Mik

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Mikromegas (grch.), ein Gernegroß.
Mikrometer (grch.), an Fernrohren und Mikrostopen
ingebrachte Vorrichtung zum Messen sehr kleiner Objekte
ind Winkel, gewöhnlich mit Hilfe der Mikrometerschraube
s. d.; Schrauben⸗M.). Die Meßyorrichtung liegt ent—
—
äden zum Messen aufgezogen sind (Faden-M.) oder feine
Striche oder auch breike Kreislinien auf einer Glasplatte
sich befinden (Glas⸗⸗M. Kreis-M.), oder die Meßvorrich-VrD——

Heliometer); drittens kann sie sich am Okular befinden
M.von Amici, Airy, Wellmann u. a.).
Mikrometerschraube, mit einer Einteilung am
dopf versehene Schraube, deren Umdrehung sich genau
ontrollieren und deren Vorrücken in der festliegenden
Mutter aus der Ganghöhe des Gewindes sich berechnen
äßt; dient zu genauen Messungen.
Milkrometerzirkel, Apparat zum Messen sehr kleiner
Ddimensionen, stellt ein genommenes Maß vergrößert dar.
Mikromillimeter, Mitron, in der Mikrostopie ge⸗
räuchliches Maß — O, oo mm.
Mikronesien, Gesamtname für die Inselgruppen im
rordwestl. Ozeanien (s. d.). Mikronesier, die Bewohner
»on Mi, s. Ozeanien und Malaio-Polynesische Sprachen
Karten: Australien und Ozeanien J und Deutsche
dolonien II, 2u. 83.]
Mikroorganismen, s.v. w. Mikroben (s. d).
Mikrophon (grch.), von Hughes erfundener Apparat,
»er durch Umsetzung von Schallschwingungen in Schwin—
zungen eines elektr. Stroms sehr schwache Töne bis zu einer
zeutlichen Wahrnehmung verstärkt und fernleitet. Die Um—
etzung der Schallschwingungen in Stromschwingungen ge—
chieht mittels vibrierender Kohlenkontakte, deren Wider—
land sich mit den Schallschwingungen ändert und entsprechende
Stromänderungen in der Leitung hervorruft, die sretseie
m Telephon als Schallschwingungen wahrnehmbar sind
Tafel: Schall I,6]. Mikrophongeber (Mikrophonsender).
zur telephonischen Beförderung benutztes M.
Mikrophotographien, Photographien der durch das
Mitrostop vergrößerten Bilder mikrostopisch kleiner Gegen—
tände, hergestellt im mikrophotogr. Apparat [Tafel: Pho—
tographäie II, 10); dagegen mitroskopifche Photogra—
rhien, mikroskopisch kleine Bilder großer Gegenstände.
Mikropsie (grch.), s. Makropsie.
Mikropyle (grch.), feine Offnung oder Kompler feine'
Offnungen der Eitapsel für den Eintritt der Samenfüäden
Tafel: Botanik II, 28 m.]
Mikroskop (grchi), jeder optische Apparat zur Ver—
größerung sehr kleinet Gegenstände. Das einfache M. oder
Lupe besteht aus einer konveren Glaslinse oder, zur Ver—
sinm der chromatischen und sphärischen Abweichung, aus
einer Linsenkombination; das zusammengesetzte aus min—
destens zwei in einer Röhre in bestimmten Entfernungen
voneinander befestigten Sammellinsen mit sehr kurzer Breun—
weite. Die Vergrößerung des M. findet eine Grenze in
der Deutlichkeit der Bilder. Benachbarte Strukturelenente
(z. B. Streifen) des Objekts lassen sich auch bei der
stürksten Vergrößerung nicht mehr getrennt wahrnehmen,
wenn r Asee kleiner als etwa Neoο D ist Sheoze
von Abbe und Helmholtz). Eine andere Grenze ergibt sich
für gesonderte Teilchen, wenn sie in einer kontinuierlichen
Masse ohne Rücksicht guf ihre Gestalt noch gesondert zu er⸗
kennen sein sollen. Nach H. Siedentopf liegt diese Grenze
bei etwa 6 09οöον Jum Durchmesser. Man kommt dieser
Grenze prattisch nahe, wenn, man solche „ultramikro—
skopische“ Teilchen durch kräftige seitliche Beleuchtung
alastisch hervortreten läßt (Ultramikroskop von Siedentop
ind Zsigmondy, 18903). Tafel: Optit I, 3, 4, 6, 7.1
Mikrofkopifch, aͤufs Mikroskop gegründet, bezüglich
rur durchs Mikrostop wahrnehmbar.
Mikroskopische Technik, die Gesamtheit aller Me—
choden, die zur Untersuchung des feinsten Baues der Kör—
der dienen: Methoden zur Herstellung von Dünnschnitten
uind Dünnschliffen, die Färbemethoden ꝛc. — Bgl. Böhm
und Oppel, „Taschenbuch“ (4. Aufl. 18900), „Enzyklopädie
der M.T.“ Tle, 1802-83); en fuͤr wissenschaft⸗
iche Mikrostopie und für M. T(selt 1884).
Mikrosomite, Mikrosomatie (Iurch.), Kleinheit des
—örpers, Zwergbildung.

