Mor

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and death of Jason“ (1867), „TPhe earthly paradise“
ISööᷓο, „The storx of Sigurd the Volsung“ I877),
he vater ot the wondrous isles“ (1897), ferner
ThG decorative arts“ (1878), „The roots of the
hountains“ (1889), „Art and socialism“ (1884) u. a.
SBgal. Mackail (eugl., neue Aufl., Bde., 1901).
Morristowu s(spr.taun), Ort im nordamerik. Staate
Neujersey, (1900) 11267 E., Sommerfrische.
Mors, Insel im Limfjord, dän. Amt Thisted, 361 qk‘m,
uson 18260 E. Sauptftadt Rytsobing.
Mörs Moers) Kreisstadt im preuß. Reg.-Bez.
Düsseldorf, an der Mörse, (1905) 8236 E. Amtsgericht,
Gymnasium, Lehrerseminar; Fabriken (Seide, Maschinen,
Zigarren, Tuch); ehedem Hauptort der Grafsch. M.
(330 qkxm), die 1702 an Preußen fiel.
Morsbach, Dorf im preuß. Reg.⸗Bez. Köln, an der
Wisser, (1905) 4932'E.; Pulverfabrik, Eisen- und Blei—
erzgruben. Ider Zna, 25 918 E.
Morschänsk, Kreisstadt im russ. Gouv. Tambow, an
Morfe (spr. mohrs), Sam. Finley Breese, Erfinder
des elektromagnetischen Telegraphen (1835), geb. 27. April
17981 zu Charlestown (Massachusetts), seit 1888 Prof. in
Newhapen, gest. 2. April 1872 zu Neuyork.
Morféllen (neulat. morsali, „Bissen“), viereckige
zjarte Taͤfelchen aus Zucker, dem im geschmolzenen Zu—
stande arzueiliche Substanzen zugesetzt wurden.
Mörser, die für das Steilfeüer bestimmte Geschützart,
zlatt oder jetzt fast nur gezogen, mit kurzem Rohr, schießt
Keschosse von großem Kaliber mit kleinen Ladungen in hohem
Bogen [Tafel: Kriegswesen II, 5.
Mortadẽella, eine Art ital. Zervelatwurst, in Deutsch
land eine Art Brühwurst aus Schweinefleisch ꝛc.
Mortalität (lat.), Sterblichkeit; Mortalitütstafeln
Tabellen, aus denen sich die Sterblichkeitsziffer ergibt.
Mortaära, Stadt in der ital. Prov. Pavia, (18901)
3681 E.; hier 21. März 1849 Sieg der Osterreicher unte:
Erzherzog Albrecht über die Piemontesen.
Mörkel, zum Verbinden von Bausteinen dienende Ge—
menge, die an der Luft (Luft-M.) oder unter Wasser
Wasser⸗M.) erhärten. Der gebräuchlichste Luft-M. ist
der Kalt⸗M. aus gelöschtem Kalk, scharfkautigem Sand und
Wasser. Uber Wasser⸗-M. s. Zement.
Mortelltal, s. Martelltal.
NMorten⸗Müller, Maler, s. Müller (Morten).
Vtorter, dalmatin. Insel, 11 Kmelg., (1800) 3604 E
Borieratschgletscher, zweitgrößter. Gletscher der
Zerninaalpen, bei Pontresina, 18 4km, 9 xm g
Mortier (spr. ieh), Edouard, Adolphe Casimir Jo-⸗
ephe, Herzog von Treviso, franz. Marschall, geb. 18. Febr
7es zu Catcau (⸗Cambresis), zeichnete sich in den Feld⸗
ügen 1782 -96 aus, 1804 Marschall, besetzte 1806 Hessen,
Zannover und die Hansestädte, 1808 Herzog, vaehugte
das 8. Armeekorps in Spanien, siegte bei Gebora (19. Febr.
1511), nahm am Feldzuge gegen Rußland teil, organisierte
zie Junge Garde, mit der er sich bei Großgörschen, Dresden
deipzig und Hanau auszeichnete, 1834236 Kriegswinister
getoͤtel durch die Hoöllenmäschine Fieschis 28. Juli 1836
Mortifizieren (lat.), toͤten, absterben lassen; von
Flasch: murbe machen; Mortifikation, Tötung, Ausrotung,
 Auflosung; Kasteiung; das Mürbemachen des Flei⸗
ches; auch j. p w. Amortisation (s.
Morton (prmohrt'n), Graf von, Regent von Schott⸗
and, s. Douglas (Geschlecht).
Viorinuarium (miltellat.), eine Abgabe, meist be⸗
lehend in einem Stück Zien. welche der Hoͤrige beim Tode
seines Erblaffers an den Grundherrn zu entrichten hatte;
auch s. v. w. Legat. (S. auch Besthaupt.)
Morüula (laͤt.), Maulbeerform, durch Klüftung der
Fizelle entstehender maulbeerähnlicher Zellenhaufen Tafel:
Entwickluugsgeschichte L5).
Morungen, preuß. Stadt, s. Mohrungen.
Morungen, Heinrich von, s. Heinrich (mittelhoch—
eutsche Dichter).
