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Monod (spr. noh), Adolphe, franz. reform. Theolog
geb. 1802 zu Kopenhägen, erst evang. Prediger in Neapel,
seit 1827 in Lyon, hier aus Anlaß eines Streites über
die Handhabung des Abendmahls abgesetzt, dann Prediger
einer freien Geineinde dase; 1647 Prediger an der reform
irche zu Paris, gest. 6. April 1856; strengpositiver Rich—
tung. Hauptwerk: „Adieux d'Adolphe di. à ses amis
ot Véglise““. — Bgl. Stapfer (franz., 1898).
Monod (spr. noh), Gabriel, franz. Historiker, geb.
7. März 1844 in Ingouville (Seine-Inferieure), Lehret an
der Foole des hautes études und an der Normalschule
in Paris; schrieb: „Etudes critigues sur les sources de
lhistoire mérovangienne“ (2 Tle. 1872 u. 1885), „Por
traits et souvenirs“ (1897), „Etudes crãtiques sur les
souroes de Lhistoire carolipgienne“ (1898) u. a.
Monodeélphen (Monodelphia), die Säugetiere mit
einfacher Scheide, die sic untier Bildung eines Mutter⸗
uchens entwickeln und bei der Geburt vollständig aus—
getragen sind; das sind alle mit Ausnahme der Beuteltiere
mit doppelter Scheide, Didelphia) und der Kloabkentiere
mit Kloake, Ornithodelphia).
Monodrama (grch.), Drama, in dem nur eine Ver⸗
'on auftritt; jetzt auch Soloszene genannt.
Monogamte (grch.), Inee Ehe, die Verbindung
ines Mannes mit einer Frau; Gegensatz: Polygamie.
Monogen (greh.) heißen Gesteine, die nuxr aus einem
inzigen Mineral zusammengesetzt sind (z. B. Quarzit aus
Quarz); Gegensatz: polygen.
Monogonie (grch.), s. Zeugung.
Monogrämm (grch) oder Chiffre Efrz.), s. v. w
handzeichen oder Namenszug, die in eins verschlungenen
Anfangs-) Buchstaben eines Namens, auch Figur als
Hdausmarke, Künstlerzeichen ꝛ2c. (S. auch Christusmono—
Monogrammisten, s. Meister. [gramm.)
Monographie (grch.), Schrift über einen einzelnen
Begenstand einer Wissenschaft.
Monogynisch (grch. „einweibig“) heißen Blüten mit
rur einem Griffel. Nonogynia, die 1. Ordnung der
Klassen 14213 des Linneschen nens
Ptonökel (frz. monocle), Augenglas für ein Auge
Monoklines Kristallsystem, spicetie
Monoklinisch (grch. „einbettig“) heißen alle Pflanzen
nit Zwitterblüten.
Monokotyledönen oder Monokothlen, einsamen⸗
appige Pflanzen, Gewächse, deren meist kleiner Keim
Embryo) nur einen einzigen Samenlappen (Kotyledon)
hat sTafel: Botanik IN, 32)]). Die Stammorgane der
M. sind oft als Rhizome, Knollen oder Zwiebeln ent—
wickelt, die Blätter meist ganzrandig, linealisch mit parallel
saufenden Nerven; die Gefäßbündel sind unregelmäßig
über den ganzen Stamm verteilt Tafel: Botanitk I, o),
ein Kambium fehlt gewöhnlich, daher in der Regel kein
Dickenwachstum. Die wichtigsten Ordnungen der M. sind:
die Enantioblasten, Glumifloren, Gynandren, Helobien,
ziliifloren, Szitamineen und Spadizifloren.
WMonokratie (grch.), s. v. w. Monarchie (s. d.).
Monokulares Sehen, das Sehen mit einem Auge.
Segensatz: Binokular (s. d.).
Monolith (grch), ein aus einem einzigen Steinblocke
gearbeitetes Werk (Säule, Obelisk ꝛc.).
Monoldg (greh.), Einzelrede, Selbstgesprüch.
Monvom, s. Mononom.
Monomachie (grch.), Einzelkampf, Zweikampf.
Monomanie (grch.)Bezeichnung für gewisse krank⸗
Jafte Triebe, die als selbständige psychische Affektionen auf⸗
gesgßt wurden (Kleptomanie, Pyromanie, Mordmanie u. a.):
sie sind jetzt als Symptome einer allgemeinen 353 — Er⸗
rankung erwiesen. leinerlei Teilen bestehend.
Monomerte — Einteiligkeit; monomẽrisch, aus
Monometallismiis, System der einfachen Währung
hei dem nur aus einem Metall Münzen geprägt werden
Begenfatz: Bimetallismus.
Monomotaäpa, im 17. und 18. Jahrh. Reich in der
dandsch. Sofala im östl. Südafrika.
Monomyarier, s. Muscheltiere.
Monongahela (spr. gehihle), ein Quellfluß des Ohio.
Monongm (grch.; auch mononn), eingliederiger Größen⸗
ausdruck, dessen Teile nicht durch Plus oder Minud verbunden
sind; Gegeusatz: Volyuom (s. d.).

