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Montfaucon (spr. mongfoköng), Bernard de, lat
gewöhnlich Montefalco oder Montefaiconius, franz. Alter—
kumsforscher, geb, 18. Jan. 1655 auf Soulage in Lan⸗
Juedoc, Benediktiner, gest. 21. Dez. 1741 zu Paris;
Hauptwerke: „Palgeographia graeca“ (1708), Lantiquite
 expliquée et représentée en figures“ (16 Bde.,
718—-24; deutsch im Auszuge von Roth, 1807).
Montferrat (spr. mongfürah), ehemals Markgraf—
schaft, seit 1374 Herzogtum, zwischen Piemont, Mailand
und Genua, seit 1703 zum, Königr. Sardinien gehörig,
2750 qkxm; Hauptstadt Casale; gehoͤrt jetzt zur Prov Turin.
Montferrat, Markgraf von- s. Bonifacius II.
Montfort (spr. mongfohr), Fürst von, nannte sich seit
1816 Jerome Bonaparte nach seiner Entthronung als König
von Westfalen. Montfort.
Montfort (pr. mongfohr), Hugo von, s. Hugo von
Montfort Amaury (spr. mongfohr lamorih),
Simon von, Graf von Leicester, geb. 1206 in Frankreich,
trat 1229 in den Dienst des Königs von England, heiratete
die Schwester König Heinrichs JII., stellte sich an die Spitze
der unzufriedenen Barone, schlug den König 14. Mai 1264
bei Lewes, begründete als Regent und Protektor 1265 die
parlamentarische Verfassung Englands, fiel gegen den
Prinzen Eduard von Wales 4. Aug. 1265 bei Evesham
- Biogr. von Pauli (1867), Bkmont (1884).
Moutgelas (spr. mongsch'lah), Marimilian, Graf von,
bayr. Staatsmann, geb. 10. Sept. 1759 zu München, 1799
bahr. Minister des RAußern, 1808 der Finanzen, 1806 des In—
nern, 1817 entlassen, 1810 erblicher Reichsrat, gest. 14. Juni
1838 zu München. Seine, Denkwürdigkeiten“ hg. 1887. —
Bgl. Du Moulin Eckart (Bd. 1, 1895).
Mont⸗Genevre (spr. mong sch'nähwr), Bergpaß
‚wischen den Grajischen und Kotuschen Alpen, verbindet
die Täler der Dorg Riparia und der Durance, 1864 m.
Montgolfier (spr.monggolfkeh), Jacques Etienne, geb.
7. Jan. 1745 zu Vidalon-les-⸗Annonay (Dep. Ardeche), über⸗
nahm mit seinem Bruder (s. unten) die väterliche Papier—
fabrik und erfand mit demselben das erste, als Montgol—
iere bezeichnete Luftschiff, zuerst 1782 erprobt; starb 2. Aug.
1789 zu Servieres. — Sein Bruder Joseph Michael M.,
Jeb. 1740 zu Vidalon-les-Annonay, erfand noch den Fall⸗
schirm (1784), den Stoßheber u. a.; er starb 26. Juni 1810
n Balaruc⸗les⸗Bains. sschiffahrt nebst Tafel J, Fig. 1.
Montgolfiere (spr. mong), s. Montgolfier und Luft⸗
Montgonmtery (spr. gömmerlk), engl. Grafschaft (Wa⸗
ess 2061 , (I00n) dä öαα E. hauptstadt Mi, 10834 E.
VWontgomery (spr. gömmerkh), Hauptstadt des nord⸗
amerik. Staates Alabama, am Alabama, (1900) 30346 E.
Montgomern (spr. gömmerh), Florence, engl. Roman⸗
schriftstellerin, geb. 17. Jan. 1848, lebt in London; schrieb:
Avery simple story“ (1867), „The shexman's daughter
 (1888),, An uunshared secred“ (1908) u.a.
