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grinsma non curat praetor (lat.), um Gering⸗
ügigkeiten kümmert sich der Prätor (Oberrichter) nicht.
Plinimen (lat.), Minimiten, Mindeste Bruͤder oder
ßanlaner, Mönchsorden, 1486 von Franz (s. d.) von Paula
estiftet, 1474 von Sixtus IV, bestätigt; seit 1407 auch in
Ceutfchland; fordert günzliche Gnthaltung von Fleischgenuß.
Feht noch 17 Klöster in Jtalien, 1 in Krakau, 1 in Marseille
Minimum (lat.), s. Maximum. Barometrisches M.
ustwirbel [Abb. 1080)].
Minister (lat.,‚ „Diener“), die obersten Staatsbeam⸗
en, die unmittelbar unter dem Staatsoberhaupt die ein⸗
‚elnen Zweige (Ressorts) der Staatsverwaltung Getzt ge⸗
öhnlich Außeres, Innekes, Krieg, Kultus und vffentlicher
nterricht, Justiz, Finanzen; oft auch, Handel, Landwirt⸗
ichaft, öffentliche Arbeiten, Polizei und Marine), in Mon⸗
archten auch die Privatangelegenheiten (königl. oder kaiserl.
Haus) des Monarchen leiten und diesem allein oder in
nstilutionellen Stäaten auch, der Volksvertretung verant⸗
vortlich sind, bilden gewöhnlich ein Kollegium (Gesamt⸗
M.), an dessen Spitze ein Ministerpräsident steht. Minister⸗
residenten und bevollmächtigte M. s. Gesandte. M. ohne
purtefeuille, der nur an der Beratung des Gesamtministe⸗
uͤnis, nicht an der Verwaltung teilnimmt. Ministeriell
bom Mimsterium ausgehend, damit zusammenhängend
S. auch Kabinett.)
Ministerialen (mittellat.), Dienstmannen, im Mittel⸗
alter die unfreien Leute in unmittelbarer Umgebung der
Fuͤrsten und Herren; aus ihnen bildete sich der niedere Adel.
—A — Amt eines Ministers (s. d.), auch
GBefamtheit der Minister (Gesamt-M.), die Staatsregie⸗
ung; auch Predigtamt.
Binistrieren (lat.), dienend zur Hand gehen, bes. dem
eistlchen beiĩ der Messe; Ministraͤnt, Meßdiener; frühere
Bezeichnuug der bei der kath. iere mitwirkenden Kirchen⸗
Minum (lat.), Mennige (s. Blei). ssänger
wi injeh (Minia), Hauptstadt der oberägypt. Prov. M.
2000 qkx Kulturland, 1887: 542 008 E), J. am Nil,
235 E Zur Prov. M. gehören auch die Oasen Barieh
Mint, s. Stinkmarder. sund Farafrah.
Viinktopic, die zwerghaften, dunkelfarbigen, woll⸗
aarigen Ureinwohner, der Andamanen (s. d.).
Minn. oder Nin., Abkürzung für den nordamerik. Staat
MNinnesota.
Miune (altdeutsch), ursprünglich Erinnerung, An⸗
denken; dann s. v. w. Liebe, Frauendienst, als Frau M
m Mittelalter personifiziert.
Binneapolis (pr appö- Irdßte Stadt des nord⸗
merit. Staales Minnesota, am Misfissippi, (1903) 214 112
5. (viel Skandinavier), Unuverfitat, Kuusischule; Industrit
snter Benutung der Wasserkraft der St. Anthonyfölle, bes
hetreidemuhlen, Getreides und Mehlhandel.
Prinnehöfe, s. Liebeshöfe.
Hinnefinger, die deutschen lyrischen Dichter des 12
ind 18. Jahrh., so benannt nach dem ahen
Sitoffe ihrer Dichtungen, der Minne. Die hauptsächlichsten
M. sind? der von Kuͤrenberg, Dietmar von Aist, der Sper⸗
vogel, Heinrich von Veldete, Friedrich von Hausen, Heinrich
on Morungen, Keinmar der Alte bes. Waiter von der
Vogelweide und Wolfram von Eschenbach, später Gott⸗
fried von Neifen, Ulrich von Liechtenstein, Konrad von
Wurzburg, Neidhart, Frauenlob u. a. Saͤmmlung durch
von der Hagen 3 Auswahl von Bartsch (5. Aufl.
1803) und in „Des W. Frühling“ (6. Aufl. 18903). —
Val. uhland (1870), Lyon (1888) Lechleitnet (2 Bde.,
803), Grimme (Bb. 1, 1897), Stilgebauer (1808).
Vlin nefota, einer der notdwestl. der Ver. Staaten
von AÄmerita, 217 088 qkw, (1800) 1751304 E.; zahl⸗
reiche Seen und Flüsse (Wississippi, M. River Sainte
Croir, Saint Louigz rec.). Hauptbeschaftigung Ackerbau;
vichuͤg die Holzgewinnung und die Produktion von Eisen⸗
erzen. Hauptstadt Saint Paul; Universität Minneapolis.
M. wurde 1848 Territorium, 1888 Staat.
Minnesota River sspr. riwwc) r Nebenfluß des
Mississippi im nordamerik. Staate Minnesota, entspringt
in der Grenze von Dakota, mündet nach einem Laufe von
120 xm bei Saint Paul.
Minnigerode, Wilh., Freiherr von, Politiker, geb.
