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oder Braunkohlen, Torf, bituminösen Schiefern u. dgl.
gewonnenen Sle, bes. Benzin, Hydrokarbür und Solaröl
(. diese Artitel), Brauchbate Kohmaterialien sind nur noch
die Bogheadkohle und die Schweltohle, die etwa doppelt
joviel gebundenen Wasserstoff besitzen als gewöhnliche Kohle
Mineralquellen, s. Mineralwässer.
Mineralsäuren, die Säuren anorgauischer Natur:
ZSchwefel⸗, Salpeter⸗ Salze, Phosphor⸗, Kiesel-, Bor—
ure ec. im Gegenfatz zu organischen oder Pflanzensturen
Prineraͤreer, fve w. Bergteer (. Asphalt).
Mineralurgie r Mineraliengewinnung und
Nineraiwachs, . Ceresin. Verarbeitung.
Mineraiwaffer, Mineralguellen, Quellwässer mit
inem mertlichen Gehalt an Salzen oder Gasen, mancht
nit hoher Temperatur (Karlsbader Sprudel z. B. 72,39).
denSalzgehalt verdanken sie der Auslaugung unter⸗
discher Ealzlager, die hohe Temperatur der schnellen Be⸗
förderung aus großen Tiefen an die Erdoberfläche. Me⸗
dizinisch verwendete Mineralquellen heißen Gesundbrunnen
oder Heilauellen. Nach dem Gehalt an bestimmten Stoffen
deilt man sie ein in 1) indifferente Heilquellen (Wild⸗
bäder, Akratothermen), ohne hervorstechende chem. Be⸗
ftandteile, nur durch die hohe Temperatur wirkend: Gastein,
Ragatz, Warmbrunn, Teplitz ꝛc. 2) Kochsalzquellen, mit
Chlornatrinm und andern Chloriden: Ischl, Reichenhall
Sulza, Salzungen zc. (einfache Kochsalzquellen), Kranken⸗
heil⸗Tolz, Kreuznach, Salzschlirf ec. Cod⸗ und bromhaltige).
3) Alkalische Wässer, iit lohlensauren Alkalien und
Fohlensaure; 2. einfache Säuerlinge, kohlensäurereich, salz⸗
arm: Apollinariswasser, Harzer Sauerbrunnen ꝛc.; b. al⸗
talische Säuerlinge leinfach altalische Wässer), reich an
tohlensaurem Natrium uud Kohlenfüure: Vichy, Neuenahr.
Bilin, Fachingen 2c.; 0. aitalisch⸗muriatische Säuerlinge,
euthaitend kohlensaures Ratriuin und Kochsalz: Ems,
Riederfellers c. 4) Bitterwässer, mit vorwiegend schwefel⸗
faurer Magnesia: Seidschütz, Seidlitz, Püllna, Fricdrichs⸗
hall ꝛc. 5) Glaubersatzwässer mit schwefelsaurem Na⸗
rium (Glaubersalz): Marienbad, Bertrich, Tarasp⸗Schuls,
Karlsbad (Therme) ruc. 6) Schwefel⸗ oder Schwefelwasser⸗
stoffquellen, mit Schwefelwasserstoff und löslichen Schwefel⸗
metallen; warm; Aachen, Baden bei Wien, Baden (Schweiz),
Landeck; kalt: Neundorf, Eilsen, Weilbach; nach der Bei—
mischung in 2. altalisch-muriatische, mit Kochsalz und
tohlensaurem Natrium; b. altalisch⸗ salinische, mit Glauber⸗
salz, außerdem; o0. erdig⸗salinische, mit erdigen schwefel⸗
fauren Salzen als Rebenbestaͤndteil. 7) Eisenwüsset
Stahlwässer), mit Ddoppeltkohlensaurem Eisenoxydul:
Pyrmont, Driburg, Sparc., zugleich falzhaltig(alinische
Eisenwäsfer): Elster, Marienbad; Eisensauerlinge (mit
kohlensauren Salzen ‚und freier enene Franzens⸗
bad, Elster. — Biele M. werden außerdem künstlich aus ihren
Hauptbestandteilen zusammengesetzt (zuerst durch Struve
1820). Auch die mineralischen Bestandteile der wichtigsten
Heilquellen werden allein in ihrem natürlichen Mengen⸗
verhältnis künstlich dargestellt und zum Gebrauͤch in Wasser
oder lohlensaurem Wasser aufgeloͤst (Saudows künstliche
Mineralwassersalze) — Über Heilquellen vgl. Peters
(1892), Popper (1893); „Deutschlands Heilquellen“ (1900)
über Balneotherapie? Flechsig (2. Aufl. 1892), Kisch
(S. Aufl. 1807). Grube (1897), Glax (2 Bde. 188709)
üͤber künstliche Mineralwasserfabrikation: Hirsch und Siedler
(3. Aufl. 1897), Greßler (Bd. 1. 4. Aufl. 1804).
Minerogen (grch.) heißen Gesteine, die duͤrch An—
häufung von Minderalpartikeln ohne Zutun organischer
Wefen entstanden sind; Gegensatz organogeue, —AR
Mitwirkung von Tieren oder Pflanzen entstandene Ge—
steine, z. B. Muschels, Foraminiferenkalkstein; Kohle ꝛtc
Prinerva, altitalische Gottheit, in Rom namentlich
Schützerin des Handwerks, der die großen Quinquatrus
m' Marz von allen Zünften und Iunungen, die kleinen
Quinquatrus von der Pfeiferzunft im Juni gefeiert wurden
Später wurde sie der gricch. Athena gleichgesetzt und deren
Zigenschaften auf sie ilbertragen.