Montgomery (spr. gömmerl), James, engl. Dichter,
geb. 4. Novp. 1771 zu Irvine, gest. 30. April 1834 zu Shef⸗
seld; schrieb: „PBe wandeérer of Switzerland“ (1806),
„Théô West-Iudies“ (1810), „The world before the
ãood“ (1818), „Greenland“ (1819) u.a.
Month, ägypt. Kriegsgott, namentlich in der ober—
igypt. Stadt Hermonthis verehrt.
Monthyon (spr. mongtkoöng) oder Montyon, Jean
Baptiste Rob. Auget Baron de, franz. Philanthrop, geb.
23. Dez. 1733 zu Paris, emigrierte mit dem Grafen von
Artois als dessen Kanzler nach England, gest. 29. Dez
1820 zu Paris; bestimmte sein Vermögen zu wohltätigen
Zwecken, am bekanntesten durch den von ihm 1782 ge—
ifteten Tugendpreis (Prix M.). — VBgl. Labour (1880)
Monti, Bictenzo, ital. Dichter, geb. 19. Febr. 1754
bei Fusignano, Prof. in Mailand, Lobsänger Napoleons J.,
gest. 13. Okt. 1828 zu Mailand, bes. derdient um das
Studium Dantes und durch seine Homerübersetzung, schrieb
auch Tragödien („Aristodémo“) u. a. — Bgl. Vicchi
4879 9 Zumbini (8. Aufl. 18984).
Montieren (frz.), ausruͤsten; eine Maschine aus den
jertigen Teilen am Ort der Verwendung zusammenstellen
Montage, spr. mongtahsch'); Monteur (spr. mongtöhr),
der dies besorgende Arbeiter. (S. auch Montur.)
Montignies⸗(Montigny⸗) sur⸗Sambre (spr. mong⸗
tinnjih ßür ßangbr), Stadt in der belg. Prov. Hennegau
an der Sambre, (1904) 20327 E.; Hochöfen.

Montignoso (spr. innjoso), Gräfin, jetziger Name der
efchiedenen Gemahlin des Königs Friedrich August III.(s. d.)
»on Sachsen. [(1805) 12077 E. bischöfl. Gymnasium.
Montignuy(spr.mongtinnjih), Dorf im Bez. Lothringen,
Montijo (spr. cho), Stadt in der span. Pröv. Ba⸗
»ajoz, nahe dem Guadiang, (1900) 7644 En altes Schloß,
Szkammburg der Grafen von M., von denen die franz. Kai—
erin Eugenie abstammt. (c800) 13 6083 E.
Montilla (spr. illja), Stadt in der span. Prov. Cordoba,
Moni⸗Iferau (spt.emong Lng), Col d'Iseran, Paß
n den Grasischen Alpen, im franz. Dep. Savoie, 2769 m,
»erbindet die Täler der Isere und des Arc.
Montioie (spr. mongfschoös), Kreisstadt im preuß. Neg.⸗
Bez. Aachen, an der Noer, (1905) 1865 E., Amtsgericht;
Tuch⸗ und Wollfabriken, Seidenweberei.
Montlivault (spr. mongltwoh), Dorf im franz. Dep.
oir⸗et⸗ Cher, (1901) 744 E. ; hier v. Dez. 1870 Gefecht des
J. deutscheu Armeekorps gegen die Franzosen.
Montlucçon (spr. moͤglüßbng), Stadt im franz. Dep
Allier, am Cher, (1901) 38 062 E.; Eisenwerke.
Montmartre (spr, mongmartr), Stadtteil auf einer
Anhöhe auf der Nordseite von Paris, 100 m über der
Seine; 80. März 1814 von den Verbündeten (Schles.
Armee) eingenommen.
Montmiedy (spr. mougmedih), Stadt und Festung im
ranz. Dep. Meuse, am Chiers, in den Ardennen, (1801)
3609 E.; kapitulierte am 18. Dez. 1870. — Vgl. Spohr
Montmilch, s. Bergmilch. [10877).
