Quellfluß überhaupt längster Fluß der Welt, 65630 *m 1g.;
Stromgebiet he iußde aus dem See
Itasca (Minnefota), fließt durch den Traverse Late und
mehrere andere Seen erst ostwärls, dann südwärts durch
eine ausgedehnte Tiefebene, von Cairo an durch ein 40-130
 xm hbreites, oft überschwemmungen ausgesetztes Allu⸗
bialland und mündet in fünf Mündungsarmen, deren größter
der South Paß, bei Reuorleans mit einem Delta (61860 qxm)
in den Golf von Mexiko; im uͤnterlaufe häufige Verunde⸗
rungen des Flußbeltes; Schiffahrt 8130 w aufwärts dis
zu den St. Anthonyfällen oͤberhalb Saint Paul. Wich⸗
tigste Nebenflüsse: Missouri, Ohio, Arkansas, Red River.
VBVgl. Glazler, „Povn the Great River“ (1888),
„Dhe M. River“ (1900).
Miffisfippi, einer der füdl. der Ver. Staaten von
Amerika, 121515 qkm, (1900) 1651270 E. (darunter
ca. 910 600 Farbige); an der Küste eben, im Innern ge⸗
birgig und fruchthar; Klima mild, aber ungesund (Gelbes
Ficber); Hauptbeschäftigun Ackerbau (Baumwolle, Mais,
Hafer). Hauptstadt — größte Stadt Vicsburg.
Ir. Zuerst von Franzosen kolonisiert, 17683 au Eungland
bgetreten, seit 178 Territoxium, 1817 Unionsstaat: im
huͤrgertriege auf Seite der Sezession.
Mississippikaiman, s. Alligator,
Diffitsippitompanie, s. Law, John.
Misstve Ae Sendschreiben, amtliche Zufertigung
Diifßsolunghi, griech. Stadt, s. Mesolongionn.
wißsonri Upr. suh, Haupinebenfluß des Mississippi,
entisteht aus drei Quellflüssen (Sefferson, Nadison, Gal⸗
latin) bei Gallatin in Montana, fließt erst nördl., dann
flwarts durch Montana und Dakota, dann südöstl. durch
Dakota, zuletzt östl. durch Missouri, mündet nach 4900 xm
(3800 schiffbar) bei Saint Louis; bildet 64 xm oberhalb
Fort Benton die Großen Fälle; Stromgebiet 18346 000
axm; Hauptncbenflüsse: Hellowstone. Vlatte, Kansas
Osage, Grand River.
Missouri (spr. suh.), einer der westl. der Ver.
Saten von Amerika, 179 058 4km, (1900)8 106 665 E.;
n Innern Hochebene, im SW. gebirgig; Boden frucht⸗
bar; Landwittschaft; Bergbau in Kohle, Zink-, Bleis und
Fifenerz. Miltelpunkt Saint Louis; Staatsuniversität
Folumbia; Bergschule in Rolla; Hauptstadt Jefferson City.
n. ein Teil des ursprünglich französischen, 1803 an die
Ver. Staaten verkauften Louisiana, 1812 Territorium,
821 Umonsstaat; während des Bürgerkrieges gespalten
Miffourikonmipromiß, eins der zahlreichen Ab—
ommen in den Ver. Stidaten, die Sklavenfrage betreffend
—A Arsenkies. s[vom J. 1820
Diifsfunde, Dorf im preuß. Reg.-Bez. Schleswig,
I900) 140,E.; hier 12. Sept. 1850 Gefecht wig
Dänen und I igeHoltleinern. 2. Febr. 1864 zwischen
Preußen und Dänen.
Miistassini, See in Kanada, 190 xmlg., fließt durch
»en, RFuüpertsfluß zur Hudsonbai ab.
Mistbeete, Frühbtete an sonnigen, gegen rauhe Winde
geschühten Plätzen, aus Pferdemist, Laub, Lohe angelegte
und' mit demselben Material umgebene und mit Fenstern
bedeckte Beete zum Aubau frühzeiliger oder feiner Gemüst
owie ausländischer Gewächse.
Mistek, Bezirksstadt in Mähren, an der Ostrawitzo
zur Oder), (1000) 8804 E.; Eisenwerke.
Wistel, s. Viscum.
Diifteibach, Begrksstadt in Niederdsterreich, an der
zag (1900) 4105 E., Landessfiechenanstalt.
ister (engl. eigentlich sv. w. Master, s. d.; nur, in
der abgekürzten Form Ar. —— in England An—
cede an alle Herren, die keinen ufreuch auf den Titel
dord, Sir zc. haben.
Viifterbianco, Stadt auf Sizilien, am AÄtna, (1901)
Mifterien, s. Myfterien. so326 E
Drifti, Vultan in' Peru bei Areguipa (. d.).
Miftir, Stadt in Tunesien, s. Monastir. F
Diisatafer Gopopae artenreiche ünterfamilie der
Blatthorntaͤfer, die nebst ihren Larven meist vom Mist
der Huftiere leben. Hierher der Pillendreher (Ateuchus
oder Scarabaens), mit breitem, flachgedrücktem —
verferligt aus Mist Kugeln, in die Fe ein Ei abgelegt
wird; dekannteste Art der heilige Pillenkäfer (4. sscer
Iä scrann Südeurova. Nordafrika, den alten Aayptern