Monopetaälen, s. Sympetalen.
wi onophasie (gich), Sprachstörung mit Verlust des
Vortschatzes; die Worte des daran Erkrankten bestehen in
iner sinnlosen Aneinanderreihung von Vokalen und Kon—
onanten. Nach einem Schläganfall auftretend.
Monophyletisch (grch), einstämmig. Nach der mons⸗
hyletischen AÄbftammungshypothese stammen alle Orga—
usmen von einem einzigen niedern belebten Wesen ab,
m Gegensatz zur polyphyletischen, die als Ursprung der
erschiedeuen Stämme verschiedene einfachste Organismen
ainnimmt.
Monophysiten (grch.), Anhänger der Lehre des
zutyches (s. d.) von nur einer (goͤttlichen) Natur in
Christo, sagten sich nach der Verdammung auf den Kon—
ilien zu ee (4651) und Konstantinopel Dg von
der kath. Kirche los und bildeten besondere Kirchen in
Armenien, Syrien (Jakobiten) und AÄgypten (Kopten),
erfielen unter sich in verschiedene Sekten (Severiauer,
Jultanisten, Aphthartodoketen ec.), behaupteten sich aber
rotzdem auch unter mohammed. Herrschaft als selbstaͤndige
hristl. Landeskirchen.
Monopol (arch. „Alleinhandel“), das dem Staate
orbehaltene oder einer Person oder Körperschaft verliehene
Recht, Fabrikation und Verkauf eines bestimmten Gegen—
tandes oder überhaupt ein gewinnbringendes Unternehmen
russchließlich zu betreiben (Tabaks-, Branntwein-, Petro⸗
eum⸗, Opium-M. u. a.); monopolisieren, zum M. machen.
Monopoli, Hafenstadt in der ital. Prov. Bari, am
Adriat. Meer, (1901) 22 545 E., altes Kastell.
Monopteros (qrch.), ein von einer Säulenreihe ge⸗
ragener Rundbau (antiker Tempel). [7007 6.
Monor, Großgemeinde im ungar. Komitat Pest, (1890)
Monorchismus (grch.), das angeborene Fehlen eines
zodens; auch s. p. w. ein einseitiger Kryptorchismus (s. d.).
Monosyllaäbum (ggreh.), einsilbiges Wort; mouo⸗
yllãbisch, einsilbig; monofyllabische Sprachen, einsilbige
Sprachen, wie Tibetisch, Hinterindisch.
Monosymmẽtrifch (grh.), s.v.w. Monoklinisch (s. d.).
ynothalannen grch.), einkammerige Wurzelfüßer
s. d.).
Monotheismus (greh.), Verehrung eines einzigen
Bottes; Gegensatz Polytheismus; Monotheist, wer au
inen Gott glaubt.
Monotheleten (grch.), Anhänger der Lehre von zwei
staturen, aber nur einem Willen in ne g Lehre,
ruuftretend um 638, auf dem sechsten Konzil zu Konstan⸗—
inopel 680 auf Betrieb der Gegner, der sog. Dyotheleten,
»erdammt wurde. Reste der M. sind die Maroniten (s. d.).
Monotom (greh) heißen Mineralien mit nur einer
—A [Eintonigkeit.
Monoton (grch.), eintönig, einförmig; Monotonie,
Nonotremata, Monotremen, s. Kloatkentiere.
Monotrop (grch.) heißen Geschöpfe mit beschränkter
Anpassungsfähigkeit, volytrop solche, deren Anpassungs—
»ermögen groß und vielseitig ist.
Monotropa L., Fichtenspargel, Schmer⸗
»der Waldwurz, Ohnblatt, Pflanzengattg. der
Srikazeen. M. hypopitys L. [Abb. 1189:
Blüute in Längsschnitt] schmarotzt auf Fich⸗
enwurzeln, hat ee schuppenartige
Blätter. [Alicante, (1900) 10 601 E.
Monövär, Stadt in der span. Prov.
Monözisch (grch., —— heißen
aie Pflanzen mit eingeschlechtigen Blůten, bei
»enen aber beiderlel Blüten auf demselben
Individuum sitzen. Nondecta, die 21. Klasse
es Linneschen Systems. 1188. Fich⸗
Monrad, Dilled Gothard, dän. Staats- tenspargel.
nann, geb. 24. Nov. 1811 zu Kopenhagen, 1848 und 1859
63 Kultusminister, dann bis 1864 Konseilprusident, seit
1871 Bischof von Laaland-Falster, gest. 28. März 1887.
Monreale, Stadt auf Sizilien, (10901) 23778 6E.;
Dom (1170 gegründet, in normann.⸗sizil. Stil). sKarte:
Italien J, 4
Monrepos (frz. spr. mong repoh, „meine Ruhe“),
Name von Lustschlössern; berühmt das bei Ludwigsburg
nit Musterwirtschaft.
Monxroe (spr. mönnröh), Stadt im nordamerik.
Staate Michigan, unweit des Eriesees, (1900) 13043 E.

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