Montmirail Epr. monginiräj), Stadt im franz. Dep.
Marne, am Petit-Morin, (1901) 2313 E.; kalte Schwe—
nmene 11. Febr. 1814 Sieg Napoleons J. über dir
Kreußen (Blücher) und Russen (Sacken).
Montmorency (spr. mongmorangßih), Stadt im franz.
Dep. Seine⸗et⸗Oise, 10 km nördlich von Paris, (1901) 6419
ẽ.; Sommerausflugsort der Pariser. In dem nahen Land⸗
aus Eremitage schrieb Nousseau seinen „Emile“ und die
„Nouvelle Héloise“.
Montmorency (spr. mongmorangßih), Aune de,
Ztaatsmann, Marschall und Connktable von Frankreich,
eb. 15. März 1493 zu Chantilly, focht 1636—87 gegen
ie Kaiserlichen, 1651 Herzog, 1887 bei St.⸗-Quentin ge⸗
chlagen und' gefangen, in den Hugenottenkriegen eins der
militar. Häupter der Katholiken, siegte 1662 über Conde
bei Dreux, 18067 bei St.⸗ Denis, das. verwundet, gest.
11. Nov. 1567. — Sein Enkel, Henri II., Herzog von
M., geb. 30. April 1595, 1612 Admiral, bekämpfte die
Hugenotten, 1680 Marschall, ergriff für den Herzog Gaston
»on Orltans die Waffen, 1. Sept. 1632 bei Castelnaudary
yhwer verwundet, 30. Okt. zu Toulouse enthauptet.
Montmorillon (spr. mongmorkjöng), Stadt im franz.
Dep. Vienne, an der Gartempe, (1901) 13176 E.
Montoro, Stadt in der span. Pröv. Cordoba, am Gua—
dalquivir, (1900) 14681 E.
Monti-⸗Peleẽ (spr. mong), Montagne-Pelee, Vulkan
ruf Martinique, 1860 m; 8. Mai 1002 starker Ausbruch.
Montpelier (spr.möuntpellihr), Hauptstadt des nord⸗
merik. Staates Vermont, am Onion, (1900) 6266 E.
Montpellier (spr.mongpellteh), Hauptstadt des franz.
Dep. Herault, 11 Km vom Mittelländ. Meer, am Lez, (1901)
75950 E.; Universität (12809 gestiftet); Dom St.«Peter
1364 erbaut), Triumphbogen (Tor Du Peyrou, 1691 er⸗
aut), Sternwarte; Chemikalien-, Branntwein-, Kerzenfa⸗
zrikalion. M. 1162 —1258 Sitz von fünf Kounzilien, spätet
»is 1622 Hauptsitz der Hugenotten. — Bgl. Geschichte von
Aigrefeuille (4 Bde. 1876 -883).
Mont⸗Pelvour (spr. mong pelwuh), Bergmassiv der
ẽkcrinsgruppe in den Dauphine-Alpen (Westaälpen), im
Boint Puiseur 3953 mm hoch.
Montpensier (spr. mongpangsieh), Herzöge von,
üngerer Zweig des Hauses Bourbon. — Katharine Marie
on Lothringen, Herzogin von M., geb. 18. Juli 18562,
Tochter Franz' J. von Guise, seit 1870 Gemahlin, Lud⸗
vigs von Boöurbon, des 1, Herzogs von M., spielte
eine wichtige Rolle in der Ligue, gest. 6. Mal 15694. —
Anne Marie Louise von Orleans, Herzogin von M.
enannt Mademoifelle, geb. 29. Maĩ 1627 zu Paris,
Tochter des Herzogs Gaston von Orltans und Warias
on' Bourbon, unerstuͤgßte im Bürgerkriege der Fronde
den Prinzen von Condé, gest. 5. März 16093; ihre „Mé—