Mos

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lands, Hauptstapelplatz des europ.⸗asiat. Landhandels. —
M. wurde vor 1147 gegründet, 1828 1712 Residenz der
rufs. Großfürsten und Zaren, großer Brand 14. bis 21. Sept
1812 infolge der Besetzung M.s durch die franz. Armee,
die am 18. wieder abzog. — Bal. Zabel (10802).
Moskitoküste (Mosquitokuͤste), engl. Mosquitia.
Mosquito Coast, flacher, ungesunder Küstenstrich in Zentral⸗
amerika, am Karib. Meer, vom Rio Rama im S— bis zum
Kap Cameron im N.; Bewohner Indianer und Moskitos
aus Indianern und Negern); jetzt zu Honduras
ind Nicatagua gehörig. Hauptort Bluefields.
Moskitos, Gesamtbenennung aller stechenden Mücken—
irten in heißen Ländern. — Vgl. Blanchard (franz., 1905).
Moskonisiainseln, —* Inselgruppe am südl. Ein—
gange des Golfs von Adramytti im Zordwestl. Kleinasien,
nit der Stadt Aiwalyt durch eine Brücke verbunden.
Moskovade (ftz. moscouade), geringwertiger Roh—
zucker aus Zuckerrohr.
Moskowa, Sioff, s. Eskimo.
diosrto witer, Einwohner von Moskau; Stockrusse.
Hiossskwa, l. Nebenfluß der Oka im russ. Gouv. Mos⸗
au, A60 AnIg., schiffbar von der Stadt Moskau an.
Schiacht an der M. (auch von Borodins) 7. Sept. 1812
wischen Russen und Frauzosen.
Moßslem (Muslim, Mehrzahl Muslimun; d. h, Gott⸗
ergebene), verderbt: Muselmuͤnner, die Anhänger des Islam.
Mosiler, Friedrich, Mediziner, geb. 8. März 1881 zu
Ortenberg in Hessen, 1864 51900 Prof. in Greifswald,
schrieb: “, Behandlung des Typhus exanthematieus“
(1868), „ Die Krankheiten der, Milz“ (1878), „UÜber
dungenchiturgie“ (1883). „Tierische Parasiten“ (1894) u. a
Moöfogoten, s. Mösien.
Moson (spr. Ichon), ungar. Name von Wieselburg
PMosquitoküste, Mosanitos, s. Mostitoküste,
Moskitos
Mosß, Stadt im norweg. Amt Smälenene, am Mosse⸗
und des Kristianiafiords, (1800) 8941 E. Durch die
4. Aug. 1814 geschlossene Konvention von M. wurde die
nion Schwedens und Norwegens begründet.
Moffameẽdes, Hafenstadt in der portug. Kolonie An—
Jola (Westafrika), an der Kleinen vi han 4500 E.
Mosfe, Rudolf, Industrieller, geb. O. Mai 1848 in
Graet, gruͤndete 1867 in Berlin eine Annoncenexpedition,
die zaͤhlreiche Filialen in Deutschland, Osterreichz Ungarn
und' der Schweiz erlangte, und 1872 eine Buchdruckerei
mit dem Berliner Tageblatt“ u. g. Teilhaber seit 1884
kein Bruder Emil M. geb. 1. Febr. 1854.
Möfssfingen, Marktflecken im württemb. Schwarz—
waldkreis, an der Steinlach, (1905) 3719 E.
Moßley (spr.Ie), Stadt in der engl. Grafsch. Lan—
aster, (10041) 13452 E.; Baumwollfabrikation.
Mosso (ital., Mus.), bewegt.
Mosso, Aungelo, Phystolog, geb. 31. Mai 1846 zu
Turin, 1876 Prof. in Turin; schrieh; „über den Kreis—
lauf des Blutes im menschlichen Gehirn“ (1881), „Die
Funcht“ (1880), .Die Ermüdung“ (1892), „Körvperlicht
ẽkrzichung der Jugend“ (18094).
Wioß Side (fpr seid), Fabrikstadt in der engl. Grafsch
ancafter, (1001) 266776.; Baumwollspinnerei.
Moßtypie, autotypisches Atzverfahren von der Moss
ngraving Company in Newyork ausgeübt.
Brofful, türk.asiat,. Stadt, s. Mosul.
Most, der unter der Keltex abfließende Saft der Wein⸗
rauben, mit 12230 Proz. Zucker: Vorwein, der zuerst,
Preffwein, der unter staͤrkerm Druck abfließende, und
Tresterwein, der aus den Rückständen gepreßte Saft. Durd
die Garung verwandelt sich der M. in Wein. Sie zerfälli
in zwei Perioden: die erste ist stürmisch mit starker Kohlen⸗
Käureentwicklung, und der M. heißt danach Krätzer, Rauscher,
Stürmer oder Sauser (Suser); die zweite verläuft ruhig,
und der milchigetrübe M. heißt danach Federweiß. Im
ungegorenen Zustande ist der M. Bestandteil der Mostsenfe
Mostrich); durch Einkochen und Neutralisieren Leiner
Säuren wird aus ihm Mostsirup gewonnen. In Süd—
deutschland und der Schweiz ist M. auch s. v. w. Zider (s. d.).
Most, Joh. Joseph, Anarchist, geb. 5. Febr. 1846 in
Augsburg, Buchbinder, dann sozialdemokrat. Agitator,
187177 Mitglied des Deutschen Reichstags, ging 1878
nach London, wo er das Blatt „Freiheit“ gründete. 1881

vegen Aufforderung zum Fürstenmord zu 18 Monaten
wangsarbeit verurkeilt, gab dann in Neuyork die „Frei⸗
seit“ heraus, gest. 17. März 1806 in Cincinnati.
