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ümlich als ein Kokkus bezeichnet, richtiger zu den Bazillen
Bacillus prodigiosus Ficqge) gerechnet, entwickelt sich
v auf organischen Substanzen und bildet blutrote
olonien, Ursache des Blutenden Brotes (s. dy)). M. te
tragenus Gaosfxu, bestehend aus vier regelmäßig anein—
ander gelagerten Kokken, erzeugt Gewebezerfall und chro⸗
nische Eiterung, z. B. bei Schwindsucht.
Mictlan, altmerikan. Stadt, s. Mitla.
Midas, pye König, Sohn des Gordias und der
dybele, erbat sich von Dionysos die Gabe, alles, was er
erühre, in Gold zu verwandeln, befreite sich von dieser
astigen Wohltat durch Baden im Pattolos der seitdem
—A Von ihm berichtete man auch, daß 'er als
Schiedsrichter in einein musikal. Wettsireite des Apollo mit
Marsyas oder Pan diesem den Preis zuerkannte und des—
halb Apollon ihm Eselsohren (Midasvhren) wachsen ließ
Middelburg —* börch), Hauptstadt der niederländ
Prov. Seeland, auf der Insel Walcheren, (1809) 188316.
pätgot. Rathaus mit Museum.
Middelfart, Stadt auf der dün. Insel Fünen, am
dleinen Belt, (1901) 4469 E. Irrenanftalt; Seebäder
Middelfartsund, nördlichster Teil des Kleinen Belt,
wischen Fünen und Jütland.
Middendorff, Alex. Theod. von, Reisender und
Naturforscher, geb. 18. Aug. 1815 zu Petersburg, bereifte
1840 Lappland, 1842-44 Nordsibirien (Beschreibung,
Bde I848 -78), 1860 Sibirien (, Die Baraba“, 1871),
1867 Island und Nowaja Semlja, 1878 Ferghana (Be⸗
chreibung 1881), gest. 24. Jan. 1884 in Helenorm (Livland).
Middlesbrough (spr. middlsbro), Hafenstadt in der
engl. Grafsch. Horkt, North Riding, nahe der Mündung
des Tees, (1904) 96 684 E.; Stapelplaß fur das Eisen
des Distrikts Cleveland.
Middleser (pr. middlser), engl. Grafschaft, 734 qkm,
einschließlich der zu London gehörigen Teile (1801)
1585 1389 E., von der Themse bewässert.
Middleton (spr. middlt'n), Fabrikstadt in der engl
Grafsch. Lancaster, am Irk, 25 178 E.; Baum-—
voll⸗ und Seidenindustrie, Eisengießerei.
Middleton (spr. middlt'n), Thomas, engl. Drama—
tiker, geb. um 1576, gest. 1627 bei London; sein berühm—
estes Stück „Phe vitob“.
Middletown (spr. middltaun). 1) Stadt im nord—
ꝛmerik. Staate Connecticut, (1900) 9589 E., Wesleya⸗
nüsche Universität. — 2) Stadt im nordamerik. Staate
Neuyork, 14522 E.; Eisen- und Wollindustrie.
Midgard (altnord.), bei den alten Germanen der von
den Götltern geschaffene Sitz der Menschen, die Erde.
Midgardsschlange oder Jörmungaudr, in der german
Nythologie die große um die Erde herumliegende Schlange
Personifizierung des Weltmeers.
Midhat Pascha, türk. Staatsmann, geb. 1822 in
Bulgarien, 1864 Generalgouverneur der Donauprovinz,
1868 von Irak Arabi, 1872 kurze Zeit Großwesir, 1876
am Sturz Abd ul⸗Asis' beteiligt, Dez. 1876 abermals
Broßwesir, proklamierte 28. Dez. 1876 eine neue Ver—
assung; 5. Febr. 1877 gestürzt und verbannt, 1878 bes
znadigt und zum Generalgouverneur von een später
on Smyrna ernannt; 1881 unter der Anklage der Be—
eiligung an der Ermordung Abd ul-Asis“ zum Tode ver—
urteilt, aber nach Taif (Südarabien) verbannt, gest. das.
3. Mai 1884. — Biogr. von seinem Sohne Ali Haydar
Midhat Bey (engl., 1803).
Midi, Dent du, Gipfel der Savoyer Alpen (West⸗
aApen), in Wallis, 3260 m. — Pie du M. (de Bagneres
de Bigorre])), Phrenüengipfel, 2877 m. — Pic du M
d' Offau), Phrenäengipfel, 2885 m.
Midian, —— im NW. Arabiens, im NO. des
Roten Meers, vom Golf von Akabah bis El-Wedsch, nach
den Entdeckungen Burtons (1877.78) reich an Fuinen und
verlassenen Bergwerken; einst bewohnt von dem Romaden—
stamme der Midianiter, die als Verwandte Israels oder
als Nachkommen Midians, des Sohnes Abrahams und
der Ketura, ene werden (1 Mos. 25, 1); nach Rich—⸗
er Iefg, ꝓon Gideon gedemütigt.
Midillü, türk. Name der Insel Lesbos (s. d.).
Mid Lothian (spr. loͤthlänn) oder Edinburghshire,
Frafschaft in Südostschottland, 888 qkm, (1901) 188647
E.; Hauptstadt Edinburgh, Haupthafen Leith.

