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AMimũlus T., Gaukler⸗, Maskenblume, Pflanzengattg
der Strofulariazeen, mit großen, lebhaft gefärbten Blüten,
M. Iutéus L., aus Chile, in Deutschland verwildert, mit
gelben Blüten; diese sowie M. moehatus
 Dougl. (nach Moschus rie—
chend), M. Uybridus Aort. [Abb.
11811 u. a, sind in vielen Spiel—
arten Zierpflanzen.
Mina, älteres ital. Hohlmaß,
bes. Getreidemaß, von verschiedenem
Umfange. (S. auch Emine und
Mine.)
Mina, ein den Bhil verwandter
ooraxischer ind. Volksstamm auf, dem Gebirgszuge vor
Adschmir bis Dschamna im Radschputenstaate Dschaipur.
Mina, Regerstamm (Mischvolk) an der Sklavenküste
m R. von Togo.
Minäer, suüdarab. Volk im Altertum, s. Sabäer.
Minahassa, nordöstl. Halbinsel von Celebes (s. d.)
Minarett, richtiger Mangdrat (arab., d. i. Leuchtturm),
die schlanken Türme an den Moscheen, von deren Galerie
der Mu'ezzin (s. d.) zum Gebete ruft. [Tafel: Ara—
bische und Indische Kunst J, 5.1
Minargent (engl. spr, minahrdschint), Halbsilber, Le—
zierung aus Kupfer, Nickel, Wolfram, Aluminium.
Minas de Riotinto, Riotinto, Bergwerksstadt in
»er span. Prov. Huelva, (18900) 11603 E.; Kupfer.
Minas Geraes (spr. masch schergisch), brasil. Binnen⸗
taat, 574855 qkm, (1880) 3184099 E.; Hochland, im
O. gebirgig, im W. breitere Talbildungen; Metall- und
Edelsteinceichtum, Diamantenwäschereien. Bevölkerung
—
Indianer (etwa 10000) und deutsche Kolonisten; Haupt⸗
Jadt seit 1897 Bello Horizonte (bis dahin Ouro Preto)
Mination (lat.), Drohung; minatsrisch, drohend.
—3 rz., spr. minod'rih), affektierte Miene
iererei.
Minbar (arab.), die Predigerkanzel in den Moscheen.
Minch (spt. mintsch), Meeresteil zwischen den nördl.
AUußern Hebriden und der a Küste, 37—73 Kmubr.,
zis 278 mm tief; zwischen den Rußern und Innern Hebriden
der Kleine Mi, 66 kmulg., 2332 Km br.
Mincha (hebr. „Opfer“, „Gabe“), uxsprünglich Speis—
»pfer, dann das Rachmittagsgebet der Juden.
Mincio (spr.-tscho), l. schiffbarer Nebenfluß des Po in
Oberitalien, entspringt in Tirol als Sarca, durchfließt
den Gardasee, mündet, nach 192 km unterhalb Mantua
ttrategisch wichtige Verteidigungslinie. Hier 25. und 26. Dez
1800 Sieg der' Franzosen unter Brune über die Oster—
zeicher unker Bellegarde.
Mind, Gottfr. Maler, 6 1768 zu Bern, gest. das.
J. Nov. 1814, lieferte bes. Katzengruppen (daher Katzen-Raffael
 genannt). — Vgl. Wiedemann (2. Aufl. 1887).
Mindango (Magindanao), nach Luzon größte der
Philippinen, mit Nebeninseln 97 968 4km, (1803) 499 634 E.
Malaien, im N. Negritos); gebirgig und vulkanisch (Vul⸗
an Apo 3200 m); Hauptorte JIligan und Zamboanga.
Mindangofaser, s. v. w. Manilahanf (s. d.).
Mindelheim, Bezirksstadt im bayr. Reg.-Bez.
Schwaben, an der Mindel (r. zur Donau), (1905) 4401 E.,
Amtsgericht, Schloß (Mindelburg)
Minden, Westfälisch⸗M. oder M. in Westfalen, Haupt⸗
stadt des Reg. Beg. M. (162614k0, 1900: 636875 [1908
387 269] E. 1 Stadt-, 10 Landkreise) der preuß. Prov.
Westfalen, Stadtkreis und Kreisstadt Jl. an der Weser,
24315 (1005: 25 428) E., Garnison, Amtsgericht, Ober⸗
vostdirektion, Reichsbankstelle, Handelskammer, frühgot.
Dom (13. Jahrh.), Gymnasium, Realgymnasium; bis
1870 sesung hier 1. Aug. 1759 Sieg des Herzogs Fer⸗
dinand von Braunschweig über die Fränzosen. Das Bis—
tum M., von Karl 'd. a 803 gestiftet, kam 1648 als
weltliches igeten an Brandenburg. — Vgl. Spannagel
Di Bölfche (1807).
Mindensche Bergkette, s. Wiehengebirge.
Mindere Brüder, die Franziskaner (s. d.).
Minderjährigkeit, '. Minorenn.
Minderkaufmann, Kleinkaufmann, s. Kaufmann.
Minderungsklage, Klage wegen Gewäührsinängel
Rinderungsrecht, s. Moderatlonsrecht. I(1. d)

Mindsro, Bhilippsinsel, eine der Philippinen, mit
Nebeninseln 11078 4km, (18909) 17271175E. (malaiische
Manguianen und Tagalen); Hauptort Calapan.