—— 8 bei den heterosporen Gefäßkrypto—
amen die kleinern Sporen, woraus die männlichen, An⸗
heridien tragenden Prothallien hervorgehen.
NMixrospôron furfur Nob. mikrostopischer Pilz, der
ie schuppende Kleienflechte (s. Pityriasis) verursacht.
Mikrostruktüur, der nur mit dem Mikroskop wahr—
zehmbare Bau eines Körpers.
Mikrotasimeter, Tasimeter 5 von Edison an⸗
jegebenes Instrument zum Messen kleiner Druck- oder Lün⸗
jenveränderungen mitlels des hierdurch veränderten, an
inem Galvanometer erkennbaren elektr. Leitungswider⸗
tandes eines Kohlenkontaltes.
Mikrotelephon (grch.), die Verbindung eines Mikro⸗—
hons mit einem Telephon zu einem handlichen Ganzen.
Mikrotom (grch.), Instrument zur Anfertigung feiner,
zis O,oos mm dicker durchsichtiger Schnitte von nde Kör⸗
jern für die mikrostopische Untersuchung.
Mikrozyten (grch) abnorm kleine rote Blutkörperchen.
Mikszath (spr.mickßaht), Koloman, ungar. Schriftsteller,
eb. 16. Jan. 1349; schrieb Erzühlungen, Novellen: „Der Zau⸗
jerkaftan“, „Herren und Bauern“ u. a. Gesammelte Schrif⸗
en eeh 4 Bde., 1899).
Mikulicz⸗Radecki (spr. itsch, etzli), Joh. von, Chi⸗
rurg, geb. 16. Mai 1850 in Czernowitz, 1880 Prof. in Bres⸗
au gest. das. 14. Juni 1905, vervollkommnete bes. die Ope⸗
ationsmethoden der Bauchhöhle (Mikulicz⸗Tamponade),
Brusthöhle, Speiseröhre ꝛc., Mitherausgeber des Hand⸗
uchs der praltischen Chirurgie“ (2. Aufl. A Bde. 19080 -8).
Mikultschuͤtz, Borf im preuß. Reg.-Bez. Oppeln,
1905) 10000 E.; Kalksteinbrüche.
Mila, Stadt in Istrien, s. Muggia.
Milan 1J., ann von Serbien, aus dem Hause Obre⸗
towitsch (s. d.), geb. 22. Aug. 1854, 2. Juli 1868 zum
Fürsten gewählt, seit 6. März 1882 König, seit 1873 ver⸗
nählt mit Natalie (s. d.), von der er 1888 geschieden wurde,
ankte 6. — 1889 zugunsten seines Sohns Alexander
1b, lebte im Auslande, kehrte 1894 zurück, 1888 Kom⸗—
nandant der serb. Armee, lebte seit 1900 wieder im Aus—
ande, gest. 11. Febr. 1901 in Wien.
Milandor, serb. Goldstück von 20 Dinar (Frank).
Milane, Unterfamilie der Falken, von hohem, gestreck⸗
em Bau, mit sehr langen, schlanken
Flügeln, langem und breitem, ausge—
hnittenem Schwanz, schwachen, kurzen
Füngen. Vortrefflich fliegende Tagraub—
oögel, rauben tleinere Tiere, Junges
Federvieh, fressen aber auch Aas. Hierher
her Königs-⸗M. (roter M. Gabelweihe,
Ailvus regalis Cꝛ. [Abb. 1178)]), rost⸗
arben, in Deutschland gemeiner Zug—
»ogel; schwarzbrauner M. (M. ater g
Im.), kleiner, dunkelbraun, Süd- und
Osteuropa; Gleitaar (RIäauus melano- 1178. Königstsrus
 Lequch.), hell aschgrau, unten milan.
veiß, obere Flügeldeckfedern schwarz, Ugypten, Südeuropa,
Züdasien; Wespenbussard (Bienenfalk, Bienengrier, Ho—
igfalt, Fernis apivörus Graꝶ), braun, unten weißgelb—
ich, mit braunen Querflecken, Schwanz mit drei breiten,
unkeln Querbinden, Mittel- und Südeuropa.
Milano, ital. Name für Mailand.
Milazzo, das alte Mylä, Hafenstadt auf Sizilien, auf
iner Halbinsel am Tyrrhen. Meer, (1901) 16422 E. hier
—D—
Milben (Acarina), Ordnung der Spinnentiere, kleine,
ft mikrostopische Gliederfüher mit gedrungenem Körper,
dinterleib mit der Kopfhrust verschmolzen und wie diese
ingegliedert, Beine meist wohl entwickelt, Mundteile
»eißend oder stechend und saugend; leben zum Teil als
Schmarotzer und legen Eier, aus denen sich das definitive
ier oft erst nach komplizierter Metamorphose entwickelt.
wei Unterordnungen; Tracheata, durch 7 atmend
Familien der Lauf-, Wasser-, Spinn-, Schnabel-, Horn⸗,
Aer⸗M. und Zecken); Atrachegta, in allen Entwicklungs⸗
tadien durch die Haut atmende M. (Familien der Käse-,
drätze, Haarbalg⸗, Gall-M.).
Milbenräude, s. v. w. Räude (s. d.).
Milbensucht, s. Alariasis.
Milch, die von den weiblichen Säugetieren nach dem
Zebären während eines gewissen Zeitraums in den Milch—