Monroe (spr. mönnrbh), James, fünfter Präsident
der Ber. Staaten von Amerita (1817 26), geb. 28. April
1758 in Virginien, 1811 Staatssekretär, 1311 Präsident,
1821 zum zweitenmal gewählt, erwarb durch Kauf Florida
für die Union, stellte dem absolutistischen Europa gegen—
hber in feiner Botschaft vom 2. Dez. 1828 die sog
Honrvedoktrin auf, wonach jede Einmischung europ. Stad⸗
en in die Angelegenheiten unabhängiger amerik. Regie⸗
ungen —— ist; gest. 4. Zuli 1831 zu Neuyvork.
VBgl.“ Guman (Boston 1888); seine „Schriften nebst
deednne hg. Don Hamilton (5 Bde. Neuwork 4002).
Monrovia/ Hauptstadt der Negerrepublik Liberia
Wessaftika), an der Mündung des St. Pauls River,
18901) 1000. E.; Hafen am Kap Mesurado; Handel.
Mons (spr. mongh), fläm. Bergen, Hauptstadt der
beig. Prov. Hennegau, am Slüßchen Trouille und Canal
de Fetgt GB0) 276072 E.; Waltrudiskathedrale (spüt⸗
ot. 1480 begonnen); Woll⸗ und Baumwollspinnerei,
Hiltelpunktt des Kohlenbergbaus. Karte: Nieder⸗
ande zc. L7.] [Albano).
Mons Albanus, Berg, s. v. w. Monte Cavo (s.
Monseigneur ftz., spi. mongsenjöhr, „gnädiger
derr“), Pruͤdikat von Fürstüchkeiten (außer Kaiser und
Zönigh und hoher geistl. Würdenträger.
Monselice (fpr litsche), Stadti in der ital. Prop.
Padua, (18001) 116509 6.
Monsieur (urz, spr. moßlöh, „mein Herr“), Mehrzahl
Mefsie urs (sfpr meßtöh), in Frankreich Höflichkeitspräe
ditat jeder mannlichen Person; früher speziell Titel des
ältesten Bruders des Königs; M. de Paris, Scherzname
ür den Scharfrichter; M. Veto, Spottname Ludwigs XVI.
Monsignore (ital., spr. sinniohre), Hochwürden,
Titel kath. Prälaten.
Vtonfigny (fpr. mongsinniih), Pierre Alexandre, franz.
Dpernkomponist, geb. 1729 zu Fauquemberg, gest. 14. Jan.
817 in Paris; Hauptopern: „Les aveux indiscrots“,
Le oadi dupé“, „Le désertenr“, „Lo faucon“.
Mons pietatis (lIat.), Leihhaus.
Monster (engl.), Ungeheuer; in Zusammensctzungen
twas Großes bezeichnend, z. B. Monstermeeting, von
ielen Tausenden besuchte Volksversammlung.
NMonstéra deliciõösssa Lieb. s. PhIlodendron.
Monstraänz (spätlat., Vorgezeigtes“), bei den Katho⸗
iiken das vielfach reich geschmüdte Gefäß, in welchem Re—
liguien oder die geweihle Hostie zur Verehrung ausgestellt
werden. fTafel: Kirchengéräte, 8.1
Bonströs (lat.), unförmlich, mißgebildet; Monstro⸗
ität, Mißbildung; Ungeheuerlichkeit; Mönstrum, Miß⸗
zeburt; Ungeheuer, Wüterich.
onfunmmano, Ort in der ital. Prov. Lucca, am Nie⸗
ꝛole, (1901) 8527 E.; dabei die Grotte von M. mit drei
Teichen von 30350 0., natürlichen Dampfbädern.
Monsune (engl. Monsoons, frz. Moussons), die
zeriodischen Winde des Chines. Meers und Ind. Ozeans
Mai bis Sept. eus Südwest, Ott. bis April aus Norde
ost; beim Wechsel heftige Stürme. Nach Aualogie dieser
nennt man auch in andern Gegenden, z. B. bei Sierra Leoue
Nordwestaustralien, den südl. Sundainseln ꝛc., periodisch
aach der Jahreszeit en Winde M. [Mont.
Mont, K. R. Polydoor de, fläm. Dichter, s. Pol de
vi ontaͤbaur, Kreasfiadt im Unterwesterwaldkreis,
reuß. Reg.⸗ Bez. Wiesbaden, (1808) 8740 E., Amtsge⸗
richt, Gymnasium, tath. Lehrerseminar, Lehrerinnensemi⸗
nar, Knabentonvitt, Sauerbrunnen; Silber- und Eisen⸗
teinbergbau, Tonlager.
Vio abanrer Höhe oder Wald, südwestl. Teil des
Weflerwaldes, zipischen Lahn und Rhein, bis 546 m hoch.
Montaäfon (Montavon, Montavun), Tal in Vorarl⸗
zerg, von der Ill durchströmt, berühmt d seine Szenerie
ind Wiesen; die Bewohner rhätischen Ursprungs; elektr.
Bahn von Eqhruns nach Bludenz. — Vgl. Sander 1897 fg.).
Montag (lat. dies Lunae, Tag des Mondes“), der
weite Tag der Woche. — Uber den Blauen en s. d.
Vontage (frz. spr. mongtahsch), das Montieren s. d.).
