durch Reduktiousmittel blaue Niederschläge (Molybdün⸗
blau, Mineralindig), bei ftürkerer Reduktion grüne bis
chwarze; von den molybdänsauren Salzen (Molybdaten)
ist das Ammoniumsalz ein wiguiges Reagens auf Phos⸗
phorfaure (auch Arsensäure), gibt damit in salpetersaurer
2bsung einen gelben Niederschlag.
Preoiybdaubilei, s. v. w. Gelbbleierz (s. d.).
vioiybdangiauz/ Molybdanit, Wasserblei herago—
zales, rötlich hleigraues, metallisch glänzendes Mineral,
tark abfärbend und fettig anzufühlen, aus Schwefel⸗
notybdun bestehend, dient zu den Molybdänpräparaten.
Violybobullon (grch.), Bleisiegel, mit denen die
Byzantiner ihre Schreiben zu versehen pflegten.
Donibach, Dorf in der hess. Prov. Rheinhessen, am
Rhein, (1905) 6407 6E.
Bi⸗smvas, arab. Mombãsa, Koralleninsel und Hafen—
tadt an der afrik. Ostküste, Hauptstadt von Brit.Ost—
frita⸗Hrotektorat, 27 000 E.; Handel; Hafen bei M. und
ditindi; Ausgangspunkt der Ugandabahn.
Mombinpflaumenbaunmi, s. Spondias.
Mombüun, Caldas de M., s. Caldas.
Momein, Teng⸗ jueh⸗tschou, Grenzzollamt in der chines.
Brov. Jun-nan, am Ta-ho (zum Ta⸗ping), 8000 E.; seit
904 dem fremden Handel geöffnet.
Moment (lat.), der Augenblick; momentan, augen⸗
licklich, vorübergehend. M. (das), in der Mechanik das
Bewegeunde, Bewegung Wirkende; daher Beweggrund; das
Ausschlaggebende, heee einer Sache. Statisches M.
der DrehungsVr. ist das Produkt aus einer Kraft und
der Entfernung ihrer Richtungslinie von der Drehachse
s. Hebelh. (Sauch Magnetisches Moment und Trägheits-—
VNMomentanlaute, s. Laut. oneet
Momenlphotographie, durch sehr kurze Belichtung
mistandene Photographie, die bewegte Gegenstünde in be⸗
liebigen Momeuten festhält [Tafel: Photographien,s;
Apparat auf Taf. II, 4. Surch Wiederholung der M. in
urgen Intervallen entsteht die Chronophotographie (. d.).
Miomiers (ftz. spr. Aeh, „Mucker“), Spottiname der
rang.reform. Pietismuspartei, die sich 1817 auf Anregung
der Frau von Krüdener und engl. Methodisten in Genf und
n der Waadt bildete und seit 1848 als „Freie Kirche“
er Staatskirche gegenüber stellte.
Momme, japan. Gewicht, s. Monmeh.
Mommfen, Theod., Altertumsforscher und Geschicht⸗
chreiber, geb. z0. Rov, 1817 zu Garding (Schleswig),
848 Prof. der Rechte in Leipzig, 1850 abgeseßt, 1852
Prof. in Zürich, 1854 in Breslau, seit 1858 zu Berlin,
84 95 Seltetar der Akademie das. 1873 -82 liberales
Mitglied des preuß. Abgeordnetenhauses, gest. 1. Nov. 1908
in Charlottenburg; Hauptwerk: „Röm. Geshigte (Bd.
738. Aufl. 1003; Bd. b, 5. Aufl. 1904), außerdem „Ge⸗
schichte des rom. Münzwesens“ (1860), , Röm. Forschun—
gen“ (Bd. 122, 186479). Roͤm. Slaatsrecht“ (3 Bde—.,
um Teil in 8. Auff. 1887 —88),,Röm. Strafrecht“ (1809)
Reden und Aufsaͤhe⸗ (1905) 2c; leitete die Ausgabe des
Corpus inscriptionum latinarum“. — Bgul. Zangemeister
1887), Bardt (18003). — Brüder: Tycho M., Vhilolog,
jeb. 25. Mai 1819 zu Garding, 1884 —885 Gymmasialdirekton
u Frankfurt a. M. gest. das. i. Dez. 1900 bes. bekanut durch
eine kritischen Arbeiten über Shakespeare und Pindar;
August Mi geb. 25. Juli 1821 zu Oldesloe, bis 1883 Prof.
au der Domschule zu Schleswig lebt in Hamburg; schrieb:
Seortologie (10045 2. Auft n. d. T. „Feste der Stadt
Alhen“, 1808), „Chronologie““ (1888) u. a.
NMomordios ., Springkürbis, Pflanzengattg. der Ku—
lurbitazeen, kletterude Krüuter vorwiegend im trop, Afrika,
mit aufspringenden Fruchten. M. Balsamina L. GBalsam.
apfel,hurte? Wunderapfet) und M. Charantis L. Gitterer
Springiürbis) in Ostindien, mit hande oder herzförmigen,
tief gelappten Blättern und watzigen gelben Früchten;
I. ehtenom T., s. oballium [Suöb. 465).
Doamos⸗ Sohn der Nacht, Gott des Svpottes und
Fadels.
Momot, s. Sägeracken. .
DVio motombo satiger Vulkan (1268 w) in Nica—
aqua, im NW. des Sees von Managua.
