Direktor des Museums, gest. das. 21. April 1800; schrieb:
„Recherohes apnatowiques et paléontologiques pour
er stoire des biseaux fTossiles de le France“
Bde beι ανανte de VHistoire naturene
des nimanux“ (2 Tle., 1881-82), „Orustaces décabpodes“
 (mit Bouvier, 1901).
Wilner, Aifred, Viscount, engl, Staatsmann, geb.
28. Maͤrz 1854 in Tübingen, 1881 Advokat, 1888 -02
Untersekretär der Finanzen in Agypten, 1882- 1905 brit.
Obertommifsat in Sudafrika, 1887 Gouverneuꝛ der Kap⸗
tolonie, 1802 der Orangefluße und Transvaalkolonie. —
vol. dute (engl, 1901), Muͤller (engl. 1902).
Wiilnrow s(spr. croh), Fabrikort in der engl. Grafsch.
rancaster, bei Rochdale, (1901) 8241E.
Milo, griech. Insel, s. v. w. Melos.
wiiio, Titus Annius, röm. Volkstribun 57 v. Chr.,
dann polit. Bandenführex, erschlug 62, seinen Gegner
P. Clodius, ward trot Ciceros Verteidigung verurteilt
Ind nach Prassilia verbaunt, gest. 48.
Milsradowitsch, Michail Andrejewitsch, Graf, russ.
General, geb. 1770 zu Pelersburg, zeichnete sich bes, in
den Franzosentriegen 1818 und 18153 aus, fiel als Militär⸗
ouverneur von Potersburg im Aufstande vom 26. Dez. 1826
Miloriblau, s. Berliner Blau.
Milos, griech. Insel, s. v. w. Melos.
Milosch, Fuürst von Serbien, s. Obrenowitsch.
MNiloslaw, Stadt im preuß. Reg.-Bez. Posen, (1805)
8305 E. Schloß; Olmühlen, Töpferei.
Vtilow, Elephan, Vichter, s. Millenkovics.
Hiilreis, d. söod Reis, Geldeinheit in Portugal
and Brasilien, in Gold 4,2087 (Portugal) und 2, 2028⸗
(Brasilien). Es gibt in Portugal in Gold Stücke zu 10
Eorda de vuro, Goldkrone), 5, 2,4 M. in Silber zu ,
ise Asg, Ugo“. M., in Brasilien in Gold Stücke zu 20, 10,
z M. Ii Silber U2, 1 und 2M. 1000 M. sind ein Conto.
Milsfeburg, EDtenlade. Heufuder, Gangolfsberg. Berg⸗
zipfel des Rhöngebirges bei Kleinsafsfen, 8833 m, mit Wall⸗
ahrtskapelle St. Gangolf. — Vgl. Schneider (1892).
Millenberg, Bezirksstadt im bayr. Reg.⸗Bez. Unter⸗
franken, am Main, (1805) 3900 E., Amtsgericht, Latein⸗
schule; Schloß Mildenburg mit Bildergalerie.
Vtiltiades, athen. Feldherr, besiegte 490 v. Chr. bei
Marathon die Perser, starb 489 im Gefängnis, weil er
die ihm wegen eines mißglückten Angriffs auf Paros auf⸗
zrlegie Strafsumme nicht bezahlen konnte.
Blilton (pr. milltn), John, engl. Dichter, geb. 9. Dez.
sc i onden, erlangte feit 1641 durch reltgiüse und
polit. Streitschriften bedeutendes Ansehen, 1649 unter
Eromwell Geheimsekretr des Staatsrats, verteidigte die
Hinrichtung Karls J. in der berühmten „Defensio pro populo
 angũcano“ (1651) gegen Salmasius“ „Defensic
egia“, feit 1654 erblindet, gest. 8. Nov. 1674; poet
Hauptwerk das Epos „Paradise lost“ (1667; deutsch
von Schuhmann, 2. Aufl. 89 u. a.; ferner „Paradise
regamnea“ (1671; deutsch, 2. Aufl. 187 7), die beschreiben⸗
den Gedichte allegro“ und „IU Ponseroso“, die Masken
Arcades“ und „Comus“, die Tragödie „Samson Agoistes“
 u. a. Seine „Polit. Zauptscusten deutsch von
Bernhardi (8ß Bde., 187177). — Biogt. von Masson
nene Ausg 1884 f9.), Stern (187779), Garnett (1880)
Miilu, s. Hirsche (Abb. 805)]. sRaleigh (1900).
Prilwaunfee spr wahti), größte Stadt des nord⸗
amerit. Staates Wisconsin, an der Mündung des Flusses
M. in den Michigansee, (1903) 312 736 E. (über die Hälfte
deutsch sprechend), deutsche Musikakademie, College für
Frauen, deutsch-amerik. Lehrerinnenseminar; Bierbraͤuerei,
Großschlächterei, Eisengießerei, Maslchinenfabriken. Bandel
mit Getreide und Holz.
Milz (en, Splen), die große Blutdrüse der Wir⸗
helfiere unter dem Zwerchfell, auf der linken Seite des
Leibes neben dem Magen, halbeirund Idee Einge⸗
wocide IN, Iu. 6), in einer Falte des Bauchfells (Milzkapfel)
eingeschlossen und durch die sog, Milzbänder an den
Magen und das Zwerchfell geheftet, besteht aus einem
festen bindegewebigen Gerüste, in dem das eigentliche
Drůfengewebe, die Milzpulpa. eingeschlossen ist. Diese he⸗
sseht aus einem feinen Fasernetz und eigenartigen weißen
Koörperchen, den Milzblüschen Milzfollikeln oder Mal—
6 Görvercnen. Die Funktion der M. ist nicht