96

Mit

cilig, auf Geumen ꝛc. dargestellt; Mondkäfer (Pillenafer,
 Mondhornkäfer, Copris lungris L.), schwarz,
Männchen gehörnt, häufig in sehem Kuhdünger: Dung⸗—
äfer (Aphodsus fossor I. [Abb. 1185)),
hwarz, länglich, überall häufig; Roßkäfer
Geotrũpes ssstercorarius L.), ciförmig, ge⸗
völbt, schwarz oder blauschwarz, sehr gemein. F
uch das Dre horn (f. d. nebst Ubbe 180) ve⸗
ört zu den M. 2
Mistral, heftiger kalter Nordwestwind des 39
üdostl Frankteich sLanguedoc und Propence). Dungkäfer.
Mistral, Frederic, neuprovenzal. Dichter, geb. 8. Sept.
830 Maillane (Dep. Bouches-du-Rhone), lebt das.,
juchte die alte Sprache der Provenzalen wieder zu beleben
ind gründete die Félibre (s. d.), erhielt 1904 mit Echegaray
usammen den Nobelpreis für Litcratur; schrieb die Epen
„Mirèôéio“ (1859; deutsch 1800; als Oper, Mireille“ be—
arbeitet von Gounod), „Calendau“ (1867), „Nerto“
1884), „Le poème du Rhône“ (1880); ferner „Lis
s0lo d'or“ (Gedichte, 1875; deutsch 1800), die Tragödie
La reine Jeanné“ (1890), ein provenzal. Wörterbuch
„Le trésor du félibrige“u. a. — Vgl. Welter (1900).
Mistreß (engl., spr. missis, nur in der abgekürzten Form
Mrs. gebräuchlich), Herrin, Frau vom Hause, in Eug—
and Prädikat verheirateter Damen, die nicht das Recht
ruf den Titel Ladh haben.
Stadt auf Sizilien, (1901) 13481 E.
Mistschwamm, s. Coprinus.
Miszellanken, PMiszellen (lat.). Schriften. Aufsätze
ermischten Inhalts.
Mitau dug Mitaäͤwa, lettisch Jelgawa), Hauptstadt
»es russ. Gouv. Kurland, an der Vrixe (Arm der Kurländ.
Aa), 36 011 E., ehemals (seit 1562) Residenz der kur—
änd. Herzöge. [Surrey, (1901) 20 906 E.
Mitcham (spr. mittschem), Ort in der engl. Grafsch.
Mitchell (spr. mittschel), Fluß anuf der Pörkhalbinsel
Queensland), mündet in den Carpentariaqgolf: r. Neben—
luß der goldreiche Palmer.
Mitchell (spr. mittschel), Donald Grant, amerik.
Schriftsteller, geb. im April 1822 in Norwich (Connecti—
uut), lebt seit 1885 auf seinem Gute Edgewood bei New
ʒaven; schrieb: „Fresu gleanings“ (1847; unter dem
stamen Ik Marvel), „Dream life“ (1831), „My farm
Hugexrood“ (1863), „Doctor Johns“ (&amp; Bde. 1866),
Out ot town places“ (1884), „Englis lands. lettærs
ind Kings“ (1889 -90) u. a.
Mitcheusche Kur, Weir⸗Mitchellsche, Playfair-Mit⸗
helische Kur, Masttur, von dem amerik. Arzte Weir
Pchei (spr. wihr mittfchel; geb. 1829 in Philadelphia)
ingegeben, herabgekommene Kranke, namentlich Rerven—
eidende, in ihrer — — heben. Der Krauke ruß
uchrere Wochen bei vollständiger Ruhe im Bett bleiben
richlich Rahrung, hauptsächlich Milch zu sich uehmen; wird
nafsiert und eleltrifiert. — Bal. Mithhell Ceuütsch 1887).
Viiteigen um, das mehrern Personen an Dasihe
Sache gemeinschaftlich in der Regel nach Bruchtei en zu⸗
lehende Eigentum. Jeder Miteigentümer kaun ilber seinen
Anteil frei verfügen und hat das Recht, jederzeit Teiluug
der Sache zu uhcn Burgerl. Gesetzb 88 741 f9..
Mitella (lat.), Tragbinde, Armschlinge, ein dreieckig
falteles Tuch, um den verletzten Arm zu tragen.
Viitemtpfindung, s. Synästhesie.
wiliterben, diejenigen, welche zusanmmen die Gesamt—
equenagteger eines Erblassers geworden sind.
Mitesser, Zehrwürmer (Comedönes), die fest und
chmntzig gewordenen Aussonderungsstoffe der in der Haut
efindlichen Talgdrüsen, verursachen gerötete Erhebungen
n der nt (Finnen) und können in Kiterung übergehen.
Mitford, Mary Russell, engl. Dichterin, geb. 16
1786 zu Arlesford, gest. 10. Jan. 1886 du Smallowfield;
jes. bekannt durch ihre Schilderungen des engl. Land—
ebens in „Our villages“ (5 Bde. 182482), Bolford
Zegis“ (s8 Bde., 1835) u. a., schrieb auch gute Trauer—
piele („Rienzi“ u. a. gesammelt 1854) und „Recdollecons“
 (18652). x Bgl. FEstrange (3 Bde., 1860 u. 1882).
Mit Gott für König und Vaterland. Devife
des preuß. Landwehrkreuzeb.
Mi⸗tho (My-tho), Stadt im franz. Kotschinchina, lJ.
im Me⸗-konq, 6000 G.; Zitadelle, Stapvelplatz.
13*