Mömpelgard, franz. Stadt, s. Montbeliard.
Mon, span. Münze, Käsch.
Mäön Gewicht, s. Maund.

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Mon

Mona. ) Alter Name der engl. Insel Anglesey. —
) Antilleninsel in der Monapassage, zwischen Portoriko
ind Haiti, 524 E., seit 1888 den Ver. Staaten von
Mona, s. Meerkaͤtze. Amerika gehörig.
Monachus (grch. monachos, „einsam lebend“), Mönch;
nonachisch, mönchisch, einsam; Monachismus, Moͤuchstand,
Mönchtum; Monachologie, Lehre vom Mönchswesen.
Mongco, Fürstentum am Mittelländ. Meer sKarte:
Frankreich I, 51, 1.,5 qkm, (1896)
5180 E., absolute Erbmonarchie.
Vappen zeigt Abb. 1188, Flagge
dafel: Flaggen. Die Hauptstadt
M., 3292 GE., klimatischer Kurort;
Xw östl. der Spielort Monte Carlo.
M. seit 980 im Besitz der Familie
Lrimaldi; gegenwärtiger Fürst Albert
s. d). — Bgl. Saige (franz., 1898).
Nonaoum, lat. Name von Mün— 1188. Monaco
Monade, s. Monadologie. schen. F
Monadéelphisch (grch „einbrüderig“) heißen Blüten,
eren Staubgefäße zu einein Bündel verwachsen sind; danach
Jonadelphia, 16. Klasse des Linneschen Systems.
Monaden (Monadina), Unterordnung der Flagellaten
J. Geißeltierchen), sehr kleine, meist nackte, amöboide,
arblose Lebewesen, meist in fauligen Flüssigkeiten, manche
As Parasiten lebend. — UÜber M. als philos. Begriff s.
Monadologie.
Monadologte (grch.), die metaphysische Naturansicht,
vonach die letzten Gruͤnde aller Erscheinungen in einfachen,
inkörperlichen Wesen, den Mounden (grch. Mouas, d. i.
kLinheit), ruhen. Vertreter der M. sind Leibniz (s. d.)
ind Herbart, neuerdings Lotze.
Monaghan (spr. monnehänn), Hauptstadt der irischen
Brafschaft M. (1294 4km, 1901: 745085 E.; Prov. Ulster),
im Ulsterkanal, 2932 E.
Monaktinelliden (NMonactinellidas), Kiesel—-chwämme,
 deren Skelettelemente mit wenig Ausnahmen
inachsig sind.
Monamine, die primären Ammoniakbasen, in denen
iur ein Wasserstoff des Ammoniaks durch ein Alkohol⸗
radikal ersetzt ist.
Monandrisqh (grch., „einmännig“) heißen Blüten mit
iur einem Siaeedinn NMonandria, die 1. Klasse
»es Linneschen Pflanzensystems.
e häretische Partei des 8. Jahrh., welche,
aie Trinitätslehre verwerfend, die Lehre von der Einheil
Monarchia) Gottes festhielten; in zwei Richtungen ver—
reten, entweder Christus als Meunsch von Gott unter⸗
heidend, oder ihn direkt mit Gott identifizierend, letztere
uch Patripassianer genanut, weil sie Gott den Väter dem
Zeiden unterwerfen, das nur Christi menschliche Natur
roffen habe.
wieee (grch., „Einherrschaft“), die Staatsform,
n welcher eine Verson, der Monarch, das selbständige
ind dauernde Haupt des Staates ist. Der frühern ab⸗
oluten M. (s. Absolutismus) ist in der neuern Zeit fast
berall die koustitutionelle M. (s Kouftitutionell) gefolgi,
velcher durch die Erblichkeit in der Dynastie (Erb⸗M. im
Hegensatz zu den früher vorkommenden Wahl⸗-M.) eine
estere Dauer gesichert ist. Monarchisch, von Monarchen
egiert, auf M. — degrüntett Monarchismus,
-zystem der naee chaft un Anhänglichkeit an die⸗
»lbe; Monarchist, Anhänger der Alleinherrschaft.
Monarda ., Monarde, Pflanzengattg. der Labiaten,
rordamerik. aromatische Kräuter. M. didyma T. (rote Mo⸗
iarde), Gartenzierpflanze; die Blätter Teesurrogat.
onas prodigiosa Ehrb. s. Blutendes Brot.
Monasterium (grch.), Kloster, auch s. v. w. Rünster.
Monastir. 1) Mi. Bitolia, Toli⸗Mi Hauptstadt des
ürk.zZeurop. Wilajets M. (28 500 qkmm, 8a4sg 900 E.; West⸗
nazedonien), an der Crna, 80000 E. — 2) M. oder Mistir,
Stadt in Tunesien, am Golf von Hammamet, 6000 E.
Monagt, im allgemeinen die Umlaufszeit des Mondes
im die Erde; man unterscheidet: 1) siderischen M., die
zZeit, binnen welcher der Mond wieder vor demfelben Fir⸗
ern erscheint (27 Tage 7 Stunden 4ß Minuten 12 Se—
unden);2) tropischen (periodischen) M., die —58
»om Frühlingspunkt bis wieder dahin (27 T. 7 St. 43 M.
5 S.); 3) synodischen M., von einem Neumond zum an—