Midoline, eine die Fornm von Antiqua und Fraktun
ereinigende Letterngattg, sog. Atzidenzfchrift.
Midrasch (hebr. Mehrzahl Midraschim), Auslegung,
kErklärung des Gesetzes nach den Regeln der rabbinischet:
Hermeneutik. Die Midraschliteratur ist vom 4. bis
2. Jahrh. n. Chr. entstanden.
Midshipmen (engl., spr. middschipp-⸗, „Mittschiffs—
eutg in der engl. und nordamerik. Marine die Seekadetten.
Miechs witz, Dorf im preuß. Reg.⸗Bez. Oppeln,
0 7879 E.; Galmei⸗, Blei-, Eisenerzbergbau.
y neca (spr. mjängdsürschetsch), russ.-poln. Stadt,
eshirjetschje.
Mielec (spr. mjeletz), Bezirksstadt in Galizien, r. an der
Wisloka (zur Weichsel), (1800) 4914 E.
Mieltschin, Stadt im preuß. Reg.⸗ Bez. Bromberg,
Kreis Witkowo, (1905) 1361 E.
Mieres, Stadt in der span. Prov. Oviedo, (1900)
18983 E.; Steinkohlenbergbau.
Mierevelt, Michiel, niederläud. Bildnismaler, geb.
. Mai 1567 zu Delft, gest. das. 27. Juli 1651; bes.
Fürsten und Staatsmännet. Auch sein Sohn Pieter M.—
geb. 1596, gest. 1632, geschätzter Bildnismaler.
Mieris, Frans van, der Altere, holländ. Genremaler,
geb. 1635 zu Delft, gest. 16081 zu Leiden; bes. Darstel⸗
lungen aus dem häuslichen und geselligen Leben der vor⸗
nehmen Welt. Seine Söhne: Jan van M., geb. 1660
in Leiden, gest. 1690 in Florenz, und Willem van M.,
Jeb. 1662 in Leiden, gest. das. 24. Jan. 1747, wie dessen
Sohn Franus van M., der Jüngere, geb. 24. Dez. 1689
zu Leiden, gest. das. 22. Okt. 17637 ebenfalls Maler,
etzterer noch bekannter als Geschichtschreiber.
Mieroslawstki (pr. mjä), Lüdw., poln. Nevolutio⸗
iär und eeer geb. 1814 zu Nemours, als
Leiter der poln. Berschwörung 1846 zu lebenslänglichem
Befängnis verurteilt, 1848 befreit, traͤt er an die Spitze
— DD
n Baden, 1863 als Besehlshaber eines poln. Freikorps
geschlagen, gest. 28. Nov. 1878 in Paris; schrieb: „RHisoire
 de la révolution de Pologne“ (1837 - 78) u. a.
Mies, tschech. Stribro, Bezirksstadt in Böhmen, an dem
Miesbach, Goo 3905 E., deutsches Obergymnasium;
Mittelpunkt des böhm. Bleibergbaues, Steinkohlengruben.
Miesbach, Bezirksort im bayr. Reg.-Bez.Ober⸗
ayern, an der Schlierbach, (1905) 4070 E., Amtsgericht.
Mieschersche Schläuche, Psorospermienschtaͤuche,
chlauchförmige, in den Muskeln (namentlich der Schlund—
nuskulatur) der Schweine, Schafe ꝛc. vorkommende, durch
Parasiten (Sporozoen) verursachte Gebilde mit Unmaffen
»on nierenförmigen, mifrostopischen Körperchen, verkalken
oft und sind dann Kapseltrichinen ähnlich.
Miesmuscheln (Aytilidae), zu den Asiphoniaten
zehörige Muschelfamilie mit aleichklappiger, geschlossener,
dünnwandiger Schale mit hor⸗
aigem Epidermisuͤberzug, in⸗
nen perlmutterglänzend. Vor—
viegend Meeresbewohner, oft
n großen Mengen gesellig bei⸗
armen. Hierher die eßbare
M. (MAytuus edũlis L. Abb.
A,, mit länglicheifoͤrmi⸗
jer, fast keilförmiger Schale;
ast an allen europ. Küsten in
Mengen aueinander und an
Steinen, Schiffen, Bojen ꝛc.
»urch Einsetzen von Pfählen,
voran sie sich ansiedeln, ins Wasser gewonnen (daher auch
Pfahlmuschel genannt), gekocht, gebraten und mariniert
Jegessen, wird in unreinem Wasser disweilen giftig; Wan⸗
dermuschel (Preisssna polymorpha Fall), Schale drei⸗
eitig, vom Kaspischem und Schwarzen Meer fast in alle
europ. Flüsse durch Flöße, Schiffe ec. eingeführt; Meer⸗
attel (Seedattel, Steinmufchel, LAthoddinus Uthophäzus
 L.), Schale walzig, dattelkernartig, im Mittelmeer,
ßbar, bohrt sich, wie Bohrmuscheln, in Kalksicin ein.
Miete, flache, mit Erde bedeckte und mit Luftkanalen
ersehene Grube zur Aufbewahrung von Kartoffeln, Obst,
stüben; auch s. v. w. Frimen.
Miete, das durch den Mietvertrag begründete Rechts—
erhältnis, nach welchem der Mieter eine fremde nicht