Mindszent (spr. hent), Großgemeinde im ungar. Ko⸗
nitat Csongrad, l. an der Theiß, (1900) 9667 6.
Mine Erz.), im Bergwesen unterirdischer Gang, Erz⸗
grube; im Kriegswesen eine in Erde, Gestein, Mauerwerk
»der in ein besonderes Gehäuse (Seemine, s. d.) einge⸗
chlossene, zum Sprengen bestimmte Ladung von Spreng⸗
toöffen, die bei ihrer Entzündung die daruͤber befindliche
Ztoffmasse herausschleudert (Minenugarbe); bei Landminen
entsteht dabei eine trichterförmige Höhlung (Minentrichter).
Man unterscheidet: Demolitions- Konter⸗ (Gegen⸗), Flat⸗
er⸗, Quetsch⸗, Trichter⸗M.
Mine (grch. Mua, lat. Mina), altgriech. Gewicht und
Rechnungsmünze zu 1460 Talent oder 100 Drachmen. Die
iginetische M. — 617 8, in Gold — 108 M, die euböische
M. — * g (75 A). Als neugriech. Gewicht ist die königl.
M. S 115 Kg.
Minelli, Joh., Philolog, geb. 1625 zu Notterdam,
gest. 1683 als Rektor der Schule das.; bekannt durch (viel⸗
ach —— s. Ad modum Minellii) Schulausgaben
ömn. Klassiker mit erklärenden Anmerkungen.
Minenkranukheit, Erkrankung (Ohnmacht, Bettäu—
zung, Krämpfe) durch Einatmen von Pulvergasen in den
Minen, im, wesentlichen eine Kohlenoxydgasvergiftung.
Minensperre, s. Seeminen.
Minenwerte, Aktien und Obligationen der Silber⸗,
Bold- und Diamantminen, ienürer den Aktien über Ge⸗
vinnung unedler Metalle, Mineralien u. a.
Mineo, Stadt in der ital. Prov. Catania, beim
See Palici (Gase aushauchend), (1901) 9828 E.
Mineralblau, s. Berliner Blau.
Mineralfarben, die dem Mineralreich entstammen⸗
)en Farben, teils Naturprodukte: Erdfarben (s. d.), teils
dunstprodukte (Zinnober, Chromgelb, Berliner Blau ꝛc.).
Mineräalfeile, s. v. w. Schmirgelfeile.
Mineralfett, s. Vaseline.
Mineralgrün, s. v. w. Schweinfurter Grün (s. d.).
Mineralien (neulat.), alle als Bestandteile der Erd⸗
inde vorkommenden homogenen anorganischen Naturkör⸗
er, sowie auch einige Zersetzungsprodukte organischer Stoffe,
vie Kohlen, Harze, Petroleum ꝛc. Die M. sind entweder
ristallinisch, dder amorph (Opal, Obsidian). Zu den
ohysik. eeepen gehört die gesetzmäßige Spallbarkeit
)er Kristalle, Bruch, Härte, spez. Gewicht, Strahlen⸗
rechung, Glanz, Farbe, Pelluzidität, Elektrizität, Phos⸗
ohoreszenz, Magnetismus, Verhalten gegen Wärme. Die
hem. Eigenschaften bestehen in den b die Zusammen⸗
etzung zurückzuführenden Neabtionen. Nach der chem. Zu⸗
n nn werden die M, in 6 — (Elemente,
nreeree Oryde und Hydroryde, Haloid⸗
alze, Sauerstoffsalze und organische Verbindungen) ein⸗
zeteilt Iss. die Beilage: Mineralögie]. — Lilerätur s.
uedee .Molybdün. [(Mineralogie.
Mineralisches Chamaäleon, alte Bezeichnung für
veree Kalium — des Farbenwechsels seiner
Mineralkermes, s. Antimon. Lösung.
Mineralmohr, s. Aethiops.
Mineralogie, die Lehre von den Mineralien (s. d.),
erfällt in: Minerognosie, Beschreibung und Zusammen—
tellung der einzelnen Mineralien; Minerogenie, Bildungs—
ind Entwicklungsgeschichte der Mineralien; Paragenesis,
ehre von der Geseßmaͤßigkeit ihres Zusammenvorkommens;
rithurgik, Lehre von ihrem en Erster Versuch wissen⸗
haftlicher Behandlung von Georg Agricola (s. d.), die ersten
igentlichen Systeme von den Schweden Walerius (1772)
uind Cronstedt (1758). Neue Bahnen brach Werner (1760
-1817), der die sog. rne Methode einführte; die
iltern Systeme von Mohs und ae betonen die mor—
ꝛholog. Eigenschaften, die von Berzelius und Dana die
hem. Zusammensetzung; Weiß und Naumann berücksichtigen
heides shierzu die Beilage: Mineralogie]. — Handbuch
on Huitze (1889 fg.), —A von Raumann-Zirkel
14. Aufl, 1901), Klockmann (3. Bauer (2. Aufl.
904), Brauus (1904), Tschermak (6. Auͤfl. 1905).
Miͤneralöl, im weitern Sinne jedes dem Erdreich
intstammende (s. Erdöl) oder aus Mineralien gewonnene
Ol, im eugern die durch trockne Destillation von Stein—