molres“ (1858) für die Geschichte der Fronde wichtig.
— Bgl. Barine un —Antoine Marie Phil. Lonis
herzag von M., funster Sohn Ludwig Khilipps, geb
31. Juli 1824 zu Paris, dermahlt mit Luisa Fernanda,
Schwester der Königin Isabella I. strebte nach dem span.
Thlone, wurde ausgewiesen, kehrte 1868 zurück, ging 1871
ach Frankreich, 1889 wieder nach Spanien, gest. 4. Febr.
880 in San Lucar bei Sevilla.
Moni⸗Perdu (spr. mong perduh) Gipfel der Pyre⸗
aäen auf span. Boden, 83352 m; bildet mit dem Cylindro
ind Pic de Ramond die Gruppe Las tres Sorellas.
Monitreal or mongtcal oder, montrlal), Stadt in
der kanad. Prov. Quebec Karte: Nordaméexika 1, I],
die größte in VBrit⸗ Rordamerita, an der Mündung des
Sitaa in den Santt Lorenzstrom, (1901) 267 730 E.
rot. Universität; Hafen, Handelsmittelpunkt Kanadas.
Hauptort des Pelzhandels.
Montrenil⸗sous⸗Bois (spr. mongtröj ßu bda), Stadt
m franz. Dep. Seine, östl. Vorort von Paris, unweit von
hincennes,(1901) 31773 E.; Porzellanfabriken, Gartenbau.
Montbeux (spr. mongtröh), Kirchspiel und klimati⸗
scher Kurort im schweiz. Kanton Waadt, r. am Ostende
des Genfer Sees, besteht aus den Gem. Le Chaͤtelard,
des Planches und Veytaur und zahlreichen verstreut lie⸗
genden Dörfern und Weilern (darunter Clarens, Verner,
Slion, Territet), (1900) 13834 E.,2 Gymnasien, höhere
Maͤdchenschule, Mineralbad; Weinbau; bedeutender Frem⸗
—— J
Biontrose (spr. rohs), Stadt in der schott. Grassch.
Forfar, an der Mündung des South Esk in die Nord—
⁊ꝛec (1801) 12401 6.
Montrose Burghs (spr. rohs börgs), Gruppe
ott, Stadte (Arbroath, Brechin, Forfar, Inverbervie,
MRonirofe), die gemeinsam ein. ——
Montrougefpr. mongruhsch), südl. Vorort von Paris,
im der Biepre (1801) 17298 E; Fort.
Monts, Alexrander, Graf von, Admiral, geb. 9. Aug.
1832 in Verlin, trat 1840 in die preuß. Marine, 1875
277 Kommandeur der Vineta auf einer Weltreise, 1878
des Großen Kurfürsten bei dessen Untergang, 1888 kom⸗
nandierender Admiral, gest. 18. Jan. 1889 in Berlin.
Mont⸗Saini⸗Amand (spr. mong ßängtamäng),
Borort von Gent, (1904) 14634 E.
Pronti⸗Saini⸗Jean (spr. mong, ßäng schang), Dorf
n der belg. Prov. Brabant, wonach die Franzofen die
Zchlacht bei Waterloo (s. d.) benennen.
Montsalwatsch (frz. Mont-Salvage, spr. mong ßal·
oahsch'), der Berg, wo der heilige Gral (s. d.) verwahrt ist.
Montserrado, Vorgebirge in Guinea, s. Mesurado.
Montserrät.) Felsengebirge in Spanien, 1287 m
joch, zwischen Besos Llobregat und Noyn; seit 18092
Zahuradbahn von Monistrol; das. 739 m hoch, in der
Frov. Katalonien, das einst berühmte Benediktinerkloster
Nostra Señvra de M. (880 erbaut, jetzt teilweise Ruine)
und zahlreiche Einsiedeleien, — 2) Eine der Kleinen An—⸗
tillen, in brit. Besitz, vulkanische Trachytinsel zwischen
Guadeloupe und Nevis, bis 914 m hoch, 83 qkm, (1900)
12215 E.; Hauptort Plymouth (7461 E.).
Montesur⸗Marchienne (spr. moug ßür marschlenn),
Drt in der belg. Prov. Hennegau, (1904) 8460 E.
Mont Terglon (frz. spr. mong —D s. Triglaw.
Vrontur (Gtonticrung), die militär. ekleidung.
Dionte Balerien (pr. mong walerläng), Hügel im
We von Paris Karte: Frankreich J, 3] mit starkem
Fort; Stützpunkt der franz. olusfallstämpfe 21. Okt. 1870
und 19. Jan. 1871.
Montyon, franz. Philanthrop, s. Mouthyon.
Monument Cat.,Erinnerungszeichen“ J, s. v. w.
Denkmal; monumentai, in der kunstlerischen Art und der
Sröße eines Denkmals hergestellt.
Nonum) νtea Germaniae historica die von Frei⸗
herrn von Stein und G, H. Pertz 1820 begonnene und
Zon andern Historikern (Waitz, Giesebrecht, Wattenbach,
Duͤmmler re.) fortgesetzte Sammlung der mittelalter⸗
lüchen Quellenschriftsteller zur deutschen Geschichte, besteht
zus den Abteilungen: Schriftsteller Seriptores), Gesetze
Teges), Kaiserurkunden (biplomata), Briefe (Epistolae),
Aiterlunmer (Antiquitates, älteste Schritsteller (Auc.
Ores antiquissimi)]

