 27. Juni 1856, gründete das , Bibliographische
Inftitut“ Meyer“ (s. d.), felbst schriftstellerisch taͤtig, be—
faßte sich auch mit großen Eisenbahn- und Bergbauprojekten
Meyer, Jürgen Bonaͤ, Philosoph, geb. 26. Okt. 1829
zu Hamburg, seit 1868 Prof. in Bonn, gest. das. 22. Juni
1887; schrieb: „Weltelend und Weltschmerz“ (1872),
Probleme der Lebensweisheit“ Ssen u. a.
Meyer, Klara, Schauspielerin, geb. 7. Okt. 1851 ir
Leipzig, 1871 01 Mitglied der Berliner Hofbühne.
Meyer, Klaus, Geuremaler, geb. 20. Nov. 1856 zu
Linden bei Hannover, seit 1898 Prof. an der Kunst⸗
atademie in Düsseldorf; Hauptbilder: Nähstube im Be—
guinenkloster, Rauchtolegium, Würfelspieler (1886, Ber—
n), Lustige Musikanten, Christus im Tempel (Barmen)
Heyer, Konrad Ferd., Dichter, geb. 11. Olt. 1826
zu Zürich, lebte seit 1875 in Kilchberg bei Zürich, wo er
28. Rop! 1808 starb; veröffentlichte „Gedichte“ (1882)
Balladen“ (1867), „Romanzen und Bilder“ (1871),
die epische —5 „Huttens letzte Tage““ (1871), den
RomanJürg Jenatsch“ (1876), Rovellen („Der Heilige“,
Die Hochzeit des Mönchs“, Angela Borgia“ ꝛc.; ge⸗
fammelt 2Bde., 18. Aufl. 1889). — Vgl. Frey (1899).
Betsh Meyer (1903), Laugmesser (1904).
Weyer, Leo, Sprachforscher, geb. 8. Juli 1830 zu
Bledeln (Hannober), 186898 Prof. zu Dorpat, jetzt
Honorarprof. in Göttingen;: Hauptwerke: „Vergleichende
Frammatit der griech. und lat. Sprache“ (2. Ausi. Bd. 1,
1882 84), „Die got. Sprache“ (1869), „Handbuch der
griech. Ethmologie“ (4 Bde., 190152).
Beyer, Leuthold Wilh. bon, Poliliker (Meyer-Arns
walbe)ß, geb. 11. Dez. 1816 in Berlin, 1845284 Land.
rat in — langiahriges Mitglied des preuß
Abgeordnetenhauses, seit 1890 auch des Reichstags (streng
—— gest. 10. Sept. 1892 in Berlin.
Meyer, Loͤthar, Chenuker, geb. 19. Aug. 1830 in Varel.
1856 Vrof an der Forfakademie Eberswalde, 1868 in