Mosftagänem, Hafenstadt im alger. Dep. Oran, au
er Bucht von Arzew, unfern der Mündung des Scheliff,
1901) 18080 E.; Pferdemürkte.
WMostar, Hauptstadt der Herzegowing, an der Narenta,
1806) 17 o20 E. Obst⸗, Weinbauschule; Fabrikation von
tabak und Waffen. — Vgl. Penz (1891).
Most Honourable (engl.), s. Honourable.
Mostmesser, s. Mostwage.
Diosto, Ta Da, äntdeckungsreisender, s. Cada Mosto.
Moftrich Möstrich), s. Senf.
Moststeuer, s. Weinstener.
Ptoftwage, Mostmesser, Mustimeter, Gleukometer,
Aruomcter zur Beftimmung des spez. Gewichts (die M.
on Schsle) und des dieses bedingenden Zuckergehalts (die
M. von von Babo und die verbesserte von Pillitz).
Moful (Mossnl), Hauptstadt des türk.-asiat. Wilajets
m (I dod e, 8 800 E.), am Tigris Larte
Afien I, 61000 E.; Industrie (Musselin) und Sandel
etzt sehr gesunken, doch ist M. noch das Mittelglied
wischern Westasien, Nordpersien und Armenien; Haupt⸗
rtikel Galläpfel. Gegenüber die Ruinen von Ninive.
Mosuto, der Singular von Basuto (s. d.).
Moyssr⸗ Kreisstadt' im russ. Gouv. Minsk, am Pripet,
762 E.
Moszkowski(spr. mosch-), Moritz, Pianist und Kom⸗—
omst, geb. 28. Aug. 1854 zi Breslau; schrieb zahlreiche,
dem bessern Salonstil angehötende Klavier-, auch Orchestere
verke sinfonische Dichtung Jeanne d'Arec“) und eine Oper
Boabdil“.Sein Bruͤder Alexander M., geb. 156. Jan.
S81 3un Piliza (Ruffisch-⸗Polen), verfaßte humorist. Gedichte.
Vi btala Stadt im schwed. Laͤn Sftergötland, am Ausluffe
 des Motalaströn (100 km ig mundet in die Bucht
on Braͤpiken) aus dem Wettersee, zog 3047 E.
Mot d'orare (frz, spr. mo dordr), Losungswort.
Motenebbi, arab. Dichter, s. Mutanabbi.
ioiette Citall Wort. Sibelspruch“), Name für
nehrstimmigen kirchlichen Gesang ohne Instrumentalbeglei⸗
ung; durch Palestrinc, Lasso, Bach u. a. zur Blüte gebracht.
Vioiherwell, Stadtin der shott Grafsch.Lanark, (1001)
30 123 E.; Eisen- und Stahlwerke, Kohlengruben.
Mothes, Oskar, Architekt, geb. 27. Dez. 1828 in
deipzig, gest. 4. Ott. 1908 in Dresden; baute Kirchen,
dillen und Schlösser in Sachsen, restaurierte Kirchen und
Zurgen, verfaßle Geschichte der Bautunst und Bildhauerei
GZenedigs“ (2 Bde. 1886 60) und „Illustriertes Bauleri⸗
'on“ (1 Bde., 4. Aufl. 1881 -84).
Mothone (Methone), griech. Stadt, s. Modon.
otiers (Espr. Aeh), M. Travers, Hauptort des Bez.
gal de Travers im fchweiz. Kanton Reuenburg, r. an der
Areuse, (1888) 1064 E., Strafanstalt für Frauen. Igen.
Motilität (neulat.), Beweglichkeit, Bewegungsvermö⸗—
Molilitatsnenrofen, Nervenleiden des Bewegungs—
wparates; s. auch Beschäftigungsneurosen.
Motion (lat), Bewegung; geistige Anregung; parla—
aentarisch (veraltet) s. v. w. Ankrag.
Vwiotiv (lat), Beweggrund, Triebfeder einer Hand—
ung; in der Musik eine Figur von wenigen Tönen, aus
deren Wiederholung, Veraünderung und Vermischung mit
indern M. größere Tonfolgen sich entwickeln (s. auch Leit—
motive). Motivieren, begründen.
Wislley (spr. motile), Fohn Lothrop, nordamerik. Ge⸗
chichtfchreiber, geb. 18. Äpril 1814 zu Dorchester (Massa⸗
husetts), gest. 29. Mai 1877 bei Dorchester in England;
zauptwerke: „The rise of the Duteh reopubliè““ eutsch
857 60; neue Ausg. 1860 61), „History of the Unied
 Nethkoriands (1860 68). Bol. Holmes Gost.
878). Korrespondenz (Neuyork 1889)
Motntiot, s. Sägeracken JAbb. 1672).
Motorboot, ein Boot, bei welchem ein Motor ¶ Dampf⸗
naschine, Petroleummotor, Benzin- Naphtha⸗, Eleltromo—
ror) die Schraube dreht.
Motoren (lat.), Kraftmaschinen, Maschinen zum Au—
rieb von Arbeitsmaschinen, erhalten ihre Kraft aus der Na⸗
ur (Wasser, Wind) oder durch künstlich erzeugte Energit
Dampf⸗ oder Gasspannung, elektr. Strom; s. hierüber die
xIm elartikel: Wassermotoren Windmotoren, Dampfmaschine