Mincrvee romontorium (lat. ), Vorgebirge in
Kampanien, jetzt Punta della Campanella.
Minerbino Murge (spr. dsche), Stadt in der ital
Prov. Bari delle Puglie, (1001) 17 303 E.
Minet⸗ Tarabulus (Et- Mina, La Marina), Hafen—
yr der türk.sur. Stadt Farabulus. 7000 E.

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Min

Minette, Eruptivgestein mit dunkler Grundmasse aus
Irthoklas, Biotit und gewöhnlich noch Hornblende oder
ugit, datin Einfprenglinge von Biotit, und Orthoklas.
Mineur (frz., sprnöhr), der zum Minenbau ausge—
ildete Soldat, in Deutschland keine besondere Truppe mehr.
minour (ftz., spr. noͤhr), in, der Musik, s. Moll.
Mineurpfing UEpr. nöhr-⸗), Untergrundpflug, ein un⸗
ollkommener Pflug, der in einer vom Rflug aufgeworfenen
Furche folgt und die Sohle noch um 15 —20 em lief lockert,
hne den Jekrümelten Boden an die Oberfläche zu bringen.
Ming , chines. Dynastie, herrschte 1368 — 1644 (s. China).
Minghetti, Marco, ital. Staatsmann, geb. 8. Nov.
.818 zu Bologna, 1848 kurze Zeit päpstl. Minister, 1868
BSeneralsekretät Cavours, 1860 Minister des Innern, 1862
Finanzminister, 1863—64 Präsident des Ministeriums der
Fonsorterie, 1888 Ackerbauminister, 1873 —76 Minister⸗
ortsident, gest. 10. Dez. 1886 in Rom. Schrieb: „Stato
ohiesa“ (2. Aufl. 1878; deutsch 1881), „Biographie
Raffaels“ (1885; deutsch 1887), „Ricordi““ (1888)., Disorsi“
 (1888 90).
Mingolsheim, Marktflecken im bad. Kr. Karlsruhe,
1900) 2128 E., Schwefelquelle, Wasserheilanstalt.
Mingrelten („Land der 1000 Quellen“), Landschaft
m russ. Gouv. Kutais, in Transkaukasien, bewohnt von den
Ningreliern (nennen sich selbst Kadsariah), 240 000 See⸗
en, zu den Georgiern gehörig. M. war 1414— 1803 selb⸗
tändig unter den Fürsteun Dadian.
Minho (portug., spr. minnjt; span. Miũo), Fluß der
Pyrenäischen Halbinsel, entspringt im nordöstlh. Galicien,
nündet nach 253 xm an der portug. Grenze in den Atlant.
Dzean; Stromgebiet 17 011 44. — Die portug. Prov. M.,
x, (18000) 1170 361 E.; Hauptsadt Sporto
Minla, aͤgypt. Stadt, s. Minieh.
Miniaturen, im Altertum wie bes. im Mittelalter
zunter, anfangs meist mit Minium (Mennige) sehr fein
gemalter Schniuck von Handschriften (Codices), in Form
zon Initialen, Randzeichnungen, auf den Tert bezüglichen
elbstündigen Bildern ꝛc., ausgeführt von Minintoren.
Die Minsaturmalerei erreichte im Anfang des 16. Jahrh.
hren Höhepunkt; nach Erfindung der Budhdruckerkunst
hurch Holzschnitt und Stahlstich aus den Büchern ver—
xängt; im 18. Jahrh. bes. zu Porträts auf Pergament,
zffenbein oder Porzellan angewandt. — Vgl. „Geschichte
zer M.“ von Propert (engl. 1887), Verzeichnis der Mi⸗—
atoren von Bradley (engl., 188789), der österr. Hand⸗
hriften von Wickhoff (1806); Tafelwerke: „Sammlungac.“
1863 fg.), L. von Kobell (2. Aufl. 18892), Beissel (1883).
Minié, Claude Etienne, geb. 13. Febr. 1804 zu Paris,
ranz. Offizier, seit 1888 Virektor einer Waffenfabrik in
Agypten, Erfinder des Miniegewehrs, gezogener Vorderlader
nit Expansionsgeschoß (s. d. und Abb. 540), agest. 14. Dez
879 in Paris. Minjeh (s. dy).
Minfeh, El⸗, ägypt. Stadt, s. v. w.
Prinieren (frz.), unterirdische Gänge,
Ninen anlegen.
Minierraupen, Minierlarven, Raupen
iniger Motten und Larven einiger kleiner
dufer und Fliegen, die Günge im Varenchyw
der Blätter ausfressen.
Minierschlangen, s. Wurmschlangen. 1182. Mi—
viinierspiune (Oteniza fodiens Sauv. nierspituc
Aoͤb. 1182)), eine bis 20 mm lange, zu den
xrdwebern gthörige Spinne, lebt in selbstgegrabenen, mit
Seidengespinst ausgekleidetzn and mit hemeglichem Heckel
rerschlossenen Erdlö—
hern; auf Korsils.
Minintal (lat.),
Maximal.
Vinimalschar
Geschützscharte, die
nur eben den Kopf
des Geschützes auf⸗
zunehmen vermag.
Minimalscharten la⸗ —
ette, Lafette für M., 1183. 15 o0m-Kanone in Minimalscharten⸗
zei der sich das Rohr lafette fur Panzertürme.
ur um einen in oder dicht bei der Mündung gelegenen
Bunkt (Vorderpivot) — 11881. mgcleg
Minimaltarif, s. Doppeltarif