1798

Mey

darlsruhe, 1876 in Tübingen, gest. das. 13. April 1898,
utdeckte die Veränderungen des Blutfarbstoffes durch
Zauerstoff beim Atmen und durch Kohlenorydgas bei Ver—
ziftungen; schrieb: „Die modernen Theorien der Chemie“
6. Aufl. 1886), „Die Alomgewichte der Elemente aus
den Originalzahlen neu berechnet“ (mit Seubert, 1883),
„Grundzüge der theoretischen Chemie (3. Aufl. 1802).
—, Sein Bruder Oskar Eniil M., Physiker, geb. 15. Okt.
8334 in Varel, seit 1864 Prof. in Breslau; Hauptwerk:
Kinetische Thesrie der Gase“ (2. Aufl. 1899).
Meyer, Paul, franz. Literarhistoriker, geb. 17. Jan.
1840 zu Paris, 186876 Prof. am Collège de France
das., seit 1882 Direktor der KRoole des Ohartes, Mitbe—
gründer (1872) und Herausgeber der Zeitschrift Romaaia“,
 veröffentlichte: Recdueil d'anciene tegtes basatins
 ete.“ (d2 Tle. 1874-77), „Alexandre le Grand
lans la iattérature franqaise“ (2 Bde., 1886 fg.), Aus⸗
zaben altfranz. Dichtungen u. a.
Meyer, Richard M(oritz) Literarhistoriker, geb. 8. Juli
860 in Berlin, seit 1901 Krof. daf.; schrieb e
3. Aufl. 1905),„Deutsche Charaktere“ (1887), Die deutsche
ditexatur des 18. Jahrh.“ (3. Aufl. 1906) u. c.
Meyer, Rud. Herm, volkswirtschaftlicher Schriftteller,
 geb. 10. Dez, 1838 zu Friedeberg in der Ücker—
mark, Journalist in Berlin, seit 1877 im Auslande, gest.
16. Jan. 1889 in Dessau; schrieb: „Der Emanzipativnskampf
 des Vierten Standes“ (Bda1, 2. Aufi. 1882),
—— und andere Wirtschaftsgesetze“ (1883),
Kolonisation der Arbeitslosen“ (1806) u. a.
Meyer, Viktor, Chemiter, geb. 8. Sept. 1848 in Ber⸗
lin, 1871 Prof. am Polytechnikum in Stuttgart, 1872
in Zürich, 1885 in Göttingen, 1888 in Heidelberg, gest. das.
3. Aug. 1897, bekannt namientlich durch seine Methoden
der Dampfdichtebestimmung, Entdeckung des Thiophens ec.
Meyer, Wilhelm, Astronom, geb. 15. Febr. 1883 in
Braunschweig, 1888—08 Direktor der Urania in Berlin,
erfaßte populär-wissenschaftliche astron. Schriften.
Meyerbeer, Giacomo, eigentlich Jak. Meyer Beer,
Opernkomponist, geb. 5. Sept. 1791 in Berlin, ging 1815
iach Italien, wo er eine Reihe ital. Opern kdomponierte,
rat 1831 in Paris mit „Robert der Teufel“ auf, dem
»die „Hugenotten“, „Der Prophet“, „Der Nordstern“,
„Dinorah“, „Die Afrikanerin“ folgten; 1842 zum preuß.
Heneralmusikdirektor ernannt, gest. 2. Mai 1864 in Paris;
eine auf den äußern Effekt hinzielenden, durch Anwen—
dung drastischer Mittel und durch raffinierte Chärakteristit
ich auszeichnenden Opern haben die Bühne lange be—
jerrscht. — Biogr. von Mendel (1869).
Meyerheim, Eduard, Genremaler, geb. 7. Jan. 1808
in Danzig, gest. 18. Jan. 1879 als Prof. der Kunstaka—
»emie zu Berlin. — Sein Bruder Wilh. M., geb. 1818,
est. 13. Jan. 1882 in Berlin, malte Pferde, Lager- und
Schlachtszenen 2c. — Eduards Sohn, Frauz M., geb.
10. Ott. 1838 in Berlin, gest. 6. April 1880 in Mar—
urg, Genremaler. — Sein he Paul M., geb. 18. Juli
1842 in Berlin, Prof. an der Akademie das., hauptsuch—
ich Tiermaler; Hauptbilder: Der Ziegenhändler, Wildenbude
 (Aachen), Tierbude Meruim Kobhlenmeiler im Ge—
irge (Hamburg); Bildnisse.
Meyer⸗Luͤbke, Wilhelm, Romanist, geb. 30. Jan.
1861 in Dübendorf (Schweiz), seit 1890 Prof. in Wien;
chrieb: „Grammatik der röman. Sprachen“ (3 Bde.,
1880-1802), „Ital. Grammatik“ (1890) u. a.
Meyer von Knonau, Ludw., schiveiz. Historiker,
—
341; schrieb: „Handbuch der Geschichte der Eidgenossen⸗
chaft“ (2 Bde. 1826-29), „Lebenserinnerungen“, hg.
»on seinem Enkel (1888). — Sein Sohn Geroid M.
on Ke, geb. 2. März 18064, ican ann des Kantons
zürich, 1. Nov. 1858; schrieb „Erdkunde der schweiz.
Fidgenosenschaft“ (2 Bde., 2. Aufi. 1838-89) u. a. -
*— Sohn Gerold M. von K., geb 8. Aug. 1843,
eschichtsforscher seit 1870 Prof. in Zurich; veröͤsffentuchte
Jahrbücher des Deutschen Reichs unter Heinrich 1. und
deinrich V.“ (Bd. 1, 1890 1004) u. a.
Meyr, Melchior, Schriftsteller, geb. 28. Juni 1810
u Ehringen im Ries, gest. 22. — 1871 zu München,
es. bekannt durch die „Erzuͤhlungen aus dem Ries“ (4 Bde,
856) und die anonymenGesvrüche mit einem Grobian“
320