189

Mim

icher bekannt, wahrscheinlich besorgt sie die Neubildung
on weißen Bluttorperchen; fie schwillt fast bei allen
cherhaften Kranthenten an, bef. beim Wechselfieber und
7yphus (Milzschwellung, Milztumor).
Milzbrand, Karbunkeltrankheit, Milz⸗ oder Blut⸗
euche, Blutstaupe (Anthrax, Pustula maigna), akute,
urch den Milzbrandbazilus Tafel: Bakteriem, 3)
erutsachte Infetnonstrantheit der Wiederkäuer und Pferde,
eltener anderer Tiere, die unter Erscheinungen einer sich
hnel entwickelnden Blutentmischung verlduft, kennzeichnet
h durch hohes Fieber, Kolit, das Auftreten zahlreicher
Milzbrandbeulen oder Anthraxkarbunkel auf Rücken, Bauch
ind Tuter, endet nach mehrern Tagen, bisweilen auch ganz
lötzlich mit dem Tode. Durch Abertragung des M. auf den
Nenschen entftehen bösartige Karbunkel, welche möglichst
rühzeitig durch energische Ätzmittel zu bekämpfen sind.
Milzeburg, Berg, s. Milseburg.
Milzfarn- s. Cotexach. — Milakraut, s. Chrysoplenium
 IAbb. 351].
Milzstechen, Seitenstechen, ein Schmerz in der Milz⸗
gegend nach schnellem Laufen, auch bei een be⸗
uht bisweilen auf Blutüberfüllung der Milz, meistens
ber auf Ansammlung von Darmgasen.
Mimten (grch., d. 4 Nachahmer), s. v. w. Schauspieler;
n der antiken Literatur auch eine Gattung realistischer Dar—
lellungen von Szenen des täglichen Lebens; dramatifch
ichtete solche Szenen in Prosa Sophron, in Choliamben
Zerodas; bei den Römern erhoben Decimus Laberius und
zublilius Syrus die M. zu einer Gattung (mimus) dra—⸗
nat. Spiele, die in der Kaiserzeit neben den Pantomimen
J. d) zur Herrschaft auf der Bühne gelangte.
Mimeograäph (garch), von Edison dener Ver⸗
ielfuͤltigungsapparat. Auf eine feingekörnte Stahlplatte
bird ein Stück feines, auf einer Seite mit Wachs über—
ogenes Papier gelegt. Indem man mit einem Metallgriffel
9 die Wachsschicht schreibt, wird diese punktweise entfernt
ind man erhält eine Art Schablone, durch welche man
Farbe mittels einer Farbwalze hindurchtreibt, so daß auf
nem untergelegten Papierblatt der Abzug erscheint.
wrimesis (Mimesie, grch.), Nachahmung; spottende
Viederholung der Worte eines andern: mimetisch, nache
Hmend, nachäffend.
Mimiamben (grch.), s. Herodas Diee Dichter)
vlimit (grch), Gebaͤrdenspiel, die unst, durch Mie—
ienspiel und Gebärden die Zustände des Gemüts auszu—
ruden, ein Hauptbestandteil der Schauspielkunst. — Vgl.
piderit (2. Aufl. 1886), Straup (1802).
Mimiery (engl. d. h. Nachäfferei), nachahmende Zucht
vahi, in der Selettionstheorie die Erscheinung, daß viele
tiete durch natuͤrliche Zuchtwahl die Form, Farbe und Zeich⸗
iung ihrer Umgebung, Stengelteile Abb, 675 bei Gespenst⸗
euschrecken), Blättet (Abb. 676 ebd.. Rinden u. dgl. (M.
weitern Sinn), oder anderer bes. — M im
ngern Sinn) Tierformen annehmen J afel: Entwick—
gsgefschichte I12 u. 181. 2 Bol. Tümler (1906).
Mintir, ian der nord. Mythologie ein Dämon des
Mẽeers und der Weisheit, die er in dem ewig auellenden
Mimirsbrunnen birgt. 9JJ
wiimisch (grch.) zur Mimit (s. d.) gehörig. — Mi—
nifscher Gesichtskrampf, s. Gesichtstrampf.
Viimneéermus, griech. Lyrilker, aus Kolophon, um
z30 v. Ehr., Schöpfer der erotischen Elegie: die Bruchtücke
 in Bergks Foetae Iyriel
raeci“ (4. Aufl. 1882),. deutsch
don Hartung (1869).
Mimodrama igrch.), s. v. w.
dantomime. [Mimen (s. d.).
Mimograph, Verfasser von
Mimofazeen (Mimosacéae),
Abteilung der Leguminosen (s. d.).
Mimuöse, Scham⸗ oder Sinn⸗
flanze (Mmösa L.), Pflanzen—
jattg. der Leguminosen, Sträucher
der krautartige Gewächse des trop.“
Amerika. Am bekanntesten M.pu- 1180. Schamhafte
os L. (schamhafte Sinnpflanze Sinnpflanze.
Abb. 1180), Strauqh Brafiliens mit sehr reizbaren Fie—
erblättern sa], die sich bei Berührung soaleich aufwärts
usammenlegen IspIH.