Montagna (spr. annja), Bartolommeo, ital. Maler,
gesi. 1523 in Vicenza. — Sein Sohn Benedetto M.,
Jest. um 16530 zu Verona, Maler und Peraen
Montagnana (spr. annjä-), Stadt in der ital. Prov.
Baduge dn Frafsine, (1901) 10364 G.; Seidenindustrie.

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Mon

Montagnards (frz., mongtaunjahr), Bergbewohner;
e Mitglieder der Bergpartei (s. d).
Montagu (spr. möuntegiuh), Lady Mary Wortley,
ngl. Schrisftstellerin, geb. 1689 zu Thoresby, führte aus
er Türkei, wo sie als Gemahlin des engl. Gesandten
veilte, 1718 die Schutzpockenimpfung in England ein,
jest. 21. Aug. 1762, betannt durch ihre Briefe (3 Bde.
763 u. 5.). — Ihr Sohn Edward Wortley M., geb.
716gest. 2. Mai 1776 zu Venedig, als Sonderling
ind — bekaunt.
Montaigne (spr. mongtänj), Michel Eyquem de,
ranz. Moralphilosoph, geb. 28. Febr. 1533 auf Schloß
M. in Perigord, 1586 ——— 1581 -88 Maire
on Bordeaur, gest. 13. Sept. 1582, Verfasser geistvoller
Estsais“ (1580 - 88 u. ö.; deutsch von Bode, von Kühn,
Bde., 1800-1). — Vgl. Bonnefon (1893 u. 1888),
Stapfer (1884), Lowndes (Lond. 1898), Dowden (ebdb.
805). [Siena, (1801) 8842 E.
Montaleino (spr.-tschino), Stadt in der ital. Prov.
Montalemnbert (spr. mongtalangbähr), Charles For—
jes de Tryon, Graf, franz. Publizist und Politiker, geb.
29. Mai 1810 zu London, 1848 Mitglied der Nationalversammlung,
 dann bis 1857 des Gesetzgebenden Körpers,
entschiedener Vorkämpfer der ultramontanen Partei, gest.
83. Mürz 1870; schrieb: „Les moines d'occident“ (deuisch,
Bde., 1860 68) u. a. — Val. Hoffmann (1876), Le—
anuet is Bde., 1806 1001),
»e Meaur (1807).
Montalembert (spr.
nongtalangbähr), Marc Renke,
Marquis de, franz. Ingenieur,
geb. 16. Juli 1714 zu An—
oulẽme, gest. 29. März 1800
n Paris, Begründer einer
euen Befestigungsmanier
Tenaillierter oder Polygo—
aler Grundriß; Geschützfeuer
ius etagenförmig übereinander liegenden Mauerhohlbauten;
Abb. 1180)). Hauptwerk: „La fortifleation perpendiulaire“
 (5 Bde., 1776; deutsch 1818 -20).
Montan (lat.), montanistisch, auf Berge oder Berg⸗
— —
hüttenwesen Industrie; Moutauist, ein des
herg⸗ und Hüttenwesens Kundiger.
Mtontäna, einer der nordwestlichen der Ver. Staaten
„on Amerika, am obern Missouri und in den Felsen—
ebirgen, 3880872 4km, 1800) 248329 E.; reich an Kohle,
dupfer, Silber und Gold; Viehzucht; Hauptstadt Heleña;
eit 1864 e iirt * Staat.
Montanindustrie, s. Montan.
wvᷣl ontanisten, schwärmerische altchristl. Sekte, be⸗
annt nach dem um 160 zu Pepuza in Phrygien wirken⸗
en Montänus, der sich für den von Christus verheißenen
haratlet (Troöster) ausgab; eine weitverbreitete strenge
dichtung, welche die sich oe verweltlichende Kirche durch
ßrophelne und strenge Zucht auf den bevorstehenden An⸗
ruqh des Tausendjährigen Reichs vorzubereiten trachtete. —
ggl. (1881), Belck (1888)
Montargis (spr. mongtarschih), Stadt im franz. Dep.
—D
rltans, Briare und Loing, (1901) 12351 E.
Montauban (spr. mongtobang), Hauptstadt des franz.
dep. Tarn-et⸗ Garonne zwischen dem Tarn und Tescou,
1801) 30506 E.; theol. Fakultät der Reformierten.
Montauban, franz. General, s. Cousin-Montauban.
Mont⸗aur⸗Zources (pr. mongtoßuͤrß), Gipfel der
drakenberge in der östl. Kapkolonie, 3383 2.
Montavon Gtontavun), Tal, s. Montafon.
Mont⸗Avron (spr. mongtawrong), Anhbhe östl. von
Zaris, 110 m; 1870 während der Belagerung von den Fran⸗
osen befestigt 28. Dez. 1870 von den Deutschen befeht.
Montbeliard (spr. eregian deutsch Mömpelgard,
Nümpelgard, Stadt im frang. Dep Voubs, am Zufammen⸗
luß der Alaine und Lisaine und am Rhein⸗Rhdne⸗Kanal,
1801) 10084 E.; Uhrenfabrikation. Hauptorl einer 1396
1801 dem Hause Württemberg unter franz. Oberhoheit
ehörigen Grafschaft; 8. Rov. 1870 von den Deutschen be⸗
egt, dann Hauptstützpunkt der Stellung Werders in den
daͤmpfen des 16. bis 17. Jan. I871 n ber Siscine