21

Moo

MAonuménta Germanias paodagosion, eine von
karl Kehrbach ins Leben gerufene Sammlung von Schul⸗
srdnungen, Schulbuͤchern, padagogischen Miszellaneen und
usammenhängenden Darftellungen, durch die ein Gesamtild
 der Entwicklung des deutschen Unterrichtswesens ge—
vonnen werden soll. IM. Ancxyrannin, s. Aucyra.
Monuméntum (lat.), Exinnerungszeichen, Denknial;
Monviso, Alpengipfel, s. Monte Viso.
Monza, Stadt in der ital. Prov. Mailand, am Lam—
ro, (1901) 42 598 E. einst Residenz der lombard. Könige;
m Dom zu St. Johannes die Eiserne Krone (s. d.).
Monzambano, Severinus de, Pseudonym von Sa—
nuel, Freiherr von Pufendorf (s. d.).
Mopker Heide, Ebene an der Grenze von Limburg
ind Geldern; hier 14. April 1574 Niederlage und Tod
»er Brüder Wilhelms von Oranien, Ludwig und Hein—
ich von Nassau, durch die Spanier.
Moor, Movs, Filz, Bruch, Luch, der Hauptsache nach
us halbverwesten Pflanzen gebildeter Boden, dem mehr
Passer zu⸗ als abfließt. (S. Dammkultur, Moorkolonien.)
Povor, Gewebe, s. Moiré.
Moör, ungar. Großgemeinde, s. Mör.
Moor, Auntonis, niederländ. Maler, s. Mor.
Moorbäder, Schlammbäder, örtliche (Moornmischläge,
Noorkataplasmen) oder Vollbäder aus verwitterter Moor—
rde oder Mineralschlamm (Eisen-M., Schwefel-M.), ver⸗
nischt mit warmem Wasser oder heißen Dämpfen, gegen
Blutarmut, chronischen Rheumatismus und Frauenleiden.
Vgl. Helmkampff (19083). [und Birkhenne.
Moorbirkhuhn, Bastard zwischen Moorschneehahn
Moordammkultur, Rimpausche, s. Dammkultur.
Movre (spr. muhr), Thomas, engl. Dichter, geb.
8. Mai 1779 zu Dublin, gest. 26. Febr. 1868 zu Slo—
derton⸗Cottage (Wiltshire); Hauptwerke: „Irisla meloles“
 (1818 34; deutsch 1875), die morgenländ. Dich—
ung „Lalla Rookh“ (1817; auch deutschs, der Roman
„Epicurean“ (1827; deutsch 1897); auch Slugschriften
jegen die Tories und Geschichtswerke („History of Ireand“,
 1835; deutsch 1846) u. a.; die poet. Werke deutsch
son Slckers (2. Aufl., 5 Bde., 1843). — Bgl. Vallat
tranz., 1886), Gwyne (1905).
Movorente, s. Tauchenten.
Moorhirse, s. Sorghum nebst Textfigur.
Hioorhuhn, s. Birkhuhn [Abb. 216] und Schneehuhn.
Hioorkolonien, in Mooren (s. d.) angelegte Kolo—
nen zur Kultivierung der Mooroberfluͤche; gedeihen am
Festen am Rande des Moors im Zusanmmenhauge mit
estehenden Ortschaften oder in der Nähe größerer Straßen
ind an schiffbaren Wasserstraßen. In den ehemal. Hzgt.
Zremen nud Verden, in Ostfriesland sTafel; Nordwest—
eutschland TI, 6,, bei Hannover], Oldenburg, und
eg.⸗Bez. Osnabrück sind seit 1720 M. gegründet (etwa
doo ma duit 60000 6E.); ebenso wird auch neuerdings
ar Erschließung der ostfries, und Emsmoore sowie der
Henburgischen diel getan. Vgl. Fehnkolonien.
Moorrauch, sJ. Höhenrauch,
oorschnepfe, . Sumpfschnepfe. lvermessung.
dioorsomische Vermessungsmethode, sJ. Schiffs—
Pro o. Moose; in Oberdeutschland auch für Moor (. d.).
Dioos (aus dem Judendeutsch), J. v. w. Geld; Moses
vdie Bropheten haben (nach Luk. 16, 20), s. v. w. M.
Movosachat, s. Chalzedon. [IcGeld) haben.
Moosbeere, s. Vadcinium. [494 m.
doosberg, Scheitelpunkt des Solling, bei Neuhaus,
poosburgs, Stadt im bayr. Reg.-Bez. Oberbahern,
a der Amper, (19085) 3200 E., Amtsgericht.
Moosch, Vorf im Bez. Oberelsaß, au der Thur, (1900)
89 E.; Bergbau auf Kupfer, Blei, Silber.
Moofe (Nusci oder Muscineae), große Abteilung der
eryptogomen, zerfallen in Laub-ONt. (Musci frondosi
»der Bryoidéas), welche in Blatt und Achse gegliedert
ind, und in, Leber-M. (dA. hepatici oder Hôpaticae),
ewöhnlich mit ungegliedertem, einfachem Thallus. Sie
uterscheiden sich von den hoͤhern Pflanzen durch den
Nangel besonderer Leitgewebe und echter Wurzeln, sowie
urch die Art ihres Generationswechsels. Aus dem be—
ruchteten Archegonium der beblätkerten geschlechtlichen
Noospflanze, welche dem Prothallium der Farne entspricht,
seht die zweite, ungeschlechtliche Generakion, das Sporo—