28. Rob. 1840 in Braunschweig, 1871 —84 konservatives
Mitglied des Deutschen Reichstags, 1878 — 88 und 1892

93 auch des preuß. Abgeordnetenhauses, seit 1884 ded
reuß. Staatsrates.
Mino, . Stare nebst Textfigur.
vt ino (pr. minnjo), Fluß, J. Minho.
Mino da Fiesole, florent. Bildhauer, s. Ficsole.
Minor (lat), s. Maior.
VNinor, Jatob, Germanist, geb. 15. April 1856 in
Wien, feit 1888 Prof. das., verösfentlichte Die Schick⸗
Astragoͤdie in ihren Hauptvertretern“ (1888), ESchiller.
Zein e und feine Werke“ (2 Bde. 1880), „Neu⸗
spchdenifche Metrike“ (2. Aufl. 1903),.Goethes Faust“
2 Bde.. T901), Monographien über Mitterwurzer, Sonnen⸗
hal, Rofsi, Gabillon F. von Saar u. a.
Wrinbrat nenlat.), im Gegensatz zum Majorat das
Zorrecht des Jůngsten in der Erbfolge.
Minorca, span. Insel, s. Menorca.
Ainõrs (ital., „kleiner“), in der Musik, s. Moll.
Minorenn (ueulat.), minderijährig; Minorennität⸗
Mindenührigteit, die der Großiahrigteit (G. d) voran⸗
sehende Lebensperiode. Der Minorenne (Unmündige) muß,
denn nicht in vaterlicher Gewalt, einen Vormund haben.
Wiinoristen, dath. Kleriker der niedern Weihegrade
Mipores ordines; s. Ordines).
Minorität, Minderzahl, s. Majorität.
Minoriten, s. Franziskaner.
wiinos, mythischer König von Kreta, Begründer der
rei. Seeherrschaft, berühmt als Gesetzgeber. M. zwang
ie Athener zur Lieferung eines Menschentributs (s. Mi⸗
taumos. Rach seinem, Tode Totenrichter im Hades mit
Aiatos und Rhaädamanthys.
Minotauros, d.i. Stier des Minos (. d.), nach der
Sage ein Mensch mit Stiertopf, den. Minos im knossischen
abhrinth mit Jünglingen und Jungfrauen fütterte, welche
Athen jahrlich ais Tribut liefern mußte, bis ihn Theseus
nit Hilfe der Ariadne tötete.
Manstk, Gouvernement in Westrußland, im Gebiet des
dnjepr und Njemen, im EO. fehr sumpfig Woljessie)
o ν, ιöαν G. (meist. Weißrussen)-. Die
hau pistadt M. am Swilotsch, 81404 E. — M.., russ.⸗
oln. Stadt, s. Nowominsk.
Minsier in Sheppey (syr. schepph), Gemeinde in der
ni. Grafsch. Kent, (1001)] 20930 E.
Minstrels, s. Menestrels.
Hinlto, Ellbert Eliot, Graf von, brit. Staatsmann—
eb. 23. April 1751, 1794-96 Vizekbnig von Korsika,
806 Ia Generalgouverneur von Ostindien, gest. 21. Juni
1814 in England.
Minto, Gilbert John, Graf, von, engl. Staatsmann,
zeb. 9. Juli 1847, 1898 Generalgouverneur vpon Kauada,
Aug. 1908 Bizekönig von Indien.
Wintrop, Theod. Maler, geb. 17, April 1814 zu Bark⸗
hofen dei Werden a. d. Ruhr, gest. 80. Juni 1870 in Důssel⸗
orf; religiöse Gemälde und allegorisch⸗symbolische Kom⸗
ofitionen (Zeichnungen) mit Kinder⸗ und Gnomengestalten.
Minturna, im Altertum Küstenstadt der Ausoner in
ranium, unweit der Mündung des Liris; Reste beim heuti⸗
Jen Traetto (s. d. ) oder Minturno-,
Minucius Felix, ciner der hristl. Apologeten des
2. FJahrh., röm. Sachwalter aus Rordafrika, schrieb um
od n Ehr. eine Apologie des Christentums (Oota vius
g. von Baehrens, 1886, und, von Bocnig, 4808; deutsch
In Dombart, 2. Ausg. 1881). — Vgl. Kühn (1882)
ꝛronenberg (1890)
Minneéndus (Clat.), s. Subtraktion.
Minus (lat., „weniger, kleiner“), mathem. Ausdruc
ur Bezeichnung der Sublraltion oder der negativen Groößt
Zeichen )J. Als Substantiv s. v. w. Feblbetrag.
Minuskeln, s. Majuskeln.
Diinussendi, Kreisstadt im russ.sibir. Gouv— Jenis⸗
eidt, am Jeniffei und an der Minussinka, 10 2565 E.
Vtinute (lat.), der 60. Teil eines Grades oder eincr
Siunde in der Malerei Langenmaß, der 48. Teil der Kopf⸗
ünge; in der Bautunst der 30. Teil eines Models q. d.x
in en ne gher Dient bon Reisender und
lluciumsforfcher, geb. 12. Mai 1772 zu Geuf, trat in
reuß Kriegsdienste spater Gouverneur des Prinzen Karl,
ereisie 1820 —22 Aghpten, gest. 16. Sept. 1846 bei Lau⸗
anne; schrieb;: „Reise zum Tempel des Jupiter Ammon
1824), Militoͤr. Erinnerungen“ (1845) u. a.