Morus I., Pflanzengattg. der Urtikazeen, Milchsaft
führende Bäume oder Strauͤucher der wärmern Gegenden. M.
alba L. (weistser Maulbeerbaum sAbb. 11907: a blühender
Zweig, b männliche, e weibliche Blüte, d Frucht (Maul⸗
beere)]), aus China, mit weißen Beeren, wird überall in
Gegenden mit Seidenraupenzucht kultiviert, da die Blätter

en Seidenraupen als Nahrung dienen. Desgleichen, aber
veniger, M. nigra Z. (der schwarze Maulbeerbaum), aus
Borderasien, mit schwarzen Beeren, die roh und eingemacht
jegessen und zum Färben des Weines
jenntzt werden. Früher dienten sie
ruch als Heilmittel (zu Gurgelwasser).
Auch M. indfea, L. (der ind. Maul⸗
zeerbaunt), mit scharf gezühnten Blüt—
ern, wird angebaut.
Morus, Sir Thom., eigentlich
More, engl. Staatsmann und Huma—
nist, geb. 7. Febr. 1478 zu Loudon, un—
er Heinrich VIII. Lord-Kanzler, legte,
ils dieser mit der röm. Kirche brach,
532 seine Amter nieder, pegen 75
veigerung des Supremateides 6. Juli
1538 enthauptet; bes. bekannt durch 57
die „Utopia“ (1516 u. ö.; deutsch J
305 u. 5). — Biogr. von Baumstark (1879), Louis
Mörus, s. Damon. (1895).
Mosa, lat. Name der Maas.
Mofauk(arche lat. opus mustvyum, Mustvische Arbeit),
e Kunft, aus farbigen Steinchen, Marmorstückchen, Glas—
ückchen oder Glasstäbchen flache
I)rnamente [Tafel: Griechisch⸗
tömische Kunst II, 201), Figuren
Abb. 1198] oder ganze Bilder
usammenzusetzen, und das Pro⸗
zukt dieser Kunst; sie ist sehr alt,
ing aus der Belegung des Fuß—
odens mit regelmuͤßigen farbigen
Zteinfliesen (Marmor) hervor.
zauptfabrikationsort jetzt in Nom,
zlorenz (Scappini) und Venedig
Salviati).
Mosaildruck, Stenochromie,
Lerfahren, sämtliche Farben einer
Hlalle auf einer bes. konstruierten Buchdruckpresse gleich⸗
zettig in einem Druck herzustellen, indem pastöse Farben⸗
tücke mosaikartig aueinandergefügt werden.
Mosaikgold, Mosaisches Gold, s. Musivgold.
Mosaismus, Inbegriff aller dem Moses (s. d.) zu⸗
eschriebenen religiösen und polit. Institutionen; mosäisch,
iuf Moses bezüglich, von ihm herrührend.
Mosambik Mocambique, Mozaimbique, spr. mosang⸗
ihke), portug. Generalgouvernement an der Ostküste Süd⸗
iftikas [Karte: Afrika IIJ, offiziell seit 1891 Estado da
India, meist Portug.Ostafrika genannt, von Madagaskar
—E—
jetrennt, 761 100 4kmm, 2300 000 E. (2000 Weiße), flache,
efährliche Küste; gute Häfen Beira und Lourenco Marquez
Karte: Afrika 1,7]; im Innern nördl. vom Sambesi 600 m
ohes Steppenplaieau mit dem Namuligebirge (2450 m); be⸗
euͤtendste Flüsse der Sambesi und Schire; Bevoͤlkerung meist
gantuneger (auch Zulukaffern vom S. her); Einteilung in
ünf Bezirke. Handel s. Beilage: Afrika; Eisenbahnen
A9 Km, Telegraphenlinien (1901) 2877 Km. — Haupt⸗
tadt M. auf der Küsteninsel M., ca. 8000 E. (150 Euro⸗
er); Hafenbai, drei Forts; auf dem Festlande Mossoril;
Sitz des Generalgouperneurs seit 1898 Lourenco Marquez.
Mosasaurier, schlangenartige, bis über 20 m lange
Zaurier, die letzten Halisaurier.
Mosbach, Kreisstadt in Baden, an der Elz, (1905)
3980 E., Land- und Ämtsgericht, Schloß, Solquelle, Real⸗
»rogymnasium, Gewerbe- und Handelsschule; Tonöfen-,
Bronzes, Brokatfabriken. — VBgl. Wirth (1864).
Moschee (vom arab. mesdsohbia, Aubetungsort), mo⸗
ammed. Bethaus, au dessen Seite sich in der Negel das
MNinarett (s. d.) befindet, meist mit einen Vorhof verbunden,
n dessen Mitte ein Brunnen für die religiösen Waschungen
ingebracht ist; im Innern an der nach Mekka orientierten
Wand mit einer Nische (Mihrab), welche die Betrichtung
Hezeichnet, an dessen Seite steht das Minbar (J. d.).
Tafel: Axabische und Indische Kunst 1J, 5.)]
Moscheles, Ignaz, Pianist und Komponist, geb. 30.
Mai 1784 zu Prag, seit 1846 Prof. am Konservatorium
n depfi gest. das. 10. März 1870; schrieb viele Klavier—
tücke, bes. Konzerte, und treffliche Etüden. — Val. „Aus
M. Leben“ (1872 -73).